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Sanftwut

Fortgeschrittener

Beiträge: 178

Wohnort: 95032 Hof

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Donnerstag, 7. Januar 2010, 07:18

Licht unerwünscht - Impuls 07.01.2010

Die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. Denn jeder, der Arges tut, hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht bloßgestellt werden.
Johannes 3,19-20


Letztes Jahr fiel plötzlich das Licht über dem Spülbecken in unserer Küche aus. Anfangs war ich genervt, da ich beim Abwaschen nahezu ohne Licht auskommen musste, aber mit der Zeit fand ich diesen Umstand ganz praktisch. Beim Spülen brauchte ich es nicht mehr so genau zu nehmen, kleinere Unreinheiten konnte man bei diesem schlechten Licht ohnehin nicht sehen. Der Abwasch ging von jetzt an viel flotter!
Die Ernüchterung folgte dann jeweils am Tag darauf. Bei Tageslicht sah man die »kleinen Unreinheiten« nämlich sehr wohl, sie waren deutlich zu erkennen. Meine Gläser hatten Schlieren, die Töpfe Krusten, und ich musste vieles noch einmal spülen. Bis zum Abend war dieser Mehraufwand meistens wieder verdrängt, und ich war froh, dass das Licht immer noch nicht ausgetauscht war. So würde ich mit dem Abwasch wieder im Handumdrehen fertig sein. Ziemlich dumm von mir war diese bequeme Haltung, wie man zu Recht urteilen muss. Ich habe aus dieser banalen Erfahrung gelernt und schätze seither ausreichendes Licht beim Spülen sehr.
Viele Menschen zeigen eine ganz ähnliche Einstellung wie ich damals, doch in einem weitaus ernsteren Bereich. Vielen ist es nur recht, dass kein Licht auf die dunklen Seiten ihres Lebens fällt. Wir möchten oft gar nicht genau wissen, was Gott über uns und unser Verhalten denkt, weil wir wissen, dass vieles falsch läuft. Indem wir uns vor Gott verstecken, werden unsere »Unreinheiten« aber nicht weniger, ganz im Gegenteil. Wir werden es bereuen, wenn wir nach unserem Tod vor Gott stehen, ohne jemals unsere Vergehen vor ihm ans Licht gebracht zu haben
Gott aber ist mächtig, jede Gnade gegen euch überströmen zu lassen, auf daß ihr in allem, allezeit alle Genüge habend, überströmend seid zu jedem guten Werk. 2. Kor. 9,8