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Sonntag, 31. Januar 2010, 20:04

AKREF-Gebetsanliegen verfolgte Christen für 1.bis 15. Februar2010

01. Ägypten: Ägyptische Christen demonstrieren weltweit
Gegen die jüngsten Übergriffe auf Christen in Oberägypten gibt es Proteste ägyptischer Exilgemeinden gegen die Regierung in Kairo. Kopten und Sympathisanten zogen im australischen Melbourne mit Kreuzen, Porträts der Opfer, schwarzen Armbinden und Protestbannern durch die Innenstadt. Auch in Deutschland demonstrierten christliche Ägypter in München, Stuttgart, Hannover, Düsseldorf und Berlin. Landesbischof Dr. F. O. July (Stuttgart) gab zur Solidaritätsdemonstration eine Verlautbarung in dem er sagte: „Ich sehe es als meine und unsere Pflicht als Christen an, die Stimme für die Christen in Ägypten zu erheben und vom ägyptischen Staat Recht zu fordern.“

02. Eritrea: Christin in Lagerhaft gestorben

Die Christin Hana Hagos Asgedom (41) ist in einem Gefangenenlager verstorben. Nach Informationen des Hilfswerks für verfolgte Christen Open Doors, starb sie am 24. Januar in Einzelhaft an den Folgen eines Herzanfalls. Damit erhöht sich die Zahl der Christen, die in Eritrea in einem Gefängnis starben, auf elf. Am 21. Januar wurde der an Diabetes erkrankte Pastor Habtom Tewelde aus einem Militärlager entlassen. Die Regierung verstärkt wieder die Kontrollen auf Religionsgemeinschaften.

03. Indien: Hindus kämpfen für «christenfreie» Dörfer
Hindus haben im Bundesstaat Orissa ihre Dörfer für «christenfrei» erklärt. Christen dürfen ihr ehemaliges Siedlungsgebiet nicht mehr betreten, auch nicht ihre zerstörten Häuser aufbauen. Darum leben weiterhin im Flüchtlingslager bis zu vier Familien in einem Zelt. Das berichtet eine Delegation der württembergischen «Christlichen Mission Indien». Bischof der Nethanja-Kirche, Singh Komanapalli, will jetzt durch eine «mobile Bibelschule» geistliche Leiter in den betroffenen Regionen zurüsten. «Wir haben kein Wort des Hasses, der Rache, der Vergeltung gehört», heißt es weiter im Delegationsbericht.

04. Indonesien: In Aceh gilt das islamische Recht
Aceh auf Sumatra ist die einzige Provinz in Indonesien, die konsequent die Scharia, anwendet. Eine Scharia-Polizei prüft genau, ob Kleiderordnung und Verhaltensvorschriften eingehalten werden. Selbst Händchen halten ist tabu. Es geht vor allem um Frauen, die kein Kopftuch tragen oder zu enge Hosen anhaben oder um uneheliche Paare im Hotel übernachten. Ehebrechern droht die Steinigung. Während bislang nur in der Provinz Aceh die Scharia gilt, wollen nun auch andere Provinzen in Indonesien das islamische Recht einführen.

05. Indonesien: Christliche Lehrerin frei
Nach fast einem Jahr Haft ist Wilhelmina Holle (49) wieder frei. Die Lehrerin und Christin soll angeblich den Islam beleidigt haben. „Ich sehe nun, dass Gott diese Zeit zugelassen hat, damit mein Glaube an ihn wieder stark wird." Wie die Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und einem Sohn erzählt, ist ihre Liebe und Hingabe zu Jesus im Gefängnis gewachsen. Jeden Tag hinter Gittern begann sie mit Gebet, Lobliedern und Bibel lesen.

06. Israel: Orthodoxes Gericht verurteilt Hetze gegen Christen
Der ultra-orthodoxe Gerichtshof in Jerusalem hat Übergriffe auf Nichtjuden scharf verurteilt. Es forderte alle strenggläubigen Juden auf, keine Christen anzuspucken oder zu beleidigen. In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu vergleichbaren Zwischenfällen in der Stadt gekommen. Der Berater des Jerusalemer Bürgermeisters für Religionsgemeinschaften, Jacob Avrahami, will Schritte angehen, um das Verhältnis zwischen ultra-orthodoxen Juden und Christen zu verbessern.

07. Kirgisien: Minister zu Gast bei der Liebenzeller Mission
Der Direktor der Liebenzeller Mission, Detlef Krause, begrüßte erstmalig den kirgisischen Minister für Religiöse Angelegeheiten, Kanabek Osmornaliev. Begleitet wurde dieser vom Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kirgisistan, Alfred Eichholz. Ziel des Treffens war, neben dem persönlichen Kennenlernen, einen Einblick in die christliche Missionsarbeit zu geben. Osmornaliev erläuterte, dass er sich sehr bewusst sei, wie unterschiedlich Missionspraxis und Bildungskonzept der christlichen Organisationen im Vergleich zu fundamentalistisch islamischen Bestrebungen seien.

08. Malaysia: Kirchen werden im Aufruhr angegriffen

Von unbekannten Angreifern ist in Kuala Lumpur eine Kirche in Flammen aufgegangen. Brandsätze flogen auch auf drei weitere Kirchen und eine Kloster-Schule während eine weitere Kirche mit schwarzer Farbe verunstaltet wurde. Verletzte gab es nicht. Die Angriffe haben wie nie zuvor das Land erschüttert. Viele Muslime sind erzürnt über einen am 31. Dezember 2008 gefassten Gerichtsbeschluss, den Gebrauch des Wortes Allah auch für den christlichen Gott zu zu lassen. Der Begriff „Allah“ für Gott ist in vielen Ländern, wo arabisch- und malayische Sprachen gesprochen werden, auch die Bezeichnung für den Gott der Bibel. Es bestehen aber viele Muslime darauf, dass dieses Wort allein dem Gott des Islam gehöre.

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Sonntag, 31. Januar 2010, 20:05

Fortsetzung: Verfolgte Christen - Gebetsanliegen

9. Nigeria: Erneut Unruhen in Jos
In Zentralnigeria kam es zu blutigen Zusammenstößen zwischen Muslimen und Christen. Dabei sollen 460 Menschen getötet worden sein. Am 17. Januar griff eine Gruppe junger Muslime während eines Gottesdienstes der katholischen St. Michael-Gemeinde Christen an. Wie der Pastor von der Christian Association berichtete, hatten mehrere Männer eine Frau verfolgt, die den Gottesdienst besuchte. „Niemand weiß bislang, was sie getan hätte“. Einige Männer drangen in die Kirche ein und begannen die Einrichtung zu zerstören und anzuzünden. In den folgenden Tagen griffen Radikale mehrere Kirchen und christliche Einrichtungen an. 17.000 Menschen sind auf der Flucht. Die „Christ Apostolic Church“, die „Assemblies of God Church“ und drei Gebäude der „Kirche von Nigeria“ wurden zerstört, ebenso zwei Gebäude der Evangelischen Kirche von Westafrika.

10. Nigeria: Kirchenabriss angeordnet

Im Bundesstaat Kano sollen Christen ihre Kirche abreißen. Wie das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors erfuhr, wurde die Evangelische Kirche von Westafrika (ECWA) angewiesen, innerhalb von sieben Tagen ihren neu erbauten Versammlungssaal abzureißen. Zuvor hatten muslimische Jugendliche versucht, die Kirche zu zerstören. Der Leiter der ECWA und des "Christian Association of Nigeria" (CAN), ein Dachverband christlicher Kirchen, setzt sich für die Rücknahme des Abrissbefehls ein. Im Süden Nigerias ist ein anglikanischer Bischof entführt worden. Die Geiselnehmer fordern ein Lösegeld von umgerechnet 70.650 Euro.

11. Pakistan: Kind wurde bewusstlos geschlagen

Nadia, eine 11-jährige christliche Schülerin wurde von ihrer muslimischen Lehrerin mit einem Bambusrohr im Oktober 09 bewusstlos geschlagen, nachdem sie gesagt hatte, dass sie sowohl Pakistani als auch Christin sei. Nadia wurde nach Hause und erst später zum Arzt gebracht. Nadias Vater erklärte, dass er nicht zur Polizei gehen könne wegen des Vorfalls, weil er ein armer Christ sei und hart arbeiten müsse, um seinen Tageslohn zu verdienen. Es ist ein ständiger Kampf für pakistanische Christen, den Rest der Gesellschaft davon zu überzeugen, dass sie ihr Heimatland Pakistan lieben, genauso wie es pakistanische Muslime tun.

12. Palästinensische Gebiete: Palästinensischer Konflikt vertreibt Christen
Der Vatikan hat in einer Stellungnahme veröffentlicht, dass der israelisch-palästinensische Konflikt Auslöser für viele weitere Konflikte im Nahen Osten sei. Das Dokument erklärt die Leitlinien für eine Bischofkonferenz im Oktober, bei der rund 150 Bischöfe erwartet werden. Die Tagung soll die Christen in der Region ermutigen. Zudem weist der Vatikan auf das Wachstum eines politischen Islams in Ländern wie Ägypten hin. In den vergangenen Jahren habe sich aus diesem Jahrzehnte alten Konflikt ein radikaler Terrorismus entwickelt.

13. Sudan: „Wir fürchten den Krieg“

Jahrzehntelanger Krieg und Terror haben im Sudan ihre Spuren hinterlassen; nicht zuletzt in den Herzen der Menschen. Die Gewalt hat Millionen Opfer gekostet, Misstrauen gesät und die Gesellschaft zersetzt. Die Regierung in Khartum hat die Vereinbarung von 2005 mehrfach gebrochen. Menschen wurden Opfer eines Völkermordes, der Sudans Christen und Nichtmuslimen galt. Die Zahl der Toten sei höher als bei den Verbrechen in Bosnien, im Kosovo und in Ruanda. Ohne Skrupel habe die Regierung Kirchen, Schulen, Krankenhäuser und Flüchtlingslager bombardieren lassen. Trotz Friedensvertrag warnen Kirchen vor neuen Kämpfen.

14. Usbekistan: Strafe für Weihnachtsfeier

Am 3. Januar führten acht Polizeibeamte eine Razzia bei einer Weihnachtsfeier einer offiziell registrierten christlichen Gemeinde durch. Auf die Frage, weshalb eine Weihnachtsfeier illegal wäre, erklärte die Polizei, dass die Gemeinde des vollen Evangeliums „Heiligkeit“ im Dorf Umid, wo die Feier stattfand, nicht registriert wäre. Drei Leitern der Gemeinde droht jetzt ein Verwaltungsstrafverfahren. Ebenfalls wegen einer religiösen Versammlung ohne staatliche Registrierung wurde Pastor Bakhrom Nazarof im Süden des Landes mit einer Geldstrafe belegt. Er muss über 80 monatliche Mindestgehälter bezahlen!

15. Vietnam: Gewaltsame Übergriffe auf Gläubige

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) meldete, sind zwei vietnamesische Christen der evangelischen Full Gospel Church in der nordvietnamesischen Provinz Thanh Hoa der Missionierung bezichtigt und auf der Polizeiwache geschlagen und gefoltert worden. Die Polizei habe ihnen den Zutritt zur Ortschaft verboten und angedroht, die "Unterwelt" (Schlägertypen) gegen sie einzusetzen. Die Hauskirche der "Full Gospel Church" in Thanh Hoa wurde in den letzten Jahren immer wieder Ziel von Angriffen der Polizei, die ihre Versammlungen mit der Begründung auflöste, Neuchristen aus anderen Ortschaften hätten angeblich daran teilgenommen. Trotz mehrmaliger Anträge bekommt die Hauskirche keine Zulassung und gilt somit für die vietnamesischen Behörden als "illegal".

entnommen aus:

AKREF Arbeitskreis für Religionsfreiheit - Menschenrechte - verfolgte Christen der Deutschen Evangelischen Allianz

www.ead.de/akref