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ralf-fennig

Administrator

Beiträge: 2 217

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Beruf: Altenpfleger - Frührentner

1

Freitag, 25. September 2009, 22:25

Die Hütte

Wir haben uns im alten Forum darüber ausgetauscht - leider nur unter Geschwistern, die sämtlichst das Buch (noch?) nicht gelesen haben.
Hat es mitlerweile jemand tatsächlich gelesen?
Und wenn ja: Was ist Euer Eindruck? Ist es Gotteslästerung - oder zeigt es tatsächlich Gottes Charakter auf?
In meiner neuen Gemeinde höre ich oft von diesem Buch, leider konnte mir da auch noch niemand etwas abschließendes sagen. Lohnt es sich das Buch zu kaufen oder ist es doch nur bedruckter Papiermüll?

liam

unregistriert

2

Freitag, 25. September 2009, 23:38

Ja, ich hab' es gelesen. Mir gefällt einmal der Schreibstil ganz gut, auch wenn er etwas "amerikanisiert" ist. Streckenweise malt er mit Worten richtige Bilder. Aber die Gedanken hinter der Geschichte und wie Young das ausfüllt und mit Leben füllt - ich find's prima. Wäre schade, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte.

Von "Gotteslästerung" konnte ich darin nichts entdecken. Sicher sind manche Gedanken etwas ... ungewöhnlich. Aber mMn hat das mit Lästerung nichts zu tun.

Ja, ich glaube, dass da das Wesen Gottes schon ganz gut rüber kommt - und immer wieder überraschende Gedanken.

3

Samstag, 26. September 2009, 21:37

Ich hab das Buch vor einer Weile auch gelesen. V.a., weil mich der Hype (pos. wie neg.) mal wieder neugierig gemacht hatte.

Letztlich kann ich all die Aufregung aber nicht verstehen. Ich fand es einfach recht... flach, eindimensional :sleeping: . Unrealistisch? Ja, vieleicht auch das.
Klar sind ein paar unkonventionelle Ansätze drin... wenn ich genauer darüber nachdenke, sind die allerdings fast schon im Klappentext abgehandelt.

Über unbiblisch oder nicht werden sich sicher Berufenere äußern.

lG
Tina

PastorKlaus

unregistriert

4

Sonntag, 27. September 2009, 20:13

Ich habe bedenken.

Ich finde es etwas traurig, das man dieses Buch als christlich anbietet. Leider musste ich mich doch fragen ob Jesus ein "Trotteliger- oder wie es heist Gutmütiger Handwerker ist", oder Gott als eine dicke Afroamerikanierin beschrieben wird, ganz zu schweigen von der Beschreibung des Heiligen Geistes. Der klang in diesem Buch wirkt sehr Feministisch. Meines erachtens wird einfach unserem Gott die andere Seite, die der ernsthaftigkeit, der gerechtigkeit, genommen. Gern sende ich eine kleine Abhandlung zu. Einfach eine Mail senden
Shalom euer Klaus

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PastorKlaus« (27. September 2009, 20:22)


Sanftwut

Fortgeschrittener

Beiträge: 178

Wohnort: 95032 Hof

5

Montag, 28. September 2009, 19:05

Hallo Klaus,



hast du das Buch gelesen? Deine kritischen Anmerkungen sind weder begründet noch hinterlassen sie den Eindruck, dass du dich mit dem Buch persönlich beschäftigt hast. Warum der Autor in seinem fiktionalen Roman die drei Personen der Gottheit so beschreibt wird im Buch erklärt. Wo genau findest du in dem Buch feministische Ansätze?

Für mich war das Buch eine bewegende Leseerfahrung. Manche Formulierungen sind sicherlich etwas grenzwertig. Ich freue mich jedenfalls dass dieses Buch eine so große Leserschar unter Nichtchristen findet und es schöne Anknüpfungspunkte zum Gespräch gibt.

Gruß Sanftwut
Gott aber ist mächtig, jede Gnade gegen euch überströmen zu lassen, auf daß ihr in allem, allezeit alle Genüge habend, überströmend seid zu jedem guten Werk. 2. Kor. 9,8

johan

unregistriert

6

Freitag, 2. Oktober 2009, 21:00

Es gibt mittlerweile ein Begleitbuch (tlw. Rezension) zu „Die Hütte“, nämlich „Gott und die Hütte“ von Roger E. Olsen (ca. 190 Seiten).

http://www.jesus.de/blickpunkt/rubriken/rezensionen/jde-rezi-d.html?tx_scmcritic_pi1%5Bdetail_uid%5D=99

Es wird nicht verkehrt sein auch das Begleitbuch zu lesen, wenn man „Die Hütte" las. Persönlich werde ich wohl keines von beiden vollständig lesen (eher letzteres, da weniger romanhaft).

--------

Mit der schwarzen dicken Frau, dem weißen flapsigen Mann und der gelben fernen asiatischen Frau, als Ein starker biblischer Gott, kann ich nicht viel anfangen. Mir ist das etwas, hm, zu abstrakt und gleichzeitig psychologisch zu überschaubar. Vielleicht bin ich ja zu einfach und eindimensional gestrickt.

Interessant finde ich die Idee von den drei Menschenrassen, nach den drei Söhnen Nohas, die in Gott-Vater, Gott-Sohn und Gott-Heiliger Geist enthalten sind. So ist für jeden was dabei - das Buch will ja seelsorgerlich sein. Naja, die Männer sind zwar mit 1:2 in Unterzahl, aber das Buch will ja seelsorgerlich sein - blos kein weißer starker Mann mit kräftigem Vollbart als Vater, lieber eine putzige mollige schwarze Frau die Vater ist. Immerhin wird er, der Vater, bzw. die schwarze dicke Frau nicht Mutter genannt - eine Frau die Vater ist. Haben wir doch schon eine Mutter Gottes (…).

Mich erinnert die Dreieinigkeit in dem Buch ein bisschen an Matrix. In dem Film ist eine schwarze süße mollige Frau das Orakel das gerne Kekse nascht (ähnlich wie in dem Buch); das Söhnchen ein weißer junger flappsiger Mann der tölpelhaft an einen Blumentopf stößt und dieser daraufhin zu Boden fällt und zerspringt (ähnlich wie im Buch über den Sohn) und ein gelber, etwas mystischer Asiate der das Orakel beschützt – auch ganz nett.

Sicher, Gott-Vater ist Geist und muss daher nicht als Mann gesehen werden. Wenn das Argument aber kommt, und gleichzeitig eine Frau als Gott-Vater präsentiert wird (und dazu noch der Heilige Geist als Frau), kommt es bei mir so rüber als wenn Frauen Geister sind und keine Menschen, wie Männer. Dabei dachte ich bislang, dass Männer und Frauen Menschen sind. Hab wohl wieder etwas dazugelernt (…).

Wenn Jesus von „Vater“ spricht hat das einen Grund. Es ist weder sächlich noch weiblich, sondern männlich – auch wenn Gott Geist ist. Mir kann man nicht erklären, dass Gott-Vater zwar Geist und deshalb kein Mann ist, aber dafür eine Frau sein soll. Dazu bin ich wohl zu blöde und nicht kreativ genug, um das zu begreifen. Zugegeben, Romane sind nicht wirklich meine liebste Kost.

Das Buch mag seine Berechtigung haben und gewisse Frucht bringen mögen – ich hoffe es. Einem Christen kann es nicht schaden (vielleicht bei einigen Zeit vergeuden), und ein Nicht-Christ wird es hoffentlich nicht mit der Bibel verwechseln oder gleichsetzen, oder meinen, die Bibel nicht lesen zu müssen, weil er sie dadurch gelesen hat (…).

Sorry, wenn ich etwas kritisch rüberkomme, ohne das Buch vollständig gelesen zu haben. Wenn es auf das stellvertretende Opfer des HErrn JEsus Christus weist und dazu anregt die Bibel zu lesen - gut.

Grüße
johan

7

Samstag, 7. November 2009, 18:14

Daß Christen dieses Buch lesen und bemerkenswert finden zeigt doch, wie wenig noch von Furcht Gottes in der Christenheit zu finden ist.

Ich kenne nur Auszüge daraus, aber diese reichen um zu beurteilen, daß es sich um eine schreckliche Gotteslästerung handelt.
Dafür sprechen schon alleine die 3 Personen, die Gott darstellen sollen.

Ich bin entsetzt!

liam

unregistriert

8

Samstag, 7. November 2009, 18:50

Dein Entsetzen sei Dir gegönnt. Deine Vorurteile auch.

9

Samstag, 7. November 2009, 18:53

RE: Die Hütte

Wir haben uns im alten Forum darüber ausgetauscht - leider nur unter Geschwistern, die sämtlichst das Buch (noch?) nicht gelesen haben.
Hat es mitlerweile jemand tatsächlich gelesen?
Und wenn ja: Was ist Euer Eindruck? Ist es Gotteslästerung - oder zeigt es tatsächlich Gottes Charakter auf?
In meiner neuen Gemeinde höre ich oft von diesem Buch, leider konnte mir da auch noch niemand etwas abschließendes sagen. Lohnt es sich das Buch zu kaufen oder ist es doch nur bedruckter Papiermüll?


ich lese vorne, in der mitte und am ende und weiß es ist zeitverschwendung :D romane dienen der unterhaltung, nicht der geistlichen weiterbildung.
was wahrhaftig ist, darüber denkt nacht, schrieb paulus

märchenbuch läßt grüßen :D
Glückselig sind, die seine Gebote halten, damit sie Anrecht haben an dem Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können. Offb.22,14 (schl)

Shalom alejchem menora

10

Montag, 9. November 2009, 09:43

Lieber liam, wenn Du einmal sterben wirst, wirst Du GOTT begegnen.

Offenb.1:




13
und inmitten der Leuchter Einen, der einem Menschensohne glich, angetan mit einem langen Gewande und um die Brust gegürtet mit einem goldenen Gürtel;

14
sein Haupt aber und seine Haare waren weiß, wie weiße Wolle, wie Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme,

15und seine Füße wie schimmerndes Erz, im Ofen geglüht, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser.

16
Und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht leuchtet wie die Sonne in ihrer Kraft.

17
Und als ich Ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot.





Eine alte, dicke schwarze Frau ist das nicht!

liam

unregistriert

11

Montag, 9. November 2009, 10:02

Ja, mein lieber Robins, und darauf freue ich mich sehr. Seit über dreißig Jahren. Und genau darum habe ich das Buch gerne gelesen und werde es auch ein weiteres Mal lesen. Übrigens stellt dieses Buch nicht etwa den Anspruch, auch nur ein winziges Quentchen zur christlichen Bildung beizutragen. Es ist ein Roman. Nix weiter.

Morgenrot

unregistriert

12

Montag, 9. November 2009, 13:54

Ich gebe hiermit zu, dass ich wohl eine riesige Bildungslücke mein eigen nenne, da mir dieses Buch überhaupt nicht bekannt ist.
Sollte ich es mir anschaffen (Preis?) und auch noch lesen (?), lohnt es sich?
Oder wie seht Ihr das?

liam

unregistriert

13

Montag, 9. November 2009, 15:03

Das kommt sicher darauf an, wo Deine "Schmerzschwelle" ist. Ich habe für dieses Buch inzwischen alles an Kritiken gelesen - von totalem Verriss (auch von Leuten, die es nur vom Hörensagen kennen) bis hin zu totaler Begeisterung. Es ist halt in weiten Bereichen typisch amerikanisch - wenn man mal einiges aus dieser Sparte gelesen hat, merkt man das. Aber mich störte das nicht. Wenn Du streng bibeltreu lebst, liest und glaubst, kann es sowohl Ärgernis als auch sehr überraschend sein. Als Paperback kostet es bei Amazon knappe 10 Euronen.

Geht es rein nach meinem Empfinden, kann ich das Buch empfehlen. Auch nach über 30 Jahren Glaubensleben hatte ich hier und da so kleine "Hoppla-Effekte", die ich durchaus berührend und erhellend fand.

Aber - eine Bildungslücke ist es sicher nicht, wenn man es nicht gelesen hat.

Kepler

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14

Donnerstag, 25. März 2010, 09:01

"Die Hütte" wird auch heute noch gelesen!

Hallo zusammen!

Es ist zwar schon einige Zeit her, dass hier geschrieben wurde, aber "Die Hütte" wird auch weiterhin gelesen. Nicht nur hier in diesem Forum gehen die Meinungen auseinander, sondern auch anderswo. Am besten gefallen mir immer jene Stellungnahmen, die das Buch nicht einmal gelesen haben, sondern nur vom Hörensagen Bescheid wissen.

Ich habe es bereits zum dritten Mal gelesen, diesmal aber habe ich von hinten begonnen, man sollte tatsächlich erst einmal den Schluss lesen und dann die anderen Kapitel. Es hatte mich schon beim ersten Mal irritiert, dass dann plötzlich ein Erleben im Koma, den tatsächlichen Fall klären half. Aber vielleicht kann man solche Wahrheiten nur in einem Koma erleben, ich hatte ähnliche Erfahrungen bei einem Nahtoderlebnis vor 50 Jahren, vor allem was das Gericht anbelangte.

Nun ist die Darstellung der Trinität in diesem Buch etwas ausgefallen, aber wenn man überlegt auch nicht ausgefallener als die in der Christenheit. Natürlich beißen sich die Kritiker an dieser Darstellung fest und vergessen dabei, dass es nichts als Bilder sind, genauso wie die ihren. Das wichtigste an der ganzen Darstellung aber übersehen sie, dass es um nichts anders als um Beziehungen geht, Beziehungen zum Göttlichen, untereinander und sogar bis hin zum Feind. Das Buch hat ihn mir also die Frage aufgeworfen, wie es denn um meine Beziehungen steht, etwa zu Gott aber auch zu anderen Mitmenschen. Ich bin mir aber sicher, dass die Darstellung des innergöttlichen Lebens sicher auch anders dargestellt werden könnte. Man müsste nur die Begrifflichkeiten im Kopf tauschen, ich habe mir damit geholfen, dass ich sie mir diesmal gesichtslos vorgestellt habe.

Es wird in diesem Buch auch viel von Versöhnung gesprochen, denn wenn Beziehungen gelingen sollen muss auch Versöhnung, Vergebung und Dankbarkeit ihren Platz haben, wenn Liebe gelingen soll.

Das war nur ein erster Eindruck nach dem dritten Lesedurchgang, dem sicher noch weitere folgen werden. Für mich bedeutet dieses Buch einen Gewinn und ich habe mit vielen gesprochen, was sie von diesem Buch gehalten haben. Alle haben zugegeben, dass sie zuerst etwas irritiert waren über die Vorstellung, Gott als Frau, noch dazu als Schwarze, einer Geistin mit asiatischen Gesichtszügen und einem leicht vertrottelt wirkenden Jesus. Aber beim näheren Hinsehen fanden sie es gut, das gewissermaßen dadurch der Rassismus herausgenommen wurde, denn wer von uns könnte schon behaupten, er wüsste wie Gott aussieht oder auszusehen habe? Oder Jesus, es gibt keine einzige Beschreibung über ihn und beim Heiligen Geist, der ja wirklich für die meisten so flüchtig ist wie ein Geist und mit dem die wenigsten etwas richtiges anzufangen wissen. Ich will hinzufügen, außer Charismatikern und Pfingstlern, die ja ganz genau zu wissen scheinen, wie der Heilige Geist zu sputen hat, nämlich in ihrem Sinne, so kommt es mir wenigstens manches Mal vor.

Ich habe gelernt, das Gebot "du sollst dir kein Bildnis machen" neu zu überdenken, es geht nicht nur um gemalte Bilder, sondern auch um die Bilder, die wir uns von ihm in unserem Geist machen. Menschen produzieren da sicher eine ganze Palette, die gegen das Gebot sicherlich allen ernstes verstoßen.

Sollte sich einer angegriffen fühlen von meiner Buchbeschreibung bitte ich um Milde, denn auch ich bin nur ein fehlbarer Mensch, der nicht behaupten möchte mit Gott persönlich und von Angesicht zu Angesicht geredet zu haben um ihn genau zu kennen. Aber sollte hier einer sein, der das von sich behaupten kann, dann soll er mal ein Phantombild malen, dass man begutachten kann.

Gruß
Kepler

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kepler« (25. März 2010, 14:26)


15

Dienstag, 30. März 2010, 20:32

Dieses Buch ist mehr der Esoterik zuzuordnen als christlichem Denken.
Aber die heutige Christenheit merkt nicht mehr, wenn Gott gelästert wird.Sie macht mit! :regensmiley:

Kepler

Anfänger

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16

Mittwoch, 31. März 2010, 18:44

Es geht aber nicht um Esoterik!

Hallo Robins!

Zitat

Dieses Buch ist mehr der Esoterik zuzuordnen als christlichem Denken.
Da magst du vielleicht sogar recht haben. Aber es geht hier nicht um Esoterik im allgemeinen, gewiss sie mag latent versteckt sein, aber es ist vor allem ein Roman und Romane soll man da belassen wo sie hingehören.

Ich hoffe aber auch, dass du das Buch von der ersten bis zur letzten Zeile auch gelesen hast und nicht nur irgendwelche Rezensionen.

Was die Anschauung der Trinität betrifft ist das sicher Geschmacksache, man kann sie sich sicher anders vorstellen. Nur wird immer vergessen, dass auch die allgemeinen christlichen Bilder nur Vorstellungen sind, und die meisten auch auf sehr menschlichen Erfahrungen beruhen.

Solltest du das Buch nicht gelesen haben, dann hätte es wenig Wert darüber ein Urteil abgeben zu wollen, denn ich verlange ja auch von jedem Bibelkritiker, dass er das Buch wenigstens einmal gelesen hat und nicht nur Auszüge und Beurteilungen anderer oder nur irgendeinen Kommentar von irgend jemand darüber.

Zitat

Aber die heutige Christenheit merkt nicht mehr, wenn Gott gelästert wird.Sie macht mit!
Die Christenheit hat eine lange Entwicklung hinter sich und sicher ist sie auch vielen Irrtümern und Fehleinschätzungen unterlegen. Aber es dürfte dir sicher nicht entgangen sein, dass Christen ein ungeheuer schlechtes Langzeitgedächtnis besitzen. Ich kenne jetzt Evangelikale, Freie christliche Gemeinden, Charismatiker, Pfingstler, Brüdergemeinden seit etwa gut 30 Jahren. Ich kenne viele ihrer Prophezeiungen des baldigen Weltendes, Propheten die immer ein Feuer des Geistes durch Deutschland brausen hören mit allem was dazu gehört und nichts hat stattgefunden. Ich würde eher diverse Prognosen, die da immer wieder aus Amerika nach Europa herüber schwappen als Gotteslästerung ansehen, wenn Menschen sich plötzlich wie Hunde aufführen, bellen und im Gemeindesaal herumsausen, und das wird alles als ein Wirken des Geistes ausgegeben.

Aber ein Buch kann man lesen, es beurteilen und dann zur Seite legen oder sich von ihm inspirieren lassen, nur gelesen haben sollte man es schon und nicht nur oberflächlich, in dem Bewusstsein, dass das sowieso Kokolores ist. Dasselbe passiert doch auch mit der Bibel, da kann es passieren, dass erst nach Jahren einem der Sinn einer Bibelstelle aufgeht, weil man eben reif dafür ist. Ich habe lange Jahre das Buch Hiob gelesen und es nicht verstanden, erst als ich schwer krank wurde verstand ich es plötzlich, da hatte das Buch mir etwas zu sagen. Hätte ich jetzt deiner Meinung nach, das Buch Hiob oder womöglich die ganze Bibel zur Seite legen sollen, nur weil ich es nicht verstanden habe. Ich dachte immer, wenn ich darin gelesen habe ich wäre in einem himmlischen Spielsalon, in dem Wetten auf bestimmte Menschen abgeschlossen werden, von denen die davon Betroffenen keine Ahnung haben, wo sie noch von ihren Freunden aufs Korn genommen werden und derjenige, als Gott sich dann endlich aus einem Wettersturm meldet im Prinzip keine Antwort auf seine Fragen erhält.

Aus dem Buch "Die Hütte" habe ich als Positives mitgenommen, dass man das Verhältnis dass der Vater, Jesus und der Geist untereinander haben nur als eine gelebte Beziehung verstehen kann und auch Gott und Mensch nur unter diesem Gesichtspunkt erfahrbar ist. Man sollte sich nicht immer an einzelnen Passagen festklammern, denn das führt zu nichts. Manch eine Geschichte, die nicht auf Tatsachen beruht, aber vielleicht eine Situation schildert die man auch als gelebt ansehen könnte hat schon so manche Wahrheit transportiert und mir mehr geholfen als manches Bibelzitat, es gibt ja Zeitgenossen, die glauben, wenn sie einen nur genügend Bibelstellen vor die Füsse schmeißen würde sich der Rest von alleine erledigen, dass dem aber nicht so ist verstehen sie leider nicht.

Noch einmal, mir hat das Buch gefallen, ich habe einige Erkenntnisse daraus bezogen, das Buch ist nicht die Bibel, gibt sich auch nicht als solches aus, sondern soll zum Nachdenken anregen. Es wird immer ein für und wider dagegen geben, aber es scheint eine Menge Christen gegeben zu haben, die es gerne gelesen haben und zu denen gehöre auch ich.

Gruß
Kepler

17

Freitag, 2. April 2010, 09:30

Hallo Kepler,

du hast mich neugierig gemacht mit deiner Schilderung vom Bibellesen. Gerade Hiob, wer versteht das schon.
Hätte ich jetzt deiner Meinung nach, das Buch Hiob oder womöglich die ganze Bibel zur Seite legen sollen, nur weil ich es nicht verstanden habe. Ich dachte immer, wenn ich darin gelesen habe ich wäre in einem himmlischen Spielsalon, in dem Wetten auf bestimmte Menschen abgeschlossen werden, von denen die davon Betroffenen keine Ahnung haben, wo sie noch von ihren Freunden aufs Korn genommen werden und derjenige, als Gott sich dann endlich aus einem Wettersturm meldet im Prinzip keine Antwort auf seine Fragen erhält.
Was hast du also während deiner Krankheit aus dem Buch Hiob gelernt? Wäre nett, wenn du uns das mal schreiben könntest. Das würde ja evtl. auch die Fragen von christ bezüglich des ganzen Elends in der Welt etwas aufzuklären helfen.

Kepler

Anfänger

Beiträge: 34

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Beruf: Früher Kranfahrer, jetzt Rentner

18

Freitag, 2. April 2010, 16:39

Was habe ich denn nun gelernt!

Hallo samira!

Zitat

Was hast du also während deiner Krankheit aus dem Buch Hiob gelernt? Wäre nett, wenn du uns das mal schreiben könntest. Das würde ja evtl. auch die Fragen von christ bezüglich des ganzen Elends in der Welt etwas aufzuklären helfen.


Gelernt habe ich vor allem, dass man Krankheit nicht einfach als blindes Schicksal hinnehmen soll oder muss. Auch wenn Hiob ja, wenn man genau hinsieht, von niemand eine richtige Antwort bekommen hat außer der einen, dass Gott ihm gegenüber seinen Freunden recht gegeben hat, die ihn in immer schärferen Redegängen alles was so möglich ist vorgeworfen haben. So lesen wir in Hiob 42: 7-9


7 Nachdem der HERR das alles zu Ijob gesagt hatte, wandte er sich an Elifas von Teman und sagte: »Ich bin zornig auf dich und deine beiden Freunde; denn ihr habt nicht die Wahrheit über mich gesagt wie mein Diener Ijob.
8 Darum holt euch jetzt sieben junge Stiere und sieben Widder, geht damit zu Ijob und opfert sie mir als Brandopfer* für eure Schuld. Mein Diener Ijob soll für euch beten; denn auf ihn werde ich hören und euch nicht für euren Unverstand bestrafen. Denn ihr habt nicht die Wahrheit über mich gesagt wie mein Diener Ijob.«
9 Elifas aus Teman, Bildad aus Schuach und Zofar aus Naama taten, was der HERR ihnen gesagt hatte, und der HERR nahm Ijobs Gebet für sie an.

Es gibt im richtigen Leben viele Freunde, die, wenn man krank oder gar arbeitslos ist, sagen, da bist du selbst schuld, andere sagen das hat dir Gott geschickt um dich zu prüfen ob du auf dem rechten Weg bist. Da gibt es welche, die einem Hartz-IV-Empfänger vorwerfen, er wolle nur auf der faulen Haut liegen und die soziale Hängematte ausnützen. Einer sagte mir allen Ernstes, dass mir Gott diese Krankheit geschickt habe, weil ich sicher soviel gesündigt hätte, dass er nicht mehr anders konnte und das waren aber durchaus alles gestandene Christen, denen jeder Pastor für sein Glaubensleben eine "Eins" ins Zeugnis geschrieben hätte. Es erging mir also ähnlich wie dem alten Hiob, ob Gott bei jeder Krankheit oder anderem Unglück nun eine Wette mit dem Teufel abschließt, glaube ich nicht unbesehen.

Aber die Geschichte geht ja weiter mit Vers 9:


10 Nachdem Ijob für seine drei Freunde gebetet hatte, ließ der HERR ihn wieder gesund werden und gab ihm zweimal so viel, wie er vorher besessen hatte.

Ich war nicht gut zu sprechen auf die diversen Sprüche meiner Freunde, heute sind sie es auch nicht mehr, sie haben sich wohl geschämt, was sie mir alles so in die Tasche stecken und unterjubeln wollten, das dann wohl dafür sorgte, dass nichts mehr so war wie früher. Ich weiß nicht ob es mir zu meiner Gesundheit verholfen hat, dass auch ich für meine Freunde Gott gebeten habe ihnen zu vergeben, jedenfalls sah die Welt dann wesentlich rosiger für mich aus.

Noch eines habe ich gelernt, man soll von seinen Erfahrungen, die man macht, nicht unbedingt auf andere schließen. Wir kennen das ja, einer macht eine großartige Erfahrung mit Gott und meint natürlich er wäre jetzt der Künder dieser Erfahrung und müsste sie auch anderen zukommen lassen und sie würden dann schon merken, dass er recht hätte. Ich glaube seine Erfahrungen macht jeder mit Gott, der eine so, der andere so und das Muster ist nicht übertragbar. Ich habe es gern eigene Gedankenspiele über gewisse Bibeltexte durchzuführen, die vielleicht nicht in ein Bekenntnis passen, denn Bekenntnisse sind so eine Sache, es wird darin nachgebetet was andere gedacht und vermeintlich gewusst haben. Ich kenne viele, die genau wissen zu meinen wie man Gott am besten erreicht und vergessen dabei, das sie nur Programmzeitschrift sind und nicht jede Frequenzangabe von ihnen zum gewünschten Sender führt, oder gar der Verwechslung unterliegen selber dieser Sender zu sein. Theologen sind für mich Programmzeitschriften die mir vielleicht verhelfen den Sender ungenau einzustellen, aber nur der Heilige Geist wird das Frequenzband so weit spreizen, dass ich Gott oder Jesus höre.

Ja und so hat mich das Buch Hiob um eine Erfahrung reicher gemacht nicht mehr auf vermeintlich gute Freunde zu hören, sondern schon sehr genau zu prüfen, was eigentlich gemeint ist und wie es gemeint ist. Ich bin mir aber sicher, dein Zugang zu diesem Buch würde sicher ein anderer sein, Gott hat da seine Möglichkeiten, ich bin mir da ganz sicher.

Ich hoffe, das reicht zum Verständnis, ich will ja nicht meine ganze Krankengeschichte aufzeigen.

Gott zum Gruß
Kepler

19

Freitag, 12. November 2010, 17:45

Zum Buch:



Christen lesen keinen Schund, in dem UNSER GOTT in den Dreck gezogen wird.
Ich zitiere nur die schwarze übergewichtige Frau, die Papa genannt wird und GOTT den Vater darstellen soll:
Zitat: " Nun Mackenzie, steh nicht einfach dort und glotze mit offenem Mund, als ob Deine Hosen voll sind"
Weiter: " Nimm es leicht mit den Grünschnäbeln junger Mann.Da kannst Du Dünnpfiff bekommen , wenn Du nicht aufpasst."
Weiter:Auf die Frage, ob es jemand auf der Welt gibt, den sie nicht besonders mag, antwortet sie:"Nein, ich habe keinen gefunden.Ich denke, so bin ich einfach."

Die Jesusfigur ist ein Kichernder guter alter Junge, der von seiner Schöpfung sehr angetan ist.Er ist ein wenig trottelig und läßt eine Schale mit Soße fallen, die über Papas ganzen Rock spritzt, was die drei Personen der Dreieinigkeit sehr zum Lachen bringt."


Usw.Usw. Wer das Buch nicht als Gotteslästerung erkennt, kann GOTT nicht kennen und nimmt die Bibel nicht ernst!





Wer GOTT solche Aussagen in den Mund legt ist ein furchbarer Gotteslästerer!Ich bin furchtbar traurig darüber.

ralf-fennig

Administrator

Beiträge: 2 217

Wohnort: 49424 Goldenstedt

Beruf: Altenpfleger - Frührentner

20

Freitag, 12. November 2010, 18:43

Hm.
Was ich mich frage:
Wenn es denn ein Roman ist - eine kurzweilige Geschichte. Warum will man dann aus diesem Buch etwas "gelernt" haben?
Und warum muss man als "Hauptpersonen" ausgerechnet den dreieinigen Gott kreiieren?
Das will (nachdem ich jetzt 1,5 Jahre über dieses Buch nachgedacht habe) nicht in meinen Kopf.
Und ja: Natürlich ist das Bild vom weißen Mitteleuropäer mit weißem Rauschebart keine treffende "Beschreibung Gottes" - und natürlich soll man sich auch in dieser Form kein "Bildnis machen" und es anbeten. Aber die Alternative kann doch nicht sein das man Gott zu einer dicken, schwarzen Frau macht...
Dieses Buch erzeugt letztlich doch nur ein neues Gottesbild. Und schlimmer: Ein außerbiblisches Gottesbild.

Mitlerweile bin ich für mich zu dem Schluss gekommen das dieses Buch nicht gut ist. Letztlich wird der Name Gottes dort unnütz geführt. Um den Roman zu schreiben wäre es nicht nötig gewesen den Gott der Bibel zu einer Romanfigur zu machen. Engel, Pastöre, christliche Pfadfinder,... - alles hätte in der Hütte sitzen können.
Aber den Namen Gottes sollen wir nicht unnütz führen und uns auch kein Bildnis von ihm machen das wir anbeten.