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221

19.02.2013, 00:07


Calvinisten behaupten zwar, daß ein AUSERWÄHLTER nicht abfallen kann!

Aber ob jemand auserwählt ist, sagen sie, weiß die Person erst, WENN sie bis zum Ende durchgehalten hat!



Erst muß den Christen klar sein was eine neue Geburt ist, was Versiegelung ist, was es bedeutet EWIGES LEBEN zu haben, was es bedeutet in den Leib Christi hineingetauft zu sein und mit HEILIGEM GEIST getränkt zu sein usw.



Vorher ist es sinnlos mit " Christen " darüber zu diskutieren.

Ich diskutiere auch nicht mit dem Papst über die kath. Kirche! :thumbdown:



Hallo Robins,

ich vermute, dass du damit ausdrücken wolltest, dass eine "Versiegelung "Gottes etwas ist, dass nicht mehr aufzulösen ist.

Warum denkst du, dass die Bibel zum ausharren aufruft? Wenn die echte Bekehrung mit der Unmöglichkeit, das Heil wieder zu verlieren einhergeht, warum wird dann davor so gewarnt?

Für die, die sich aus deiner Sicht nie richtig bekehrt haben wäre doch so eine Warnung absolut überflüssig, da sie ja eh nie bekehrt waren und somit im eigentlich Sinne gar nicht abfallen können.

Macht doch nur Sinn, wenn es sich um "richtige" Christen handelt.

Und du bist auch nicht auf die Frage eingegangen, warum du so leidenschaftlich( wie ich übrigens auch) die Erwählungslehre der Calvinisten brandmarkst und dich damit gegen die Auskalmmerung des reien Willens wehrst, während du bei der Bewahrung plötzlich den freien Willen ausklammerst. Wenn es für einen richtig bekehrten Christen keine Möglichkeit gibt abzufallen, dann muß Gott an diesem Punkt dem Menschen den freien Willen komplett entzogen haben..sozusagen, dass der Mensch nicht mehr "abfallen wollen dürfe". Das erinnert mich allerdings wieder sehr an die typischen Dinge der Erwählung. Denn dort geschieht genau dasselbe.

In Hesekiel wird beschrieben, wie Gott vorgeht: der Gottlose der umkehrt wird gerettet werden und der Rechtschaffene geht verloren, wenn er seine rechtschaffenheit aufgibt.

Da wird Gott schon angeklagt, dass seine Wege nicht richtig seien, aber er sagt bzw. fragt, ob nicht vielmehr die Wege seines Volkes falsch sind.

Der, der böses tun will, der wird von Gott nicht aufgehalten, auch als Kind Gottes .es ist nicht so, dass ein Gläubiger Angst haben muß, nicht gerettet zu werden, wenn er auf Jesus vertraut. Ich denke nicht, dass Gott will, dass wir ständig in Angst und Schrecken leben sollen.

Es soll aber auch gesagt werden, dass einem, der sich von Gott wieder lossagen will, nicht zurückgehalten wird.

Das ist ja auch nichts, was i.d R. von heute auf morgen passiert.

Gott schlägt niemandem die Türe zu, das gilt sowohl für die Richtung zu ihm, als auch für die RIchtung weg von ihm.

Es gibt nur ein einzigen Grund, der dem Menschen keine Rückkehr zu Gott ermöglicht: wenn er sich selbst so verhärtet hat, dass er nicht mehr umkehren will.

so wie der Pharao. Er verstockt sich der Pharao immer und immer wieder..und irgendwann verhärtet ihn dann Gott. Da kann es einen Punkt geben, wo niemand mehr umkehren will und es aufgrund seiner Herzenshärte auch nicht mehr kann ( kann und will)

Zurück aber zum Thema:

Bitte mach dir doch darüber mal Gedanken. Es ist nicht so, dass Gott nicht bewahren kann, aber er tut es dann, wenn jemand Bewahrung möchte.

Es ist zwar ein anderer Punkt aber es gibt Paralellen: wenn sich jemand z.B bewußt und absichtlich tief in eine Situation begibt, von der er weiß, dass sie ihn zur Sünde verführt, dann darf er sich auch nicht wundern, wenn Gott ihn nicht bewahrt. Wenn ich das Risiko herausfordere und mit 120km/h die Kurve nehme, dann brauche ich mich nicht zu wundern, wenn ich einen Unfall baue.

Robins

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222

19.02.2013, 10:17

Ich versuche zu antworten.

Bei Fragen über GOTT und SEIN Handeln müssen wir unsere LOGIK ( kommt aus der griech.Philosophie) zurückstellen.

Auch was im AT steht, in einer Zeit da sich GOTT noch nicht in Christus geoffenbart hatte, konnte Gott noch nicht alles den Menschen zeigen.

So steht geschrieben, daß der GLÄUBIGE (Wiedergeborene) mit Christus gestorben ist am Kreuz und AUFERSTANDEN IST mit Christus und in himml. Regionen versetzt ist.

Bitte setzt den Willen zurück, denn dieses Thema wäre ein Neues.

Ein Schaf hat einen freien Willen, eine Sau auch.

Verhält sich ein Schaf wie eine Sau und wälzt sich im Kot und Dreck?Könnte es das nicht mit freiem Willen tun?Warum tut es das nicht?

Weil es eine andere Natur hat.Daher werden wir daran erinnert, daß wir keine Sau mehr sind(aber waren, 1.Petr.) und zum Schaf gemacht wurden ohne unser zutun.Unsere NEUE NATUR ist (nur bei Wiedergeborenen) halt völlig NEU und jeder logische Vergleich ist falsch und verunehrt GOTT!



Bez. Calvinisten:sie lehnen ja jeden Willen des Menschen ab.Sie werden nach ihrer Lehre immer von oben gesteuert mit ALLEM was sie tun und mit allem was geschieht.Das aber ist falsch.

Mit der alten Natur waren wir auch nicht frei im Willen, wir taten das Böße auch gegen unseren Willen( steht geschrieben) weil unsere Natur das so machte. :rolleyes:

223

19.02.2013, 19:47

Hallo Robins,

sicher ist es richtig, dass menschliche Logik uns dazu nichts sagen kann.

Allerdings-wie ich sagte- überlässt Gott dem Menschen die Wahl ob er gerettet wird oder nicht.

Warum sollte Gott einem Menschen diese Wahl überlassen und dann plötzlich wegnehmen?

Zumal ja schon angesprochen wurde, dass in der Bibel zum Ausharren aufgerufen wird. An wen ergeht deiner Meinung nach dieser Aufruf? An nicht wirklich Bekehrte? Wohl kaum, denn sie noch gar nicht wirklich wiedergeboren sind, wieso sollten sie dann ausharren? Macht keinen Sinn.

An wiedergeborene Christen? Aber ja, ganz sicher.

2. ist diese "Logik" auch die Handlungsweise Gottes wie du in Hesekiel nachlesen kannst. Da sagt Gott doch deutlich



"Den Gerechten wird seine Gerechtigkeit nicht retten an dem Tag, da er sich versündigt; und den Gottlosen wird seine Gottlosigkeit nicht zu Fall bringen an dem Tag, da er von seiner Gottlosigkeit umkehrt, so wenig wie den Gerechten seine Gerechtigkeit am Leben erhalten wird an dem Tag, da er sündigt. 13 Wenn ich von dem Gerechten sage: »Er soll gewißlich leben!«, und er verläßt sich auf seine Gerechtigkeit und tut Unrecht, so soll nicht mehr an all seine gerechten Taten gedacht werden; sondern um seines Unrechts willen, das er getan hat, soll er sterben. "

Robins

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224

19.02.2013, 20:40

Warum denkst Du denn immer an abfallen bei diesen Versen?
Kann man nicht Anderes verlieren?Seine Belohnung im Himmel, siehe 1.Kor 3(durchs Feuer), seinen Segen hier auf der Erde!

Einige werden ihre Belohnung verlieren, aber gerettet sein durchs Feuer, steht dort!
Bist Du im Buch Hesekiel gemeint?Ich nicht! :thumbup:

225

20.02.2013, 15:02

Warum denkst Du denn immer an abfallen bei diesen Versen?
Kann man nicht Anderes verlieren?Seine Belohnung im Himmel, siehe 1.Kor 3(durchs Feuer), seinen Segen hier auf der Erde!

Einige werden ihre Belohnung verlieren, aber gerettet sein durchs Feuer, steht dort!
Bist Du im Buch Hesekiel gemeint?Ich nicht! :thumbup:

Dieser Vers zeigt, wie Gott handelt, dass der Rechtschaffene eben dann verloren geht, wenn er sich dem Bösen zuwendet. Ist doch recht einfach zu verstehn. Sollte ein Christ, der Böses tut und darin dauerhaft verharrt denn gerettet werden? Nein, ich denke, dass die Bibelstelle deutlich ist. Jetzt wirst du mir vermutlich entgegnen, dass ein "echter"Geretteter nicht am Bösen festhält bzw. wenn er es tut nie ein echter Geretteter war.

Woher nimmst du diese Lehre?

Du lehrst selbst einen 1- Punkte Calvinismus und merkst es nicht, denn die UdH-Lehre ist ein Punkt des Calvinismus. Ein wiedergeborener Christ könnte nur dann niemals abfallen, wenn GOtt ihn dementsprechend maipuliert, dass er sich nie mehr von Gott abkehren will. Denkst du das Gott das tut? Wenn ja, wie kommst du darauf, da Freiwilligkeit doch ein entscheidendes Merkmal der Liebe ist?

Imgrunde sagst du im übertragenen Sinne folgendes aus:

1. Der Mensch hat eine freie Willensentscheidung

2.der Mensch hat keine freie Willensentscheidung

Letzlich mußt du dich entscheiden: glaubst du Punkt 2, dann mußt du die Prädestination+ UdH glauben

glaubst du Punkt 1 dann mußt du die (biblische) Entscheidungsfreiheit zum Heil+ Möglichkeit zum Abfall ,zu glauben

So vertrittst du eine Lehre, zusammengebastelt aus 2 vollkommen entgegengesetzten Strömungen

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Blumenbeet« (20.02.2013, 15:13)


226

20.02.2013, 18:36

Und es ergibt sich dann noch Punkt 3.

Dieser besagt, dass dann nicht der Geist eingegeben hat, der Geist Gottes in dieser Frage, um die es hier geht.

Punkt 4 würde dann schlußfolgern, wer dir etwas eingegeben hat, wenn nicht Gottes Geist.

Das ist dann auch ganz einfach.
Leider!

Robins

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227

20.02.2013, 20:45

Denkt erst mal darüber nach!Wer Hesekiel auf sich bezieht sollte noch Tieropfer bringen, seinen 10.ten nach Jerusalem bringen ( in den Tempel).

Wer selbst noch keine neue Geburt erlebt hat, wird nichts verstehen!
Hat unser HERR nicht in Joh. 3 gesagt, ohne Wiedergeburt könnt ihr das Reich Gottes nicht sehen?
Bemüht Euch um eine Neue Geburt und studiert Römer 6, dann den Korintherbrief und Andere.
Vielleicht begreift ihr mal was das ist.
So ist es unmöglich mit Euch über geistliche Zusammenhänge zu sprechen/schreiben.

Erst wenn man die NEUE NATUR erhalten hat, versiegelt ist im HEILIGEN GEIST und in den Leib Christi hineingetauft ist( 1.Kor.12V 13) und mit Heiligem Geist getränkt ist,
wenn der HEILIGE GEIST in MIR (Euch) zu Eurem Geist gesagt hat: Du bist ein Kind Gottes,dann könnt ihr verstehen um was es geht.
Sucht Euch die Bibelstellen heraus und studiert sie.
Vielleicht fangt ihr an zu verstehen! :smile:

228

20.02.2013, 22:39

" ... Bemüht Euch um eine Neue Geburt und studiert Römer 6, dann den Korintherbrief und Andere.
Vielleicht begreift ihr mal was das ist.
So ist es unmöglich mit Euch über geistliche Zusammenhänge zu sprechen/schreiben. ..."



Bemüht euch und studiert....


Nee, mit dir kann man wirklich nicht " über geistliche Zusammenhänge sprechen..." :regensmiley:

Robins

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229

23.02.2013, 16:45

Man kann nicht nur mit mir sprechen/schreiben, sondern auch was LERNEN! :smile:

Robins

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230

26.03.2013, 09:35

2.Tim 3(Elb1905):






7</BDO>.
die immerdar lernen und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können.

8</BDO>.
Gleicherweise aber wie Jannes und Jambres Mose widerstanden, also widerstehen auch diese der Wahrheit, Menschen, verderbt in der Gesinnung, unbewährt hinsichtlich des Glaubens.

231

26.03.2013, 21:32

Lass mal gut sein, Robins.
Das Thema ist nun wirklich geklärt!

Alles andere wirkt wie Streit suchen. :regensmiley:

Robins

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232

27.03.2013, 09:44

Ich hoffe es ist geklärt!Ist es das? :verwirrt:

Robins

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233

28.03.2013, 15:16

Was hat Christus mit Belial zu schaffen ?



Gottes falsch verstandene Souveränität am Beispiel der MacArthur Studienbibel zu Mat 23,37


(Anm.: sämtliche Hervorhebungen nicht im Original)



A) Zusammenfassung

Im Folgenden wird behauptet, dass die Auslegung John MacArthurs genau das Gegenteil des eigentlichen Sinnes von Mat 23:37 darstellt und somit als Falschauslegung und Gewaltanwendung auf den biblischen Text vollständig als böse zu verwerfen ist.



Im Kern geht es um die alte Frage nach dem Verhältnis von Gottes Heiligkeit, Sündlosigkeit und Souveränität im Gegensatz zur menschlichen Sünde, Rebellion und Verhärtung der Herzen in Bezug auf das heilige Reden und Wirken Gottes.



John MacArthur nimmt in seiner Auslegung und Auflösung dieser alten Frage eine Vermischung beider völlig gegensätzlichen Pole vor und verunehrt Gottes heiligen Willen, indem er diesen mit menschlicher Rebellion in Verbindung bringt und kombiniert.



MacArthur verschmutzt die Absicht des Heilands zur Errettung Jerusalems, indem er behauptet, der Unwille Jerusalems zum Heil in Christus, wäre durch Gottes Weigerung die notwendige Gnade zu gewähren, selbst bedingt.



Mit Paulus ist folgende Frage zu stellen:

2Kor 6:14-15 Welche Genossenschaft hat Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Gemeinschaft Licht mit Finsternis? und welche Übereinstimmung Christus mit Belial?

Der Vorwurf an MacArthur lautet: durch seine Auslegung von Mat 23,37 wird Christus mit Belial (d.h. Satan) in Verbindung gebracht, Licht mit Finsternis und Gerechtigkeit mit Gesetzlosigkeit verknüpft.



Durch MacArthurs Auslegung wird zudem ein schizophrenes und verzerrtes Gottesbild vermittelt, das einer Beleidigung von Gottes Heiligkeit entspricht.





B)Die Bibelstelle Mt 23:37:

Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind! Wie oft habeich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küchlein versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt!



C) Der Kommentar von John MacArthur:

Gott ist absolut souverän und somit völlig imstande, das geschehen zu lassen, was immer er wünscht [...], einschließlich der Errettung jedes Menschen, den er zum Heil erwählt (Eph 1,4.5). Dennoch äußert er zuweilen einen Wunsch über etwas, das er durch seine Souveränität nicht zur Erfüllung bringt [...]. Derartige Äußerungen deuten in keiner Weise auf eine Einschränkung der Souveränität Gottes hin oder dass er sich verändert habe [...]. Doch offenbaren diese Aussagen wesentliche Aspekte des Charakters Gottes: Er ist voller Mitgefühl, aufrichtig gut zu allen, ersehnt das Gute und nicht das Böse und hat daher keinen Gefallen am Verderben des Gottlosen [...]. Während einerseits Gottes Souveränität uneingeschränkt gilt, müssen wir andererseits seine Aufforderung an die Verworfenen zur Buße als ernst gemeinte Appelle verstehen – und seine Güte gegenüber dem Gottlosen als echte Barmherzigkeit, die den Sünder zur Buße erwecken soll [...].. Die von Christus hier (und an ähnlichen Stellen wie z.B. Lk 19,41) gezeigte Gefühlsregung kommt aus der Tiefe seines Herzens. Alle Emotionen Christi müssen in voller Harmonie mit seinem göttlichen Willen stehen [...]. Deshalb sollten wir diese Klage nicht als bloßen Ausdruck seiner Menschlichkeit verstehen.



D) Kritik am Kommentar von John MacArthur:



Mat 23:37 stellt für calvinistische Lehrer eine große Herausforderung dar, wie sie ihr Lehrsystem dort hineinbringen können, da dem klaren Willen des Herrn („wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen“) die klare Ablehnung dieses Willens seitens der Menschen (hier der Bevölkerung Jerusalems) gegenübersteht:

Ihr habt nicht gewollt“. Man sieht eine völlige Polarisierung, die man wie folgt wiedergeben könnte: der Heiland wollte das Heil Jerusalems – die Bewohner wollten es nicht ! In subtiler Weise versucht MacArthur in seiner Auslegung diesem Vers einen Sinn zu geben, der genau das Gegenteil bedeutet, als die Heilige Schrift hier zum Ausdruck bringen will:


1) „Gott ist absolut souverän und somit völlig imstande, das geschehen zu lassen, was immer er wünscht“

In anderen Worten stellt MacArthur mit seinem Satz zunächst hypothetisch folgendes fest:

Alles, was Gott will, kann er auch souverän durchsetzen, so dass es wirklich geschieht. Dem genannten Satz John MacArthur’s wird niemand jemals widersprechen, der an einen allmächtigen Gott glaubt. Bei diesem Satz setzt die Vermischung von richtig und falsch, mit einer zunächst wahren Aussage ein.



Anm.: Für Calvinisten ist es unvorstellbar, dass Gott souverän ist und bleibt, auch wenn er Ungehorsam und Böses geschehen lässt, das er gerade nicht will, wünscht oder bestimmt hat – ja Dinge, die er sogar hasst und deutlich verboten hat.

Hypercalvinisten wie H.W. Deppe und A. Pink behaupten an dieser Stelle, dass Gott sogar den Sündenfall befohlen bzw. vorherbestimmt hat, um an einer falschen Vorstellung von Gottes Souveränität festhalten zu können.

Als Gegenposition steht im Raum, dass Gott Böses, Sünde und Rebellion böse, sündig und rebellisch sein lässt und völlig davon getrennt ist, aber trotzdem seine Souveränität hervorgehoben werden, ja sogar betont werden kann.



Peter Streitenberger

Robins

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234

28.03.2013, 15:18

2) „einschließlich der Errettung jedes Menschen, den er zum Heil erwählt (Eph 1,4.5).“

Die aufgestellte Hypothese, dass Gott alles, was er will auch durchsetzen kann, wird nun auf die Erlösung bezogen. Diese Schlussfolgerung wird „wirksame Gnade“ genannt.

Gott könnte einerseits – so MacArthur – jeden Menschen unwiderstehlich erretten (Satz 1: Gott kann alles geschehen lassen, was er will). Andererseits rettet der Gott MacArthurs auch tatsächlich einige Menschen – jedoch nur diejenigen, die er aus der Masse Mensch „zum Heil erwählt“ hat. Ganz Jerusalem hätte also – nach MacArthur – tatsächlich gerettet werden können, wenn Gott dies tatsächlich gewollt hätte.



Anm.: Die Fragestellung in Bezug auf die Kritik an MacArthur ist nun: hat Gott sich in seiner Souveränität vorgenommen, die Errettung der Menschen (bzw. nach calvinistischem Konzept: einiger erwählter Ungläubiger) souverän – d.h. gegen jeden Widerstand hinweg durchzusetzen ? Diese Aussage entspricht der calvinistischen TULIP-Lehre (unwiderstehliche Gnade etc.): Gott habe angeblich das Heil mancher ungläubiger Menschen vorweltlich beschlossen und führt diesen Beschluss ohne Wiederstandsmöglichkeit aus.

Jerusalem sollte – so MacArthur – gar nicht gerettet werden, da Gott ihnen die „unwiderstehliche Gnade“ nicht gewährt hat, durch die sie gerettet worden wären.

MacArthur führt als Beweis Eph 1,4.5 an. Daher sollte diese Belegstelle sehr genau betrachtet werden:

Eph 1:4-5 wie er uns auserwählt hat in ihm vor Grundlegung der Welt, daß wir heilig und tadellos seien vor ihm in Liebe; 5 und uns zuvorbestimmt hat zur Sohnschaft durch Jesum Christum für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens.

Mit keiner Silbe werden hier Ungläubige erwähnt – mit keiner Silbe wird hier die Wiedergeburt oder Bekehrung erwähnt. Der Brief an die Epheser ist ausschließlich an Gläubige adressiert: diese sind vorweltlich zur Heiligkeit auserwählt und zur Sohnschaft vorherbestimmt.



3) „Dennoch äußert er zuweilen einen Wunsch über etwas, das er durch seine Souveränität nicht zur Erfüllung bringt“

Hier nimmt MacArthur Bezug auf die Aussage bzw. den Wunsch des Heilandes, dass er Jerusalem zum Heil versammeln wollte. MacArthur verwendet dabei das Wort „zuweilen“, damit nicht ad hoc der hierin aufgestellte Irrsinn offenbar wird – trotzdem sollen die Gedanken MacArthurs nachvollzogen werden:

dann und wann – so MacArthur – wünscht sich Gott etwas, das er auch tun könnte (hier: das Heil Jerusalem wird zwar vom Heiland gewünscht), aber er bringt diesen selbst-geäußerten Wunsch – obwohl er es könnte (Satz 1) – nicht zur Erfüllung (hier: Jerusalem wird verworfen und nicht gerettet, obwohl der Heiland dies gewünscht hat, da er seinen eigenen Wunsch nicht ausführt, obwohl er dies könnte).



Anm: Hier muss der Vorwurf der Vermittlung eines schizophrenen Gottesbildes aufgestellt werden: einerseits behauptet MacArthur in Satz 1, dass Gott das geschehen lassen kann, was er will, andererseits wünscht sich Gott auch Dinge, die er – obwohl er dies könnte – nicht verwirklichen will bzw. zur „Erfüllung bringt“.
Im angeführten Satz verwirklicht sich das Schriftwort
: “indem sie sich für weise hielten sind sie zu Narren geworden“. (Röm 1,22)



4) „Derartige Äußerungen deuten in keiner Weise auf eine Einschränkung der Souveränität Gottes hin oder dass er sich verändert habe. Doch offenbaren diese Aussagen wesentliche Aspekte des Charakters Gottes: Er ist voller Mitgefühl, aufrichtig gut zu allen, ersehnt das Gute und nicht das Böse und hat daher keinen Gefallen am Verderben des Gottlosen“



Mit „derartige Äußerungen“ bezieht sich MacArthur hier auf den vermeintlichen Heilswillen von Jesus Christus, den dieser – obwohl er es könnte – nicht durchführt.

MacArthur versucht sich hier vor der Konsequenz seiner Aussagen zu verstecken:

Er betont und charakterisiert nämlich den Heilswillen (Mitgefühl, aufrichtig gut zu allen, Ersehenen des Guten und nicht des Bösen, kein Gefallen am Verderben des Gottlosen).
Allerdings unterschlägt er – damit die von ihm aufgestellten Behauptungen auch ja genießbar sind – warum der Heiland – obwohl er es könnte – diesen wunderbaren Heilswillen nicht verwirklicht.

Hier zieht MacArthur den heiligen Willen Gottes vollständig in den Dreck und bezichtigt Gott – schön verpackt – der Sünde:

Jak 4:17: „Wer nun weiß, Gutes zu tun, und tut es nicht, dem ist es Sünde.“

Der Heiland wusste – so MacArthur – das Gute zu tun – tut es jedoch nicht – und somit wird dem Heiland Sünde unterstellt: diese Aussage ist reinste Lästerung des Sohnes Gottes !

Anm.: MacArthur bemerkt wohl selbst den von ihm aufgestellten Irrsinn und versucht zu retten, was zu retten ist: Gott kann zwar alles durchsetzen, was er sich vorgenommen hat, er äußert jedoch „zuweilen“ (Satz 3) Wünsche, die er – obwohl er es könnte – nicht durchsetzt. An dieser Stelle ist nur eine Frage zu stellen – liegt die Schizophrenie bei Gott oder bei MacArthur ?

Mit Souveränität Gottes hat dies überhaupt nichts mehr zu tun. Der hier aufgestellte Satz ist ein klarer Widerspruch zum bisher behaupteten: Gott will zwar das Heil Jerusalems und äußert auch diesen Wunsch – er könnte dieses Heil auch per unwiderstehlicher Gnade durchsetzen – tut dies aber (so MacArthur) nicht: es handelt sich dabei klar um eine Differenz von Plan und Ausführung – also einer Einschränkung/Veränderung von Wunsch und Wirklichkeit innerhalb der Gottheit. MacArthur kann sich hier also mit seiner Behauptung der Kontinuität in keiner Weise aus der Affäre ziehen.



5) Während einerseits Gottes Souveränität uneingeschränkt gilt, müssen wir andererseits seine Aufforderung an die Verworfenen zur Buße als ernst gemeinte Appelle verstehen – und seine Güte gegenüber dem Gottlosen als echte Barmherzigkeit, die den Sünder zur Buße erwecken soll [...]..“

Dieser Aussage liegt wieder die falsche Lehre des „allgemeinen“ und des „wirksamen“ Rufes zugrunde (in anderen Worten: das calvinistische Übergehungs- und Vergewaltigungsevangelium):

Von Gott persönlich per vorweltlichem Beschluss verworfenen Menschen (einfache/doppelte Prädestination) wird (allgemeiner Ruf) die Buße gepredigt. Hier von „ernst gemeinten Appellen“ zu sprechen ist blanke Lästerung, da diese Gruppe nicht Busse tun KANN, da dieser Gruppe von Verworfenen die dazu notwendige „unwiderstehliche Gnade“ seitens des Gottes Calvins nicht gewährt wird. Die vom Heiland gewünschte „Güte“ den Gottlosen gegenüber, die zur Buße erwecken soll, wird nicht verwirklicht, da diese Gruppe nicht zum Heil erwählt wurde. Die falsche „general-effectual“ Ruf Lehre MacArthurs etc. ist somit ein Widerspruch/Irrsinn in sich selbst.

Anm.:

Mit „wir“ meint MacArthur natürlich die Sekte der Calvinisten, die diese falsch verstandene Souveränität und den aufgestellten Irrsinn schlucken müssen.



6) Die von Christus hier [...] gezeigte Gefühlsregung kommt aus der Tiefe seines Herzens. Alle Emotionen Christi müssen in voller Harmonie mit seinem göttlichen Willen stehen [...]. Deshalb sollten wir diese Klage nicht als bloßen Ausdruck seiner Menschlichkeit verstehen.“

Nach MacArthur wird hier dem Heiland die Sünde aus Jak. 4,17 unterstellt: Christus weiß angeblich um die Notwendigkeit dem verlorenen Jerusalem die „wirksame Gnade“ ohne die es nicht geht (conditio sine qua non) zu gewähren, zudem verweist er auf die Gefühlsregungen/Emotionen aus der „Tiefe des Herzens“ in Harmonie mit dem „göttlichen Willen“ – was MacArthur hier behauptet ist jedoch nichts als pure Gotteslästerung und Christus wird mit Belial vertauscht ! Der Herr könnte Jerusalem helfen – er tut es aber nicht !




Wehe denen, die diese bösen Lehren unter das Volk Gottes bringen !



Peter Streitenberger

Robins

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235

29.03.2013, 14:24

http://www.bbkr.ch/forum/showthread.php/…zu-den-Christen


Auszug:





Zitat


Was sagt Römer 5.12 zu den Menschen:









5 12
Darum, gleichwie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen,
und durch die Sünde der Tod, und also der Tod zu allen Menschen
durchgedrungen ist, weil sie alle gesündigt haben;







die Calvinistische Irrlehre dazu "lehrt", dass der normale Mensch das Evangelium nicht verstehen kann.

Der Mensch könne Gottes rettende Botschaft erst verstehen, wenn er durch den Heiligen Geist dazu befähigt sei.



Das ist im weitesten Sinn Teil die Irrlehre, die der Irrlehrer John Mac Arthur und der Irrlehrer und Inhaber des Irrlehren Verlages: "Betanien", H.W. Deppe und
Matthew Henry, Martin Lloyd-Jones, J.I. Packer und A.W. Pink
Benedikt Peters, also solche, wo man dachte, sie seien Christen, verbreiten.
















Herzliche Grüsse

236

29.03.2013, 19:10

Zitat:
" ... die Calvinistische Irrlehre dazu "lehrt", dass der normale Mensch das Evangelium nicht verstehen kann. Der Mensch könne Gottes rettende Botschaft erst verstehen, wenn er durch den Heiligen Geist dazu befähigt sei.
Das ist im weitesten Sinn Teil die Irrlehre ..."



Wir sollten das " normale Mensch" genauer definieren.


Wenn damit der normale Ungläubige gemeint ist, den das Evangelium gerade erreicht, wäre das Evangelium sinnlos geworden, denn dann würde ja Gott von vorherein nur einige auswählen, die er dann mit dem HG ausstattet, welcher sie dann wiederum befähigt, das Evangelium anzunehmen oder zu "erkennen".


Das ist aber nicht so. Denn: Dem Menschen ist von Gott sein freier Wille gegeben, allerdings beeinflußt der Herzenszustand/ Sinneszustand seine Entscheidung. Zum Beispiel die Gesinnung nach mehr Reichtum lässt den Reichen letztendlich draußen stehen, vor dem Königreich der Himmel.


Freier Wille, anzunehmen oder abzulehnen.


Vielleicht beziehen sich die Kalvinisten ja auf den 1.Kor.2,14, wo vom "natürlichen" ( seelisch, Psychikus) Mensch die Rede ist, auch Judas 19 spricht und warnt davon/vor. Da ist aber nicht die Rede von der Annahme des Evangeliums.

Robins

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237

30.03.2013, 21:11

Danke, guter Beitrag! :smile:

238

30.03.2013, 23:02

Danke für das :smile: , und zurück :tassekaffee: