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ralf-fennig

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Beruf: Altenpfleger - Frührentner

1

Dienstag, 20. Oktober 2009, 19:51

Haupt- und Realschulen zusammenlegen?

Auf den ersten Blick hört es sich ja logisch an: Man will die "Restschule" Hauptschule nicht mehr - möchte verhindern das Kinder aussortiert werden und dann als Jugendliche ohne Perspektive dastehen weil sie "nur" den Hauptschulabschluss haben. Deshalb fragen sich viele ob man die Hauptschule nicht einfach mit der Realschule zusammenlegen kann - und schon gibt es diesen Effekt nicht mehr.
Ich befürchte und vermute allerdings das dieser "Schachzug" zwar die Hauptschule - aber nicht das eigentliche Problem beseitigt.
Ich befürchte folgendes wird geschehen:
Die "nicht motivierten" und auch die "nicht motivierbaren" Schüler wird es weiterhin geben. Sie werden dann das Lernniveau in der vereinten Schule senken. Jeder, der heute "guter Realschüler" ist, wird versuchen auf das Gymnasium zu kommen um nicht mit den "Schmuddelkindern" lernen und leben zu müssen. Wir bekommen also ein noch weiter entwertetes Abitur für Jeden - und eine "untere Schule" in der die Hälfte der Schüler den "Rest" ausmachen der früher Hauptschule war - und auf der keiner mehr viel lernen kann. Womöglich mit Klassengrößen von über 30 Schülern - mit einer Disziplin wie im Jahrmarkts-Bierzelt.

2

Mittwoch, 21. Oktober 2009, 07:31

Kinder lernen nicht nur von Lehrern, sondern in ungeheurem Umfang auch von Mitschülern - Sozialverhalten, Sprache, Auftreten, aber auch Fachliches. Ich erinnere mich, daß ich meiner besten Freundin von der 9. bis zur 11. "Nachhilfe" in Mathe und Physik gab. Natürlich nicht eigentliche Nachhilfe, wir haben eben gemeinsam gelernt. Sie stieg konstant von 4-5 auf 2-3.

Darüber hinaus: ein Lehrer kann mit einer Klasse umgehen, in der ein paar Auffällige sind. Da ist es rein kapazitätsmäßig (und eben auch durch den Einfluß der anderen Schüler) machbar, sie ggf. auf- oder einzufangen. Ist in einer Klasse aber die Hälfte, oder noch mehr auffällig, kannst Du Unterricht abschreiben. Auch für den Rest der Schüler, die gerne etwas lernen würden.

Aus der Perspektive heraus würde ich sagen: nicht die "faulen Äpfel" trennen, sondern untermischen und dabei ggf. einzelne eben gezielt "fördern und fordern". Holt die "Abgehängten" oder wie Du schreibst "nicht motivierbaren" raus aus dem Milieu, das sie wie in einer Feedbackschleife doch immer nur weiter in diese Richtung drängt.

liam

unregistriert

3

Mittwoch, 21. Oktober 2009, 13:08

Zitat von »Neverever«

Kinder lernen nicht nur von Lehrern, sondern in ungeheurem Umfang auch von Mitschülern - Sozialverhalten, Sprache, Auftreten, aber auch Fachliches.
Stimmt natürlich - und als erstes sollten sie von ihren Eltern lernen. Da allerdings gibt es häufig Defizite.

Zitat von »Neverever«

Darüber hinaus: ein Lehrer kann mit einer Klasse umgehen, in der ein paar Auffällige sind.
Das sollte man annehmen dürfen, ja. Doch bei 32 Kindern in der Klasse, 2 Extremquertreibern und einem Schreihals müsste der Rest der Klasse aus "vernünftigen" Schülern bestehen, wenn das funktionieren soll. Leider zeigt die Praxis, dass das zunehmend nicht der Fall ist. Lass es nur noch 2 oder 3 weitere Schüler sein, die für sich allein zwar friedlich sind, sich von den "Qerschlägern" jedoch mitreißen lassen - dann wird es ernsthaft schwierig. Sehr oft sind solche Schüler Mädels oder Jungens, die aufgrund ihrer "coolness" bei den anderen Bewunderung ernten. Dementsprechend wird ihnen von den anderen für jede freche Antwort, für jeden "Streich", für nahezu jede Disziplinlosigkeit Beifall gezollt. Es gibt nur wenige Lehrer, die sowohl einen vernünftigen Unterricht hinbekommen, als auch diese Erscheinungen auffangen können.

Man darf nicht vergessen: Es gibt nichts, wirklich nichts Wirksames, was solchen Schülern entgegengesetzt werden kann. Die Maßnahmen der Schule enden spätestens da, wo der Schüler in die absolute Verweigerung eintritt und / oder wo die Eltern ihren Sprössling auch noch bei seinem Tun unterstützen. So kommt es vor, dass der Lehrer für eine Strafarbeit am folgenden Tag einen Zettel der Eltern bekommt, auf welchem diese erklären, dass ihr Kind grundsätzlich keine Strafarbeiten ausführe. Das gleiche gilt für Nachsitzen. Ein kurzzeitiger Unterrichtsausschluss (vor die Tür schicken) ist nicht unumstritten, weil die Frage der Aufsicht nicht geklärt ist. Wenn, wie ich es mitbekommen habe, eine 15jährige Schülerin aus dem Unterricht vor die Tür geschickt wird, um dort ihr Mütchen kühlen zu lassen, dann vor lauter unbewältiger Wut eine gläserne Limoflasche durch das gesamte Treppenhaus feuert und dabei andere Schüler verletzt - wer bekommt das wohl die größeren Probleme, weil er seiner Aufsichtspflicht nicht genügt hat?

Und wie Ralf es schon schrieb. Einwöchiger Unterrichtsausschluss? Den, den es betrifft, rührt es nur selten. Manchmal wirkt es auf seine Klassenkameraden etwas "sammelnd".

Kindern und Jugendlichen, die von absolut nichts mehr beeindruckbar sind, gehen diesen Weg oft mit großer Konsequenz.

Glücklicherweise sind solche noch nicht die Regel. Aber ihre Zahl nimmt in erschreckendem Maße zu.

Manchmal - nicht einmal so selten - kommt man an solche Jugendliche heran, wenn man ihnen im Einzelgespräch begegnet und Vertrauen bei ihnen erwecken kann. Dann kann man zuweilen erleben, dass sie beginnen, sich nach etwas Anderem auszustrecken, manchmal kommen sie zur Besinnung.

Als ich jung war und mit Klassenkameraden zuweilen einmal durch unser Städtchen tollte und es dabei etwas laut wurde, konnte ich davon ausgehen, dass es nicht lange dauerte, bis irgendein Erwchsener uns einen herben "Anpfiff" verpasste, der uns wieder auf den Boden zurück holte. Heute beobachte ich, dass Erwachsene solchen kleinen Grupen Jugendlicher, die ein wenig überlaut und forsch sind, lieber aus dem Weg gehen.

ralf-fennig

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4

Mittwoch, 21. Oktober 2009, 20:55

Ich erinnere mich an meine Schulzeit.
Wir waren eigentlich eine noch relativ pflegeleichte Klasse - wir hatten zwar auch unsere pubertären Aussetzer, aber es gab Lehrer an unserer Realschule die wirklich Autorität hatten und uns händeln konnten - und auch noch vereinzelt alte Lehrer die einfach nur autoritär waren und uns so auch gehändelt haben.
Mitte des achten Schuljahres haben wir dann einen Jungen in die Klasse gekommen der aus mehreren Bremer Großstadt-Schulen und -Heimen verwiesen wurde und wo dann wohl irgendwelche Sozialpädagogen (auch eine Berufsgruppe bei der ich Vorurteile zurückhalten muss) die Idee ihn zu bändigen indem er in so ein verschlafenes, rückständiges Kaff wie Vechta geschickt wird.
Die Sache ging nach hinten los. Dieser eine Junge hat es geschafft fast sämtliche (!!!) Jungs unserer Klasse auf den ultimativen Pubertäts-Trip zu schicken. In der Pause ging der Pilgerzug zur illegalen "Raucherecke", in der Stunde sank die Lernmotivation gegen null und nachmittags trieb sich der harte Kern in den schlimmeren Ecken Vechtas herum.
Zum Glück ging der dann bald zurück nach Bremen oder sonstwo hin.

Meine Erfahrung ist das es ganz extrem selten ist das gute, motivierte, erzogene Jugendliche die anderen, die wenig mit Motivation und Erziehung zu tun haben, mitreißen - sondern das es in 99,9 % der Fälle anders herum läuft.

5

Montag, 13. September 2010, 11:05

Meine Tochter ist Lehrerin an der Realschule, die jetzt alle zu Regionalschulen gemacht werden.Haupt-und Realschüler zusammen.

Es funktioniert NUR in den Köpfen der Ideologen. Die Lehrer haben längst kapituliert.

Biblebelt

unregistriert

6

Montag, 13. September 2010, 16:37

Das geht nur bei drastischem absenken des Bildungsniveous. Aber was sage ich.
Robins hat recht, sagt so auch meine Schwester als Rektorin einer Realschule. Nicht laut natuerlich man spielt da sehr schnell mit seiner Rente.

Zitat

Robins
Es funktioniert NUR in den Köpfen der Ideologen. Die Lehrer haben längst kapituliert.

ralf-fennig

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7

Mittwoch, 15. September 2010, 21:48

Na - scheint ja genauso genial zu sein wie das Jahrgangs-Übergreifende-Lernen...

8

Samstag, 5. Februar 2011, 21:31

UNsere Haupt und Realschule (Gemeinschaftsschule) nimmt jetzt Geistig Behinderte mit auf. Das wird spannend!
Diese Mischung ist perfekt! :huh:

9

Mittwoch, 13. Juli 2011, 12:35

Auch die CDU rückt vom 3 - gliedrigen Schulsystem ab.

Die Kommentare der Presse war eindeutig, endlich wird die CDU modern und macht vernünftige Vorschläge!

Es gibt in der BRD keine dummen Kinder!

:regensmiley:

Biblebelt

unregistriert

10

Mittwoch, 13. Juli 2011, 15:35

Also ich finde das ganz toll.
Ja stopft jeden alle in die Einheitsschule. Handwerker will sowiso keiner mehr werden. Selbst die duemmste Triene muss natuerlich zum akademiker werden. Wir sind naemlich alle gleich und jeder muss eben Doktor werden duerfen.
Handwerker brauchen wir sowiso keine. Mercedes geht in die USA und VW siedelt nach China um. Hat Merkel das nicht schoen gemacht? Heimlich natuerlich damits der Michel nicht gleich mekt.
Fuer den der english kann, die chinesen freuen sich riessig: http://www.chinadaily.com.cn/china/2...t_12797413.htm
Na ja und der welcher dann mit Akademikergrad keinen Job findet der Jobbt dann eben als Praktikannt oder 1 Eurojobber bei Nestle am Band.
Funzt gut hat doch die schlaue Frau Merkel vorgesorgt. Sie hat sich auch gleich einen satten Kredit von 15 Billiarden von China gesichert. Damit kann die Party dann noch bischen weitergehen. Hauptsache man konfrontiert keinen mit der Realitaet. Aber Merkel muss das ja auch nicht alles was sie da anstellt ausbaden. Das werden unsere Enkel fuer Merkel tun. Ja und bis dahin. PARTY ist angesagt.
Da kann man natuerlich aich mal schnell der bankrotten Italienischen Regierung so mal eben 1.5 Billionen Euros schenken. Macht ja nix, Merkel hats ja. Wobei ich mich schon frage warum eigentlich Deutschland Kredite aufnehmen muss um Griechenland oder Irland, Spanien nun Italien zu begluecken. Ja warum nehmen die denn den selbst keine Kredite auf? Ahhh verstehe dort kann man noch rechnen und wenn der Euro explodiert, will man nicht ueber das bestehen des Euros hinaus verschuldet sein. Das kann dann Deutschland machen. Manomanoman.
Na aber das passiert ja nicht Deutschland ist jeder Akademiker und da sind sie alle gans doll schlau. Ausserdem kommt der Aufschwung sagt Merkel. Der sei schon unterwechs. Hoffen wir das der auch Deutschland findet und sich auf seinem Weg nicht verlaeuft.
Na ja und was noch? Nun in Europa denkt man ueberall darueber nach die Eurozone einfach wieder aufzuloesen.
Selbst Frankreich spricht von Abschaffung des Euro und einem Europa a la carte. Frau Le Pen wird da ziemlich laut und liegt derzeit 15 Zaehler vor Sarcozi.
Na ja aber Deutschland, Deutschland ist reich hat ganz doll ausgebildete Menschen da. Desswegen ist Deutschland ganz doll Reich.
Ja und desswegen kann Deutschland auch Afrika elektrifizieren. Geschenkt natuerlich mit freundlichen Gruessen aus der BRD Steuereinnahmen. Nur der Herr Afrikaexperte der Bundesregierung hat bedenken wie man im Focus liesst. Der fragt: "Ja haben die in Afrika Lenin nicht gelesen?"
Man sieht wo Deutschland hinlaeuft. Mal wieder ins aus. Wieder in die Isolation.
Hauptsache die Realitaet schimmert nirgendwo durch.

Ja und da ist eine Gesammtschule nur foerderlich. So kann man leichter politische Ideologie vermitteln. Wissensvermittlung? Nun wer braucht denn so was? Gibbet doch Harz und Frau Merkel hat doch jetzt 15 Billjarden von den Chinesen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Biblebelt« (13. Juli 2011, 15:51)


11

Sonntag, 23. Oktober 2011, 15:22

Wer hat noch neue Erfahrungen damit?
:nullahnung:

12

Donnerstag, 30. August 2012, 12:14

Gem. einem Uno Beschluss müssen Sonderschulen, Hauptschulen ,Realschulen und Gymnasien zusammengelegt werden.(Wie in Norwegen und Schweden).

Das Abitur dürfte dann einfacher werden. :D

ralf-fennig

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13

Freitag, 31. August 2012, 14:23

In Goldenstedt ist es jetzt das letzte Schuljahr "getrennt" zwischen Haupt- und Realschule.
Ich halte es für einen großen Fehler. Dadurch werden noch mehr Schüler auf die Gymnasien drängen - und die "Rest-"Realschüler die auf die neue Oberschule gehen werden runtergezogen.
Aber naja.
Es lebe der Sozialismus!

14

Sonntag, 2. September 2012, 18:26

Allen Menschen sollte man das Abitur gönnen und ein langes Studium, dann einige Jahre Lehrer sein und mit Burnout in Pension gehen!
Wir wären ein hochgebildetes Volk!(oder hocheingebildetes Volk) :thumbsup:

Benennungsloser

unregistriert

15

Donnerstag, 6. September 2012, 12:23

unsere gehen in eine Schkola, nichtöffentliche Schule, Klassen 1-12 in einer Schule, mit Integrativplätzen, je 3 Jahrgänge in einer Klasse, mehrere Lernbegleiter, lernen von der ersten ab tchechisch, wöchentliche Aufgabenbewältigung. :thumbsup: Mal sehen, ob das gut geht, wenn nicht, nehmen wir sie runter. Das geht auch dann. :thumbdown:
Peter ( mit sozialistischer Schulausbildung!)

16

Donnerstag, 6. September 2012, 13:38

Oh, habe nie was davon gehört! :cool:

Benennungsloser

unregistriert

17

Donnerstag, 6. September 2012, 13:55

Mußt du googln unter schkola.de, sind mehrere Schulen hier im Dreiländereck. Das Konzept scheint i.O., mich nervt nur das Geduze, v.a. das der Schüler den Lehrern gegenüber. Das wird evtl. ein Problem im Lehr- o. Arbeitsverhältnis später.... :nullahnung:

ralf-fennig

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18

Donnerstag, 6. September 2012, 14:45

Klingt auf jeden Fall "spannender" als das Konzept einfach Haupt- und Realschulen zusammenzulegen und so die Probleme von beiden Schulformen zu konzentrieren.
Sofern keine "Ideologie" dahinter steht...

Benennungsloser

unregistriert

19

Donnerstag, 6. September 2012, 15:43

Ideologie?
Wo in der Welt geht nichts ohne Ideologie?
Aber du weißt gar nicht, wie energisch ich werden kann, wenn es um meine "Brut" geht, zumal Erziehung immer noch das Thema der Eltern sein soll. :thumbsup:
Aber ich seh, dass du auch schaust, ob und woher evtle Gefahren lauern könnten, oder?
liebe Grüße,
Peter

Konzept wurde aus Waldorf, Montessori, etc. entnommen..... :verwirrt:

ralf-fennig

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20

Donnerstag, 6. September 2012, 16:42

Dann gibt es dort keine rechten Winkel und man tanzt seinen Namen? Wie ...
Naja, die meisten Gefahren kenne ich viel zu gut.