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Mittwoch, 16. Juni 2010, 22:09

AKREF – Gebetsanliegen vom 16. bis 30. Juni 2010

16. Afghanistan: Christen werden mit dem Tode bedroht
Die Situation im Land hat sich für Christen dramatisch verschärft. Der stellvertretende Parlamentspräsident Abdul Satter Khowasi hat die Festnahme und öffentliche Hinrichtung gefordert, von denen die vom Islam zum Christentum übergetreten sind. Vorausgegangen war ein Bericht des privaten Fernsehsenders Noorin TV. am 31. Mai. Der Konvertit Dschirga wurde im Fernsehen genötigt, seinen Glaubenswechsel zu widerrufen. Außerdem wurden Bilder von Gottesdiensten gezeigt. Bei einer Demo an der Uni von Kabul sprachen Studenten Todesdrohungen aus und forderten die Ausweisung von Ausländern, die beim Missionieren erwischt würden. Diejenigen Christen, deren Gesichter wiederholt im TV gezeigt wurden, sind in ernsthafter Todesgefahr, von einem Mob festgenommen und umgebracht zu werden. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Christen zu denunzieren. Etliche sind daraufhin untergetaucht, andere aus dem Land geflohen.

17. Afghanistan: Staat verbietet christlichen Hilfswerken die Arbeit
Christliche Gruppen wurden Ziel von Angriffen aufständischer Taliban. Die Regierung ordnete die Schließung von 20 internationalen Hilfsorganisationen an, weil diese angeblich ihre Arbeit nur ungenügend dokumentiert hätten. Wegen Missionstätigkeit wurden 24 Mitarbeiter, unter ihnen vier Deutsche, zweieinhalb Monate lang inhaftiert. Die Helfer hatten Video-Filme über Jesus gezeigt. Sie seien von Afghanen aufdringlich dazu gedrängt worden. Das Hilfswerk vermutet, dass man die Mitarbeiter damit in eine Falle locken wollte.

18. China: Haftverlegung für einen christlichen Uriguren
Alim, der junge christliche Urigure, der in Xinjiang inhaftiert war, wurde in ein Gefängnis nach Kashgar verlegt, wo es ihm jetzt erlaubt ist, seine Frau und Verwandte einmal im Monat zu sehen. Betet, dass seine Berufung erfolgreich und er bald freigelassen sein wird.

19. Deutschland: Gottesdienst für Jemen-Geiseln

Am 12. Juni 2009 waren die Eheleute Johannes und Sabine Hentschel mit ihren Kindern Anna, Lydia und Simon, einem britischen Ingenieur, zwei deutschen Pflegehelferinnen und einer koreanischen Lehrerin verschleppt worden. Die Helferinnen und die Lehrerin wurden drei Tage später ermordet aufgefunden. Die beiden Töchter der Familie Hentschel – vier und sechs Jahre alt – kamen am 17. Mai frei. Von ihren Eltern und dem Bruder fehlt weiter jede Spur. Am Jahrestag der Entführung im Jemen haben rund 300 Christen in einem Gottesdienst in Bautzen für die Geiseln gebetet.

20. Irak: Ermutigung für Kinder

Bei Vertreibung und Flucht sind Kinder nicht ausgenommen. Um den Kindern zu helfen, schreckliche Ereignisse verarbeiten zu können, organisierte Open Doors in einer evangelischen Kirche in Bagdad einen Kindertag. Am Ende des Tages erhielten die 120 Kinder jeweils ein kleines Geschenk und eine Kinderbibel. "Ihre Gesichter leuchteten, als sie die Kinderbibeln bekamen", erinnert sich Magda. "Ich bitte euch, betet weiterhin für den Irak und für die Zukunft unserer Heimat."

21. Irak: Christlicher Kaufmann in Kirkuk getötet

Die Städte Kirkuk und Mosul, sind seit langem Schauplatz von Angriffen gegen die christliche Gemeinde und stehen im Brennpunkt eines Machtkampfes zwischen Arabern, Kurden und Turkmenen. Ein 34-jähriger verheirateter Mann und Vater wurde unlängst ermordet. Salim Hani Wadi besaß ein Geschäft im Zentrum von Kirkuk. Gegen neun Uhr abends wurde er mit einer Schusswaffe getötet, sagte ein Augenzeuge des Verbrechens der Agentur AsiaNews. Die christliche Gemeinde befürchtet nun eine neue Spirale der Gewalt, weil sie vermuten, dass Christen wieder erneut zum Ziel für Angriffe geworden sind.

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Mittwoch, 16. Juni 2010, 22:11

Fortsetzung: Verfolgte Christen - Gebetsanliegen von AKREF der Deutschen Evangelischen Allianz

22. Nepal: Die Lage spitzt sich wieder zu
Der politische Frieden im Land ist akut gefährdet. Auslöser ist der Tod des nepalischen Premierministers Girija Koirala vor einem Monat. Er wurde von allen wichtigen Parteien im Land einigermaßen akzeptiert. In den letzten Wochen sind viele ehemalige Guerillakämpfer nach Kathmandu gezogen. Es wird berichtet, dass sie Firmeninhaber, Ladenbesitzer und z. T. sogar Kirchengemeinden zwingen, ihnen Geld zu geben, mit Nahrung zu versorgen oder Unterschlupf zu gewähren. Glaubensgeschwister, die teilweise direkt von den Geschehnissen betroffen sind, bitten um Gebet für Bewahrung und Weisheit in Anbetracht dieser Situation.

23. Pakistan: Internationale Petition fordert Abschaffung des Blasphemie-Paragraphen
Das Blasphemiegesetz des pakistanischen Strafgesetzbuchs sieht Haft oder auch Todesstrafe für Angeklagte vor, die den Namen des Propheten Mohammed oder den Koran beleidigen. Das Gesetz ist missverständlich: man kann jemanden ohne Beweise anklagen. Es wird oft zur Regelung persönlicher Angelegenheiten missbraucht. Die pakistanische Kommission für Menschenrechte und andere Bürgerinitiativen, auch auf muslimischer Seite protestieren öffentlich gegen das Gesetz. Fundamentalistische Gruppen unterstützen hingegen den Paragraphen. Eine internationale Petition setzt die Abschaffung des „Blasphemie-Paragraphen" zum Ziel, von dem auch die christlichen Gemeinden des Landes betroffen sind. Es ist eine Initiative, die das französische Büro des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not/Ostpriesterhilfe" am 7. Juni auf den Weg brachte und weltweit bereits 2.000 Unterschriften gesammelt hat.

24. Philippinen: Muslime köpfen Christen
Kämpfer der islamischen Terrororganisation Abu Sajaf haben drei Christen enthauptet. Die Leichen der Holzfäller wurden am 12. Juni auf der Insel Balisan entdeckt. Sie hatten in einem Regenwald an einem Fluss nahe der Stadt Maluso gearbeitet. Dabei waren sie von etwa 30 bewaffneten Kämpfern überfallen und verschleppt worden. Antonio Mendoza, der Polizeichef sieht die Bluttat als eine Vergeltungsaktion für Militäraktionen gegen Abu Sajaf an. Die Gruppe, der Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida nachgesagt werden, will einen islamischen Gottesstaat in Südostasien errichten.

25. Russland: Dagestans Protestanten zu Schattendasein gezwungen
Die Pastoren der größten Pfingstgemeinde Dagestans berichten, dass sie an der Durchführung von Sozialprojekten gehindert werden. Davon betroffen sind ihre Dienste unter Drogenabhängigen und im Gefängnis. Eine auf fünf Jahre abgeschlossene Vereinbarung, die den Pastoren Besuche im Gefängnis gestattete, wurde Anfang 2010 ohne Erklärung ausgesetzt. Christliche Kirchen in Dagestan darunter die russisch-orthodoxen und Baptisten haben nicht mit dem Widerstand des Staates und der Bevölkerung zu rechnen. In Derbent weigern sich die Besitzer von Immobilien aus Angst vor dem Druck der moslemischen Gemeinschaft, Räumlichkeiten an die Christen zu vermieten.

26. Tunesien: Gottes Wort via Satellit
Tunesier kommen nicht selten durch christliche Fernseh- oder Radioprogramme zum Glauben. Begonnen haben die christlichen Sendungen mit Lebensberichten und Bekehrungserlebnissen. Dann kamen andere Programme hinzu wie Glaubenskurse, Bibelstudien oder Ratgebersendungen. Durch Rückmeldungen erfahren die Programmmacher von einheimischen Christen, Menschen auf der Suche nach Antworten auf Lebensfragen oder auch ganze Familien, Tunesier in leitenden Positionen und muslimische Geistliche. Manche Christen muslimischer Herkunft, die ihren Glauben für Jahre verborgen hielten, wussten nicht, dass es noch andere „heimliche“ Christen in Tunesien gibt. Durch die Satellitenprogramme werden sie ermutigt und fühlen sich verbunden.

27. Türkei: Christliche Minderheit in der Türkei weiterhin gefährdet

Das christliche Glaubensbekenntnis und die Ausübung der christlichen Religion sind immer wieder mit der Gefahr für Leib und Leben verbunden. Im Gespräch mit Pastor Cevik erfuhren die Mitglieder der Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wiederholt von der massiven Bedrohung türkischer Christen. Von Ausgrenzung christlicher Schüler berichtete Pastor Cevik. Die Vernichtung der Existenz christlicher Einzelhändler und die Ablehnung der muslimischen Bevölkerung, in Nachbarschaft mit Christen zu leben, sind Alltag in vielen Regionen der Türkei. Die Ausbildung christlicher Geistlicher ist nach wie vor nicht möglich.

28. Türkei: Bischof Padovese wurde fast vollständig geköpft

Am 2. Juni 2010 ist in Iskenderun der Vorsitzende der türkischen Bischofskonferenz, der apostolische Vikar Luigi Padovese von seinem muslimischen, angeblich geistig verwirrten Fahrer, erstochen worden. „Wo bleiben Lichterketten von Muslimen, die sich mit den Opfern solidarisieren und gegen die Verfolgung und Ermordung von Christen in der Türkei eintreten?“ Das fragt Adorján F. Kovács in seinem Bericht.

29. Usbekistan: Christen und ehemalige christliche Gefangene bedroht

„Die Kirche Christi“ konnte sich nach der Razzia und den Verhaftungen wieder zum Gottesdienst versammeln. Doch die Stromversorgung wurde unterbrochen und die Büros können nicht benützt werden, da sie von den Behörden versiegelt sind. Zwei protestantische Christen, die wegen ihres Glaubens im Gefängnis waren, haben ihre Wohnungen verlassen nachdem sie immer wieder beschattet und überwacht wurden. Auch in Zeitungsartikeln wurden die beiden angegriffen. Der usbekische Staat bedient sich häufig der Massenmedien, um Intoleranz gegen religiöse Minderheiten zu schüren. Anwälte wurden von den Behörden bedroht, sie könnten ihre Zulassung verlieren wenn sie weiterhin die Verteidigung in Fällen dieser Art übernehmen.

30. Weißrussland: „Ich bin unpolitisch“

Der Leiter des Komitees für natürliche Ressourcen und Umweltschutz in Minsk hat gegenüber dem Nachrichtendienst Forum 18 bestritten, dass ein Vorgehen gegen die Neues Leben Gemeinde politisch motiviert ist. Die christliche Gemeinde wird wegen angeblicher Verschmutzung durch Öl belangt. Die Mitglieder der Neues Leben Gemeinde sind davon überzeugt, dass die wegen Umweltschadens gegen die Gemeinde verhängte hohe Geldstrafe Teil der schon lang andauernden staatlichen Kampagne ist.