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Montag, 16. November 2009, 14:31

AKREF Gebetsanliegen -verfolgte Christen- 16. bis 30. November 2009

16. Ägypten: Christ sitzt über ein Jahr wegen Kritik in Haft
Der 28-jährige koptische Sozialarbeiter Hani Nazeer ist am 9. November in einen Hungerstreik getreten. Mit dem Hungerstreik will er seine Haftentlassung, zumindest aber eine formelle Anklage erzwingen. Nach Auffassung der IGFM hat sich Nazeer keines Deliktes schuldig gemacht, sondern „nur“ religiöse Autoritäten verärgert. Er ist Autor des Blogs „Karz El Hob", in dem er sich gegen die aggressive Islamisierung wie auch gegen politische Einflussnahmen der orthodoxen Kirchenführung wandte. Die Lage der koptischen Kirche wird immer dramatischer. Besonders in Oberägypten sind die Kopten Ziel von Gewalttaten und Anschlägen.

17. EU/Italien: Wütendes „Nein" zum Straßburger Urteil

Menschenrechtsgerichtshof: „Kruzifixe müssen raus aus Schulen“ – Fast alle politischen Lager und italienischen Medien haben das vom Europäischen Gerichtshof ergangene Urteil gegen die Kruzifixe in den öffentlichen Schulen zerrissen. „Es scheint, als wolle man die Rolle des Christentums für die Formung der europäischen Identität leugnen", erklärte Lombardi zum Straßburger Urteil. „Das Recht auf Religionsfreiheit kann nur seine Ausübung bedeuten – nicht die Freiheit von Konfrontation“, so Dr. Martin Kugler aus Wien, der 12 Thesen für das Kreuz in öffentlichen Räumen aufstellte. „Das Kreuz ist für den Christen Anspruch und Geheimnis. Aber für Europa ist es das erfolgreichste und beste Logo aller Zeiten. Es soll sichtbar bleiben.“

18. Indien: "Wenn du zur Kirche gehst, wirst du sterben"
Arvind hielt am 2. November einen besonderen Gottesdienst für seine Gemeinde, als eine Gruppe von 41 antichristlichen Extremisten seine Kirche stürmte. „Ihr müsst mit schlimmen Konsequenzen rechnen, wenn ihr nicht zu unserem Glauben zurückkehrt. Wenn ihr Jesus nicht verlasst, werden wir am Sonntag zurückkommen, und euch lebendig verbrennen", drohten die Radikalisten. Ihr Ziel ist, Arvind aus dem Gebiet zu vertreiben. Die Christen vor Ort bitten um Gebet, dass der Herr die Augen der extremen Hindus dafür öffnet, dass Jesus auch sie liebt und dass es zu einer friedlichen Lösung kommt.

19. Indonesien: Kirchenbau nach Protesten gestoppt
Der Regent von Purwakarta in West Java entschied sich am 16. Oktober gegen den Bau der St. Marien Kirche in Cinanka. Laut indonesischem Recht müssen die Anwohner dem Bau einer Kirche zustimmen. Die erforderliche Unterstützung war zunächst gegeben. Doch nachdem die Nachbarn von Islamisten, Anhängern der FPI (Islamische Verteidigungsfront) bedroht und terrorisiert wurden, zogen 15 Anwohner ihr Einverständnis zurück.
20. Iran: Unmittelbar drohende Hinrichtungen an Kurden Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) stehen im Iran eine Reihe von neuen Hinrichtungen von kurdischen politischen Gefangenen bevor. Unter anderem ist von Ehsan Fattahian (28) das Hafturteil zum 11.11. in ein Todesurteil umgewandelt worden. Grund dafür sollen „Kampf gegen Gott", „Abfall vom Islam" und angeblicher „bewaffneter Kampf" sein. In der Haft wurde der junge Mann mehrfach schwer gefoltert. 16 weitere politische Aktivisten der kurdischen Minderheit sollen ebenfalls auf Ihre Exekution warten. De Hinrichtungen werden in der Regel durch Strangulieren vollstreckt, indem die Opfer mit einem Strick um den Hals langsam an einem Kran in die Höhe gezogen werden. Der Todeskampf der Opfer dauere zum Teil mehrere Minuten.

21. Israel: Aufklärung eines Anschlags gegen messianische Juden
Es war ein Schock für die christliche Welt, als im März 2008 ein Purim Geschenk explodierte und der messianische Jude Ami Ortiz (15) schwer verletzt wurde. Er musste seit der Explosion 14 Operationen über sich ergehen lassen. Nun gelang es den israelischen Sicherheitskräften im Oktober Jaakov Teitel zu verhafteten. Nach Verhören bekannte sich der orthodoxe Jude und vierfache Familienvater unter anderem zu dem Bombenanschlag auf die Familie Ortiz. Darüber hinaus soll der Alleingänger noch andere Opfer auf dem Gewissen haben. Bei der Durchsuchung seines Hauses hat die Polizei automatische Schusswaffen und Sprengstoff sichergestellt. In einem Bekennerbrief von ihm heißt es: “Der Staat lässt Hunderte von palästinensischen Terroristen frei, fördert künstliche Befruchtung, verschuldet die Ermordung von 25.000 jüdischen Babys in jedem Jahr und unterstützt christliche Missionare, deren einziges Ziel es ist, unsere Religion zu verlassen".

22. Kasachstan: „Das ist keine Verfolgung aus religiösen Gründen – Das ist das Gesetz"
Der in Kasachstan geborene Baptist Viktor Leven, der die deutsche Staatsbürgerschaft hat, wird aus Kasachstan ausgewiesen – es sei denn, ein Gericht des Landes hebt seine Verurteilung wegen „unerlaubter missionarischer Tätigkeiten" auf. Der örtliche Staatsanwalt stellte klar: „Das ist das Gesetz". Wie er erklärte, ist das Predigen bei Gottesdiensten als missionarische Tätigkeit einzustufen und damit – ohne staatliche Genehmigung – gesetzeswidrig. Unterdessen verkündete Präsident Nursultan Nazarbaev, dass eine staatliche Institution zur Überwachung religiöser Aktivitäten eingerichtet werden solle.

23. Kirgistan: Registrierungsanträge fast immer abgelehnt
Für Religionsgemeinschaften ist es so gut wie unmöglich, die Registrierung und damit die Existenzberechtigung vor dem Gesetz zu erlangen. Die staatliche Kommission für religiöse Angelegenheiten behauptet derzeit, erst die Verabschiedung von Ausführungsbestimmungen zu dem im Januar in Kraft getretenen restriktiven Religionsgesetz abwarten zu müssen. Über die Notwendigkeit einer Neuregistrierung von bereits nach dem alten Gesetz registrierten christlichen Gemeinschaften sind sich die Offiziellen immer noch nicht einig.

24. Malaysia: 15.000 Bibeln beschlagnahmt
Die Regierung hat die Beschlagnahme von 15.000 Bibeln aus Indonesien angeordnet, weil darin das Wort „Allah", die seit neuestem für Nichtmuslime verbotene Gottesbezeichnung, verwendet wurde. Es könne Muslime reizen, wenn andere für „Gott" ebenfalls „Allah" gebrauchten. Abgesehen davon ist Malaysia auch noch in andere religiöse Streitpunkte verwickelt, z.B. der Übertritt Minderjähriger zum Islam oder die Religions-zugehörigkeit Verstorbener, von denen behauptet wird, sie seien kurz vor ihrem Tod heimlich zum Islam übergetreten, was Auswirkungen auf das Erbrecht hat.

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Montag, 16. November 2009, 14:34

AKREF Gebetsanliegen - verfolgte Christen- 16. bis 30. November 2009

25. Pakistan: Islamisten greifen christlich pakistanische Familie an
Da diese es ablehnte, zum Islam überzutreten. Seit Jahren lebte Rafiq Mashi Bhatti und seine Familie mit seinen Nachbarn in Frieden und Harmonie. In den letzten Monaten erhielten sie jedoch anonyme Anrufe und Briefe, die sie warnten, zum Islam überzutreten oder ihr Haus zu verlassen – sonst würden sie sterben. Die Briefe enthielten Verse vom Koran einschließlich Sura 5, 51, worin steht: „Gebt acht Ihr Gläubigen! Schließt keine Freundschaft mit Juden und Christen…!"

26. Russland: Restriktives Religionsgesetz in Vorbereitung
Das russische Justizministerium hat auf seiner Homepage eine neue Gesetzesvorlage veröf-fentlicht. Würde diese so in Kraft treten, könnte es eine enorme Erschwernis für die Missionsarbeit bedeuten. Es dürften Kinder demnach nur noch mit einer aus-drücklichen Genehmigung der Eltern christliche Bücher und CD's in Empfang nehmen oder einen Gottesdienst besuchen. Bitte beten Sie damit Missionsarbeiten nicht weiter eingeschränkt werden und auch dafür, dass die Genehmigung zur Einfuhr der Weihnachtspäckchen kommt, damit Kindern eine Weihnachtsfreude gemacht werden kann und sie dabei von der Geburt Jesus Christus erfahren.

27. Türkei: Gebet für angeklagte Christen

Die türkischen Christen Hakan Tastan und Turan Topal wurden im Oktober 2006 festgenommen. Sie sollen das Türkentum und den Islam beleidigt zu haben, als sie in Silivri, mit drei jungen Männern über ihren Glauben sprachen. Nachdem drei Zeugen der Anklage am 15. 10. 2009 aussagten, sie würden die beiden Angeklagten nicht kennen, nannte der Verteidiger Haydar Polat den Prozess „einen Skandal“. Für die nächste Anhörung am 28. Januar 2010 hat das Gericht nochmals drei weitere Zeugen der Anklage vorgeladen. Bei diesen Zeugen handelt es sich um Angestellte der Geheimpolizei und der türkischen Streitkräfte.

28. Usbekistan: Geldstrafe sowie Verbot der Führung religiöser Gemeinden
Ein Prozess endete damit, dass der Richter des Bezirksstrafgerichts Pavel Peichev, den Leiter des usbekischen Baptistenbundes, und zwei seiner Kollegen – die Buchhalterin des Baptistenbundes, sowie den Direktor des Kinderlagers – der Steuerhinterziehung und der Miteinbeziehung von Kindern in religiöse Aktivi-täten ohne deren Zustimmung bzw. ohne Zustimmung der Eltern für schuldig befand. Jeder Angeklagte wurde zu einer Geldstrafe von 260 monatlichen Mindestlöhnen verurteilt. Peichev und seinen Kollegen wurde für drei Jahre das Recht entzogen, administrativen und finanziel-len Angelegenheiten einer Organisation zu leiten. Darüber hinaus muss der Baptistenbund die angeblich hinterzogenen Steuern auf das Kindercamp zahlen. Unterdessen rätseln die Baptisten, die die Vorwürfe vehement bestreiten, was die wahren Beweggründe für das Urteil waren. Pitirimov: „Wir können derzeit nur erahnen, welche Angriffe durch die Behörden noch folgen werden."

29. Vietnam: Menschenrechtsverteidiger verhaftet und drangsaliert
Menschenrechtsanwalt Le Tran Luat wurde am 1. November erneut von der Polizei in Saigon festgenommen, als er zum achten Mal vergeblich versuchte, die Einladung seiner Anwaltskammer wahrzunehmen. Rechtsanwalt Tran Quoc Dat, der im Auftrag des verhinderten Luat der Anwaltskammer den Antrag auf Verlegung der Sitzung überbringen sollte, wurde am nächsten Tag auf dem Weg verhaftet. Von ihm fehlt seitdem jede Spur. Luats drei Anwaltskanzleien in Saigon wurden von Staats wegen bereits im März 2009 geschlossen, er selber drangsaliert, weil er die Verteidigung von Dissidenten und Gläubigen übernahm. Von der Polizei wurde er ständig vorgeladen und darf die Stadt nicht verlassen. In der Staatspresse findet eine Rufmord-Kampagne statt, die bis in den Eingriff seines Privatlebens geht. All diese Einschränkungen sind einem Berufsverbot gleich.

30. Weißrussland: „Alle anderen sind Sekten“

Auf Aufforderung des Exekutivkomitees Minsk besuchte die Stadtpolizei die Familie Kagramanyan, die der Pfingstgemeinde „Neues Leben“ angehört. Sie wurde befragt, ob in ihrer Wohnung Gottesdienste abgehalten werden, welche Kirche oder Gemeinde sie besuchen, und warum sie gläubig sind. Der stellvertretende Polizeichef Dinas Linkus erklärte gegenüber Forum 18, dass die Familie nichts mehr zu befürchten hat, da jetzt alle Fragen geklärt sind. Er sagte:„Bei uns gibt es Orthodoxe, Katholiken und Moslems, alle anderen sind Sekten". Armen und Kristina Kagramanyan stammen aus Nagorno Karabach im südlichen Kaukasus und sind ethnische Armenier. Da sie keine weißrussischen Staatsbürger sind, befürchten sie nun die Ausweisung. In der Region Vitebsk wurde die Baptistengemeinde „Verklärung" wegen der Abhaltung von Gottesdiensten in ihrem Gebäude mit einer Geldstrafe belegt. In einer anderen Rechtssache gegen Baptisten wurde das Verfahren gegen Pastor Sergei Dedovets wegen Leitung von Gottesdiensten ohne staatliche Registrierung eingestellt. „Es wurde keine Straftat verübt", hieß es in einer Erklärung der Gerichtskanzlei. Familienangehörige von Pastor Dedovets führen die überraschende Wende des Verfahrens auf die Gebete von Christen auf der ganzen Welt zurück.

entnommen aus AKREF Arbeitskreis für Religionsfreiheit - Menschenrechte - verfolgte Christen der Deutschen Evangelischen Allianz

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Dienstag, 1. Dezember 2009, 21:30

AKREF Gebetsanliegen -verfolgte Christen- 1. bis 15. Dezember 2009


01. Äthiopien: Christin monatelang unschuldig in Haft
Die Witwe Etui braucht unser Gebet. Fundamentalistische Muslime werfen ihr vor, den Islam beleidigt zu haben. Sie musste für vier Monate ins Gefängnis. Der Vorwurf konnte nicht bewiesen werden. Etui lebt in der mehrheitlich von Muslimen bewohnten Region Harari. Ihren Lebensunterhalt verdient sie sich mit dem Verkauf von Snacks an ihrem kleinen Kiosk. Sie gehört zu einer protestantischen Gemeinde. Sie ist in der Nachbarschaft und in ihrer Gemeinde bekannt für ihre Freundlichkeit und Gastfreundschaft. Die Witwe muss hart arbeiten, um die Umsatzrückstände wieder aufzuholen.

02. China: Obama wirbt in China für Religionsfreiheit
Die universellen politischen und religiösen Rechte sollten auch ethnischen und religiösen Minderheiten zur Verfügung stehen, so der US-Präsident Obama bei seinem Besuch vor ca. 500 Studenten in Shanghai. Er sprach sich für freien Zugang zum Internet aus. Indes findet der christliche Glaube immer mehr Anklang, besonders unter Akademikern. Der Chinesische Christenrat - Dachverband der staatlich anerkannten protestantischen Kirchen - hat dazu aufgerufen, das Internet für Seelsorge, Meinungsaustausch und Evangelisation zu nutzen.

03. China: Uigurischer Christ aus Arbeitslager entlassen
Nach zwei Jahren Arbeitslagerhaft ist der uigurische Hausgemeindeleiter Osman Imin freigelassen worden. Seit fast einem Jahr in Haft ist der Christ Alimjan Yimit. Er soll angeblich Informationen an ausländische Organisationen weitergegeben und "gegen die uigurische Gemeinschaft gearbeitet" haben. Alimjans Familie und Freunde befürchten, er könnte hingerichtet werden, wenn man ihn fälschlich mit mutmaßlichen Separatisten der Uiguren in Zusammenhang bringt. Da die Behörden alles fürchten, was sie nicht kontrollieren können, scheint man die Leitung der uigurischen Kirche aus dem Weg räumen zu wollen. Die Behörden entzogen etlichen Anwälten, die uigurische Christen vertraten, die Lizenz.

04. Usbekistan: Berufungsverhandlung
Am 4. Dezember ist die Berufungsverhandlung gegen die Baptistengemeinde, die wegen der Abhaltung eines christlichen Kinderlagers unter diversen falschen Vorwänden wie Steuerhinterziehung u.a. verurteilt wurde. Die Gemeinde bitte um Gebet.

05. Deutschland: „mildes" Urteil gegen Hausschuleltern

Der Fall Dudek aus Osthessen zieht sich seit vier Jahren hin. In mehreren Verfahren wurden die christlichen Eltern zu Geldstrafen von insgesamt 1.050 Euro verurteilt. 2008 folgte eine Freiheitsstrafe von drei Monaten Haft ohne Bewährung. Gegen dieses Urteil hatten die Dudeks Revision eingelegt. In der Neuverhandlung beließ es das Landgericht nun bei einer Geldstrafe von 120 Euro. Da die Eltern mit diesem Urteil vorbestraft sind, droht ihnen im Fall eines neuen Vergehens eine Haftstrafe. In vielen Ländern ist Hausunterricht erlaubt.

06. Eritrea: Erneut Pastor verhaftet

Ein weiteres Mitglied der „Full Gospel Church" in Asmara ist verhaftet worden. Somit steigt die Zahl der Festnahmen von Mitgliedern dieser Gemeinde auf 11 an. Inzwischen wurde der Hausarrest um Pastor Tewelde Hailom verschärft. Seine Schwester, die sich bislang um den kranken Bruder kümmerte, wurde von den Sicherheitskräften angewiesen, das Haus zu verlassen. Tewelde Hailom erhält täglich nur ein Stück Brot und zwei Tassen Tee. Er leidet an einem Magengeschwür, das sich zunehmend verschlechtert. Hailom ist Ältester der „Full Gospel Church" in Asmara.

07. Irak: Dokumentarfilm veröffentlicht Hilferuf an die Welt
Mit dem Titel „Eine offene Tür" – ist eine fünfteilige Video-Dokumentation von Katholiken im Irak entstanden, die Geschichte, Kultur, Märtyrer und Kämpfe einer der ältesten christlichen Gemeinschaften zeigt. Es soll im Westen das Bewusstsein für die Ausmaße des Problems wecken, um Unterstützung für den Bau von Schulen, Krankenhäusern, Kliniken und anderen Sachen zu erwirken.

08. Iran: Maryam und Marzieh sind frei
Weltweit haben Christen für ihre Freilassung gebetet und Unterschriftslisten an politisch Verantwortliche geschickt. Maryam und Marzieh waren vielbeachtete „Gefangene des Monats." Am 18. November nach neun Monaten Haft im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran wurden sie freigelassen. Sie saßen in ihrer Zelle mit 27 weiteren Frauen. Man verweigerte ihnen medizinische Versorgung. Die IGFM befürchtet, dass sie, wie andere freigelassene Christen auch, erneut zu gerichtlichen Anhörungen vorgeladen werden. Ein Freund der beiden bedankte sich nach der Entlassung bei Open Doors: „Ich danke euch und den Tausenden von Christen, die sich für Maryam und Marzieh eingesetzt und gebetet haben."

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Dienstag, 1. Dezember 2009, 21:32


09. Iran: Kirche droht Schließung
Die protestantische Kirche „Assemblies of God" in Teheran ist gezwungen worden, ihre Freitagsgottesdienste einzustellen. Die Revolutionsgarde hat dem Pastor bei nicht befolgen gedroht, dass die Kirche sofort geschlossen werden würde. Die Kirche hält zwar auch am Sonntag Gottesdienste, diese sind aber weniger besucht, weil der Sonntag im islamischen Iran im Gegensatz zum Freitag kein Feiertag ist. Diese Gemeinde ist die meistbesuchte protestantische Kirche in Teheran. Sie wurde vor der islamischen Revolution (1979) gegründet und hat ununterbrochen seither funktionieren können.

10. Japan: Christenschelte durch Spitzenpolitiker
Mit einer abwertenden Bemerkung über das Christentum hat der japanischer Politiker Ichiro Ozawa, Generalsekretär der regierenden Demokratischen Partei Japans, den Unmut der Kirchen auf sich gezogen. Nach Ozawas Worten befinde sich die auf das Christentum gründete westliche Gesellschaft in einer Sackgasse. Der Islam sei ebenfalls „cliquenhaft", aber nicht so sehr wie das Christentum. Hingegen lehre der Buddhismus, wie Menschen leben sollten. Die Konföderation Christlicher Kirchen Japans forderte Ozawa in einem Protestbrief auf, seine Äußerungen zurückzuziehen. Unter den 127 Millionen Einwohnern des buddhistisch-schintoistisch geprägten Japans bilden Christen eine kleine Minderheit von 1,5 Prozent. Rund 600.000, etwa 0,5 Prozent, sind Protestanten. Unter Spitzenpolitikern sind Christen jedoch keine Seltenheit. Der seit dem 16. September amtierende Premierminister Yukio Hatoyama ist z.B. Baptist.

11. Russland: Priestermord in Moskauer Kirche hat Folgen
Priester Sysojew (37) war als scharfer Kritiker des Islam bekannt. Ein maskierter Mann schoss während des Gottesdienstes auf den Priester und seinen Messdiener. Sysojew hatte bereits mehrere Morddrohungen erhalten und sich deshalb an den Geheimdienst FSB gewandt. Er war als Missionar und passionierter Blogger über die Grenzen seiner Gemeinde hinaus bekannt. Er hatte insbesondere unter Muslimen missioniert und damit den Unmut islamischer Glaubensgemeinschaften hervorgerufen. In Moskau leben seit dem Wirtschaftsboom des letzten Jahrzehntes viele Muslime aus den ehemaligen Sowjetrepubliken Zentralasiens.

12. Türkei: Überblick zur Religionsfreiheit
Der Nachrichtendienst Forum 18 hat festgestellt, dass es in der Türkei nach wie vor ernsthafte Verletzungen der internationalen Menschenrechtsstandards im Bereich der Religions- bzw. Glaubensfreiheit gibt. Ein seit langen offenes Problem mit weit reichenden Auswirkungen ist, dass die Türkei Religionsgemeinschaften nicht als selbständige Gemeinschaften mit legalen Status anerkennt. So dürfen diese keine Gottesdienststätten besitzen. Genährt wird Gewaltbereitschaft gegen Christen durch Desinformation von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, den Massenmedien, den Aufstieg des türkischen Nationalismus und die generelle Marginalisierung kleinerer Gruppen in der Gesellschaft.

13. USA: "Manhattan-Erklärung" - Überkonfessioneller Weckruf an die Christen
Um einem vermeintlichen Trend der zunehmenden Missachtung menschlichen Lebens und christlicher Überzeugungen entgegenzutreten, haben zahlreiche Geistliche in den USA eine Erklärung unterzeichnet. Die "Manhattan-Erklärung" ist das Ergebnis mehrerer Treffen zwischen evangelischen, katholischen und orthodoxen Vertretern in New York. Sie soll Christen darin vereinen, die Bedeutung vor allem von drei Punkten zu betonen: die Heiligkeit des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, die Heiligkeit der Familie und die Freiheit des Denkens und der Religion.

14. Verfolgte Christen: Christenverfolgung wird in Europa ignoriert
Nicht der Islam als Religion sei das Problem, sondern die Verbindung von Politik und Religion mache Schwierigkeiten, so Christine Schirrmacher, wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Islamfragen der Deutschen Evangelischen Allianz, auf einer Veranstaltung in Wien bei der Politischen Akademie der Österreichischen Volkspartei (ÖVP). In Europa sei das Thema Christenverfolgung zu lange ausgeblendet und ignoriert worden. Es gäbe Drohungen gegen Konvertiten, die aus dem Islam austreten wollen. Das sei inakzeptabel. Weltweit würden derzeit 250 Millionen Christen verfolgt. In neun Ländern stehe die Todesstrafe auf ein Bekenntnis zum Christentum. Pater Athanasios erklärte, Christen dürften sich nie daran gewöhnen, dass Kirchen brennen und Kinder zwangsislamisiert werden. In Ägypten zerstöre der radikale Islam die Essenz der christlichen Gemeinschaft. Herbert Rechberger von "Kirche in Not" wies auf die dramatische Situation der christlichen Minderheiten im Irak, Iran und Saudi Arabien hin. Dort würden Christen "getthoisiert", jede missionarische Tätigkeit sei verboten.

15. Zentralasien: Orthodoxe und Muslime gegen Evangelikale
Die Religionsfreiheit in Zentralasien wird von einer Allianz aus orthodoxer Kirche und Islam massiv eingeschränkt. Das berichtete der Leiter des kirgisischen Baptistenbunds, Alexander Schumilin, beim Kongress über Christenverfolgung der in Schwäbisch Gmünd stattfand. Nach Schumilins Angaben hat die Schanghai-Organisation, eine Dachorganisation zentralasiatischer Staaten, ein modellhaftes Religionsgesetz erarbeitet, das in Kirgisistan, Turkmenistan, Tadschikistan und Usbekistan umgesetzt werde. Grundgedanke sei, dass die einheimischen, muslimisch geprägten Völker islamisch bleiben, während der russischsprachige Bevölkerungsteil der orthodoxen Kirche angehöre. Für alle anderen Religionsgemeinschaften, insbesondere für evangelikale Gruppen, gebe es strenge Auflagen. Vor allem dürfe nicht unter Muslimen missioniert werden. Gemeinden, die sich nicht registrieren lassen, könnten geschlossen und ihre Leiter inhaftiert werden. Außerdem werde ihnen nahe gelegt, in eine andere Gegend zu ziehen. Deshalb wandern Evangelikale nach Russland aus. Allerdings ließen sich viele Gemeinden nicht einschüchtern. Unerschrocken verkündigten sie das Evangelium, so dass an manchen Orten die Zahl der Neubekehrten größer sei als die Zahl der Auswanderer.

AKREF
Arbeitskreis für Religionsfreiheit -
Menschenrechte - verfolgte Christen
der Deutschen Evangelischen Allianz