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Freitag, 16. April 2010, 23:35

AKREF-Gebetsanliegen für verfolgte Christen vom 16. bis 30. April 2010

16. Ägypten: Staatssicherheit zerstört Gemeindezentrum
Am 18. März ist ein christliches Gemeindezentrum in Luxor von einem rund 500 Mann starken Aufgebot von Polizei und Staatssicherheit gewaltsam geräumt und weitgehend zerstört worden. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurde bis auf den Gebetsraum das gesamte, etwa 3.000 m² Wohn- und Nutzfläche umfassende Gemeindezentrum mit Bulldozern eingerissen. Der Pfarrer der anglikanischen Gemeinde, Mahrous Karam und seine Frau Sabah wurden nach Angaben der IGFM geschlagen, misshandelt und mit ihrem drei Jahre alten Sohn aus ihrer Wohnung gezerrt. Zwanzig Kinder von der zur Einrichtung gehörenden Kinderkrippe wurden in den Gebetsraum getrieben.

17. Äthiopien: Fünf Kilogramm weltweite Solidarität

Vor über einem Jahr zündeten Unbekannte Chalas Haus an. Sein 7-jähriger Sohn starb in den Flammen; die 12-jährige Tochter, erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen. In einer Nacht verlor der damals 63-jährige alleinerziehende Christ sein ganzes Hab und Gut. Es brach Chala das Herz, weil er seine Kinder nicht retten konnte. Er sorgte sich sehr um seinen Sohn Elias. Als Mitarbeiter von Open Doors ihn vor Kurzem besuchten, trafen sie einen Mann, der von sich sagt: „Alles in meinem Leben hat sich dank Gottes Gnade verändert.“ Chala hat neuen Lebensmut und Hoffnung für die Zukunft. Nicht zuletzt auch, weil er um die vielen Gebete von Christen weltweit weiß. Es waren insgesamt fünf kg Post aus aller Welt, die ihm überreicht wurden.

18. China: Gao Zhisheng ist frei

Nach mehr als 14 Monaten Haft in der Provinz Shanxi ist der christliche Menschenrechtsanwalt Gao Zhisheng frei gekommen. Gao konnte am 6. April wieder in sein Appartment in Peking zurückkehren. Er war vor einigen Jahren vermutlich im Auftrag der Behörden von einem anonymen Autofahrer fast getötet worden. Im November 2005 wurde sein Rechtsbüro nach einer behördlichen Anweisung geschlossen und am 4. Februar 2009 zu einer dreijährigen Haftstrafe auf fünf Jahre Bewährung verurteilt. In der Haft wurde der zweifache Familienvater mit Schlägen und Elektroschocks gefoltert.

19. Eritrea: Verhaftungen von Christen dauern an

Wie das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors erfuhr, ist der frühere Patriarch der Eritreisch-Orthodoxen Kirche in den Hungerstreik getreten. Am 2. April nahmen Polizisten in der Hauptstadt Asmara 25 Mitglieder der "Full Gospel Church" fest. Darunter die Tochter eines hochrangigen Regierungsangehörigen. Am 7. April – verhafteten Militärbeamte in Assab eine Gruppe von 27 Christen, darunter elf Frauen. Die Männer und Frauen gehören verschiedenen christlichen Gemeinden an und hatten sich zu einem Gebetstreffen in einem Privathaus getroffen.

20. Eritrea: 17 junge Christen verhaftet
Jungen Männer hatten sich am 27. März in Segenaite zu einem privaten Gebetstreffen versammelt, als sie plötzlich verhaftet wurden. Wie das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors von einheimischen Informanten erfuhr, leisten die Männer derzeit ihren Militärdienst ab und gehören verschiedenen Kirchen an. Sie werden in einer Polizeistation von Segenaite festgehalten. Noch ist unklar, ob sie in ein anderes Gefängnis verlegt werden sollen.

21. Indien: Menschenrechtsdelegation in Orissa über Gewalt schockiert

"Wir werden als Politiker über das, was wir vorgefunden haben, in unseren jeweiligen parlamentarischen Gruppen berichten, im Bundestag und der Bundesregierung sowie den entsprechenden öffentlichen und kirchlichen Einrichtungen", sagte der Bundestagsabgeordnete Pascal Kober, der die deutsche Öffentlichkeit über die Situation in Orissa auf dem Laufenden halten möchte. „Wir haben festgestellt, dass Opfer der Angriffe von 2008 immer noch heimatlos sind". „Wir haben die erbärmliche Situation der Menschen gesehen, ohne feste Bleibe und ohne Aussicht auf eine Existenzgrundlage. Die meisten von ihnen müssten noch angemessen entschädigt werden. Sogar nach zwei Jahren habe die Polizei zahlreiche Beschwerden nicht aufgenommen, der betroffenen Gemeinschaft sei keine Gerechtigkeit widerfahren.“

22. Indonesien: Entwurf des neuen Ehegesetzes

Der Wahlkongress der größten islamischen Bewegung in Indonesien, der Nahdlatul Ulama (NU), brachte in einer Fatwa, (islamischer Erlass) heraus, dass es keine Altersbeschränkungen für eine Ehe geben soll. So ist auch eine Verheiratung von Minderjährigen möglich. Diese Rechtsprechung spiegelt bis heute die Realität in vielen javanischen und indonesischen Dörfern wider. Mädchen werden bereits im Alter von zehn bis zwölf Jahren einem Ehepartner versprochen. Die Eheschließung erfolgt ausschließlich nach dem islamischen Ritus.

23. Iran: Freigelassener Pastor weiter in Gefahr

Ende März wurde der assyrischer Pastor Wilson Issavi (65), aus dem Gefängnis in Isfahan auf Kaution entlassen. Überschattet wird die Freude von der Sorge um seine Sicherheit. Beamte hatten dem Christen im Gefängnis mit der Hinrichtung gedroht. Einheimische Informanten befürchten nun, dass islamische Extremisten ihn töten könnten. Nicht selten werde versucht, Christen, die religiöser „Vergehen“ angeklagt wurden, nach ihrer Entlassung umzubringen. Laut Compass Direct soll der Pastor im Gefängnis gefoltert worden sein. Zudem kämpfe Issavi mit den Folgen einer Infektionskrankheit, ausgelöst durch die unhygienischen Haftbedingungen.

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Freitag, 16. April 2010, 23:37

24. Kasachstan: Weiterhin Repressalien und Strafen für religiöse Betätigung
Nach wie vor droht dem in Kasachstan geborenen Baptisten Viktor Leven die Ausweisung. Da weder er noch seine Frau derzeit einen Personalausweis haben, können sie sich keine Arbeit suchen und müssen von ihrer kleinen Selbstversorgerlandwirtschaft leben. Die Baptistin Zhanna Tereza Raudovich, die zu einer Geldstrafe von 100 monatlichen Mindestgehältern verurteilt wurde, weil sie ihre Wohnung für Gottesdienste zur Verfügung stellte, hat ihre Berufungsverhandlung verloren und jetzt Berufung beim obersten Gerichtshof eingelegt.

25. Kirgistan: Mehr Religionsfreiheit für Evangelikale
Zum Gebet für die Evangelikalen hat das Missionswerk Slawische Evangeliums-Vereinigung aufgerufen. Angesichts der politischen Unruhen im Land gelte es, Gott um seinen Schutz für die Gemeinden zu bitten, sagte Joel Griffith vom Missionswerk. In der Hauptstadt Bischkek ist es am 7. April zu einem blutigen Aufstand gekommen. Bei den Unruhen sind nach Regierungsangaben mindestens 74 Menschen um Leben gekommen; mehr als 500 wurden verletzt. Kirgistan hat rund 5,2 Millionen Einwohner, von denen etwa zwei Drittel Muslime sind. Sergej Rakhuba, Vizepräsident des Missionswerks Russian Ministries hofft, dass nach dem Umsturz die restriktiven Religionsgesetze widerrufen werden. Das könne zu größerer Freiheit für Evangelikale führen – so wird gehofft.

26. Kolumbien: Eltern brutal ermordet

Zwei Männer stürmten in das Haus von Emilse Maria del Carmen und José Rodriguez in La Esmeralda. Was dann geschah, glich einer Hinrichtung: Mit mehreren Schüssen wurden die beiden getötet. Sie hinterlassen drei kleine Kinder. Die Eltern waren im Ort bekannt als hingegebene Christen. Beide gehörten früher zu einer Guerillagruppe. Doch sie verließen die Gruppe, als sie Christen wurden. Möglicherweise missfiel den Rebellen, dass José das Evangelium unter den Ureinwohnern verkündigte. Über seine Besuche hatten sich die Menschen dort jedoch gefreut.

27. Nigeria: Führende christliche Menschenrechtsorganisationen haben sich vehement zu den Massakern und der Gewalt in Nigeria geäußert.
Die „Partnerschaft für Religionsfreiheit“ (RLP), mit Mitgliedsorganisationen in 18 Ländern, ruft die Christenheit zu einer weltweiten Gebetskampagne für die Krise in Nigeria auf. „Wir rufen die weltweite Kirche zum Gebet für die Wiederherstellung dauerhaften Friedens in Nigeria auf“, sagte Dr. Christof Sauer, der in Kapstadt, Südafrika, als stellvertretender Direktor des IIRF wirkt.

28. Nordkorea: Synonym für Menschenverachtung und Unterdrückung

Noch vor hundert Jahren galt Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang mit ihren 100 Kirchen als das "Jerusalem des Ostens". Unter Präsident Kim Il Sung verschwanden in kurzer Zeit über 2.000 Gemeinden. Heute ist das abgeschottete Land ein Synonym für Menschenverachtung und Unterdrückung. Die mindestens 200.000 Christen werden vom Regime brutal wie Staatsfeinde verfolgt. Nahezu 70.000 Christen sind in Arbeitslagern gefangen.
29. Pakistan: Islamische Staaten fordern abschreckende Strafen für Islamkritiker
Das pakistanische Blasphemiegesetz bedroht jegliche Islamkritik mit dem Tod, so werde es immer wieder zur Unterdrückung religiöser Minderheiten und missliebiger Personen missbraucht. Es sollten über die UN alle Staaten dazu aufgerufen werden, Gesetze gegen Islamophobie zu beschließen - und zwar einschließlich abschreckender Strafen. Dahinter stehe laut Islamwissenschaftlerin Prof. Christine Schirrmacher der Wunsch, die Überzeugung politisch umzusetzen, dass der Islam die allen anderen überlegene und vollkommene Religion sei, die das gesamte persönliche und gesellschaftliche Leben regelt.

30. UNO-Resolution schützt Islam auf Kosten der Menschenrechte

Islamische Kräfte im UN-Menschenrechtsrat setzen sich nachdrücklich für eine Definition der Menschenrechte nach islamischem Verständnis ein. Darauf macht die Islamwissenschaftlerin Prof. Christine Schirrmacher vom Institut für Islamfragen anlässlich der jüngst erneuerten UNO-Resolution gegen Diffamierung von Religionen aufmerksam. Mithilfe der Resolution solle offensichtlich der Islam allein unter den Schutz der UNO-Verlautbarung gestellt und so vor jeglicher kritischer Auseinandersetzung insbesondere mit dem politischen Islam bewahrt werden. Die EU, die USA und mehrere lateinamerikanische Staaten hatten gegen den Entwurf der Organisation islamischer Staaten (OIC) gestimmt, der mit 20 Ja-Stimmen bei 17 Gegenstimmen und acht Enthaltungen angenommen wurde.

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Samstag, 1. Mai 2010, 16:29

AKREF-Gebetsanliegen für verfolgte Christen vom 1.bis 15. Mai 2010

01. Ägypten: Bekanntester Konvertit vor Gericht
Der Journalist Mohamed Hegazy, mit Abstand Ägyptens bekanntester Konvertit zum Christentum, stand vor Gericht. Er hatte im August 2007 als erster Ägypter die Änderung der Religionszugehörigkeit in seinem Personalausweis von „Muslim“ in „Christ“ beantragt. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, war die Verhandlung zu dem Zweck angesetzt worden, um das Urteil zu verkünden. Das große internationale Medieninteresse bewog den vorsitzenden Richter das Verfahren „zu stoppen“. Die Verhandlung verfolgten mehr Journalisten, als übrige Teilnehmer anwesend waren.

02. China: Kompromissbereitschaft bei Bischofsanerkennung

Mehrere aktuelle Ereignisse in der Volksrepublik China werten Beobachter als Zeichen für eine Bereitschaft zu Zugeständnissen. So wurde ein Hirte der Untergrundkirche, Bischof Matthias Du Jiang, von den staatlichen Behörden anerkannt. Die jüngsten Bischofweihen, seien als positives Zeichen für die Entwicklung der Beziehungen zwischen Rom und Peking zu sehen. Das könnte den Weg für mehr Zusammenarbeit bei der Pastoralarbeit und bei der Evangelisierungstätigkeit ebnen.

03. Deutschland: Kreuz hat selbstverständlichen Platz in der Öffentlichkeit
„Das Kreuz steht für das Bekenntnis der Christen. Es ist nicht nur ein kulturelles Symbol.
Ohnehin gilt seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1995 die Regelung, dass das Kruzifix in einem Klassenzimmer nur abgenommen werden muss, wenn es "ernsthafte" Beschwerden dagegen gibt - und die gibt es in der Praxis eher selten.“ erklärt die Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Dr. Maria Flachsbarth MdB in einer Pressemitteilung vom 26.04.2010

04. Deutschland: Gnadengesuch von 11 Kindern für ihre Mutter

Mehrere christliche Familien im Raum Paderborn leiden unter der Inhaftierung von Elternteilen, gegen die Erzwingungshaft verhängt oder vollstreckt wurde, weil sie ihre Kinder nicht an Theateraufführungen an der Grundschule teilnehmen lassen wollen. 11 Kinder einer Familie haben sich jetzt mit einem Brief an das Schulamt gewandt und für ihre Eltern Fürbitte eingelegt. Das Schulamt hatte zuvor Bußgelder verhängt. Nachdem die Eltern die Bußgelder nicht bezahlten - weil sie nicht der Auffassung sind, Unrechtes getan zu haben - wurde ihr Vater in Erzwingungshaft genommen. Der Mutter steht die Vollstreckung der Erwingungshaft noch bevor.

05. Eritera: 2.200 Christen landesweit in Haft
Christen sitzen seit Monaten oder Jahren ohne offizielle Anklage oder Gerichtsverfahren in Haft. Mindestens zwölf Christen sind bislang in Gefangenschaft an den Folgen der Haftbedingungen oder mangelnder medizinischer Versorgung gestorben. Im Mai 2002 erklärte Präsident Issayas Afewerki alle nicht erlaubten Kirchen – darunter über 30 unabhängige Gemeinden – für illegal. Nur die Eritreisch-Orthodoxe und die Katholische Kirche sowie die Evangelisch-Lutherische Kirche und der Islam sind anerkannt. Seitdem veranlasst die Regierung Kirchenschließungen und verbietet Privatversammlungen.

06. Indien: Unverminderte Willkür und Gewalt gegen Christen

Laut Verfassung herrscht in Indien Religionsfreiheit, die auch die Verbreitung einer Religion einschließt. Doch es vergeht kaum ein Monat, ohne dass es zu Übergriffen hinduistischer Extremisten gegen Christen kommt, wie das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors mit großer Sorge beobachtet. Die radikal gesinnten stellen eine Minderheit in der Masse der Hindus dar, sind jedoch in vielerlei Hinsicht sehr aktiv und nehmen großen Einfluss auf das öffentliche Leben.

07. Indien: Bundesstaat Neu-Delhi

25 Mitglieder der „Rashtriya Swayamsevak Sangh“ verprügelten Ende März zwei Christen auf offener Straße mit Holzknüppeln. Beim Eintreffen der Polizei konnten die Täter fliehen.

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Samstag, 1. Mai 2010, 16:31

AKREF-Gebetsanliegen für verfolgte Christen vom 1.bis 15. Mai 2010

08. Indien: Bundesstaat Madhya Pradesh
In Begleitung von Polizisten störten Anhänger der „Bajrang Dal“ einen Gottesdienst. Nach Berichten des GCIC drangen die Männer am 28.3. in die „Apostolic Christian Assemblies“ ein. Die Beamten nahmen sechs Gemeindemitglieder auf die Polizeiwache mit. Wie der Nachrichtendienst Compass Direct von der Polizei erfuhr, hatte ein Bajrang-Dal-Aktivist behauptet, in der Kirche fänden „Bekehrungsaktivitäten“ statt. Nach dreistündigen Verhören wurden die Christen ohne Anklage freigelassen. Die Vorwürfe erwiesen sich als unbegründet.

09. Iran: Wegen Übertritt zum Christentum weiter von Haft bedroht
Die Stephanus-Preisträgerinnen, die Iranerinnen Maryam Rostampour (27) und Marzieh Amirizadeh (30) durften am 26. März zu ihrer eigenen Preisverleihung nicht nach Deutschland reisen. Die Repräsentanten der "Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen" konnten den beiden wegen ihres Glaubens Verfolgten somit nicht persönlich gratulieren. In der vorigen Woche standen die zwei ehemaligen Musliminnen, die zum Christentum übergetreten sind, erneut vor Gericht. Das Ergebnis: Das Verfahren gegen sie wird immer noch nicht eingestellt. Sie könnten jederzeit wieder in Haft kommen.

10. Kirgistan: erhofft Demokratisierung
Gründe zum Danken: Die Gebäude der ev. Kirche in Bischkek ist nicht zerstört worden. Die Situation hat sich entspannt. Gründe zur Fürbitte: Dass es nicht zu einem Aufflackern der Unruhe kommt; dass sich die Lage stabilisiert und es zur Demokratisierung kommt. Die Übergangsregierung stellt z.Z. nach Außen ein Bild einer sozialdemokratischen Partei da, der es neben der Bekämpfung der Korruption und Wirtschaftskrise um die Realisierung von Menschen Rechten und Freiheitsrechten geht. Kirgisien ist eines der ärmsten Länder der ehemaligen SU, mit einem sehr hohen Anteil an Korruption.

11. Nigeria: Pastor und seine Ehefrau ermordet
Im Dorf Boto im nördlichen Bundesstaat Bauch entdeckte die Polizei am 15.4. die verbrannten Leichen des pfingstkirchlichen Pastors und seiner Ehefrau. Ishaya und Selina Kadah wurden entführt und ermordet. Dorfbewohner machten Muslime für das Verbrechen verantwortlich; acht Verdächtige seien festgenommen worden. Zur Vermeidung weiterer Unruhen wurden die Polizeikräfte um 200 Beamte verstärkt. Die Ruhe sei aber trügerisch, hieß es. Christen bilden im islamisch dominierten Nordnigeria eine Minderheit. Es kommt immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen den Religionsgemeinschaften.

12. Nigeria: Freiheit nutzen, um Freiheit zu schützen
„Appell für den Schutz der Religionsfreiheit in Nigeria“ - Unter diesem Motto hat das Hilfswerk für verfolgte Christen Open Doors eine Unterschriftenaktion an die Regierung der Bundesrepublik Nigeria initiiert. Trotz der in der Landesverfassung verankerten Religionsfreiheit kommt es in Nord- und Zentralnigeria immer wieder zu Verstößen gegen dieses Recht und zu ethnisch-religiös motivierten Massakern. Zuletzt im Bundesstaat Plateau mit Hunderten von Toten und Tausenden von Flüchtlingen, darunter überwiegend Christen. Auf der Internetseite www.opendoors-de.org hat das Werk eine Appell-Vorlage bereitgestellt und ruft Menschen dazu auf, sich persönlich mit ihrer Unterschrift für den Schutz die Glaubensfreiheit in dem westafrikanischen Land einzusetzen.

13. Pakistan: 36-jähriger Christ mit Axt erschlagen
Sechs Muslime haben einen Christen mit mehreren Axthieben erschlagen. Der Vorfall ereignete sich am 9. März in der Provinz Punjab. Laut dem Informationsdienst Compass Direct hatte sich Rasheed Masih (36) geweigert, zum Islam zu konvertieren. Wie Masihs jüngerer Bruder und ein Geistlicher des Ortes sagten, missfiel konkurrierenden Händlern der geschäftliche Erfolg des Christen. Am 9. März lockten einige von ihnen Rasheed Masih in ein Haus und töteten ihn dort. Seinen Leichnam ließen sie am Straßenrand liegen. Die Polizei nahm die Ermittlungen gegen die sechs Männer auf. Die Tatverdächtigen sind aber weiter auf freiem Fuß.

14.Türkei: Schwere Zeiten für Wehrdienstverweigerer
Die Türkei erkennt kein Recht auf Verweigerung des Militärdienstes aus Gewissensgründen an. Wer dennoch seinen Militärdienst aus Gewissensgründen verweigert findet sich in einem nie endenden Kreislauf aus Strafverfolgung, Gerichtsverhandlung und Bestrafung. Nach Verbüßung einer Haftstrafe wird der junge Mann wieder einberufen, wenn er dem Einberufungsbefehl nicht Folge leistet, gilt dies als Befehlsverweigerung, was sofort zu einem neuen Gerichtsverfahren und Haftstrafe führt.

15. Türkei: Vernichtung der Armenier
Vor 95 Jahren begann mit der Verhaftung von 235 armenischen Intellektuellen in Istanbul der Völkermord an den Armeniern, bei dem in den Jahren 1915 bis 1917 bis zu 1,5 Millionen Armenier ermordet wurden. Auch Hunderttausende assyrische und andere Christen wurden während des 1. Weltkrieges durch das damalige Osmanische Reich im Rahmen pantürkisch-islamischer Bestrebungen systematisch umgebracht. Anlässlich des 95. Jahrestages des bisher von 22 Staaten und dem Europaparlament als Völkermord eingestuften Gesamt-Geschehens fordert die IGFM den Oberbürgermeister der diesjährigen Europäischen Kulturhauptstadt Istanbul zu einer versöhnlichen Geste der Anerkennung und Toleranz gegenüber den heute in Istanbul lebenden Armeniern und zur Unterstützung der von türkischen Intellektuellen angekündigten Gedenkveranstaltung unter dem Motto „Dies ist unser aller Schmerz“ auf.

AKREF

Arbeitskreis Religionsfreiheit - Menschenrechte - Einsatz für verfolgte Christen

der Deutschen Evangelischen Allianz