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Freitag, 18. April 2014, 12:31

Mehr als ein König

Oben am Kreuz Jesu war die Aufschrift angebracht: "Dieser ist der König der Juden." Und der Verbrecher am Kreuz knüpft an diesen Gedanken an, wenn er den Herrn Jesus bittet: "Gedenke meiner, wenn du in dein Reich kommst!" (siehe Lukas 23,38-43)

Aber der gekreuzigte Jesus war mehr als ein König - Er war Heiland und Erretter. Der arme Verbrecher, der mit Ihm gekreuzigt wurde, war ein Beweis dafür und war so zur Freude und zum Trost für den Herrn Jesus in seinen Leiden. Er war die "Erstlingsfrucht" seiner Liebe und seiner sühnenden Leiden.

Sie hingen nebeneinander, der Verbrecher und der Heiland - der eine um seiner Sünden willen gekreuzigt, der andere, der Herr der Herrlichkeit, von Gott mit der Sünde beladen und nach Seinem Willen gekreuzigt. Durch das Sühnopfer des Einen wurde die Schuld des anderen für immer getilgt. Sie hörte ganz auf zu existieren. Die Erinnerung daran lebte nur noch in Verbindung mit der Gnade Gottes fort, die sie weggenommen und den Sünder für immer gereinigt hatte.

Von diesem Augenblick an war dieser Mann genauso passend für das Paradies, wie Christus selbst es war.

(in Anlehnung an J.N.Darby)

2

Samstag, 19. April 2014, 19:43

Die Anfangsbuchstaben der 4 Namen am Kre uz ergeben:JHWH

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Samstag, 19. April 2014, 20:37

Die Anfangsbuchstaben der 4 Namen am Kre uz ergeben:JHWH
Danke, Robins, dass ist ein sehr interessanter Hinweis! Ich hatte das zwar schon einmal gehört, aber nie richtig registriert oder für mich "geprüft".

Der lateinische Text von Johannes 19,19 und ihre Abkürzung ist besser bekannt - allein schon durch Kreuzworträtsel. :zwinkern:

Iesus Nazarenus Rex Iudaeorum = INRI

(Hierbei wird vorausgesetzt, dass die Vulgata in ihrer lateinischen Übersetzung des griechischen Wortlauts von Joh 19,19 genau dem lateinischen Wortlaut der Inschrift entspricht.)

Die hebräische Inschrift könnte nach Ansicht des jüdischen Gelehrten Schalom ben Chorin so gelautet haben:

Jeshu[a] HaNozri WeMelek HaJehudim = JHWH

Dabei wäre das "Ha" zu Beginn des 2. und 4. Wortes jeweils der hebräische Artikel. Und das "We" zu Beginn des 3. Wortes ein "und". Dieses "und" steht im griechischen Text nicht, ist aber im hebräischen Text durchaus angebracht. Die Vermutung von Schalom Ben Chorin scheint also einiges für sich zu haben.

Nähere Informationen dazu findet man im Buch von Carsten Peter Thiede, Zwei Söhne Gottes .

:tassekaffee:

ralf-fennig

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4

Sonntag, 20. April 2014, 10:10

In einem V0rtrag hörte ich maI das diese hebräische Abkürzung ein wichtiger Grund für die führenden Juden war dagegen zu pr0testieren

5

Sonntag, 20. April 2014, 13:59

In einem V0rtrag hörte ich maI das diese hebräische Abkürzung ein wichtiger Grund für die führenden Juden war dagegen zu pr0testieren
@Ralf - ja, das kann man sich gut vorstellen. Allerdings müssen wir unterscheiden zwischen dem, was möglicherweise war, und dem, was die Schrift uns ausdrücklich mitteilt:

Zitat


Die Hohenpriester der Juden sagten nun zu Pilatus: Schreibe nicht: Der König der Juden, sondern dass jener gesagt hat: Ich bin der König der Juden. Johannes 19,21
Die Bibel selbst berichtet nur von diesem Grund für die Proteste.

Aber
- falls der hebräische Wortlaut tatsächlich so lautete, dass die Abkürzung davon JHWH wäre
- und falls die Hohenpriester diese Abkürzung auf Anhieb erkannt haben
dann ist es möglich, dass auch das einen zusätzlichen Grund für ihren Protest geliefert hat.

Mir ist diese Unterscheidung deshalb wichtig, weil manche Prediger, die sich viel mit den jüdischen Gebräuchen und den Lehren der Rabbiner beschäftigen und dort "Anleihen" machen, oft nicht sorgfältig genug unterscheiden zwischen ihren unsicheren Vermutungen und den bezugten Tatsachen der Schrift (z. B. Fruchtenbaum).

6

Sonntag, 20. April 2014, 18:20

Wobei wir aus der Schrift wissen, dass Pilatus dem HERRN ja die Frage gestellt hat, ob dieser ein König sei. Und wir wissen auch, was Jesus geantwortet hat. Darum finde ich es nachvollziehbar, dass Pilatus genau das auf den Titulus schreiben wollte - die Hohepriester aber wussten genau, was die Inschrift sagt - und wollten lieber so stehen haben, als sei das eben nur "eine Behauptung".

Mir selbst ist es aus der Schrift deutlich, dass die Hohepriester wussten, WEN sie loswerden wollten. Unser HERR Jesus erzählte das zur Verdeutlichung in einem Gleichnis:

Mt. 21, 33 - 45:

33 Hört ein anderes Gleichnis: Es war ein gewisser Hausherr, der pflanzte einen Weinberg, zog einen Zaun darum, grub eine Kelter darin, baute einen Wachtturm, verpachtete ihn an Weingärtner und reiste außer Landes.

34 Als nun die Zeit der Früchte nahte, sandte er seine Knechte zu den Weingärtnern, um seine Früchte in Empfang zu nehmen.

35 Aber die Weingärtner ergriffen seine Knechte und schlugen den einen, den anderen töteten sie, den dritten steinigten sie.

36 Da sandte er wieder andere Knechte, mehr als zuvor; und sie behandelten sie ebenso.

37 Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen!

38 Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Das ist der Erbe! Kommt, laßt uns ihn töten und sein Erbgut in Besitz nehmen!
39 Und sie ergriffen ihn, stießen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn.

40 Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er mit diesen Weingärtnern tun?

41 Sie sprachen zu ihm: Er wird die Übeltäter auf üble Weise umbringen und den Weinberg anderen Weingärtnern verpachten, welche ihm die Früchte zu ihrer Zeit abliefern werden.

42 Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr noch nie in den Schriften gelesen: »Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden. Vom Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen«?

43 Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und einem Volk gegeben werden, das dessen Früchte bringt.

44 Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschmettert werden; auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen.

45 Und als die obersten Priester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, erkannten sie, daß er von ihnen redete.

:tassekaffee:
Phil. 1,6:
...der in uns angefangen hat das gute Werk, wird es auch vollenden bis an den Tag Christi.
Nietzsche: "Gott ist tot".
Gott: "Nietzsche ist tot!"


7

Sonntag, 20. April 2014, 19:26

Mir selbst ist es aus der Schrift deutlich, dass die Hohepriester wussten, WEN sie loswerden wollten. Unser HERR Jesus erzählte das zur Verdeutlichung in einem Gleichnis:
Ja, genau! Sie wussten, dass Er der Messias war, sie konnten es gar nicht leugnen - und wollten Ihn nicht, wie das Gleichnis sehr deutlich macht.

Deshalb entrüsteten sie sich, über den Anspruch des Herrn, Gottes Sohn zu sein, weil sie - zu Recht - erkannten, dass Er sich damit auf dieselbe Ebene wie Gott stellte:

Zitat

Darum nun suchten die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte, sich selbst Gott gleichmachend. Johannes 5,18
Aber wenn dann in der Kreuzesinschrift wirklich JHWH zu lesen war - dann brachte das diese Tatsache noch stärker zum Ausdruck: Jesus IST Gott, Jesus IST Jahwe - wie das gerade im Johannes-Evangelium an manchen Stellen deutlich wird - zum Beispiel in den "Ich bin"-Worten, insbesondere in Johannes 8,58:

Zitat

Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.
Das ist mehr als eine deutliche Anspielung auf den Namen Jahwe - "der Seiende" (vgl. 2. Mose 3,14).

Jesus IST Jahwe; der Vater IST Jahwe; und auch der Heilige Geist IST Jahwe.

Was die Hohenpriester bei Pilatus als Anklage vorbrachten, war das "politische" Argument. Er mache sich selbst zum König. Sie wussten, dass sie mit rein religiösen Argumenten keine Verurteilung durch den Statthalter erreichen konnten. Aber ihnen selbst ging es um den anderen Punkt: dass Er sich selbst Sohn Gottes nannte, sich damit Gott/Jahwe gleich machte und damit auch zugleich den Anspruch auf das Erbe erhob, wie aus dem Gleichnis deutlich wird. Das wollten sie nicht hinnehmen. Deshalb haben sie Ihn "aus Neid" überliefert. (Mth 27,18)

:tassekaffee:

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