Samstag, 25. November 2017, 05:00 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Forum der Gemeinschaft bekennender Christen im Netz. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Montag, 15. Februar 2010, 12:24

Verfolgte Christen - AKREF – Gebetsanliegen vom 16. bis 23. Februar 2010

16. Ägypten: Nur Muslime dürfen in die Nationalelf
In den Kader der ägyptischen Nationalelf werden seit Jahren nur noch Muslime berufen. Der letzte Christ im Team war Hany Ramzy. Er war damals einer der Leistungsträger. Doch er gehört wie rund zehn Prozent der ägyptischen Bevölkerung der koptisch-orthodoxen Kirche an und hätte heute unter dem Trainer Schehata keine Chance mehr. Paradoxerweise trainiert Ramzy seit Dezember 2009 die U21-Nationalelf der Ägypter. Die Talente mit christlicher Glaubensrichtung, die er in Zukunft mit Mühe heranziehen könnte, würden dann anschließend von Schehata wieder aussortiert werden.

17. Ägypten: Innenministerium rechtfertigt jüngste Morde an Kopten
Nach Informationen der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) eröffnete das ägyptische Innenministerium zusammen mit der Staatssicherheit eine gezielte Verleumdungskampagne gegen den Kopten Baroumi Girgis, um den jüngsten blutigen Anschlag auf christliche Kopten am orthodoxen Weihnachtsfest zu rechtfertigen. Ziel der Hetzkampagne sei die Wiederherstellung des Images Ägyptens, nachdem das Blutbad vor einer Kirche nach einem Weinachtsgottesdienst am 6. Januar weltweit scharfe Kritik auslöste. Es soll auf einen „persönlichen Racheakt“ statt islamistisch motiviertes Massaker hinauslaufen.

18. China: Solidarität mit Alimujiang Yimiti Yimiti wurde im Oktober 2009 zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Ihm wird vorgeworfen, Staatsgeheimnisse an ausländische Organisationen weitergegeben zu haben. Er beteuert seine Unschuld. Yimiti wurde bereits vor zwei Jahren verhaftet. Er ging in Berufung und kämpft für seine Freiheit. Der ehemalige Muslim wurde vor über zehn Jahren Christ. Seitdem ist er ein engagiertes Mitglied einer kleinen uigurischen Gemeinde. Freunde vermuten, dass sein Engagement in einer staatlich nicht anerkannten Hausgemeinde der Grund für seine Inhaftierung sei. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne (8 und 3 Jahre). Jeglicher Kontakt zu seiner Familie ist dem Christen seit seiner Verhaftung verboten. Auch Gulnur, seine Frau braucht unsere Unterstützung.

19. Deutschland: Fürbitte für bedrängte und verfolgte Christen
Die EKD begeht den Sonntag, den 28. Februar einen "Tag der bedrängten und verfolgten Christen". Zum ersten Mal gibt es für den gesamten Raum der EKD einen Aufruf zur Fürbitte für diese Christen. Dieser Aufruf ist ein weiteres Indiz für die wachsende Sensibilität angesichts des Leides, das Menschen durch die Verweigerung der Religionsfreiheit oder durch regelrechte Religionsverfolgung zugefügt wird. Dieser Tag soll künftig immer zum selben Zeitpunkt stattfinden, nämlich am zweiten Sonntag der Passionszeit, der den Namen Reminiszere trägt. Es ist vorgesehen, jeweils am Anfang des Jahres Materialien zur Vorbereitung und Durchführung des Tages zu veröffentlichen. Länderschwerpunkt im Jahr 2010 ist der Irak.

20. Indien: 72 Angriffe auf Christen in Karnataka im vorigen Jahr
Im Bundesstaat Karnataka kam es landesweit im vorigen Jahr zu den meisten Übergriffen auf Christen. Im Jahr zuvor wurden 112 Fälle von Christenverfolgung dokumentiert. Besonders sind die Ausschreitungen gegen Christen im Bundesstaat Orissa zu verzeichnen. Jüngste Ausschreitungen von Extremisten waren: Am 4. 2. 2010 im Bezirk Mandya wurde die „St. Mathias Kirche“ bei einem Einbruch verwüstet. Am 1.2.10 zerrten Hindu-Extremisten im Bezirk Kodagu elf Christen aus ihren Häusern. Die Extremisten kamen mit der Polizei überein, die Christen aufgrund des Vorwurfs der Zwangsbekehrung zu verhaften. Mitglieder der "Beraka Gospel Church" wurden auf der Polizeistation gefoltert. Am 28.1.10 brannten Unbekannte die "Jesus Loves Holy Temple Church" im Bezirk Chitradurga nieder und zwei katholische Kirchen wurden am 25.1.10 in den Bezirken Mysore und Uttara Kannada angegriffen.

21. Indonesien: Kein Hort des paradiesischen Miteinanders der Religionen
Mit Sorge beobachten die Minderheitsreligionen den Versuch islamistischer Kräfte, mit Unterstützung aus arabischen Ländern und muslimischen Hardlinern aus Jakarta in Aceh einen islamischen Gottesstaat zu errichten. Strenge sunnitische Muslime bestimmen das Bild. Jüngstes Beispiel ist ein Gesetz, das die Steinigung von Ehebrechern vorsieht. Aus ihrer Ablehnung solch drastischer islamischer Bestimmungen machen christliche Vertreter in Aceh keinen Hehl. „Immerhin ist Kritik möglich in Indonesien“ – meint Journalist Michael Lenz (kna) in seinem Bericht.

22. Iran: 14 Christen in Haft
Ohne offizielle Anklage werden mindestens 14 Christen seit Dez./Jan. in iranischen Gefängnissen festgehalten. Ein Rechtsbeistand oder der Kontakt zu ihren Familien wird ihnen verweigert. Die Christen erwartet eine Anklage wegen Apostasie. Oft werden Christen mit muslimischem Hintergrund anderer Verbrechen bezichtigt - etwa Spionage oder Störung der öffentlichen Ordnung. Nach der Scharia, dem islamischen Recht, ist Apostasie ein todeswürdiges Verbrechen. Christen werden im Iran regelmäßig überwacht, verhaftet, ohne Prozess ins Gefängnis gesteckt und gefoltert. Christen, die aus dem Islam konvertierten, ist das Praktizieren ihres neuen Glaubens gesetzlich verboten.

23. Marokko: Großrazzia bei Christen
Mit einem Großaufgebot von ca. 60 Beamten durchsuchten Polizisten am 4. Februar das Haus eines Christen in Amizmiz. Es hatte sich dort gerade eine kleine Gruppe von Christen versammelt. 18 Marokkaner und ein US-amerikanischer Besucher wurden verhaftet und zu Verhören auf die Polizeistation gebracht. Unter den Festgenommenen waren auch fünf Kleinkinder im Alter zwischen sechs Monaten und vier Jahren. Nach Razzien in Häusern von Christen im März und Dezember 2009 ist dies das dritte Mal, dass Treffen von Christen gewaltsam beendet wurden. Die Beamten beschlagnahmten Bibeln, Liederbücher, zwei Laptops, ein Mobiltelefon und eine Digitalkamera. Die Sachen wurden bislang nicht zurückgegeben. Nach dem 14- Stunden-Verhör durften die marokkanischen Bürger wieder gehen. Der US-Amerikaner wurde zum Flughafen gebracht und musste das Land verlassen.

2

Montag, 15. Februar 2010, 12:26

Verfolgte Christen - AKREF – Gebetsanliegen vom 24. bis 28. Februar 2010

24. Somalia: Islamische Miliz erschießt Pastor
In Somalia ist ein christlicher Pastor von islamischen Extremisten erschossen und seine Witwe mit dem Tode bedroht worden. Sie ist inzwischen mit ihrem zweijährigen Sohn nach Kenia geflohen. Mohammed Ahmed Ali (41) wurde von Kämpfern der radikal-islamischen Al-Shabab-Miliz nahe seinem Haus in Hodan ermordet. Die Miliz soll in Verbindung mit dem Terrornetz El Kaida stehen. Ali, der eine Untergrundgemeinde leitete, wollte ein Neujahrsfest mit Christen feiern.

25. Sudan: Auf der Flucht
Weil sie den Islam verlassen hat und Christin wurde, musste Howida Ali (38) aus dem Sudan fliehen. Alis Familie gehört dem Shaingia-Stamm an, der eine strenge Form des Islams praktiziert. Wegen der Drogenabhängigkeit ihres Mannes ließ sich Howida Ali vor acht Jahren von ihm scheiden. 2004 wurde die ehemalige Muslima Christin. Ihre Familie bemerkte ihre Veränderung und vernichtete ihren Pass, um sie an der Flucht zu verhindern. Doch die junge Frau konnte mit ihrem damals achtjährigen Sohn 2007 heimlich fliehen. In Kairo fand Ali Zuflucht bei einer christlichen Gemeinde, die ihr eine Wohnung besorgte. Mutter und Sohn verlassen aus Angst die Wohnung nicht mehr; gehen auch nicht mehr zur Kirche oder der Sohn in die Schule. Dort lauerte vor einigen Monaten ihr Bruder, um den Jungen zu entführen. "Sie wollen uns in den Sudan verschleppen und dort zur Rückkehr zum islamischen Glauben zwingen oder uns nach islamischem Recht zum Tode verurteilen", sagt die eingeschüchterte Konvertitin.

26. Turkmenistan: Einschränkungen der Glaubensfreiheit
Die Razzien gegen turkmenische Protestanten, die sich zum Gottesdienst versammeln, gehen in verschiedenen Teilen des Landes weiter. Eine solche wurde vom früheren Obermufti Turkmenistans, Rovschen Allaberdiev, geleitet, der jetzt Imam der Region Daschoguz und gleichzeitig der leitende Beamte des regionalen Rats für religiöse Angelegenheiten ist. Allaberdiev und die übrigen Beamten konfiszierten christliche Bücher, darunter auch die persönlichen Bibeln der Anwesenden. Alle Anwesenden - insgesamt 22 Personen - wurden zu einem Gebäude der örtlichen Behörden gebracht, befragt, und unter Druck gesetzt, Erklärungen zu unterschreiben, dass sie in Zukunft keine Gottesdienste mehr besuchen werden.

27. Ukraine: Sorge um Religionsfreiheit Christliche Beobachter sind nach den Präsidentschaftswahlen vom 7. Februar in Sorge um die Religionsfreiheit im Land. Sergej Rakhuba, Vizepräsident des in der Ukraine tätigen Missionswerks Russian Ministries (Russische Dienste/Wheaton bei Chicago), vertrat die Ansicht, dass Janukowitsch die Religionspolitik Russlands im Wesentlichen kopieren werde. Insbesondere Evangelikale müssten mit Einschränkungen rechnen. Rakhuba rief zum Gebet für unbegrenzte Religionsfreiheit in der Ukraine auf, damit sich das Gemeindewachstum fortsetzen könne.

28. Weißrussland: Wehrerdienstverweigerer verurteilt
Der messianische Jude Ivan Mikhailov wurde am 1. Februar von einem Gericht wegen Verweigerung des verpflichtenden Militärdienstes zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Seine Rechtsanwältin brachte vor, dass das Fehlen eines Gesetzes über einen zivilen Wehrersatzdienst keine Rechtsgrundlage ist, um die Rechte Mikhailovs zu verletzen. Mikahilov war bereits seit 15. Dezember 2009 in Untersuchungshaft und muss - wenn seine Berufung gegen das Urteil erfolglos bleibt - noch 6 Wochen im Gefängnis bleiben. Bei der Gerichtsverhandlung war auch Mikhail Paschkewitsch von der Organisation „Für zivilen Wehrersatzdienst“ anwesend, die eine Petition für die Einführung eines Wehrersatzdienstes in die Wege geleitet hat.

AKREF heißt: Arbeitskreis für Religionsfreiheit - Menschenrechte - verfolgte Christen der Deutschen Evangelischen Allianz