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ralf-fennig

Administrator

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Beruf: Altenpfleger - Frührentner

1

Donnerstag, 16. Dezember 2010, 21:14

Karneval

Den Faden mache ich auf weil ich einem Link von robins gefolgt bin und so auf die Seite

http://www.die-des-weges.de/karnewal.html

aufmerksam wurde.

Kurz vorweg: Die Quintessenz teile ich was mindestens 95 % der Erwachsenen-Karnevalsfeiern angeht. Es geht also keinesfalls darum die Saufgelage und Hurereien dieser Exzesse zu verteidigen. Gerade z.B. aus Köln hört man das es in den Hochzeiten dieses Festes wirklich Schamlos abgeht.

Auch die Analyse der Herkunft dieses Festes ist überraschend genau. Gerade Dinge wie die Fastnacht im Südwesten mag auch heidnische Wurzeln haben - aber für den Karneval im Ganzen ist dies nicht belegt.
Für den einzigen "Traditionsreichen" Karnevalsumzug meiner Region (dem "Dammer Karneval") gilt dabei die Ausnahme das die kath. Kirche ihn im 19. Jahrhundert fast abgeschafft hatte weil er am Rosenmontag untersagt wurde und auch für diesen Tag ein "Fasten und Beten" angesetzt wurde um diese Sitte zu unterbinden. Da zeigte sich dann das auch Dammer Bauern bauernschlau sein können - seitdem findet dieser Umzug eine Woche eher statt. Und Rosenmontag saß man brav in der Kirche.

Wie gesagt: Exzessives Saufen, Hurerei, etc. pp. mag ich nicht verteidigen.
Auch das ich von meinen Wurzeln her eher preußisch als rheinländisch geprägt bin schränkt meine Sympatien für dieses Fest stark ein. Lediglich einem Abschnitt im Artikel stimme ich überhaupt nicht zu:

Zitat

Aber was, wenn die Kinder aus dem Kindergarten kommen und nichts lieber wünschen, als sich zu verkleiden? Was, wenn die Kinder sich nicht mit den Versuchen der Eltern zufrieden geben, sie auf freiwilliger Basis davon fernzuhalten. Jedes Mutterherz fängt spätestens dann an zu bluten, wenn die Kinder mit großen Augen vor ihr stehen und sagen „bitte, Mami“


Darin sehe ich überhaupt kein Problem.
Als Kind habe ich die Karnevalsfeiern in der Schule geliebt. Auch schon im Kindergarten.
Egal ob ich Indianer war, US-Nordstaaten Bürgerkriegssoldat, Musketier, Kapitän, etc. pp. - es ging mir (wie allen Kindern) nur ums Verkleiden. Und (am Wichtigsten) darum einen Säbel o.ä. und eine Pistole mit Platzpatronen dabei zu haben um "kämpfen" zu können. Auch das Dreck-machen mit Luftschlangen und Konfetti fand ich cool.
Das war für mich Karneval.
Todlangweilig fand ich hingegen den "Kinderkarneval" des Vechtaer Carneval Clubs von 1961. Still sitzen und Büttenreden hören oder Tanzgruppen angucken. Elendig langweilig.

Mit 13 oder 14 wurde es dann peinlich sich zu verkleiden und seitdem ist meine Karnevalsleidenschaft "tot". Es war also keine Einstiegsdroge oder so.
Ich weiß nicht was man für einen Grund haben kann Kindern DIESE Feier zu verbieten?
Sinnvoller wäre es das Ganze zu lenken - zu sagen "also ein Kostüm als Teufel finde ich nicht witzig - mach doch lieber als ... mit!".

Mit anderen Worten: Einen normalen Schulkarneval wie ich ihn kenne finde ich denkbar harmlos.

Und Erwachsene?
Zu den Karnevalsumzügen scheint "saufen" ja dazu zu gehören. Und wenn man in Köln zu Rosenmontag nicht durch die Stadt gehen kann ohne das einem irgendeine Schlampe oder ein Hurenbock (tut mir leid - mir fällt kein anderer Begriff für sowas ein) die Zunge in den Hals stecken will ist es wohl klar das sowas für Christen nichts ist.
Wie es bei Vereinskarnevalsfeiern aussieht mag ich nicht beurteilen.
Im Allgemeinen kann man sagen: Ausschweifungen sind nicht von Kostümen abhängig. Hier haben die Schützenvereine mit ihren Schützenfesten die stärkere Tradition. Von Pfingsten mit August an jedem Wochenende irgendwo im Umkreis von 20 km. Dazwischen Schützenbälle, Feiern, Schießabende, etc. pp.
Wer da kräftig mitmacht ist im Training und säuft jeden Rheinländer unter den Tisch. Was da an Hurerei abgeht möchte ich garnicht wissen.

Lehnen wir es also ab sich zu verkleiden und zu feiern? Lehnen wir Schießsport ab?
Oder lehnen wir es ab sich zu besaufen und sich an Hurerei zu beteiligen?

2

Sonntag, 19. Dezember 2010, 18:30

Stimme dir zu, dass es unsinnig ist Kindern das Verkleiden zu verbieten. Solche Feste,bzw Massenveranstaltungen führen die Menschen zusammen, geben ein Gemeinschaftsgefühl (durch die Kostüme). Da ist es völlig egal welche Wurzeln das Fest hat.
(Meinst du "Hurerei" eigentlich wörtlich, oder nur den schnellen Sex zwischen zwei Fremden?)
Was den Alkohol angeht, finde ich es bedauerlich, dass manche Menschen scheinbar nur durch Drogeneinfluss Spaß haben können. Dass unsere Politiker da auch noch mitmachen ist... es ist ärgerlich.