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Jürgen Gewehr

unregistriert

1

Mittwoch, 30. Januar 2013, 11:50

Was siehst du?

Während die Israeliten durch die Wüste zogen, waren ihre Augen nur auf das Sichtbare gerichtet. Sie sahen den Sand, den Straub und die Dürre. Sie sahen die Beschwernisse, die ihre Reise mit sich brachte und beurteilten ihre gegenwärtige Situation nur mit ihrem Verstand, anhand ihrer eigenen Möglichkeiten. Und sobald sie auf Hindernisse stießen, waren sie unzufrieden und murrten. Als sie schließlich Männer aussandten, die das verheißene Land erkunden sollten, hörten sie von Riesen, hohen Mauern und befestigten Städten, woraufhin sie vor Angst erstarrten und die ganze Nacht klagten und weinten. Nur zwei Männer glaubten, dass es möglich war, alle Widerstände zu überwinden – Josua und Kaleb. Sie hatten das Land nicht nur mit ihren natürlichen Augen gesehen, sondern mit den Augen Gottes.
Daher wussten sie, dass ihnen nichts unmöglich sein würde. Jene, die nicht glaubten, fühlten sich angesichts der feindlichen Übermacht wie Heuschrecken, während Josua und Kaleb davon sprachen, die Feinde Israels wie Brot aufessen zu wollen. Warum? Weil sie nicht daran zweifelten, dass der Herr mit ihnen war (4.Mose 13,28-14,9).

Mit welchen Augen betrachtest du deine gegenwärtige Lebenssituation? Mit deinen eigenen Augen oder mit den Augen Gottes?

Was siehst du? Deine eigenen Grenzen? Dein Versagen? Blickst du auf das, was andere von dir denken und erwarten? Wenn du nur dich anschaust und mit dem rechnest, was du bist, was du kannst und was du hast, wirst du in der „Wüste“ bleiben und das verheißene Gute Land nicht einnehmen können.

Doch wie sieht dich Gott, der Herr? Sein Wort sagt: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden (2.Kor.5,17). Und Paulus bekannte: Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir (Gal.2,20).

Gott, der Vater, sieht uns nicht mehr allein, sondern in Christus. Er sieht uns nicht mehr als Teil der alten Schöpfung, sondern als neue Schöpfung. Das Alte aber, das Vorige, was wir getrennt von ihm waren, ist vergangen. Eins gemacht mit Christus ist alles neu geworden.

Was aber geschieht, wenn auch wir uns nicht mehr von Christus getrennt sehen, sondern in ihn eingeschlossen? Dann werden unsere eigenen Grenzen durchbrochen! Dann eröffnen sich uns Dimensionen, die nicht auszuloten sind. Dann wird Christus zu unserer Breite, Länge, Höhe und Tiefe (Eph.3,18).

Kannst du ermessen, was es bedeutet, wenn Christus zu deiner Erweiterung wird, wenn er dich in die Tiefen der Gottheit führt oder dich mit sich auffahren lässt zur höchsten Stelle des Universums? Weißt du, wie es ist, wenn Christus zu deiner Länge wird? Dann wird das, was er dir geworden ist, niemals enden!

Christus ist alles geworden, was wir waren, damit er uns alles sein kann, was er ist. Diese Wahrheit ist zu groß, als dass wir sie erfassen könnten!

Zur Zeit des Alten Testaments konnte man sagen: Die Wasserwogen im Meer sind groß und brausen mächtig; der Herr aber ist noch größer in der Höhe (Ps.93,4). Die Wahrheit aber, die uns das Neue Testament vermittelt, ist diese: Der in euch ist, ist größer als der, der in der Welt ist (1.Joh.4,4). Diese Sicht der Dinge verändert alles! Unser Herr, der größer ist als alles, wohnt nicht nur in der Höhe. Er wohnt heute auch in uns, seinen Gläubigen! Und alles, was wir benötigen, um seine überragende Größe erkennen und erfahren zu können, sind geöffnete Augen des Herzens (Eph.1,18).

Bevor Jesus seine Jünger verließ, um am Kreuz sein Leben für uns hinzugeben, sagte er: In der Welt habt ihr Angst (Bedrängnisse); aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden (Jh.16,33). Damit lässt er uns wissen, dass er sich von nichts und niemand einengen lässt. Ihn kann man nicht begrenzen, nicht aufhalten und nicht niederwerfen. Er hat alles überwunden!
Das größte aller Wunder aber ist, dass dieser Überwinder heute in uns lebt! Und zusammen mit ihm können wir alles überwinden, was der Fürst dieser Welt aufzubieten hat. Deshalb erschrick nicht, wenn Bedrängnisse kommen. Betrachte sie nicht nur mit deinen eigenen Augen! Werde eins mit Jesus im Geist und sieh, was er sieht. Lass die Mächte und Gewalten, die dich angreifen, zum Schemel deiner Füße werden. Triumphiere mit Christus über sie! Dann kannst auch du das Toben der „Könige der Erde“ belächeln. Wie vergeblich ist doch ihr Murren wider den Herrn, wie vergeblich ihre Versuche, die Bande abzustreifen, mit denen sie der Gesalbte gebunden hat (Ps.2,1-4+6). Alle ihre Ratschläge wird er zunichte machen!

Als Jesus unter uns Menschen wohnte, wurden zweierlei Sichtweisen deutlich. Viele, die ihm begegneten, sahen seine Herrlichkeit nicht. Da war keine Gestalt, die ihnen gefiel (Jes.53,2). Nur an einem Tag ließ Jesus erkennen, welche Herrlichkeit in ihm verborgen war – auf dem Berg der Verklärung (Mk.9,2-3). Und so ist es auch bei uns! Heute ist Christus in uns verborgen und ebenso die Herrlichkeit, die in ihm wohnt. Dann aber, wenn er erscheinen und vor allen Augen offenbar werden wird, werden auch wir mit ihm offenbar werden (Kol.3,4). Dann wird die Herrlichkeit, die heute in uns verborgen ist, hervorbrechen wie die Morgenröte. Christus in uns ist die Hoffnung der Herrlichkeit (Kol.1,27).

Was siehst du heute? Siehst du dich getrennt von Christus? Dann hat dir der Vater der Lüge die Augen verblendet. Siehst du dich jedoch in Christus, eins gemacht mit ihm, dem Herrlichen, dann siehst du, was Gott sieht. Dann lebst du in der Wahrheit!

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Jürgen Gewehr« (30. Januar 2013, 12:03)


Jürgen Gewehr

unregistriert

2

Samstag, 2. Februar 2013, 07:52

Was sehen Deine Augen heute?

Jesus, unser Herr, sagt: Ihr sollt mich sehen, denn ich lebe und ihr sollt auch leben (Jh.14,19).

Jürgen Gewehr

unregistriert

3

Sonntag, 3. Februar 2013, 09:39

Jesus betete: Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, auf dass sei meine Herrlichkeit sehen (Jh.17,24).

Und Johannes bekannte: Wir sahen seine Herrlichkeit ... voller Gnade und Wahrheit ... Und aus seiner Fülle haben wir alle genommen (Jh.1,14+16).

Wir können in unserem Christenleben nur das widerspiegeln, was wir von Christus gesehen habe.