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Freitag, 14. Januar 2011, 11:10

Verfolgte Christen - AKREF-Gebetsanliegen vom 16. bis 31. Januar 2011

16. Ägypten: Wut und Trauer nach Anschlag auf Christen
Bei einem Anschlag vor einer koptischen Kirche in Alexandria sind in der Neujahrsnacht 23 Menschen ums Leben gekommen, rund 100 wurden verletzt. Ein muslimischer Selbstmordattentäter hat sich, als die Gottesdienstbesucher die Kirche verließen, in die Luft gesprengt. Fast 1000 Menschen hatten an dem Jahresschlussgottesdienst teilgenommen. Politiker und Kirchenführer aller Welt haben den brutalen Anschlag verurteilt. Die Christen spüren eine wachsende Feindseligkeit und gingen auf die Straße. "Herr erbarme dich unser", sangen sie immer wieder. Etwa sieben bis neun Millionen der 83 Millionen Ägypter sind Christen. Kopten in Deutschland, Frankreich, Österreich und den Niederlanden befürchteten Angriffe zu ihrem Weihnachtsfest am 6./7.Januar, diese blieben Gott sei Dank aus.

17. Ägypten: Bedrängte Christen unterstützen
Während seines zweitägigen Aufenthaltes in Kairo hat sich Fraktionsvorsitzender Volker Kauder über die Lage der Christen im Land informiert. Er sprach über eine gezielte Förderung verfolgter Christen. Der CDU-Politiker sagte: „Ein Dialog mit den Regierungen muslimischer Länder reiche nicht aus. Viele haben bedenken, dass die Rechte der Christen mit einem Fortschreiten der Islamisierung weiter eingeschränkt werden.“ Im Gespräch mit pro heißt es: Die ägyptische Regierung sei um Aufklärung bemüht, setze aber derzeit keine konkreten Maßnahmen zum Schutz der Christen im Land um.

18. Afghanistan: Konvertit von Hinrichtung bedroht
Shoib Assadullah(25) ist „Gefangener des Monats Januar.“ Er ist am 21. Oktober von der Polizei verhaftet worden, weil er einem anderen ein Neues Testament in seiner Landessprache gegeben hatte. Am 28. Dezember wurde ihm von einem Gericht mitgeteilt, dass er wegen Abfalls vom Islam hingerichtet würde, sollte er nicht bis zum 3. 1.11 dem Christentum abschwören. Zunehmende internationale Aufmerksamkeit und Proteste haben dazu geführt, dass Assadullah bisher nicht hingerichtet wurde.

19. Deutschland: Mehr Iraker aufnehmen
Während der bayerische ev. Landesbischof Friedrich die Abschiebung von Christen in den Irak als «völlig inakzeptabel» bezeichnet, plädiert Berlins Innensenator Körting (SPD) dafür wesentlich mehr Irak-Flüchtlinge aufzunehmen. Ein Zitat aus dem Brief Körtings an den deutschen Innenminister lautet: "Wenn Syrien und Jordanien jeweils in der Lage sind, Flüchtlinge von einer Million oder mehr aufzunehmen, dann sollten wir unsere Bereitschaft, religiöse Minderheiten aus dem Irak aufzunehmen von 2.500 auf 25.0000 erhöhen".

20. Eritrea: Christen verhaftet
31 Teilnehmer einer Gebetsversammlung wurden Anfang Januar verhaftet. Sie gehören der verbotenen evangelikalen Philadelphia-Kirche an. Eine 27-Jährige Frau ist am 1.1. im Militärlager gestorben. Sie soll verhaftet worden sein, nachdem man sie beim Bibel lesen in ihrem Zimmer entdeckt hatte. Rund 2.200 sind aufgrund ihres Glaubens in Polizeistationen, Militärlagern oder Frachtcontainern unter teilweise unmenschlichen Bedingungen eingesperrt. Vor allem handelt es sich um Evangelikale und Katholiken, die von dem Ein-Parteien-Staat nicht anerkannt werden. Das Regime unter Staatspräsident Issayas Afewerki verfügt Kirchenschließungen und verbietet Privatversammlungen.

21. Indonesien: Verfolgung von Christen
Ein in Indonesien wohnhafter Deutscher schrieb zu Weihnachten: "Während der amerikanische Präsident hier in Indonesien die 'religiöse Toleranz' rühmt, erfolgen täglich Angriffe auf Kirchen, Christen und Nichtmoslems.“ Es ist bestürzend zu sehen, wie die Lage in immer mehr indonesischen Gebieten degeneriert. Vieles, was hier weitab der Weltöffentlichkeit geschieht, wird erst viel später – oder gar nicht bekannt.“

22. Irak: Neue Anschläge nach friedlichem Christfest

Eine im Irak agierende Terrororganisation, die mit El Kaida in Verbindung steht, hatte am 22. 12. Angriffe auf Christen angekündigt. Doch es gab es keine weiteren Anschläge auf Gottesdienste. Zum Jahreswechsel hat es jedoch erneut eine Serie von Anschlägen auf Christen in Bagdad gegeben. Vor sechs Häusern von Christen in verschiedenen Stadtteilen explodierten Sprengkörper. Dabei wurden mindesten zwei Personen getötet und 14 verletzt. Aus Angst vor drohenden Anschlägen (der Weihnachtstermin der Ostkirchen ist am Erscheinungsfest) hatten viele Kirchen ihre Weihnachtsgottesdienste abgesagt. Andere hielten sie unter strengen Sicherheitsvorkehrungen ab. Zum Schutz seien um Kirchen in Bagdad und Mossul Betonmauern errichtet worden. Außerdem seien Polizeikontrollen mit Körperscannern zum Erkennen möglicher Selbstmordattentäter eingerichtet worden. Zu Tausenden flohen Christen ins Ausland oder in den kurdischen Norden des Irak. Doch auch dort sind sie nicht sicher vor dem Terror extremistischer Muslime.

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Freitag, 14. Januar 2011, 11:11

23. Iran: Christen verhaftet
Es sind im Dezember mindestens 25 Christen muslimischer Herkunft festgenommen worden. Elf wurden nach strengen Verhören wieder freigelassen, nachdem sie schriftlich erklärt hatten, dass sie sich an keinen weiteren christlichen Aktivitäten beteiligen wollen. Unter den Inhaftierten seien fünf Ehepaare gewesen; zwei davon seien von ihren Kleinkindern getrennt worden. Bewaffnete Sicherheitsbeamte seien in ihre Wohnungen eingedrungen, hätten die Christen verbal und physisch attackiert und in Handschellen abgeführt. In einigen Fällen seien die Sicherheitskräfte während der Abwesenheit der Christen in Wohnungen eingedrungen und hätten Gegenstände beschlagnahmt.

24. Jemen: Angehörige von den Geiseln Johannes und Sabine Hentschel reisen nicht nach Sanaa
In der Hoffnung auf Aufschluss über den Verbleib der Vermissten wollten sie in den Jemen reisen. Die Behörden hatten aber erhebliche Sicherheitsbedenken geäußert, so dass sie sich entschieden, die Reise abzusagen. Der Botschafter habe den Angehörigen der Verschleppten zugesichert, sich dafür einzusetzen, dass weiter alles getan werde, um die Vermissten zu finden. Seit die fünfköpfige Familie im Juni 2009 verschwunden ist, gibt es von Ehepaar Hentschel, ihrem Sohn Simon und einem vermissten Briten leider kein weiteres Lebenszeichen. Die beiden Töchter Lydia (5) und Anna (3) waren im Mai 2010 freigekommen.

25. Laos: Christen festgenommen
Im kommunistisch regierten Laos wurden am 4. Januar elf Christen von Sicherheitskräften festgenommen. Acht sind inzwischen wieder frei, darunter zwei Kinder. Drei Gemeindeleiter blieben in Haft. Sie werden beschuldigt, eine „Geheimversammlung“ abgehalten zu haben. Bei den Inhaftierten handele es sich um die Pastoren Wanna, Chanlai und Kann. Dort sind in den vergangenen zwei Jahren stark wachsende Hausgemeinden entstanden.

26. Pakistan: Demonstration für Blasphemie-Gesetz
Eine Massenkundgebung in Karatschi stand vermutlich im Zusammenhang mit der Ermordung des Gouverneurs Salman Taseer durch einen Polizisten. Der Gouverneur hatte sich für eine Reform des umstrittenen Blasphemiegesetzes ausgesprochen und sich demonstrativ für eine Begnadigung der Christin Asia Bibi eingesetzt, die wegen angeblicher Gotteslästerung zum Tode verurteilt worden war. Die fünffache Mutter ist seit über 16 Monaten in Haft. Menschenrechtsorganisationen kritisieren das Blasphemie-Gesetz, weil es oft dazu diene, Unschuldige ins Gefängnis zu bringen, um so „persönliche Rechnungen“ zu begleichen.

27. Sudan: Referendum über Unabhängigkeit
Im Vorfeld des Referendums war es immer wieder zu Ausschreitungen mit Toten und Verletzten zwischen Rebellengruppen und der staatlichen Armee gekommen. Der christlich geprägte Südsudan will per Referendum zum eigenen Staat werden. Tausende Muslime sind in Richtung Norden aufgebrochen. Doch der eigentliche Exodus steht noch bevor: Rund zwei Millionen Südsudanesen leben noch im Norden. Der Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen rechnet mit knapp 400.000 Flüchtlingen, die demnächst in den Süden ziehen werden. Fällt das Votum für die Unabhängigkeit aus, wird am 9. Juli ein neuer afrikanischer Staat entstehen.

28. Türkei: Bildungswesen und Religionsfreiheit
Das Bildungswesen sollte die Religionsfreiheit fördern und nicht untergraben. In der Türkei sehen viele eine dringende Notwendigkeit einer Reform des Schulwesens die Religions- bzw. Glaubensfreiheit zu fördern. Das Schulsystem fördert derzeit eine Art von Nationalismus, der zu intoleranten Haltungen, gewalttätigen Angriffen und möglicherweise sogar zu Morden an Mitgliedern verwundbarer Gruppen führt.

29. Usbekistan: Christen muslimischer Herkunft unter Druck

Umida(34) ist Christin geworden. Sie habe danach anderen von Jesus erzählt. Man habe sie aufgefordert ihrem Glauben abzuschwören und zum Islam zurückzukehren. Das Kindergeld für die 3 Kinder wurde gestrichen. Umidas Ehemann habe sie beschimpft, verprügelt und gedroht, sie aus dem Haus zu jagen. Später habe er sich aber dafür entschuldigt. Farchod, der älteste Sohn und ihre Freundin Mochira seien ebenfalls zum Glauben gekommen. Nachdem der Sohn in der Schule davon erzählt habe, seien die Eltern erneut vorgeladen und von islamischen Geistlichen unter Druck gesetzt worden. Das Strafgesetzbuch verbietet jede Form religiöser Missionierung und sieht bei Verstößen Strafen von bis zu drei Jahren vor.

30. Weißrussland: Hoffnung auf Religionsfreiheit

Alexander Lukaschenko, hält sich seit 1994 durch Ausschaltung der Opposition und Wahlschwindel im Amt. Am 19. Dezember protestierten tausende Menschen in Minsk gegen die Wahlen, nachdem Lukaschenko zum überlegenen Sieger erklärt worden war. Viele von ihnen wurden verhaftet und geschlagen. Weißrussland ist von den ehemaligen Sowjetstaaten das Land in dem die Religionsfreiheit und andere Grundfreiheiten am stärksten verletzt werden. Trotz aller Schwierigkeiten ist eine Veränderung nicht ausgeschlossen. Die Menschen werden mutiger, vereinigen und äußern sich gegen die nicht zu rechtfertigenden Praktiken der Regierung. Darin liegt Hoffnung für die Zukunft mit mehr Religionsfreiheit im Lande.

31. Weltweit: Verfolgung von Christen hat zugenommen
Vor allem in islamischen Ländern gibt es seit Jahren einen zunehmenden Exodus von Christen. Open Doors beleuchtet in ihrem Jahresbericht die Situation verfolgter Christen in 50 Ländern. Zum neunten Mal in Folge führt das kommunistisch regierte Nordkorea die Liste der Staaten an, in denen Christen wegen ihres Glaubens am meisten verfolgt werden.