Donnerstag, 23. November 2017, 04:42 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Forum der Gemeinschaft bekennender Christen im Netz. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Freitag, 7. Mai 2010, 16:54

AKREF – Gebetsanliegen vom 16. bis 31. Mai 2010

16. Ägypten: Christliche Exilägypter formulieren Forderungskatalog
Im Rahmen der Jahrestagung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Bonn fordern Organisationen ein Ende der Diskriminierung und sofortige Gleichstellung aller Glaubensgemeinschaften in Ägypten. Vertreter der Kopten, der großen und alten ägyptischen Kirche, aus unterschiedlichen Ländern wollen eine einheitliche rechtliche Regelung für die Errichtung religiöser Kultstätten erreichen. Sie beklagen u.a. die schwache Repräsentanz der Christen auf führenden Universitätsposten. Die Christen streben zudem eine Änderung der Schulbuchinhalte an, da diese den Fanatismus fördern.

17. Ägypten: von Jesus geträumt
Mohammed* wuchs in einer religiös-fundamentalistischen Familie auf und war selbst ein engagierter Verfechter des Islam. Doch nach einem Traum von Jesus kamen ihm Zweifel. Später wurde der 42-jährige Christ. Seitdem er Jesus nachfolgt, stellt ihm seine Familie nach. Sie sperrten ihn ein, verprügelten ihn und drohten damit, ihn zu töten. "Ich besuchte heimlich die Gottesdienste und den Bibellesekreis“, erzählte er uns. "Die Liebe der Christen berührte mich. Heute ist der Bibellesekreis wie eine Familie für mich." Beistand in schwerer Zeit im Untergrund geben ihm andere Christen. Und er weiß, dass für ehemalige Muslime wie ihn weltweit gebetet wird. * Namen geändert

18. Aserbaidschan: Christen werden immer wieder eingeschüchtert
Ein Vertreter aus Aserbaidschan beschreibt das System in seinem Land als extrem korrupt. Der Aliev Klan herrscht vergleichbar einer Erbmonarchie und fühlt sich durch die Öleinnahmen Einflüssen von außen gegenüber stark. Evangelikale und evangelische Christen machen weniger als 1 % der Gesamtbevölkerung aus, 97 % sind Muslime. Es ist eine ständige Verschlechterung der Situation der Christen zu verzeichnen, z.B. bei Einschüchterung durch die Polizei. Pastoren und ihre Familien sind durch Hetze gefährdet. Auch Katholiken haben Probleme. Die georgisch orthodoxe Kirche wurde geschlossen, ihr wurde die Registrierung verweigert. Vertreter der russisch orthodoxen Kirche und Juden dagegen haben nichts zu befürchten.

19. Deutschland: Systematische Anstrengungen zur weltweiten Islamisierung
Wie bei einer Untersuchung festgestellt wurde, versuchen immer mehr islamische Missionare ihre Botschaft den westlichen Kulturen anzupassen. Dadurch solle ein positives Bild der islamischen Religion entworfen werden. So spreche man von der „Schaffung einer gerechten Weltordnung“ statt der Aufrichtung des Islam. Grundlage seien allerdings die Unterwerfung unter Allah und Gehorsam gegenüber seinem Gesandten Mohammed. Eine gewaltsame Ausbreitung des Islam werde weder als praktikabel noch notwendig angesehen. Dem ägyptischen Gelehrten Yusuf al-Qaradawi zufolge reichten Predigt und Ideologie, um Europa zu erobern. Das beobachtet der stellvertretende Vorsitzende des Instituts für Islamfragen der Deutschen Evangelischen Allianz, Albrecht Hauser.

20. England: Festnahme nach Aussage 'Homosexualität ist Sünde'
Die Bezeichnung von Homosexualität als Sünde hat einen Straßenprediger im nordenglischen Workington in Polizeigewahrsam gebracht. Der Baptisten-Missionar Dale McAlpine (42) hatte über diverse Laster gepredigt und auf Nachfrage einer Passantin erklärt, auch Homosexualität sei gegen die Gebote Gottes. Ein hinzugerufener Streifenpolizist nahm ihn daraufhin wegen öffentlicher Diskriminierung fest.

21. Gazastreifen: Schwere Zeiten für Christen
Hanna*, eine Mitarbeiterin von Open Doors, reiste nach Gaza-Stadt, um dort zum zweiten Mal Miriam zu besuchen. Von ihr erfuhr sie, wie sehr sich das Leben für Christen in Gaza zum Negativen verändert hat "Es gibt kaum Möglichkeiten, unser Christsein wirklich zu leben", sagt sie. Besonders die Frauen würden unter den geänderten Lebensumständen leiden. Sie müssen sich dem Kleidungsstil anpassen, ihre Reisefreiheit ist eingeschränkt. Auf der Straße sind viele Frauen schwarz verhüllt, manche tragen einen Ganzkörperschleier, sogar die Christinnen verhüllen sich, weil sie den gesellschaftlichen Druck spüren.
* Namen geändert

2

Freitag, 7. Mai 2010, 16:58

Fortsetzung: Verfolgte Christen - Gebetsanliegen

22. Gefangene des Monats Mai
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea haben den iranischen Pastor Hamid Shafiee und seine Ehefrau Reyhaneh Aghajari benannt und zur Unterstützung für sie aufgerufen. Die beiden Christen waren am 28. Februar in ihrem Haus in Isfahan von 20 Polizisten verhaftet und in Handschellen abgeführt worden. Das Ehepaar ist vor etwa 15 Jahren vom Islam zum Christentum übergetreten und bereits mehrfach von den Behörden schikaniert worden. Pastor Shafiee leitet eine Hausgemeinde ehemaliger Muslime.

23. Georgien: Probleme mit der orthodoxen Kirche

Es gibt ca. 50 evangelikale/evangelische Gemeinden im Land, davon sind etwa 25 registriert. Bezüglich der Registrierung wird für den Antrag die Mitwirkung eines Notars benötigt. Manche Notare weigern sich, da nach Ansicht extremer Orthodoxer die Evangelikalen mit „dem Teufel“ in Verbindung gebracht werden. Nach mancher Einschätzung ist die orthodoxe Kirche das größere Problem, da der Staat angeblich die Macht der Kirche fürchtet. Hoffnungen auf Einfluss der aus den Niederlanden stammenden Gattin des Staatspräsidenten, die aus einem protestantischen Elternhaus stammt, wurden gedämpft, da diese inzwischen zur orthodoxen Kirche übergetreten ist.

24. Indien: 74-jährige Priester von Unbekannten ermordet

Priester Peter Bombacha hatte einen Strick um den Hals, der Mörder hatte ihm mit einer Schere die Kehle durchstochen. Es war ein schrecklicher Anblick. Die Polizei war sofort vor Ort und nahm die Leiche zur Obduktion mit. So berichtete Bischof Machado, den Mitarbeitern des Pfarrers, der zum Tatort gerufen wurde.

25. Indien: Bundesstaat Tamil Nadu Christen verhaftet
Fünf Christen wurden am 23. März wegen des Verteilens von Broschüren mit christlichem Inhalt kurzzeitig von der Polizei verhaftet. Hindus aus der Ortschaft Palladam (Tiruppur) hatten die Christen aus einem Nachbardorf beschuldigt, die religiösen Gefühle von Hindus verletzt zu haben. Dem Globalen Rat indischer Christen (GCIC) zufolge besuchten die Beschuldigten andere Christen in einem Armenviertel und brachten medizinische Hilfe.

26. Irak: Bombenanschlag auf christliche Studenten
Im Norden des Irak sind bei einem Bombenanschlag auf drei Busse mit christlichen Studenten eine Person getötet und ca.70 Menschen teilweise schwer verletzt worden. Am Morgen des 2. Mai waren die Studenten auf dem Weg zur Universität in Mossul. Den Informationen nach sei ein Selbstmordattentäter mit seinem Auto zwischen die ersten beiden Busse gefahren und habe sich in die Luft gesprengt.

27. Somalia: Islamische Extremisten erschießen Christen

Yusuf Ali Nur (57) fiel am 4. Mai einem gezielten Anschlag der radikal-islamischen Al-Shabab-Miliz in Harardhere, etwa 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt Mogadischu, zum Opfer. Shabab-Kämpfer drangen in Nurs Haus ein. Einer der Kämpfer habe angeblich Yusuf als gesuchten Christen erkannt. Darauf hätten die Begleiter aus kurzer Entfernung Feuerstöße auf ihn abgegeben. Er sei im Kugelhagel gestorben. Der Leiter einer christlichen Untergrundgemeinde hinterlässt seine Frau und drei Kinder im Alter von sieben, neun und elf Jahren.

28. Türkei: Bitten der türkischen Geschwister an uns im Westen

Hier kurze Auszüge aus dem Bericht, der von der türkischen EA veröffentlicht wurde: „Seid da, wenn wir uns an euch wenden, lasst uns wissen/fühlen, dass wir nicht allein sind. Wenn ihr von etwas hört, bitte setzt euch mit uns in Verbindung, um die Tatsachen zu überprüfen, bevor ihr Gerüchte weiter verbreitet oder etwas unternehmt. Fragt uns, bevor ihr für uns handelt, helft uns mit Ressourcen und Fachwissen. Seht unser Land und seine Bewohner nicht als unseren Feind. Unterlasst drohendes, beherrschendes Verhalten, berichtet nicht in sensationalistischer Weise über Dinge, die wir berichten. Finanzielle Unterstützung wenn erforderlich und möglich und natürlich vor allem BETET für uns!“

29.Vietnamesischer Christ zu Tode gefoltert
Wie erst jetzt bekannt wurde, starb K’pa Lot (31) bereits am 11. März in einem Krankenhaus. K’pa, der seine Frau und zwei Kinder hinterlässt, gehörte dem Bergvolk der Degar an, das von dem kommunistischen Regime verfolgt wird. Der ursprüngliche Grund: Angehörige der etwa drei Millionen Personen zählenden Bergvölker kämpften im Indochina- und im Vietnam-Krieg auf Seiten Frankreichs bzw. der USA gegen die Kommunisten. Außerdem breitete sich unter ihnen der christliche Glaube aus. K’pa ist verhaftet worden, weil er seinen christlichen Glauben öffentlich bekannt habe. Seiner Frau habe er im Krankenhaus in ihrer Muttersprache zuflüstern können, dass er im Gefängnis täglich geschlagen und regelmäßig gefoltert worden sei.

30. Weißrussland: Christliche Partei kandidiert bei Gemeindewahlen Seitens der Partei ist großer Optimismus zu verzeichnen, dass es 2011 zu Veränderungen kommen könnte. Die enge Beziehung der orthodoxen Kirche zum Staat ist bekannt. Doch auch registrierte evangelikale Gemeinden sorgen oft unter Beschneidung der Freiheit ihrer eigenen Mitglieder für ein gutes Verhältnis zum Staat. Personen, die Gott mehr gehorchen als den Menschen, sind Repressalien ausgesetzt. Der Staat nutzt gezielte Einberufungen zum Militärdienst als Repressalien gegen politisch aktive Männer.

31. Zentralasien: Protestanten zunehmend unter Druck
Die Regierungen in Ländern wie Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan orientieren sich immer stärker an muslimischen Ländern wie Iran oder Saudi Arabien. „Moscheen schießen wie Pilze aus dem Boden“, sagte der Präsident des Baptistenbundes von Kirgistan. In seinem Land stünden den rund 150 evangelischen Bethäusern (Kirchen) mehr als 3.000 Moscheen gegenüber. „Wir spüren überall den Druck der Muslime“, so Foth. Kirchenleiter in Turkmenistan und Usbekistan würden keine Ausreise erteilt. Privatwohnungen von Christen stünden unter staatlicher Beobachtung. „Es ist viel schlimmer als zu Sowjetzeiten“, klagte ein Teilnehmer der Konferenz in Moskau. Auch sei die Einfuhr christlicher Literatur nahezu unmöglich. Bücher würden beim Grenzübertritt beschlagnahmt, sogar Festplatten und elektronische Speichermedien bei Kontrollen gelöscht.

AKREF Arbeitskreis für Religionsfreiheit - Menschenrechte - verfolgte Christen der Deutschen Evangelischen Allianz

3

Dienstag, 1. Juni 2010, 16:17

AKREF-Gebetsanliegen vom 1. bis 15. Juni 2010 der verfolgten Christen weltweit

01. Aserbaidschan: „Unannehmlichkeiten mit dem Gesetz“
Christen kämpfen für die Wiedereröffnung ihrer geschlossenen Gottesdienststätten bzw. fordern die Rückgabe beschlagnahmter Bücher. Erfolglos waren bisher alle Rechtsmittel gegen die Verweigerung der Registrierung der Baptistengemeinde in Aliabad. Die Gemeinde bemüht sich seit 15 Jahren vergeblich um Registrierung. Der örtliche Notar bei dem die Antragsteller ihre Unterschriften beglaubigen lassen müssen bevor der Registrierungsantrag weiter bearbeitet werden kann, hat die Unterschriftsbeglaubigung bereits mehrmals verweigert.

02. Deutschland: Bundesregierung soll weiter für verfolgte Christen eintreten
Beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München wurde dem Bundesinnenminister Th. de Maizière (CDU) eine Unterschriftensammlung überreicht. Gemeinsam mit idea und elf Menschenrechts- und Hilfsorganisationen hatte das Christliche Gästezentrum „Schönblick“ im November bei dem Kongress „Gedenket der Märtyrer“ einen Aufruf zur Religionsfreiheit gestartet. Wie Seminarleiter Kuno Kallnbach aus Schwäbisch Gemünd verkündigte, seien seither mehr als 3.400 Unterschriften zusammengekommen. Beim Kongress hatte der damalige Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter Nooke (CDU), mehr öffentliche Aufmerksamkeit für verfolgte Christen gefordert. Eine Fortsetzung des Kongresses ist für Oktober 2011 geplant.

03. Frankreich: Hohe Auszeichnung für Film über Märtyrermönche

Bei den Filmfestspielen in Cannes hat ein Film über Mönche, die in den neunziger Jahren in Afrika den Märtyrertod erlitten, die zweithöchste Auszeichnung bekommen. „Über Götter und Menschen", heißt der Film, der sich darin mit der Geschichte von sieben französischen Zisterziensern auseinandersetzt. Im Jahr 1996 waren sie von islamischen Fundamentalisten in Geiselhaft genommen und ermordet worden. Bei dem Guerillakrieg der Islamisten von 1992 bis 2002 sind in Algerien offiziellen Angaben zufolge ungefähr 120.000 Menschen ums Leben gekommen.

04. Indien: Evangelist brutal ermordet

Im Bundesstaat Bihar ist Evangelist Ravi Murmu (32) grausam ermordet worden. Seine Hand war mit einer scharfen Waffe fast vom Arm abgetrennt worden. Gesicht und Hals wiesen Schnittverletzungen auf. Ravi Murmu war gerade auf dem Rückweg von einer Vorführung des Jesus Films, als er überfallen wurde. Etwa 200 Menschen kamen zur Film- Vorführung. Christen vermuten, dass er aufgrund seines evangelistischen Engagements umgebracht wurde. Alles blieb unversehrt; sein Motorrad, seine Bibel, sein Handy, die Armbanduhr und etwas Kleingeld - nichts wurde gestohlen. Es sieht wie ein geplanter Mord aus. Er wurde angegriffen, als er ganz allein war. Murmu hinterlässt seine Frau Rinku und die 8-jährige Tochter Celesty sowie seine verwitwete Mutter. „Ich bete, dass Gott die Herzen derer verändert, die das getan haben. Und dass auch sie eines Tages das Kreuz Christi tragen und das Evangelium weitergeben“ - sagte Rinku Murmu.

05. Indonesien: Gemeinde darf keine Gottesdienste mehr feiern
Das Oberhaupt von Bekasi (West-Java) untersagte der „Filadelfia Huria Kristen Batak Protestan“ (HKBP) alle gemeindlichen Aktivitäten in der Ortschaft Jejalan. Es trafen sich 500 Gemeindemitglieder provisorisch auf einem Stück Land neben einer kaum befahrenen Straße angrenzend an freie Felder. Dort dürfe sich die Gemeinde nicht mehr versammeln. Bereits Mitte Januar hatten Beamte ihre im Bau befindliche Kirche abgesperrt. Gegen die Anordnung zogen die Christen am 20. März ohne Erfolg vor Gericht.

06. Indonesien: Scharia-Polizei geht mit Schere und Wickelröcken vor

Ab sofort sei es Frauen im Distrikt West-Aceh untersagt, enge Jeans oder kurze Röcke zu tragen, meldete die indonesische Tageszeitung "The Jakarta Globe". Die Scharia-Polizei habe 20.000 Wickelröcke geordert, die Übertreterinnen unverzüglich anziehen müssten. Anstößige Hosen würden auf der Stelle konfisziert und zerschnitten. Frauen, die die Herausgabe ihrer Jeans verweigerten oder als Wiederholungstäterinnen auffielen, müssten mit einer Haftstrafe rechnen. Rechtliche Maßnahmen kämen auch auf die Besitzer von Läden zu, die Jeans und andere "unislamische Kleidung" an Frauen verkauften. Aceh ist die einzige indonesische Provinz, in der neben weltlichem Recht auch das islamische Scharia-Recht gilt.

07. Irak: Attentat auf christliche Schüler - aber Regierung schweigt

Die Zahl der Verletzten stieg auf 120 an, davon drei Schwerverletzte und ein Todesopfer –beim Sprengstoffattentat auf drei Busse aus der vorwiegend von Christen bewohnten Stadt Qaraqosh, die die Universität in Mossul besuchten. Ein Sprecher sagte: „Es gab bisher keine offizielle Stellungnahme seitens der Zentralregierung und keine offizielle Verlautbarung dazu. Es scheint als ob ein Attentat von solchem Ausmaß von niemandem bemerkt wurde. Das ist unzulässig und verärgert die einheimischen Christen, die sich schutzlos fühlen.“

4

Dienstag, 1. Juni 2010, 16:20

Fortsetzung: Verfolgte Christen - Gebetsanliegen von AKREF der Deutschen Evangelischen Allianz

08. Irak: Tiefe Wunden in der Seele
Es sind bereits viele Christen vor Gewalt und Terror ins Ausland oder in die Kurdenregion geflohen. Doch die traumatischen Erlebnisse können sie nicht einfach zurücklassen. Tiefe Wunden haben die Grauen in ihren Seelen hinterlassen. Open Doors bot an, ein Traumaseminar in der Gemeinde durchzuführen, damit zum Beispiel Pastoren betroffenen Christen seelsorgerlich helfen und mit ihnen die Erlebnisse aufarbeiten können. "Durch dieses Seminar verstand ich, dass all meine Gefühle zu einem Trauerprozess gehören. Ich erfuhr Veränderung und habe nun wieder Hoffnung. Jetzt helfe ich und meine Frau auch anderen mit ähnlichen Erfahrungen. Damit stärken wir auch die Gemeinde Jesu im Irak."

09. Iran: "Lage erschreckend schlecht"

Trotz der Freilassung prominenter Glaubensverfolgter hat sich die gesamte Menschenrechtslage im Iran keineswegs gebessert. Die Grünen-Parlamentarierin nennt die Bereiche Meinungs-, Presse- und Informations- und Religionsfreiheit, in denen das Teheraner Regime seit einem Jahr verstärkt mit Repressionen, konkret mit Verhaftungen und Hinrichtungen, reagiert. Die Freude über die Freilassung der beiden Konvertitinnen Maryam Rostampour und Marzieh Amirizadeh sowie das evangelikale Pastorenehepaar ist demzufolge gedämpft. Pastor Hamid Shafiee konnte gegen Zahlung einer Kaution das Dastgerd-Gefängnis am 19. Mai verlassen, seine Ehefrau bereits drei Tage zuvor. Beide waren von mehreren ausländischen Organisationen unterstützt worden, die international öffentlichen Druck auf das Regime ausübten.

10. Kosovo: Überfall auf Christen

„In den letzten Monaten waren Mitglieder unserer Glaubensgemeinschaft Attacken radikaler islamischer Gruppen ausgesetzt.“ Das berichtet die Evangelische Allianz des Kosovo. In der Nacht vom 23. März war die von Femi Cakolli geleitete Evangelikale Messiasgemeinde in der Hauptstadt Prishtina Ziel eines Übergriffs. Am 20. Mai wurde in Prizren der evangelische Christ Besim Ajeti auf offener Straße brutal überfallen und ins Krankenhaus gebracht. Er ist davon überzeugt, dass dieser Übergriff das Werk der radikalislamischen Wahabiten ist. Die Leiter der protestantischen Gemeinschaften im Kosovo rufen Christen weltweit auf, für die Christen im Kosovo zu beten.

11. Marokko: Zweite Ausweisungswelle gegen Christen
Beamte haben 26 ausländische Christen innerhalb von 10 Tagen ohne die vorgeschriebenen Formalitäten ausgewiesen. Etwa 105 Christen haben Marokko seit Anfang März verlassen müssen. Beobachter vor Ort nennen dies einen Versuch, das Land von allen ausländischen und einheimischen christlichen Elementen zu säubern. Zu den Deportierten gehören Christen aus Nordamerika, Lateinamerika, Europa, Afrika, Neuseeland und Korea.

12. Nepal - Streik lähmt Katmandu

Schwelende politische Spannungen gefährden die neu gewonnene Freiheit in Nepal. Die Maoistische Partei des Landes hat das geschäftige Treiben in der Hauptstadt Katmandu durch Streik zum Stillstand gebracht, der durch Gewaltandrohung durchgesetzt wird. Die Straßen sind wie leergefegt, Geschäfte und Schulen geschlossen. Die Maoisten haben geschworen, den Streik fortzusetzen bis sie die vollkommene Kontrolle über die Regierung übernehmen können. Der Streik macht es den einheimischen Missionaren von Gospel for Asia unmöglich, ihre Arbeit zu tun. Auch die Gottesdienste müssen ausfallen. Die Leiter bitten um Gebet für ihr Land: - für ein friedliches Ende des Streiks, - dass den Bürgern echte Religionsfreiheit gewährt wird, - das Land nicht in das alte System mit einer Staatsreligion zurückfällt, - dass es den Maoisten nicht gelingt, eine Diktatur nach ihren Vorstellungen zu errichten.

13. Pakistan: Christen trotzen der Verfolgung mit entflammten Glauben

Christen sehen sich in Pakistan mit zahlreichen Schwierigkeiten, Unannehmlichkeiten bis hin zur Verfolgung konfrontiert, doch trotzdem versuchen sie die Flamme des Glaubens am Leben zu erhalten. Das Hauptproblem besteht darin, dass der Islam den Übertritt zu einer anderen Religion verbietet. Wenn man herausfindet, dass ein Muslim sich zu einer Religion konvertiert hat, dann steht sein Leben auf dem Spiel. Deshalb warne ich Menschen, die zu mir in die Pfarrei kommen und getauft werden wollen. Doch oft bekomme ich zur Antwort - und dies ist ein bewundernswertes Zeugnis des Glaubens angesichts der Gefahr, die sie bewusst eingehen -: „Herr Pfarrer, Sie können uns doch nicht verbieten, in die Kirche zu kommen".

14. Usbekistan: Große Razzia und Prozess gegen registrierte Gemeinde
Die usbekische Polizei, die Geheimpolizei NSS, Steuerfahnder, Feuerwehr und Gesundheitspolizei führten während des Sonntagsgottesdienstes am 16. Mai eine Großrazzia in der russischsprachigen protestantischen Gemeinde Christi in der Hauptstadt Taschkent durch. Die Beamten beschlagnahmten christliche Bücher, Geld aus der Kollekte und Computer. Die Mitglieder der Gemeinde Christi in Taschkent fürchten nun die Schließung ihrer Gemeinde durch die Behörden.

15. Usbekistan: Neue Welle von Bedrängnissen
Augenzeugen der Razzia in Taschkent berichten: Ohne Vorankündigung und ohne eine entsprechende Genehmigung vorweisen zu können, seien Videoaufnahmen von etwa 500 Gemeindegliedern gemacht, es seien die Ausweisdaten aufgenommen worden, von Kindern Namen und Adressen, sowie Autokennzeichen. Acht Gemeindeglieder, darunter Artur Avanesjan, der Stellvertreter des Gemeindepastors, seien verhaftet und 24 Stunden festgehalten worden. Das Gebäude sei versiegelt und der Strom abgeschaltet worden. Es wird berichtet, dass die Gemeinde seit über 10 Jahren offiziell registriert sei und den Behörden regelmäßig die gesetzlich geforderten Berichte vorlege. Am 18. Mai wurden drei der Verhafteten zu einer fünfzehntägigen Haftstrafe verurteilt, die übrigen fünf zu einer Geldstrafe von bis zu 80 Monatsgehältern. Bei einem anderen Strafprozess wurde ein Baptist zu einer Geldstrafe in Höhe von 20 Monatsgehältern verurteilt und die Vernichtung seiner religiösen Literatur verfügt.

5

Freitag, 4. Juni 2010, 10:37

Gemäß Bibel wird die Verfolgung noch viel schlimmer werden.

Können wir das durch Gebet verhindern?



Nein!Wir sollten den Verfolgten durch Gebet helfen, alles zu überstehen.