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liam

unregistriert

1

Dienstag, 6. Oktober 2009, 09:38

Zivilcourage auf der Flucht?

Hier http://www.charmingquark.de/?p=3520 fand ich den folgenden Eintrag, den ich hier einmal zur Diskussion stellen möchte.

Zitat

Es wühlt mich noch mehr auf dieser Tage. Da zeigt ein 50jähriger Mann Zivilcourage und versucht eine Gruppe Kinder/Jugendlicher vor anderen zu schützen und wird von einem 17- und einem 18jährigen zu Tode geprügelt. Allerorten großes Entsetzen und jede Menge Menschen, die im privaten Kreis äußern, sie würden sich aus solchen Situationen heraushalten. Man sehe ja, was dabei herauskommen könne.
Zivilcourage beeinhaltet schon im Begriff, dass man Mut dazu braucht in bestimmten Situationen aufzustehen und seine Meinung zu sagen (siehe vorangegangener Eintrag) oder aktiv zu werden. Mut, weil es bedeuten kann, dass man dafür Nachteile in Kauf nehmen muß oder sogar sein Leben verlieren kann (so traurig das ist!).
Zivilcourage kann nicht von oben verordnet werden, weil man den nötigen Mut nicht von oben verordnen kann. Aber Zivilcourage ist wichtig und nötig. Wo Werte verloren gehen und nur noch der eigene Vorteil zählt, da nimmt die Zivilcourage natürlich ab. Wozu soll ich dann für etwas oder jemanden (buchstäblich) den Kopf hinhalten? Also wird lieber weggesehen, schließen sich (eigentlich oder angeblich) Gleichgesinnte nicht zusammen, um Zivilcourage zu zeigen. Am Ende sind es nur noch Einzelne, die Zivilcourage zeigen und deren Risiko damit rapide steigt.
Das zeigt sich in verschiedenen Situationen. Rettungskräft beklagen immer öfter, dass Leute zwar bei Unfällen anhalten und aussteigen aber nichts unternehmen, um zu helfen. Stattdessen werden mittlerweile die Digitalkameras oder Handykameras gezückt und Bilder gemacht bzw. Videos aufgenommen, könnte ja sein, dass man das bei irgend einem TV-Sender unterbringen und noch was damit verdienen kann. Notfalls behindert man dabei auch noch die Rettungskräfte.
Und diejenigen die helfen, müssen sich am Ende auch noch Vorwürfe anhören. Warum haben sie sich auch eingemischt? Man weiß doch, was bei sowas rauskommt. Sind sie verletzt worden, werden sie von der Gesellschaft im Stich gelassen und müssen oft jahrelang um ihr Recht bzw. Unterstützung von seiten Versicherungen etc. klagen. Sind sie traumatisiert durch Erlebnisse in Folge ihrer Zivilcourage, schlägt ihnen Unverständnis entgegen und die Aufforderung, sich nicht so anzustellen. Sie seien es doch selber schuld oder sie müssen sich Vorwürfe anhören, sie hätten »unverantwortlich« gehandelt.
Sich nach einem Geschehen, wie dem von München jetzt, hinzustellen und Betroffenheit zu äußern, vielleicht wenn man vor Ort lebt eine Kerze aufzustellen ist schön und gut aber es reicht nicht und darf nicht zum Alibi verkommen. Wichtiger wäre, wenn wieder mehr Menschen in diesem Land Zivilcourage zeigen würden. Das wäre eine angemessene Reaktion auf die gestrigen Geschehnisse und Würdigung des Opfers.

Gestern fand in den Nachrichten ein Prozess Erwähnung, der derzeit gegen jugendliche Straftäter stattfindet, die einen Jungen Mann in Bensheim an der Bergstraße bewusstlos prügelten und ihn achtlos liegen ließen, so dass er wenig später von einem Auto überrollt wurde. Auch er hatte versucht, einen anderen Menschen - in diesem Fall eine junge Frau in einer Diskothek - von vier jungen Männern zu schützen, die die junge Frau belästigten.

Die Schwester des Getöteten hat in der Zwischenzeit in Bensheim eine Organisation zru (Wieder)Belebung der Zivilcourage gegründet.

Ist das wirklich notwendig, dass es dazu heute einer Organisation bedarf, unsere Zivilcourage - den Mut, für andere einzutreten - neu zu "entdecken"? Wo ist da der Platz von uns Christen?

Kasper

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2

Dienstag, 6. Oktober 2009, 17:31

Ja, das ist wirklich ein schwieriges Thema. Denn das man heute erhebliche Risiken eingeht, wenn man einem andern Menschen zu Hilfe kommt, dass ist sicherlich nicht ganz von der Hand zu weisen. Und für viele gilt hier Selbstschutz geht vor Fremdschutz - das ist bedauerlich aber irgendwo verständlich. Und oft besteht nicht nur die gefahr einer Eigengefährdung sondern zudem auch noch das Problem eventueller juristischer Probleme. Ich selbst habe vor Jahren aus der Absicht herrausd einer Frau gegen die Übergriffe von - ich sag mal sehr klischeehaft gekleideten - jungen Männern beizustehen deren Ärger auf mich gezogen. Und als es zu Handgreiflichkeiten kam, konnte ich nicht wirklich Rücksicht auf deren Unversehrtheit nehmen, da schon aufgrund der zahlenmäßigen Überlegenheit dies ein nicht zu vertretendes Risiko für mich selbst bedeutet hätte. Juristisch hätte die Sache aber für mich fast noch ein Nachspiel gehabt, da man mir unverhältnismäßige Gewaltanwendung bzw. unangemessenes Verhalten vorgeworfen hatte. Hätte sich die zuvor geflüchtete Frau nicht als Zeugin doch noch gemeldet, weiß ich nicht was für weitere Verwicklungen sich daraus ergeben hätten - auch für mein damaliges Berufsleben.

Worauf ich hinaus will ist, das auch ich gewisse Faktoren im Umgang mit Zivilcourage sehe, die ein zurückhaltendes Verhalten eher begünstigen. Auf der anderen Seite denke ich, dass oftmals zu wenig Aufklärung über konkrete Möglichkeiten zur Hilfe besteht. Das man z.B. durch gezieltes Ansprechen dem Phänomen der Verantwortungsdiffusion begegnen kann, wie man konkret in einer Situation auch Deeskalierend oder Verunsichernd wirken kann, anstatt in angespannte Situationen mit zusätzlichem Druck und Drohungen hineinzugehen etc.



Natürlich bleibt unterm Strich, dass Gewalt als Mittel der Sicherung von Rechtsansprüchen anderer Personen nicht immer ausgeschlossen werden kann. Inwiefern spätestens hier also Christen tatsächlich helfen können, dass ist denke ich schwer zu beurteilen, in den anderen Bereichen gilt für sie sicherlich nicht weniger als für jeden anderen Menschen auch.... aber das ist nur meine Meinung.

Ergebensten Gruß

Kasper
Delige, et quod vis fac.

ralf-fennig

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3

Dienstag, 6. Oktober 2009, 19:39

Der Fall des Mannes, der da zu Tode geprügelt wurde weil er Kinder vor jugendlichen Verbrechern schützen wollte, geht mir auch sehr Nahe. Wenn man heute noch Menschen als Helden bezeichnen kann: Das war einer.
Damit muss man wohl leben: Helfen kann u.U. das Leben kosten oder (wie im Beispiel von Kasper) zu schweren Nachteilen führen. Ob man es trotzdem macht? Ich frage mich was die ganzen anderen Männer auf dem Bahnsteig getrieben haben. Notrufe bei der Polizei gab es ja wohl einige - aber eingegriffen, sich auf die Seite dieses mutigen Mannes zu stellen, das hat niemand gewagt. Ich würde mir das ein Leben lang vorwerfen. Zwei oder drei Männer neben ihm hätten ihm das Leben gerettet.
Erfahrungswert: Solche Leute greifen nur Menschen an die ihnen zahlen- oder altersmäßig weit unterlegen sind.

Heike

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4

Mittwoch, 7. Oktober 2009, 14:29

hi,



ich glaube, dass das mit dem zeigen von zivilcourage ja schon viel eher anfängt.



bürgerlicher mut, bürgerlicher anstand.



es geht nicht erst damit los, dass man bei einer sich anbahnenden oder stattfindenden schlägerei eingreift. (hier finde ich die definition bei wikipedia auch ganz interessant.)



ich seh das hier am ort so deutlich: wenn man hier den mund aufmacht und mißstände klar anspricht, dann läuft man gefahr, sanktioniert zu werden. die angst vorm gesichtsverlust im dorf, bzw. die angst vor durchaus existenzbedrohenden repressalien führt bei uns dazu, dass die bürger hier sich nicht mehr wehren gegen die form von diktatur, welche durch eine bestimmte lobby hier am ort ausgeübt wird.



diese angst versteinert ungemein und führt dazu, dass man in vielem die augen einfach verschließt und denkt "hauptsache es geht IRGENDWIE weiter." bevor nicht die ganz große katastrophe kommt, wird sich hier nichts ändern, schlicht, weil das gesamte dorf in letzter konsequenz einfach zu feige ist, klipp und klar etwas gegen die mißstände zu tun. man könnte sagen, in diesem netten, oberbayerischen dorf ist ein derartiger sumpf und ein allmächtiger filz, der droht, jeden, der sich wehrt, der existenzgrundlage zu berauben.



es gibt zwei möglichkeiten: man hält den mund oder man geht. ein zwischending gibt es nur in form von subversivität.



was auch nicht befriedigend ist.



das ganze härtet ungemein ab, es verhärtet und läßt einen erkalten und erstarren. das überträgt sich aber auch auf andere situationen. derart abgestumpft ist vieles, was im grunde genommen sehr, sehr schlimm ist, wird als gar nicht mehr so schlimm betrachtet, weil man die schlimmen zustände ja schon als normal empfindet.



nun erklär ich mir das auf den fall dominik brunner bezogen und auch auf andere fälle, dass die menschen im allgemeinen in irgendwelchen systemen leben, in denen sie ähnliche erfahrungen machen, wie ich hier in unserem dorf.

ob es nun die firma ist, oder die gemeinschaft der nachbarn - bei den meisten menschen ist es doch so, dass sie angst haben, aus der masse herausfallen, in dem sie sich anders benehmen, etwas riskieren. der grundgedanke ist nicht mehr "der braucht hilfe, ich greif da jetzt ein!" oder "unhaltbarer zustand, da muss was passieren.".

nein, der grundgedanke ist viel mehr: "was könnte mich mein eingreifen, mein engagement kosten."

da läuft in sekundenschnelle ein ganzer film ab: "wenn ich jetzt so oder so handle, dann könnte dies, das oder jenes passieren."



ich ertappe mich selbst immer wieder dabei, dass ich meinen mund hier im ort halte, weil ich angst davor habe, dass es meinen mann den job kosten könnte. ich hab auch aus der angst vor streitigkeiten mit der rest-familie in den letzten jahren immer wieder meinen mund gehalten. weniger deshalb, weil ich den ärger gefürchtet habe, den ein streit mir bringt, als vielmehr aus der angst heraus, dass mein mann oder meine kinder drunter leiden.



aus der erfahrung raus weiß ich, dass ich durchaus sofort bereit bin, einzugreifen, wenn körperliche gewalt im spiel ist. ich habe keine angst vor schmerzen, eher hab ich angst davor, dass derjenige, den mein eingreifen angeht, welche leiden wird.

ich hab auch keine angst davor, dass ich bei so einem eingreifen sterben könnte. ich geh ja wenn dann heim zum HERRN. und der HERR würde sich auch um meine familie kümmern.



ich hab viel mehr angst vor der zivilcourage in sachen mißstände ansprechen. nicht, weil ich nicht darauf vertraue, dass der HERR schon für uns sorgen wird, sondern weil ich meinem mann den ärger ersparen möchte.

er sagte jetzt neulich, dass er mittlerweile weiß, dass auch, wenn ihm ein von mir eingeschlagener weg noch so schräg und sackgassenhaft erscheint, er doch mittlerweile weiß, dass der weg irgendwie immer ans ziel führt. das ist natürlich toll zu wissen, aber herausfordern möchte ich es dann doch nicht.

für mich als christin ist das dann in sofern eigentlich untragbar, weil ich oftmals den mund halte, wo eine klare ansage angebracht wäre. aber ich arbeite dran. subversiv eben.



gruß,



heike
GOTT kommt nicht, wenn wir es möchten, aber ER kommt rechtzeitig.
Tennessee Williams (1914-83)

5

Freitag, 20. November 2009, 10:43

Die Welt wird m.E. weitgehend von Angst regiert.Es war immer so, die vermeintlich Starken unterdrücken die Schwachen.

Die Menschen sind auch total verunsichert.



Habt Ihr mal darüber nachgedacht, wie Soldaten in Afganistan zumute ist, wenn ein Offizier eine Entscheidung trifft für die er hinterher vor Gericht kommt?

Er hat nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt, hat verhindert, daß mit den gestohlenen KFZ /Benzin Verbrechen ausgeübt werden könnten.

Welcher Soldat kann jetzt noch frei handeln?



Jeder Helfer in einer schwierigen Situation wird vom Staat alleine gelassen. :regensmiley:

ralf-fennig

Administrator

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6

Freitag, 20. November 2009, 16:43

Am Montag nachmittag war ich bei einem älteren Bruder eingeladen - wir haben uns auch über dieses Thema unterhalten.
Er gab offen zu auch nicht zu wissen wie er eingreifen würde wenn er Zeuge von Gewalttätigkeiten würde (ja gut - er ist auch 80 Jahre alt) oder ob er nur einen Notruf absetzen würde.
Er erzählte auch das er einen Kollegen hatte der in solch einer Situation umkam:
Er wurde in einer Gaststätte Zeuge wie eine Frau geschlagen wurde und wollte helfen - mit dem Ergebnis das er ein Messer zwischen die Rippen bekam. Es war damals nicht mal eine größere Zeitungsmeldung wert wie er erzählte.

Biblebelt

unregistriert

7

Dienstag, 24. November 2009, 23:14

Das uebel ist nicht der buerger sondern vom staat gewollter taeterschutz.

Ist eben ideologie oder zeitgeist. Je nachdem wie man es sehen will. Einige werden eben aus ideellen werten geschuetzt. Andere aus politischen motiven. Wieder andere auf grund von kluegelwirtschaft. Gut wird boese und boese wird gut. Falsch wird richtig und richtig zu falsch. Was wundert ihr euch. Es steht genau so geschrieben. Und warum ist das so? Weil wir es zulassen das einige wenige uns mit nazikaeule, antisemitismuss und rassismuss den mund verbieten duerfen.

Was am ende bleibt ist eine gesellschaft die sich wegduckt, lieber fernsehen schaut und sich freut heute, ja gerade heute noch mal davongekommen zu sein. Nur was wird morgen sein? Wie werden unsere kinder leben? Keinen interessiert das wirklich.

Die frage ist nicht ob die zivilcourage auf der flucht ist sondern wieviel angst hat der buerger von der allgegenwaertigen staatsmacht.

Biblebelt

unregistriert

8

Mittwoch, 25. November 2009, 22:11

Und hier ein klares beispiel wie sich die gesellschaft wandelte und wie zivilcourage staatlich vernichtet wurde und heute im verstaerketen masse gar wird.

Es war 1972 eine faschingsveranstaltung in der sport und gemeinschaftshalle des ortes. Einige (etwa20) junge (im alter zwischen 16 und 20) wilde gleubten die veranstaltung dadurch stoeren zu duerfen in dem sie gegen 23:30 Uhr nach hause gehenden auf dem parkplatz schickanieren wollten. Da wurden leute herumgeschubst. Nun schnell sprach sich dieses tun in der gemeindehalle herum. Es war selbstverstaendlich, das die maenner im saal nach draussen gingen um diesem treiben ein ende zu bereiten, waehrend andere die polizei anriefen. Draussen dann gab es dann ein handgemenge zwischen den etwa 20 jugendlichen uebeltaetern und den leuten die aus der veranstaltung herauskahmen. Es gab heftige maulschellen fuer die jugendlichen und einer der jugendlichen der einen revolver zog erlitt einen kieferbruch.

Das ende der geschichte? Nun die jugendlichen wurden von der polizei verhaftet und alle bekahmen haftstrafen (mindestens 6 monate) im jugengefaengniss.
Die presse erwaehnte diesen vorfall mit der ueberschrift, durch zivilcourage konnte schlimmeres verhindert und jugendliche gewalttaeter in ihre schranken verwiesen werden.
Jeder weis wie sich das heute lesen wuerde.


Es war am 2. October 2002. Eine junge mutter ging ihrer juengsten tochter 11 jahre auf dem schulweg hinterher um zu sehen warum ihre tochter nicht mehr zur schule gehen wollte und gar bauchschmerzen bekahm und regelmaessig erbrach wenn sie zur schule laufen musste. Dies aber nie der fall war, wenn sie ihre tochter mit dem auto zur schule fuhr und abholte.Etwa 300 meter vor der schule dann, sah sie wie 4 jugendliche aus den bueschen traten und ihre tochter sofort zu boden warfen. Waehrend einer dem maedchen haeftig an den haaren riss versuchte der zweite ihr die schuhe auszuziehen waehrend der dritte ihr die jacke auszog und der vierte ihr immer wieder in die nierengegend trat. Beherzt sprang die mutter ihrer tochter zur hilfe. Dabei kahm es zu einem handgemenge bei dem die mutter 5 mal in die oberarme gestochen wurde. Ein Baeckermeister kahm der jungen frau und ihrer tochter zur hilfe. Er verteilte ein par kraeftige fausthiebe gegen diese angreifer und die rannten dann nicht ohne wilde drohungen gegen die schweinefresser auszustossen davon.

Ende der geschichte? Neee natuerlich nicht. Der baeckermeister wurde wegen koerperverletzung zu 140 tagessaetzen und 14 monaten auf bewaehrung verurteilt. Die mutter bekahm 40 tagessaetze und 6 monate auf bewaehrung und die tochter – na die 2 wochen krankenhausaufenthalt wegen nierenprellung.Das ganze wurde staatlich gerichtlich als schulhofrangelei unter kindern abgetan bei dem sich die zwei erwachsenen unbootsmaessig verhielten und total ueberreagiert haetten. Man muss ja auch den kulturellen hintergrund der 4 jugendlichen betrachten.Die 4 jugendlichen angreifer wurden einfach so freigelassen. Die stehen wahrscheinlich heute noch an selber stelle um kindern schuhe und sonstwas abzunehmen um es bei e-bay zu verkaufen.

Ende der geschichte? Neee natuerlich nicht. Die vier jugendlichen sind dann nach der gerichtsverghandlung beim baeckermeister in die wohnung gewaltsam eingedrungen und haben dort alles kurz und klein geschlagen. Anschliessend im wohnzuimmer die couch in brand gesteckt und sind dann voellig unbehelligt und gemuetlich aus der wohnung spaziert. Zeugen - ja natuerlich etwa 15 hausbewohner die natuerlich nicht eingegriffen haben weil sie wussten was passiert wenn sie es tun wuerden.

Die feuerwehr stellte erst bransdstiftung fest, um dann nach dem sie mit dem saatsanwalt und den rechtsanwaelten der jugendlichen sprechen gedurft worden waren, durften sie den brandursachenbericht auf eine spontane eigenentzuendung des sofas geaendert werden.
Bekommen hat der baeckermeister natuerlich wieder nichts. Auf dem schaden ist er natuerlich sitzengeblieben, weil sozialhilfe auch in dritter generation fuer solche voekerverstaendigungsaktivitaeten nicht aufkommt.Die jugendlichen bekahmen dafuer 3 monate auf bewaehrung wegen sachbeschaedigung.
Nun ist die geschichte zu ende. Nein ich rede nicht von Berlin oder Koeln. Ich kann gerne dazu die gerichtsaktennummern benennen.
Bei meinem letzten deutschlandbesuch wurde mir versichert das es sich nicht gebessert hat sondern eher noch verschlechtert haette. Selbst ich koennte eine nette begebenheit in der strassenbahn anfuegen obwohl ich nur 2 wochen in deutschland verweilte.Jeder kann mindestens eine positive voelkerverstaendigungsgeschichte beitragen. Nur sagen traut sich es keiner mehr, weil ihm sonst das blueht von dem Heike zuvor schrieb :binschonstill: . Und ausserdem kommt ja alles boese von rechts. Und wer ist rechts? Das ist einfach, Jeder der sich nicht bestehlen, verpruegeln lassen moechte und denkt das deutschland eigendlich ein christlich gepraegtes land sei und in frieden so zu leben will wie es seine eltern auch taten.
Desshalb haben wir uns ja alle sooo lieb, sind eben dumme spiessbuerger oder gar boese rassisten so wir den kulturellen gewinn nicht sehen und muessen eben noch mehr auf den konsens mit diesen irren vertrauen.Wir sind ja die kluegeren und der kluegere gibt bekanntlich so lange nach bis er der dumme ist.

Doch es gibt noch zivilcourage doch diese ist heute eher mit selbstmord verwannt. Die staatliche mediale zivilcourage gegen jeden der sowas nicht gut heisst wird aber gefeiert.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Biblebelt« (25. November 2009, 22:19)


liam

unregistriert

9

Donnerstag, 26. November 2009, 07:09

Du erlaubst, dass ich Dir en wnig widerspreche?

Freilich - es gibt diese schlimmen Beispiele zuhauf und die Zeitungen verlören einen Teil ihrer Auflage, wenn sie nicht darüber breichteten. Nur - die postitiven Fälle - die, wo die Courage funktioiert und gewirkt hat, die kennen wir überhaupt nicht. Das wird nur sehr, sehr selten bekannt. Das sollten wir trotz allem nicht aus der Augen verlieren.

Kasper

Anfänger

Beiträge: 30

Wohnort: Im Südwesten unseres Landes

10

Donnerstag, 26. November 2009, 12:27

Also mich würde die Gerichtsaktennummer tatsächlich interessieren....
Delige, et quod vis fac.

Biblebelt

unregistriert

11

Donnerstag, 26. November 2009, 19:52

Uuuups, bei nochmaligem durchlesen meines beitrags wurde mir klar, das man glauben koennte das diese bereicherung von straftaten und dem damit verbundenen taeterschutz “nur” von denen ausgehen wuerde welche der religion des propheten anhangen wuerden.

Das moechte ich dann doch so nicht stehen lassen.

Selbstberstaendlich gibt es diesen taterschutz ueber alle kulturen, wenngleich eben die prophetenanhaenger hier besonders hervortreten.
Da gibt es politisch motivierte kriminelle aus beiden politischen lagern welche glauben den stein der weisen zu besitzen und schon deshalb elitaer das wissen der welt anderen mit gewalt einblaeuen zu duerfen. Weil man ja selbst gut ist.
Wie oft lass ich, das man diese/n oder jene/n durchaus verletzen duerfe weil der/diese ja vermeindlich ganz boese menschen seien. Die begehen naemlich das verbrechen eine andere politische meinung zu haben.

Die prophetenanbeter muessen eben besonderst geschuetzt werden, weil sonst das geld aus den oellaendern nicht mehr nach europa fliesst und ohne dieses geld eben die wirtschaft europas schon lange kollabiert waehre. Man hat eben nur die wahl zwischen islam oder wirtschaftlichem totalexitus.
Ein schicksal das die usa nur teilweise haben weil sich diese dort eher den chinesen untergeordnet haben und das gleiche schicksal erleiden wuerden wie europa ohne islam. Desshalb werden die chinesen ja nicht mehr geruegt. Aber das waehre ein anderes thema.

Es ging mir nicht um eine gruppe von menschen sondern um den umgang mit straftaetern. Mir ging es um zivilcourage und was das ueberhaupt bedeutet.
Zivilcourage ist es doch nicht, die alte oma in den dreck zu schupsen weil sie vermeindlich die falsche politische ideologie aeussert. Ja dafuer, die art von zivilcourage wird man gefeiert.

Zivilcourage ist es, wenn sich menschen versammeln um gegen misstaende zu demonstrieren auch wenn sie der staatsmeinung entgegensteht. Stichwort "Leipzig 1989 - wir sind das volk" es gab keine verletzten. Und auch der politische gegner war nicht feind sondern nachbar. Zivilcourage ist doch, wenn man das opfer ohne ansehen der person, religion oder politischen meinung vor schaden beschuetzt.

Ich glaube das ist in meinem beispiel doch schon klar geworden. Denn es gehoert schon courage dazu aus einer faschingsveranstaltung heraus auf einen parkplatz zu gehen um dort gewalttaetern entgegenzutreten und sie daran zu hindern, bis zum eintreffen der polizei, weitere menschen zu verletzen.
Heute waehre doch keiner mehr bereit dies zu tun und wenn nur noch einzelne die aber dann gegen die uebermacht von 20 gewalttaetern unterliegen wuerden.
Damals waehre man sonderbar angesehen worden wenn man nicht nach draussen gegangen waehre um hilfe zu leisten. Heute wird der dumm angesehen wenn man rausgeht um hilfe zu leisten.

Ja und an was das liegt kann man einfach erkennen. Es ist der staatliche taterschutz der sich mehr nach ethnie, religion oder politischer weltanschauung ausrichtet, als an der tat selbst.
Heute muss man sich doch fragen: Sind es etwa mosleme – autsch dann besser nicht. Sind es linke – autsch dann besser nicht usw… usw…
Wollt ihr wiedersprechen? Nun da wird aus Mustafa K in den medien ein Bernd M gemacht oder aus Vladimmir C wird ein Hans M damit man eben nicht mehr den zusammenhang zwischen gewolltem taterschutz und politisch zu schuezender ethnie nicht mehr herstellen kann. Beispiele dafuer gibt es jeden tag.

Ja und wer hier behauptet das es nicht so sei, dem empfehle ich einfach mal die webseiten der gerichte zu besuchen und sich dort die urteile anzusehen.
Natuerlich braucht das keiner, denn wer mit offenen augen durchs leben geht dem passieren solche beispiele jeden tag, auch wenn sie einen selbst nicht persoenlich betreffen.

Natuerlich wisst ihr das auch, wenn ihr auch noch so straeubt. Ihr denkt wohl das dieses problem sich wohl nur auf die ballungsgebiete beschraenkt und dort isoliert bleiben wird. Nun das dachten die amis in den 60gern auch. Leider ist das eben nicht so. Dieses problem dehnt sich stuendlich um 20 qm aus und wird in spaetestens 10 jahren auch kleinkleckersdorf in der grossgemeinde hintertupfingen erreicht haben. Die amis dann mussten mit vielen ungerechtigkeiten diese misstaende brutalst beseitigen um mafios gebildete struckture aufzuloesen die man auf grund von ethnienschutz und miden urteilen erst ermoeglichte. Es gab einfach keinen anderen ausweg mehr, denn es konnte sich in den USA niemand mehr ohne schwerst bewaffnet zu sein auf die strasse gehen und die wohnungstueren und fenster wurden mit 12X12 cm balken auch am tage gesichert.
Die buerger hatten aber einen entscheidenden vorteil gegenueber den europaerern. Sie hatten genuegend gegend um zu fluechten. Das haben die europaer eben nicht.
Aber mal eine frage. Muss man wirklich alle irrtuemer und fehlleistungen einer amerikanischen gesellschaft mit 30-40 jaehriger zeitverzoegerung in europa wiederholen?

Kasper natuerlich bekommst du die aktennummern wengleich du diese und noch viele mehr aktuelle beispiele im netz finden wirsst. Ich werde sie heute abend raussuchen und dir weitergeben.

Kasper

Anfänger

Beiträge: 30

Wohnort: Im Südwesten unseres Landes

12

Freitag, 27. November 2009, 02:03

Das wäre super nett von dir, danke.
Delige, et quod vis fac.

liam

unregistriert

13

Freitag, 27. November 2009, 15:12

Zitat von »B ibelbelt«

Natuerlich wisst ihr das auch, wenn ihr auch noch so straeubt.
Sach mal - verrätst Du mir, gegen wen Du hier eigentlich so wetterst?

Zitat von »Biblebelt«

Ihr denkt wohl das dieses problem sich wohl nur auf die ballungsgebiete beschraenkt und dort isoliert bleiben wird. Nun das dachten die amis in den 60gern auch. Leider ist das eben nicht so. Dieses problem dehnt sich stuendlich um 20 qm aus und wird in spaetestens 10 jahren auch kleinkleckersdorf in der grossgemeinde hintertupfingen erreicht haben.
Du musst schon länger nicht mehr hiergewesen seinm. Ich wohne in "Klein Kleckersdorf" und kenne die von Dir eben so farbenfroh geschilderten Zustände hier seit 12 - 15 Jahren.

Andererseits - mein Cousin woht seit gut 20 Jahren in Lawrence, Kansas. Er ist dort An der Uni tätig und kennt sein "Zweitland" ausgezeichnet. Bedingt durch seine Arbeit kenn er viele junge Menschen. Seine beiden Kinder hat er längst zurück nach Canada geschickt, um sie bei "den bekloppten Amis" nicht länger zu lassen, als unvermeidlich. Er ist viel unterwegs in den Staaten und auch in andren Ländern. Er berichtet mir durchaus von solchen Zuständen, doch erwecken seine Berichte in mir nicht den Eindruck, als wäre es in den Staaten allüberall so, wie Du es beschreibst.

Ich denke, es hängt schon auch davon ab, wo man in den Staaten lebt und welchen Fokus man in seinen Blick legt.

Biblebelt

unregistriert

14

Samstag, 28. November 2009, 04:10

Also lieber liam ich wetter gegen ueberhaupt niemanden. Vielleicht komme ich etwas zu hart rueber. Dies liegt aber daran, das ich mich mit vielen vor allem jungen leuten aus europa unterhalte, telefon, chat und auch e-mail, und desshalb immer wieder hoere wie toll doch europa wirklich ist und wie sich alle so dolle lieb haben.

Na ja es gibt wohl eine rechte scene, zu der wohl fast 70% der bevoelkerung zaehlen, ueber die grenzen jeder ethnie hinweg, weil sie die schoene neue welt nicht sehen wollen.
Ja wenn man man alle die alten mal weg hat, es keine rechtsradikalen mehr gibt (und dazu gehort eigentlich jeder der diese schoene neue welt in frage stellt). Ja wenn nur noch der egomanistische narzist ueberbleibt, dann bricht der totale wohlstand aus, dann gibt es keine kriege und keine armen mehr. Dann muss keiner mehr arbeiten und jeder lebt dann vom buergergeld des states in saus und braus. Also nix neues eben. Immer wieder das selbe mit diesen theoretischen gesellschaftsformen die auf dem atheismuss aufgebaut sind. Erst muessen die anderstdenkenden weg und dann gibts das paradies auf erden.

Ich sehe dabei nur eines. Totale selbstueberschaetzung. Wieder faschismuss und totalitarismuss. Wieder mal ein neuer anlauf einer gottlosen gesellschatsform. Denn um diese schoene neue welt zu kreieren, muessen natuerlich erst die andern weg, die doofen anderstdenkenden eben und die dummen christen die ja nur probleme schaffen.

Desweiteren sehe ich kinder und jugendliche die schon alles zu wissen glauben und nun wirklich nichts mehr dazulernen brauchen, weil sie schon alles gelernt haben was es im leben zu lernen gibt. Zumindest wissen sie ganz sicher was richtig und was falsch ist weil ihnen der staats-erzieher schon im kindergarten erzaehlt hat. Ach wie geniesse ich es wenn mir ein/e 25 jaehrige/r den lauf der welt erklaert, die weisheit mit schoepfloeffeln gefressen hat und grundsaetzlich alles besser weis oder zumindest glaubt was besser ist zu wissen. Zumindest aber koennen sie sokrates und freud auswendig rezitieren und beweisen gar das sie die erklaerungen dazu auch noch auswendig aufsagen koennen. Einfach herrlich.
Ich liebe es geradezu einem 25 jaehrigen altklugen zuzuhoeren wenn diese/r mir den lauf der welt erklaert, die beste gesellschaftsform kennt und mir die ganze welt-finanzwirtschaft der verganenheit, gegenwart und zukunft erklaert :besserwisser:

Ja ich war zu hause. Wie gesagt eben nur 2 wochen. Das hat mir aber voll gereicht. Nein mir ist nichts grosses passiert. Es wahren eher kleinigkeiten des alltages die man in meiner heimat schon gar nicht mehr wahrnimmt weil sie zum alltag gehoeren.

Was wollte ich mit meinem beitrag sagen? Nun ich wollte mal aufzeigen wie sehr sich die gesellschaft gerade ab der 90ger jahre hin zum egoismuiss veraenderte. Wenn man nicht jeden tag dort lebt, dann faellt es einem vielleicht nicht so auf als wenn mann wie so jede paar jahre dorthingeht. Ja und die veraenderungen zwischen 2003 und 2009 sind nun wirklich ergheblich zu nennen.

Eigentlich dachte ich daran in 10 Jahren in rente zu gehen und dazu wieder nach hause zu gehen. Nun diesen gedanken habe ich aber, wie viele andere deutsche hier sehr schnell aufgegeben. Ich hatte immer mit meiner heimat geprahlt. Wie schone Deutschland doch sei, wie sauber und das man ganz unbehelligt durch den park schlendern keonne. Die kriminalitatetsrate sei im vergleich ja so gering. Nichts davon ist uebergeblieben und wurde auf dem altar des egoismuss und besserwisserei geopfert. Wie gesagt musste ich bei meinem deutschlandbesuch feststellen das man es gar nicht wahrnimmt. Nur sagte die Nichte. Nee morgends bis 10 kannste nicht in den schlossgarten und ab 18 Uhr auch nicht mehr. Ja und Onkel Joe wenn du dann unbedingt da hin willst, dann schau den irren dort bloss nicht ins gesicht, die koennten das falsch verstehen. Neee fuer sie war das alles ganz nmormal. Gott gegeben eben wie wenn es nie anderst gesesen waehre. Dabei was das 2002 noch nicht so. Damals brauchte mir keiner verhaltensregeln zu geben wann man wohin gehen kann und wenn man anschaut und wen nicht usw. usw.
Der Neffe meinte er habe keine probleme weil er nur mit freunden unterwegs sei und sich an sonsten um wirklich nichts links und rechts kuemmert auss um sich selbst. Dann sei es, so sagt er eigentlich ganz gut.

Und der zweite streich folgt sogleich

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Biblebelt« (28. November 2009, 04:16)


Biblebelt

unregistriert

15

Samstag, 28. November 2009, 04:30

zweiter streich

Ich habe mich mit einem freund unterhalten. Er ist bei der polizei und ist mit mir aufgewachsen, wir sind zusammen zur schule gegangen waren gar zugleich in der selben einheit bei der bundeswehr (damals als man noch 18 monate hin musste). Danach haben sich unsere wege getrennt. Er lebt noch immer in dem gleichen haus wie zuvor nur die eltern jetzt in der einliegerwohnung und er jetzt mit seiner familie in der grossen wohnung.

Was er mir berichtete, da koennte man einen zu viel bekommen. Von polizisten die bei der einsatzfahrt beten nicht einer geschuetzen ethnie begenen zu muessen, von polizisten welche den mund aufgemacht haben und deswegen jedeweder bevoerderung beraubt als archivar ihren dienst fristen.

Ich koennte von einer freundin meiner frau berichten. Sie arbeitet fuer die ARD in der nachrichtenredaktion in Koeln/Bonn und wie nachrichten zusammengezimmert werden muessen um ja nicht die falsche ethnie zu zeigen, wie man auch nicht vor namensfaelschungen zurueckschreckt und wie man ganze sachverhalte auf den kopf stellen muss. Wie man mit alten filmausschnitten eine sache zu einer rechtsradikalen geschichte umfunktionieren kann usw… Auch sie hat die nase gestrichen voll und will wenn sie in rente geht nach oesterreich auswandern, weil es dort anscheinend noch nicht ganz so schlimm sei.

Ich koennte von einer direktorin berichten die heute noch an einer realschule rektorin ist und uns ware horrorgeschichten erzaehlt, bei denen der lehrkoerper besser wegschaut und hinterher betroffenheit zeigt so sich die presse und politik ueber den tathergang geeinigt haben und politisch einwandfrei festgelegt haben was oder wer schuld sei oder ob man es besser nicht weiter erwaehnt. Dabei muss das lehrerkolegium sehr aufpassen was man sagt, den es gibt immer ein paar 100% im lehrkoerper und da kann es einem beruflich schlecht bekommen sagt man was man denkt.

Wenn mir nun diese leute nur uebertreibungen erzaehlt haben, und nur 40% der wahrheit entspricht was mir da so erzaehlt wurde, become ich immer noch eine gaensehaut. Schon mal in youtube die alten aktenzeichen XY ungeloesst filmchen angeschaut? Da werden damalige ungehaeuerlichkeiten beschrieben die heute zum ganz normalen alltag gehoeren und keinen hund hinter dem ofen vorholen koennen.

Fest steht, das wenn ich dies in Deutschland sagen wuerde, waehre ich sehr schnell als rechtradikaler gebrandmarkt, wuerde meinen job verlieren und haette mindestens mit schmierereien am haus zu rechnen. Dabei ist das lustig denn hier gelte ich als treehuger und sozialist.

Ich frage mich, wo soll da noch zivilcourage entstehen. Zivilcourage heute neudeutsch bedeutet doch, menschen die das was ich hier schreibe kraeftig aufs maul zu schlagen oder schlimmeres oder gar mit einer mahnwache zu bedenken, welche dann die ganze nachbarschaft bedrohnt und wie wir in unserer familie festellen mussten gar einem unschuldigen und unbeteidigten kind das leben kostet.

Wirkliche zivilcourage ist, gegen miststaende anzureden und jeden gegen ungerechtigkeiten in schutz zu nehmen, das bedeutet im betrieb eben gegen mobbing und den mobber zu agieren, ross und reiter zu nennen, den moslemischen nachbarn vor seinen islamfundis zu schuetzen und wenn es sein muss gar aufnehmen um diesen ihren verfolgern zu entziehen. Ja ich weis so was gibt es in europa gar nicht. Zivilcourage ist sich schuetzend vor die frau, den mann oder den jugendlichen auf der strasse oder bus zu stellen der/die herumgeschupst wird. Das ist zivilcourage aber auch brandgefaehrlich, denn eilt man den falschen zur hilfe kann das die gesundheit und gar die wirtschaftliche/berufliche existenz kosten.

Nein liam ich schreibe nicht gegen irgendjemanden an. Ich halte es aber fuer meine christliche pflicht darauf hinzuweisen, das sich eine ganze gesellschaft auf gefaehrliche wege begiebt und die wurzeln ihres wohlstandes, ja das christliche erbe ihrer vorfahren verraet.

Ich muss feststellen, das ein forum nicht der geeignete platz ist um etwas tiefer zu diskutieren. Ich bedanke mich bei denen welche sich die muehe machten diesen langen beitrag ueberhaupt zu lesen.

Kasper

Anfänger

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16

Samstag, 28. November 2009, 10:38

Ach.... ich glaube was das Lesen deiner (kompletten) Beiträge betrifft, dass sind gar nicht so wenige. ^^
Delige, et quod vis fac.

ralf-fennig

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17

Montag, 30. November 2009, 22:02

Hallo biblebelt!
Ich lese Deine Beiträge sehr gern - sie zeigen eine Seite Europas die es leider gibt.
Ich bin selbst schon gebranntmarkt worden, einem ehemaligen Stellvertreter in meiner Pfadfinderarbeit hat man erzählt ich sei ein Rechtsextremist (weil ich Landesvorsitzender der dt. Zentrumspartei bin), das er das bislang nicht gemerkt habe läge nur daran das ich so schlau sei (welch Kompliment!). Woran es liegt das ich es selbst noch nicht gemerkt habe weiß ich nicht.
Auf jeden Fall gibt es wohl eine Reihe Warner vor mir "gefährlichen Menschen" - die meisten davon habe ich nie persönlich kennenlernen dürfen.

ralf-fennig

Administrator

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Beruf: Altenpfleger - Frührentner

18

Montag, 30. November 2009, 22:08

P.S.

Ist übrigens allgemein ein Thema:
Heute hat mir ein alter Freund (von dem ich weiß das er "normal" ist) erzählt das eine Pfadfindermutter bei ihm ihrem Sohn die Teilnahme an den Treffen verboten hat weil sie es als "nicht normal" ansieht das sich ein Erwachsener um Kinder kümmert ohne das es "die eigenen" sind oder er Geld dafür kassiert. Da jammern wir nun das die Gesellschaft auseinanderfällt, niemand sich mehr für andere engagiert und die Zivilcourage abnimmt - aber wenn dann jemand gegen den Strom schwimmt wird er diffamiert.
Stichwort: Die schöne neue Welt die vor uns liegt...

Biblebelt

unregistriert

19

Dienstag, 1. Dezember 2009, 16:26

Ja aber Ralf sind wir nicht als christen verpflichtet auf solche fehlentwicklungen hinzuweisen? Wenn nicht wir den finger darauf legen wer soll es sonst tun? Koennen wir uns beklagen, wenn jemand bestimmte sogenannte heilige buecher nicht beachtet, so ein buch eben nicht anbetet dann bricht ein sturm der entruestung los. Gekraenkte menschen gehen auf die strasse und verlangen das blut der unglaeubigen. Der moderne mensch verniedlicht dies mit mildem verstehen. Doch wenn bibeln brennen schaut man weg. Ja wenn christliche kirchen brennen (oft sammt innhalt) schaut man weg. Darf man sich heute noch ueber solch ein menschenfeindliches verhalten beklagen oder muss das der moderne mensch klaglos ertragen?

Es scheint wieder ein geist umherzugehen der boeses erahnen laesst. Denn eines hat die geschichte wohl doch gelehrt und jeder egal welchem zeitgeist er gerade hinterherrennt sollte wissen, das dort wo buecher brennen alsbald auch menschen verbrennen. Das kann man quer durch die bekannte geschichte ob geschoent oder nicht verfolgen.

Wir christen koennten auch sagen, es steht so geschrieben. Es wird so kommen. Auch der abfall vom christentum ist vorhergesagt und wird so kommen. Ja selbst jene die sich christen nennen werden die lehren gottes verkehren. Es steht so geschrieben. Die bibel wird sich erfuellen so wie sich das alte testament erfuellte so auch das neue. Doch sollen wir wirklich den mund halten? Sollen wir wirklich nicht zur umkehr mahnen?

Fest steht fuer mich, das der mensch nicht lernfaehig ist. Seit der bekannten geschichtsschreibung haben sich koenige neue ihnen angenehmere goetter gesucht oder erfunden. Die menschen tanzten um gioldene kaelber. Sie beten oder beteten zu irgenwelchen steinen in wuesten oder waeldern. Sie verwerfen und verwarfen gott und machen sich einen spass aus ihm. Auch atheismuss ist nicht neu und hat schon die groessten reiche der bekannten weltgeschichte zerstoert. Nur einer war vorher und auch nacher. Das ist und war gott der herr. Er war staerker als die egypter, staerker als die griechen und viel staerker als die roemer. Er war staerker als stalin, hitler und er wird wieder staerker sein als wir mit unseren neuen wissenschaften. Die menschen haben vor tausenden jahren bauwerke erstellt ueber die wir heute noch staunen und nicht wirklich wissen wie sie es volbrachten. Gott war staerker. Die menschen haben die sterne erforscht und wissen ueber die natur angehaeuft das wir uns heute noch die augen reiben. Gott war staerker. Wir haben reiche erschaffen welche ewig zu bestehen schienen. Sie haben ganz afrika fast ganz europa ja bis nach asien alle menschen bekriegt und besiegt. Sie schienen ewig mit unmenschlicher macht. Wo sind sie hin? Wo sind all diese menschlichen maechte, wissenschaften geblieben? Nun sie sind vertgangen und was blieb ist ein kleines echo in der zeit. Aber gott gab es vorher und auch nachher.

Also sollen wir den mund halten und sie nicht zur umkehr ermahnen? Sollen wir dem zeitgeist folgen, angenehm sein und ihnen nicht sagen wie falsch sie doch liegen? Gott wird wieder staerker sein er wird auch ihren wahnsinn ueberleben. Sollen wir ihnen das sagen?

liam

unregistriert

20

Dienstag, 1. Dezember 2009, 17:17

Zitat von »Biblebelt«

Ja aber Ralf sind wir nicht als christen verpflichtet auf solche fehlentwicklungen hinzuweisen?
Nein, Biblebelt, meiner Ansicht nach sind wir das nicht. Was wir tun sollen hat Jesus uns gesagt: Den Menschen das Evangelium bringen. Und so leben, als könne er uns jede Minute hier besuchen und seine Recht einfordern. Seine Stunde wird kommen. Du widersprichst Dir - gewissermaßen - ja auch selbst, denn weiter unten konstatierst Du, dass der Mensch nicht lernfähig ist und genau da liegt ja der Hase im Pfeffer. Weißt Du, die Menschen sind heute so betäubt und beschäftigt, vor allem von und mit sich selbst - die WOLLEN nicht hören. Einige wenige, sehr wenige mag man erreichen. Einige wenige fragen auch, wenn man ihnen den Glauben als Christ vorlebt und dann hat man die Chance, Zeugnis zu geben. Aber den Menschen sagen, wo's brennt? Du kannst sie mitten in den Dreck mit der Nase reinschubsen - und sie würden beginnen, die Sch.... nach Geschmack zu sortieren. Wenn man Glück hat, wird man nicht ausgelacht. Mit weniger Glück landet man, wie meine Frau jüngst, auf einer youtube-Seite und wird dort verhöhnt, beschimpft und entehrt. Und es soll (und wird) noch schlimmer kommen.

Die Menschen wollen hören, wonach ihnen die Ohren jucken - und das ist allemal nicht die Wahrheit, nach der ihnen die Ohren jucken.

Ich versuche, meinem Nächsten hier und dort vorzuleben und weiterzugeben, was ich glaube und erkannt habe - und das multipliziert sich dann vielleicht. Doch die Aussichten sind mMn eher trübe. Ich lebe (noch) gerne. Aber ich hab' das Leben, wenn ich so manches sehe, derart satt, dass ich manchmal nix dagegen hätte, abzutreten. Nicht weil es mir mies geht. Sondern weil die Welt sich so entwickelt, wie sie sich entwickelt.

Zitat von »Biblebelt«

Gott wird wieder staerker sein er wird auch ihren wahnsinn ueberleben. Sollen wir ihnen das sagen?
Sagen wir es ihnen. Sie werden dennoch höhnen und spotten und ihren juckenden Ohren folgen.

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