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Mittwoch, 16. Dezember 2009, 12:55

AKREF-Gebetsanliegen verfolgte Christen, 16.-31.12.2009

16.Südafrika: in eigener Sache
Das Internationale Institut für Religionsfreiheit der Weltweiten Evangelischen Allianz in Kapstadt gibt seit einem Jahr eine wissenschaftlich fundierte Fachzeitschrift zur Religionsfreiheit heraus, die sich auf Christenverfolgung konzentriert. Vor Weihnachten noch soll die dritte Ausgabe des halbjährlichen Journals erscheinen. Da die ausführende Redakteurin in Kapstadt, Südafrika, wegen Leukämie ausgefallen ist, hat das restliche Team eine hohe Arbeitsbelastung. Sie bitten um Fürbitte für alle Beteiligten, um Heilung für die Redakteurin und einen segensreichen Einfluß des Journals bei Multiplikatoren im Bildungsbereich und bei Entscheidungsträgern.

17. China: 15 Jahre Gefängnis für uigurischen Christen
„Weitergabe von Staatsgeheimnissen an ausländische Organisationen“ lautet die Anklage für Li (36), der sein Urteil im Gefängnis verlesen bekam. Die Anklage, so sein Anwalt, basiere auf harmlosen Interviews, die er Medien außerhalb von China gegeben habe. CAA-Präsident Bob Fu sagte, Alimjans Urteil sei das schwerste für einen Hausgemeindeleiter in fast einem Jahrzehnt. „Wir rufen die UN und Menschen mit Gewissen auf der ganzen Welt dazu auf, bei der chinesischen Regierung gegen diesen schweren Fall religiöser Verfolgung zu protestieren".

18. China: Shouwang-Gemeinde vertrieben

Dreieinhalb Jahre hatten sich 500 Mitglieder der Shouwang-Hausgemeinde in Peking zu Gottesdiensten getroffen. Nun setzten Behörden den Vermieter unter Druck, das Mietverhältnis mit den Christen zu beenden. Um ihre Gottesdienste dennoch feiern zu können, zog die Gemeinde sonntags bei starkem Schneefall in den Haidan-Park, allerdings ohne Pastor Jin Tianming. Polizisten hatten ihn aus seiner Wohnung zu einem dreistündigen Verhör abgeholt.

19. Deutschland: Evangelische Kirche darf in U-Bahnen nicht werben

In den U-Bahnen in Frankfurt am Main darf nicht auf den christlichen Hintergrund der Advents- und Weihnachtszeit hingewiesen werden. Es sollten Plakate mit dem Slogan: „Es steckt mehr dahinter“ angebracht werden, die einen Adventskalender samt Schokoladen und Lebkuchen sowie eine Internetadresse www.frankfurt-evangelisch.de zeigen. Dort können sich Interessenten die Weihnachtsgeschichte anhören. Auch finden sie Adressen von Frankfurter Kirchengemeinden, die Advents- und Weihnachtsgottesdienste anbieten. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt lehnte es jedoch ab, diese Plakate auszuhängen.

20. England: Christlicher Therapeut aus Glaubensgründen entlassen
Im staatlichen britischen Gesundheitsdienst NHS sind bekennende Christen in jüngster Zeit immer wieder auf Probleme gestoßen. Laut einer Richtlinie des Gesundheitsministeriums werden Missionierungsversuche als Belästigung oder Einschüchterung angesehen. So hat einchristlicher Ehetherapeut einen Arbeitsprozess verloren. Gary MacFarlane (47) aus Bristol hatte wegen religiöser Diskriminierung gegen seine Entlassung durch die Eheberatungsagentur geklagt. Er hatte sich aus Glaubensgründen geweigert, gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen zu behandeln.

21. EU: „Türkei verhöhnt die EU“
Die Türkei-Expertin der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, Dr. Renate Sommer, MdEP, übt scharfe Kritik an der Eröffnung des neuen EU-Zentrums in Istanbul: Das Zentrum ist ausgerechnet ein Gebäude, das ursprünglich einer griechisch-orthodoxen Kirchenstiftung gehörte und 1999 widerrechtlich durch den türkischen Staat enteignet worden war. Die Erklärung, das Zentrum solle die Bestrebungen des EU-Beitritts unterstützen, gerät damit zur Farce. „Tatsächlich handelt es sich um eine gezielte Provokation der EU", erklärte Frau Dr. Sommer.

22. Indien: Protest gegen Diskriminierung „Unberührbarer“
Obwohl das hinduistische Kastenwesen in Indien offiziell abgeschafft ist, sind viele kastenlose Dalits (Unberührbare) immer noch Diskriminierungen ausgesetzt. Das gilt nicht nur für Indien, wo rund 160 Millionen Dalits leben. Auch Auswanderer, wie in Großbritannien, müssen Benachteiligungen hinnehmen. In Indien zählen nach offiziellen kirchlichen Angaben etwa 18 Millionen Christen zu den Dalits. Aus Protest gegen ihre Diskriminierung haben der ökumenischen Nachrichtenagentur ENI zufolge Kirchenleiter und Tausende Christen am 18. November an einer vierstündigen Mahnwache vor dem Parlament in Neu Delhi teilgenommen.

23. Jemen: Kommt Bewegung in den Entführungsfall?
Unbekannte hatten am 12. Juni eine Gruppe von Christen im Jemen verschleppt - darunter die fünfköpfige Familie Hentschel. Zwei deutsche Pflegehelferinnen und eine südkoreanische Lehrerin wurden am 15. Juni ermordet aufgefunden. Neben der Familie Hentschel wird auch ein britischer Ingenieur vermisst. Wie der Nachrichtensender ntv am 13. Dezember berichtet, reist nun der frühere Außenstaatssekretär Jürgen Chrobog in das arabische Land, um eine Lösung des Falls zu erreichen. Er war 2005 mit seiner Familie selbst Opfer einer Geiselnahme im Jemen geworden. Das Auswärtige Amt machte keine Angaben darüber, ob es neue Erkenntnisse über das Schicksal der Geiseln gebe.

24. Kongo: Ordensfrau und Priester erschossen

Das weltweite katholische Hilfswerk Kirche in Not meldet, dass infolge der zwei Morde die katholische Gemeinschaft in dem Konfliktgebiet unter Schock stehe. Die Bevölkerung bekennt sich dort zwar überwiegend zum Christentum. Dennoch wird vermutet, dass die Taten christenfeindlich motiviert waren. Überfälle auf Religionsgruppen und einzelne Gläubige scheinen Folge des aktiven Guerillakrieges vor allem im Osten des Landes zu sein

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Mittwoch, 16. Dezember 2009, 12:58

Fortsetzung: AKREF-Gebetsanliegen vom 16. bis 31. Dezember 2009

25. Malediven: Keine Religionsfreiheit in Sicht
Am 18. November hat das Parlament der Malediven einen Gesetzesentwurf einstimmig angenommen, durch den alle nichtislamischen Gottesdienststätten verboten sind. Gleichzeitig enthält es auch Strafbestimmungen für die Verletzung des Verbots, die von hohen Geldstrafen bis zu langjährigen Kerkerstrafen reichen. Die wenigen christlichen Webseiten in der Landessprache werden vom Staat blockiert. Auch Gastarbeiter dürfen ihre Religion nicht öffentlich ausüben. Gebetskreise oder religiöse Treffen in Privatwohnungen sind verboten. Es ist ein starker sozialer Druck spürbar, eine radikalere islamische Identität anzunehmen. Die einzige Möglichkeit sich dem zu entziehen oder gar eine andere Religion auszuüben, liegt derzeit - und wahrscheinlich auch in näherer Zukunft - nur in der Auswanderung.

26. Marokko: Festnahme von 17 Christen
Wegen "Verbreitung des Evangeliums" wurden 17 ausländische Christen festgenommen. Unter den Verhafteten seien zwei südafrikanische Staatsbürger, ein Guatemalteke und ein Schweizer, berichtete die Agentur Kathpress. Das marokkanische Innenministerium teilte mit, die Sicherheitskräfte hätten eingegriffen, nachdem es "Informationen über evangelikale Missionsbestrebungen" gegeben habe. Diese Missionsbestrebungen hätten angeblich die "religiösen Werte des Königreichs" in Gefahr bringen können. Die christlichen Missionare ausländischer Staatsbürgerschaft würden in ihre Heimatländer ausgewiesen. Über das Schicksal der marokkanischen Staatsbürger wurden keine Angaben gemacht.

27. Nordkorea: Ein Volk leidet
In keinem anderen Land der Welt werden Christen so massiv verfolgt. Trotz der prekären äußeren Umstände, der anhaltenden Lebensmittelknappheit nach Misswirtschaft und der Bereicherung der Elite sowie der drohenden Gefahr, dass wieder viele Menschen den Hungertod sterben, hält die Untergrundgemeinde aus mindestens 200.000 Christen an der Hoffnung auf Jesus Christus fest, berichten Kontaktleute. Viele seien bereit, ihr Leben zu riskieren, um das Evangelium weiterzusagen. Vor einiger Zeit initiierten miteinander vernetzte Hausgemeinden eine eigene Gebetskampagne. „Wir wollen für unser Land eintreten“, so ihre Botschaft. Ihr dringender Appell aus dem abgeschotteten Land: Bitte, betet mit uns!

28. Österreich: Feldzug gegen drei Diakone
Die Grünen Österreichs fordern empört, drei Diakone in die Schranken zu verweisen, weil diese sich gegen die Herabwürdigung religiöser Symbole in der Kunst ausgesprochen haben. Ausgelöst wurde der Streit durch Karikaturen, in denen Symbole von Christentum, Islam und Buddhismus mit dem Hakenkreuz des Nationalsozialismus und mit den kommunistischen Symbolen "Hammer und Sichel" zusammenmontiert wurden. In solchen Haltungen dokumentiert sich, wie die Maßstäbe auf den Kopf gestellt werden. Das religiöse Bekenntnis wird verunglimpft und als Freiheit der Kunst gerühmt.

29. Schweiz: Minarett-Volksentscheid

Das Schweizer Referendum mit einer Mehrheit von 57,5 Prozent der Stimmen gegen den Bau neuer Minarette hat eine starke Kontroverse entfacht. Die Internationale Konferenz Bekennender Gemeinschaften (IKBG) gehört zu den Befürwortern des Schweizer Votums. Sie sieht in der Unterdrückung und Verfolgung von Christen in islamischen Ländern Grund zum Appell an die Regierungen in Europa und alle Verantwortungsträger in Politik und Kirche, immer wieder für die Religionsfreiheit der benachteiligten, verfolgten und gefährdeten Christen einzutreten.

30. Tadschikistan: Religionsgemeinschaften in Zukunft illegal?
Beamte haben zugegeben, dass weniger als die Hälfte der Religionsgemeinschaften im Land neu registriert wurden. Nach dem neuen Gesetz sind Gemeinschaften, die sich nicht registrieren lassen wollen oder denen die Registrierung verweigert wird, in Zukunft illegal. Bei der Neuregistrierung einiger nicht islamischer Gemeinschaften wurden von der Hauptabteilung für religiöse Angelegenheiten territoriale Einschränkungen für deren Aktivitäten auferlegt. Die Registrierung des Baptistenbundes steht noch aus.

31. Usbekistan: Ist der Staat im Begriff die Leitung des Baptistenbundes abzusetzen?
Usbekische Baptisten befürchten, dass der Leiter des Baptistenbundes Pavel Peichev und die Buchprüferin des Bundes Yelena Kurbatova aus ihren Funktionen im registrierten Baptistenbund entfernt werden. Das Gericht in Taschkent hat das in erster Instanz ausgesprochene Verbot, während der nächsten drei Jahre verantwortliche Positionen zu bekleiden, bestätigt. Allerdings hat das Strafgericht die verhängten hohen Geldstrafen aufgehoben. Die drei Verurteilten stellen mit Nachdruck fest, dass die nach einem christlichen Sommerlager erhobenen Anklagen wegen Einbindung von Kindern in religiöse Aktivitäten ohne elterliche Zustimmung und Steuerhinterziehung nicht der Wahrheit entsprachen.

AKREF Arbeitskreis für Religionsfreiheit - Menschenrechte - verfolgte Christen der Deutschen Evangelischen Allianz
www.ead.de/akref

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