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ralf-fennig

Administrator

Beiträge: 2 217

Wohnort: 49424 Goldenstedt

Beruf: Altenpfleger - Frührentner

1

Freitag, 15. Januar 2010, 23:01

Die Welt interessiert was Prediger sagen!

Das dachte ich im ersten Moment als ich die Überschrift las. Oft liest man ja keine Schlagzeilen dazu was irgendein Prediger sagt.
Dann las ich den Text - und wußte warum es auf einer "weltlichen" Seite zu finden war. Da hat offensichtlich ein Prediger mal die halbe Wahrheit verkündet - und das wird ihm um die Ohren gehauen.

Mir fiel der Text in Lk 13 ein:
Zu selbiger Zeit waren aber einige gegenwärtig, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Schlachtopfern vermischt hatte. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, daß diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren, weil sie solches erlitten haben? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen.
Oder jene achtzehn, auf welche der Turm in Siloam fiel und sie tötete: meinet ihr, daß sie vor allen Menschen, die in Jerusalem wohnen, Schuldner waren? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle gleicherweise umkommen.

Hier der entweder falsch recherchierte oder über eine halbe Predigt handelnde Text:

Zitat

(15.01.2010, 17:30)
MEINE MEINUNG
Als ob es nicht schlimm genug gewesen wäre, dass es dieses Erdbeben gegeben hat, nein, jetzt erdreistet sich der umstrittene US-TV-Prediger Pat Robertson sogar dazu, das Erdbeben als Strafe Gottes hinzustellen.

Während sich die Einen den „Arsch aufreißen“ und alle Hebel in Bewegung setzen, um den Erbeben-Opfern Hilfe zukommen zu lassen, reagieren andere mit gehässigen Bemerkungen. Allen voran Pat Robertson. Der berühmte TV-Prediger und ehemalige republikanische Präsidentschaftsanwärter gilt nicht umsonst als äußerst umstritten. Schon oft fiel er durch unpassende und radikale Äußerungen auf. Nun setzte er dem Eisberg die Spitze auf. Das Erdbeben sei die Folge eines haitianischen Pakts mit dem Teufel. Bereits vor langer Zeit habe sich auf der Insel etwas zugetragen, was die Menschen verdrängen würden. In der Vergangenheit wurden die Haitianer jahrelang von den Franzosen unterdrückt und mussten horrende Geldsummen an die Franzosen abtreten.
Robertson behauptet nun, dass man damals einen Pakt mit dem Teufel geschmiedet habe, um sich von den Franzosen loszulösen. Man habe dem Teufel versprochen, ihm zu dienen, wenn er Haiti befreien würde. Die Wahrheit dieser Geschichte unterstrich der TV-Prediger natürlich extra.
Seinem TV-Publikum legte er dann nahe, dass die Haitianer die Franzosen hinausgeworfen hätten und dass seitdem ein Fluch auf ihnen lasten
würde.

Dass der Fluch wahr sei könne man auch daran erkennen, dass die ebenfalls auf der Insel Hispaniola befindliche Dominikanische Republik, also das Nachbarland, regelrecht aufblühe und dank Tourismus eine blühende Wirtschaft vorzuweisen habe. Haiti hingegen sei trotz ähnlicher Voraussetzungen bitterlich arm und bei Touristen bei weitem nicht so beliebt. Robertson bezieht sich bei seinem „Ammenmärchen“ auf ein umstrittenes Ereignis der haitianischen Geschichte. Angeblich sollen sich die Gegner der französischen Kolonialherrschaft 1791 zu einer Voodoo-Zeremonie versammelt haben. Diese Zeremonie soll nach Einschätzung einiger haitianischer Historiker der Auslöser des schwarzen Widerstandes gegen die französische Herrschaft gewesen sein.

Schön, dass man auch im Jahr 2010 immer noch von Leuten und deren Einstellungen überrascht werden kann. Mehr fällt mir dazu leider nicht ein…

Hier noch ein paar Details zur Person Robertson:

Er ist extrem reich. Sein Vermögen soll sich zwischen 200 Millionen und einer Milliarde Dollar belaufen. Er ist der Auffassung, dass Gebete physische Wirkung entfalten können, zum Beispiel gegen Naturkatastrophen. Feminismus bezeichnet er als sozialistische, anti-familiäre Bewegung, die Frauen dazu veranlassen würde, ihre Männer zu verlassen, ihre Kinder zu töten, Hexerei zu praktizieren, den Kapitalismus zu zerstören und lesbisch zu werden. Somit hätten wir auch den Urheber der Finanz- und Wirtschaftskrise gefunden. Wer, außer uns Frauen könnte dafür wohl verantwortlich sein…
Quelle: stayblue-community, Newsbereich
Wie denkt Ihr zu diesem Thema?
Jesus warnt vor dieser Art Überheblichkeit (meine ich).
Vor der Überheblichkeit eines Robertson der so tut als sei Haiti besonders schuldig - und vor der Überheblichkeit der Autorin, die solch einen Text verfasst.

liam

unregistriert

2

Freitag, 15. Januar 2010, 23:21

Ich find's - wenn er's so gesagt haben sollte - irrelevant und nicht zu diskutieren. Was hätte den Deutschen denn dann passieren müssen? Außer vierzig Jahre Teilung?

ralf-fennig

Administrator

Beiträge: 2 217

Wohnort: 49424 Goldenstedt

Beruf: Altenpfleger - Frührentner

3

Sonntag, 17. Januar 2010, 13:17

Du hast Recht.
Trotzdem gibt es diese Äußerungen immer wieder. Auch im HIV-Virus sehen viele eine Strafe Gottes.
Ich weiß nicht wie ich meine Gedanken dazu in Worte fassen soll ohne missverstanden zu werden: Ja, wir verdienen allesamt die schlimmsten Strafen. Erdbeben, Krankheit - ewige Verdamnis. Keiner von uns ist "gut". Nur durch Jesus Christus selbst sind wir gerettet.
Aber darüber vergessen wir doch den Kern Wahrheit in dieser umstrittenen Predigt: Katastrophen wie die des Turms von Siloah oder der Türme von New York - oder jetzt das Erdbeben: Auch wenn sie nicht Strafe für "besonders" schlimme Menschen sind...
Sind sie denn NICHT Mahnung zur Umkehr?
Mich erinnern sie daran wie vergänglich alles Irdische ist und wie unsicher alle unsere Sicherheiten.

Aber sicher - wenn die Lehre daraus wäre "hier ist alles in Ordnung - Haiti hat das Problem, die müssen umkehren!" - dann hätten wir nichts verstanden.

liam

unregistriert

4

Sonntag, 17. Januar 2010, 16:02

Zitat von »ralf-fennig«

Sind sie denn NICHT Mahnung zur Umkehr?
Sind sie schon - bzw. können sie denen sein, die bereit sind, Mahnungen anzunehmen. Aber wer ist dazu heute noch bereit?

5

Montag, 14. Juni 2010, 08:38

Ganz sicher straft GOTT auch heute, zwar noch nicht weltumfassend, aber punktuel.Was Robertson sagte was z.T. richtig.Leider sind US Christen oft einseitig kapitalistisch ausgerichtet und schießen über das Ziel hinaus. :sad:

Discordier

unregistriert

6

Montag, 14. Juni 2010, 10:46

Robertson kommt doch andauernd mit sowas...
Ich wüsste gerne was er dazu gesagt hat als 1998 der erste Hurrican der Saison mitten durch sein Hauptquartier in Virginia Beach gebrettert ist...

Allerdings bekommt er Konkurenz, die Taliban behaupten inzwischen, die jährlichen Hurricans seien Gottes Strafe für die amerikanische Afghanistanpolitik

7

Samstag, 5. Februar 2011, 11:34

1 Jahr ist inzwischen vergangen, was hat sich in Haiti getan?
Wo ist das Geld geblieben?Es ist WEG!Einfach weg, so einfach kann Geld verschwinden! :D

Alles ist so wie damals. Woran liegt es ? :verwirrt:

Discordier

unregistriert

8

Samstag, 5. Februar 2011, 12:59

der übliche Effekt, sobald das Thema aus den Medien ist und jeder 10€ gespendet hat sind alle zufrieden, man hat ja geholfen, jetzt sollen die aber auch was draus machen, man hat ja getan was man konnte.
Und jetzt mach mal die Glotze an, Schalke spielt.

ralf-fennig

Administrator

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9

Samstag, 5. Februar 2011, 15:53

Und die zehn Euro wurden gebraucht um die Spendenorganisation zu erhalten. Es kommt ja sicher bald die nächste Katastrophe für die man dringend sammeln muss - dafür muss die Bürokratie bereit stehen...

10

Samstag, 5. Februar 2011, 21:27

Wenn ich mir das so überlege ................................................... , ich könnte auch mal was dafür spenden! :sad: