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Mittwoch, 27. November 2013, 16:59

Rettungsstation oder Clubhaus?

Und noch etwas zum Nachdenken:

An einer gefährlichen Küste befand sich vor Zeiten eine kleine
armselige Rettungsstation. Die Küste war schon vielen Schiffen zum
Verhängnis geworden. Deshalb hatte sich eine Handvoll Freiwilliger hier
eine kleine Hütte gebaut, um den Wachdienst zu versehen. Zu dieser
Rettungsstation gehörte nur ein einziges Boot. Mit diesem wagte sich die
kleine mutige Mannschaft immer wieder, bei Tag und bei Nacht, auf das
Meer hinaus, um die Schiffbrüchigen zu retten.

Es dauerte nicht
lange, dass dieser kleine Stützpunkt bald überall bekannt wurde. Viele
der Erretteten und auch andere Leute aus der Umgebung waren gern bereit,
die armselige Station mit Geld zu unterstützen. Die Zahl der Gönner
wuchs. So konnte man sich neue Boote kaufen und neue Mannschaften
schulen.

Mit der Zeit gefiel den Gönnern die kleine ärmliche Hütte
nicht mehr. Die Geretteten, sagte man, benötigten doch einen etwas
komfortableren Ort als erste Zufluchtsstätte. Deshalb beschloss man, die
provisorischen Lagerstätten durch richtige Betten zu ersetzen. Man
erweiterte das Gebäude und stattete alle Räume mit schöneren Möbeln aus.
Auf diese Weise wurde die Rettungsstation allmählich zu einem beliebten
Aufenthaltsort. Die Station diente den Männern als Clubhaus, in dem man
gesellig beieinander sein konnte.

Gleichzeitig geschah aber auch
etwas sehr Verständliches: immer weniger Freiwillige waren bereit, mit
auf Bergungsfahrt zu gehen. Was tat man? Man heuerte für die
Rettungsboote eine eigene Besatzung an. Immerhin schmückte das Wappen
des Seenotdienstes noch überall die Räume, und von der Decke des
Zimmers, in dem gewöhnlich der Einstand eines neuen Clubmitgliedes
gefeiert wurde, hing das Modell eines großen Rettungsbootes.

Und nun passierte folgendes: Vor der Küste scheiterte ein großes Schiff, und
die angeheuerten Seeleute kehrten mit ganzen Bootsladungen Frierender
und Halbertrunkener zurück. Unter ihnen befanden sich Schwarze und
Orientale. In dem schönen Clubhaus entstand Chaos. Das
Verwaltungskomitee ließ deshalb gleich danach Duschkabinen im Freien
errichten, damit man die Schiffbrüchigen vor Betreten des Clubhauses
gründlich säubern könne.

Bei der nächsten Versammlung gab es eine
Auseinandersetzung unter den Mitgliedern. Die meisten wollten den
Rettungsdienst einstellen, weil er unangenehm und dem normalen
Clubbetrieb hinderlich sei. Einige jedoch vertraten den Standpunkt, dass
Lebensrettung die vorrangige Aufgabe sei und dass man sich auch noch
als “Lebensrettungsstation” bezeichne. Sie wurden schnell überstimmt.
Man sagte ihnen: Sie könnten ja auch woanders ihre eigene
Rettungsstation aufmachen, wenn ihnen das Leben all dieser angetriebenen
schiffbrüchigen Typen so wichtig sei.

Das taten sie dann auch. Sie
fingen ganz von vorne an mit einer kleinen erbärmlichen Hütte. Ihr guter
Ruf aber verbreitete sich sehr schnell. Es gab neue Gönner, und es
entstand ein neues Clubhaus – usw. usw. Die neue Station wandelte sich
genauso wie die erste. Und so kam es dann schließlich zur Gründung einer
dritten Rettungsstation. Doch auch hier wiederholte sich die alte
Geschichte. Zuerst gab es wieder nur eine kleine erbärmliche Hütte. Aber
der gute Ruf verbreitete sich schnell; es gab Gönner; es wurde ein
Clubhaus gebaut usw. usw.

Wenn man heute diese Küste besucht, findet
man längs der Uferstraße eine beträchtliche Reihe exclusiver Clubs.
Immer noch wird die Küste vielen Schiffen zum Verhängnis; nur – die
meisten der Schiffbrüchigen ertrinken !
Was sind unsere Kirchen: Clubhäuser für geistlich Arrivierte oder Rettungsstationen für Verlorene?

Autor unbekannt
:whistling:
Phil. 1,6:
...der in uns angefangen hat das gute Werk, wird es auch vollenden bis an den Tag Christi.
Nietzsche: "Gott ist tot".
Gott: "Nietzsche ist tot!"


2

Mittwoch, 27. November 2013, 18:52

Das Beispiel hinkt etwas, denn die HÜTTEN gibt es noch , sehr zahlreich sogar.Nur niemand will sich retten lassen! :regensmiley:

3

Mittwoch, 27. November 2013, 20:27

Ich vergleiche diese Geschichte mit den großen, religiösen "Gotteshäusern". Da finde ich die "Klubhäuser" wieder.

Ja, es gibt noch "Hütten" mit wirklich wiedergeborenen Gläubigen, die Christus ernsthaft nachfolgen. Darum ist diese Geschichte für mich sehr gut beschrieben als Parabel über den Zustand der Kirchen und der - nur noch kleinen - echten Gemeinden Christi.

Und ja: Je mehr die Zeit vorschreitet, desto weniger Menschen wollen sich errettten lassen und von der Wahrheit Jesu hören. Darum sind "echte" Christen so sehr nötig in ihrer klaren Botschaft.

:tassekaffee:
Phil. 1,6:
...der in uns angefangen hat das gute Werk, wird es auch vollenden bis an den Tag Christi.
Nietzsche: "Gott ist tot".
Gott: "Nietzsche ist tot!"