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ralf-fennig

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Beruf: Altenpfleger - Frührentner

1

Freitag, 9. April 2010, 16:36

Wegen des Theaters in den Knast?

Mich beschäftigt das Thema "Elternrecht vs. Recht des Staates" ja nun schon länger. Heute habe ich eine Mail mit einem erneuten Fall bekommen zu dem mich Meinungen interessieren würden:

Quelle: http://www.medrum.de/?q=content/inhaftie…lle-geht-weiter

Inhaftierungswelle geht weiter










08.04.10

[size=medium]Inhaftierungswelle geht weiter[/size]

Zwei Mütter von 14 Kindern wegen Ablehnung der Theateraufführung
„Mein Körper gehört mir" in Erzwingungshaft


(MEDRUM) Die elterliche Ablehnung der Teilnahme ihrer Kinder an
Theateraufführungen zur Sexualerziehung in der Grundschule hat nun zwei
neue Opfer gefordert. Zwei Mütter wurden am Mittwoch in Erzwingungshaft
genommen.

Gestern morgen, um kurz vor acht Uhr, wurden zwei Mütter aus
Salzkotten, Anna D. und Elisabeth E., zu Hause von Polizisten abgeholt
und zunächst in die JVA Bielefeld gebracht. Sie sind Mütter von 14
Kindern. Sie lehnten es aus Gewissengründen ab, ihre Kinder an der
Theateraufführungt "Mein Körper gehört mir" teilnehmen zu lassen. Dieses
Theaterstück zerstört nach Einschätzung dieser Mütter die Scham der
Kinder und begünstigt die Pädophilie, die es angeblich verhindern soll.
Die christlich lebenden Eltern sehen dies als Eingriff in ihre
elterlichen Erziehungsrechte und ihre Glaubens- und Gewissensfreiheit.
Sie können es ihren Kindern gegenüber nicht verantworten, sie an den von
der Schule angeordneten Theateraufführungen teilnehmen zu lassen. Wie
zuvor bereits bei anderen Elternteilen, war die Grundschule ihrer Kinder
jedoch nicht bereit, einer Befreiung der Kinder von der
Theateraufführung zuzustimmen.

Die beiden Mütter wurden zwischenzeitlich in die JVA Gelsenkirchen
gebracht, in der sie für die Dauer von 6 und 8 Tagen die verhängte
Erzwingshaft absitzen sollen.

Vertraute der Familie teilten mit: "Es wäre wünschenswert, wenn viele
Menschen diese beiden Frauen mit ermutigenden Briefen trösten und
stärken könnten.

Vor Ostern wurden bereits zwei Familienväter verhaftet, um
Erwingungshaft gegen sie zu vollstrecken. Wegen der Ablehnung der
Teilnahme von Grundschulkindern an Theateraufführungen wurde in
insgesamt 17 Fällen Erzwingungshaft gegen Elternteile in der Gemeinde im
Raum Salzkotten verhängt und in mehreren Fällen bereits vollstreckt.
Die Höchstdauer der bisher verhängten Haft beträgt derzeit 40 Tage
(MEDRUM berichtete).

Die christliche Gemeinde, in der gegen diese und weitere Elternteile
Erzwingungshaft verhängt oder schon vollstreckt wurde (MEDRUM
berichtete), setzt sich in einem Appell gegen die Verletzung der
Religions- und Gewissensfreiheit ihrer Gemeindemitglieder ein. -> Bittschrift Schutz der
Gewissensfreiheit


Besonderes Verständnis für diesen Appell
hat der Rechtsanwalt Armin Eckermann von "Schulunterricht zu Hause
e.V.". Wie MEDRUM berichtete, drängt sich ihm die essentielle Frage
auf: "Wer schützt uns Staatsbürger gegen Übergriffe des Staates in
unsere Grund- und Menschenrechte?" Er sieht in einer solchen
Entwicklung Grund, um das Recht der Eltern auf Erziehung und Wahrung
der Gewissensfreiheit besorgt zu sein. In einem Offenen Brief hatte er
von einigen Monaten an das Gericht appelliert:

"Bremsen Sie den
ausufernden Kulturkampf gegen die Glaubenserziehung christlicher Eltern,
die loyale Bürger unserer Gesellschaft sind und deren Kinder die
Schulpflicht an der Liboriusschule ansonsten vorbildlich erfüllen, im
Rahmen Ihrer Amtspflicht durch Augenmaß und friedliche Lösungen und
sprechen Sie die Betroffenen frei."


_________________________________________________________________

Briefe können unter der Anschrift der JVA an die beiden Mütter
gerichtet werden:

JVA Gelsenkirchen, Frau Anna Dojan
Aldenhofstr. 99-101, 45883
Gelsenkirchen

und

JVA Gelsenkirchen, Frau Elisabeth Elscheidt
Aldenhofstr. 99-101,
45883 Gelsenkirchen

Zitat


liam

unregistriert

2

Freitag, 9. April 2010, 18:57

Das Theaterstück, welches sich wohl eher als "Dialogstück" versteht, kenne ich nur aus mehreren Beschreibungen. Aber nach dem, was ich gelesen habe, konnte ich keinen anstößigen Inhalt erkennen. Insofern erschließt sich mir die Reaktion der Leute nicht. Ich denke, so ein Stück wäre doch eher Gelegenheit, mit (auch den eigenen) Kindern über dieses Thema in einen Dialog zu treten.

Zu den Maßnahmen an sich kann ich gar nichts sagen, denn in dem Beitrag ist nichts über die "Geschichte vor der Geschichte" zu lesen - insofern erübrigt sich jede Gewichtung.

ralf-fennig

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3

Samstag, 10. April 2010, 11:33

Ich kenne das Theaterstück überhaupt nicht. Der Titel läßt mich ahnen worum es geht - mehr nicht.
Ich kenne auch die betroffenen Elternpaare nicht. Ich habe in meiner charismatischen Zeit einige Eltern kennengelernt die schon bei Fantasie-Romanen Scheuklappen zumachten und zum Angriff bliesen.
Momentan kann ich mir von beiden Seiten vorstellen das sie überzogen reagiert haben.

Nur: Für mich persönlich galt bislang "Elternrecht sogar noch vor Vernunft" - das heißt wenn mir Eltern gesagt haben "Dieser Film ist Teufelswerk und meine Kinder sollen das nicht sehen!" - dann habe ich mich daran gehalten. Egal wie wertvoll ich den Film fand.
Dieser Fall setzt jetzt neue Maßstäbe. Theoretisch könnte ich jetzt sagen: "Der Film vermittelt ganz doll wichtige Werte und Eltern mit (pseudo-???)christlichen Einwänden können mir den Buckel runterrutschen!" Anders natürlich wenn ich es z.B. mit Muslimas zu tun hätte - die in ein Schwimmbad zu bringen wäre weiterhin eine Sache nahe am Missbrauch.

4

Dienstag, 13. April 2010, 10:52

In mir kocht die Wut, wenn ich diese Reaktion des "Staates" zur Kenntnis nehmen muß.

Leider kann man nichts dagegen tun, ich denke es wird noch schlimmer werden. :sad:

ralf-fennig

Administrator

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5

Dienstag, 13. April 2010, 12:08

Naja - wenn man so dazu steht:
Man kann Ermutigung für jene sein, die sich dem verschließen - und man kann Zeichen für die Welt sein das es da noch Andere/Anderes gibt als "Staat befiehl - wir folgen!"

6

Samstag, 5. Februar 2011, 11:31

Ich sehe mit Schrecken diese Entwicklung für dir Enkelkinder!Was soll man tun?Ich habe keine Antwort!

ralf-fennig

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7

Samstag, 5. Februar 2011, 15:39

Wir werden es nicht endgültig stoppen können.
Frage ist nur: Tritt man als Zeuge Jesu auf oder nicht. Redet man - oder schweigt man.

8

Montag, 28. Februar 2011, 11:59

Ich rede und schreibe wo immer möglich! :weinen:

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