Sonntag, 19. November 2017, 07:24 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Forum der Gemeinschaft bekennender Christen im Netz. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Freitag, 6. Dezember 2013, 17:27

WG: Pressemitteilung: Stellungnahme zum Estrela-Bericht, der erneut am 10. Dezember im Europaparlament zur Abstimmung steht

Estrela-Bericht über sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte ist am 10.12.2013 erneut im Europaparlament.

von: Dr. Lothar Gassmann <logass1@t-online.de>

Von: Christdemokraten für das Leben [mailto:CDLBV@aol.com]
Betreff: Pressemitteilung: Stellungnahme zum Estrela-Bericht, der erneut am 10. Dezember im Europaparlament zur Abstimmung steht

Pressemitteilung

Münster, 06.12.2013


Estrela-Bericht über sexuelle und reproduktive Gesundheit und die damit verbundenen Rechte ist am 10.12.2013 erneut im Europaparlament.

Die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr, kritisiert in einer Stellungnahme den Bericht und das Vorgehen des Parlamentsausschusses und die Verletzung von Verfahrensregeln:

"Bereits am 22. Oktober 2013 wurde der sogenannte "Estrela-Bericht" im Europäischen Parlament nach einer ungewöhnlich turbulenten kurzen Debatte wegen erheblicher und grundsätzlicher Kritik und Ablehnung sowohl der Inhalte als auch der damit verbundenen Verletzung des Subsidiaritätsprinzips an den zuständigen FEMM-Ausschuß zurückverwiesen. Eine offene und faire parlamentarische Kultur sowie die Reichweite der Themen und die starke Kritik daran hätten zumindest eine ausführliche Debatte über diesen gravierenden Bericht erwarten lassen. Wie sehr es hier um Umsetzung einer einseitigen Agenda einer spezifischen Interessenlobby geht, zeigt die respektlose Reaktion des verantwortlichen Ausschusses. Dort wurde der Bericht bereits am 26. November mit nur geringfügigen, sprachkosmetischen Modifikationen, ohne Zulassung von weiteren Änderungsanträgen und ohne Diskussion des alternativen Entschließungsantrags erneut beschlossen. All dies hat zu heftigen Debatten und viel Mißstimmung unter Abgeordneten geführt, die sich um die Rechtmäßigkeit des Vorgehens sorgen. Tatsächlich hat der Juristische Dienst des Europäischen Parlaments festgestellt, daß die Vorgehensweise einen Verstoß gegen die Geschäftsordnung darstellt. Diese Bewertung wurde dem Frauenausschuß am 26. November mündlich mitgeteilt.

Neben der völligen Mißachtung des europäischen Subsidiaritätsgrundsatzes, der bisher jedem europäischen Land die Freiheit der Gestaltung einer kultur- und sozialpolitisch akzeptierten Sexualerziehung und Reproduktionsgesundheit ermöglicht, und des Grundrechtes auf Leben auch der ungeborenen Menschen seien hier einige weitere Kritikpunkte aufgelistet:

2

Freitag, 6. Dezember 2013, 17:27

Weiter:
Der Inhalt des "neuen" Estrela-Berichts (3. Dezember 2013) bleibt in wesentlichen Punkten unverändert. Entgegen der politischen Vorgaben der Parlamentarier zur Überarbeitung kaum etwas verändert.
Der Entschließungsantrag fordert weiterhin, daß...
Abtreibung als Menschenrecht in den Mitgliedstaaten, der Union und in den Außenbeziehungen politisch anerkannt und durchgesetzt wird (§§ 1, 6, 7, 14, 15, 17, 19, 33);
Mütter und Vater im Bereich der Sexualerziehung nur noch Erziehungsberechtigte zweiter Klasse("other Stakeholders") neben anderen staatlichen Institutionen sind (§ 40);
Eltern nicht konsultiert werden müssen, wenn ihre minderjährigen Töchter eine Abtreibung vornehmen wollen (§ 41);
die staatliche Sexualerziehung in der Schule eine ausdrücklich positive Ansicht über Homosexualität vermitteln muß (§ 51);
die Gewissensfreiheit für medizinisches Personal abgeschafft werden soll (§ 34);
Abtreibungsorganisationen und -Einrichtungen eine politische Bestandsgarantie und eine nachhaltige Finanzierung und aus Steuermitteln erhalten (§§ 18, 21, 71);
der Auswärtige Dienst der EU gegen den Willen und die nationalen Vorschriften von Drittstaaten Abreibung im Rahmen der Entwicklungshilfe durchsetzen soll (§§ 71, 76-79, 81-83, 87).

Das Anliegen des Estrela-Berichts geht unmißverständlich aus § 84 hervor: Abtreibung und Geburtenkontrolle stellen die neue Priorität der Entwicklungspolitik nach dem Jahr 2015 dar. Um das politisch zu erreichen, soll Abtreibung zum Menschenrecht erklärt werden. Wenn die Estrela-Entschließung im Amtsblatt der EU veröffentlicht ist, dann dient dieser Text weltweit als wichtige politische Legitimierung von Abtreibungsorganisationen und der EU-Kommission als Vorwand zur nachhaltigen Förderung und Finanzierung von Abtreibung.

Und die Absicht des engen Terminplanes scheint klar: Der Estrela-Bericht (und damit seine Forderungen an die EU-Innen- und -Außenpolitik sowie an die EU-Mitgliedsstaaten) soll möglichst ohne Änderungen noch im allgemeinen Vorweihnachtstrubel vom Parlament durchgewunken werden. Daher war erstaunlicherweise bereits nach der Zurückweisung in den Ausschuß, also vor Kenntnis der weiteren Diskussion und vor der Entscheidung des Ausschusses, der Bericht bereits "in Rekordzeit" wieder für den
10.12.2013 auf die Tagesordnung der Dezember-Plenarsitzung des Europäischen Parlaments gesetzt worden und dies inzwischen sogar ohne Zulassung jeder Debatte. Mit diesem engen Zeitplan und der Beschneidung sämtlicher Möglichkeiten für eine angemessene Debatte, soll offensichtlich jegliche Auseinandersetzung über die vielen umstrittenen Punkte des Berichts verhindert werden.
Die EVP-Fraktion hat ihrerseits einen sehr kurzen und durchaus vernünftigen Alternativentwurf vorgelegt.

3

Freitag, 6. Dezember 2013, 17:28

Weiter:Will man so kurz vor der Europawahl im Mai einerseits neue Fakten schaffen, weil man Sorge um neue Kräfteverhältnisse hat, wie es die Wahlforscher (lt. FAZ-Meldung vom 5. Dez.) bereits berichten. Kann man etwa den Bürgern Europas mit diesen Methoden und Inhalten das EU-Parlament positiv vermitteln? Hat nicht gerade die bisher erfolgreichste Europäische Bürgerinitiative "One of us" ohne Mühe rd. 1,9 Mio Unterschriften gesammelt, die sich für verbesserten Lebens- und Embryonenschutz in Europa aussprechen und gerade nicht, wie im Estrela-Bericht gefordert, für eine Ausweitung der europäischen Förderungen für Abtreibungen? Während in der Familien- und Sozialpolitik der einzelnen Länder vieles versucht wird, um die Interessen der Familien zusichern und die extrem gesunkenen Geburtenzahlen in Europa aufzuhalten und junge Familien zu stärken und zu ermutigen, will der Estrela-Bericht die Signale in die gegenteilige Richtung drehen. Dies gilt es durch einen breiten Protest jetzt deutlich zu machen, damit die europäischen Bürger erfahren, wie hier über ihre Köpfe hinweg in ihr Familien- und Sexualleben hinein entschieden und dirigiert werden soll."


Der "Estrela-Bericht" liegt erst seit gestern auch in deutscher Sprache vor:
http://www.europarl.europa.eu/sides/get ... XML+V0//DE

+++

Mit freundlichen Grüßen

Hildegard Bosch

Christdemokraten für das Leben e.V.
- Bundesgeschäftsstelle -
Schlesienstr. 20
48167 Münster
Tel.: 0251 - 6 28 51 60
Fax: 0251 - 6 28 51 63
E-Mail: info@cdl-online.de
Internet: www.cdl-online.de

4

Sonntag, 8. Dezember 2013, 20:45

Unfassbar :regensmiley: :weinen: :weinen: ... Es geht mit Riesenschritten vorwärts..... :wacko:
Phil. 1,6:
...der in uns angefangen hat das gute Werk, wird es auch vollenden bis an den Tag Christi.
Nietzsche: "Gott ist tot".
Gott: "Nietzsche ist tot!"


5

Montag, 9. Dezember 2013, 07:40

Drohende Christenverfolgung in Deutschland
von Dr. Lothar Gassmann <logass1@t-online.de>

Br. David Winkelhage teilt mit:

Noch ein kurzer Nachtrag in dieser Sache.
Damit ihr auf einen Blick seht was hier geplant ist, einige Auszüge aus dem Koalitionsvertrag (http://www.spd.de/linkableblob/112790/d ... onsvertrag Seite 105):
Die Hervorhebungen und Anmerkungen stammen von mir, um besonders wichtige Punkte besser sichtbar zu machen.

Wir werden darauf hinwirken, dass bestehende Diskriminierungen von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften und von Menschen auf Grund ihrer sexuellen Identität in allen gesellschaftlichen Bereichen beendet werden.
Rechtliche Regelungen, die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften schlechter stellen, werden wir
beseitigen. Das Grundgesetz unseres Landes sagt in §6,1:"
Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung." (pers. Anmerkung)

Bei Adoptionen (durch Homosexuelle) werden wir das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zurSukzessivadoption zügig umsetzen.
Es sollen mehr Kinder bei homosexuellen Adoptiveltern leben, zur Selbstverwirklichung der Erwachsenen. (pers. Anmerkung)
Die Arbeit der „Bundesstiftung Magnus Hirschfeld“ werden wir weiter fördern
.
Wir verurteilen Homophobie und Transphobie und werden entschieden dagegen vorgehen.
Wir werden den „Nationalen Aktionsplan der Bundesrepublik Deutschland zur Bekämpfung von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und darauf bezogene Intoleranz“ um das Thema Homo-und Transphobie erweitern
Praktisch also die Gleichstellung von "Homophobie" (Ablehnung und Kritik an Homosexualität) mit Rassismus und Antisemitismus. Menschen mit anderen Überzeugungen sollen also ganz klar als "Nazis" und Rassisten bewertet werden, möglicherweise auch schon bald vor dem Gesetz! (pers. Anmerkung)

ralf-fennig

Administrator

Beiträge: 2 217

Wohnort: 49424 Goldenstedt

Beruf: Altenpfleger - Frührentner

6

Montag, 9. Dezember 2013, 08:42

Es geht weiter.
Lk 21, 28 Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.

7

Montag, 9. Dezember 2013, 20:15

Amen!
Phil. 1,6:
...der in uns angefangen hat das gute Werk, wird es auch vollenden bis an den Tag Christi.
Nietzsche: "Gott ist tot".
Gott: "Nietzsche ist tot!"


ralf-fennig

Administrator

Beiträge: 2 217

Wohnort: 49424 Goldenstedt

Beruf: Altenpfleger - Frührentner

8

Dienstag, 10. Dezember 2013, 20:14

Auch hier - damit Jeder sieht das manchmal noch ein Schimmer Licht in Europa zu sehen ist:

Zitat

Unser Einsatz hat sich mehr als gelohnt! Zigtausend Protestmails und unsere gestrige Demo in Straßburg haben erreicht, daß der umstrittene Estrela-Bericht heute in einer leidenschaftlichen Abstimmungsrunde von den EU-Abgeordneten vom Tisch gefegt worden ist. Mit 334 zu 327 Stimmen stimmten die Abgeordneten für den Alternativen Entschließungsantrag der EVP-Fraktion.
Das ist ein großer Sieg für die Zivilisation in Europa und für den Schutz der Familie! Dem Versuch, das Recht zu pervertieren, indem ein Grundrecht auf Tötung ungeborener Menschen und ein Sexualerziehungszwang für alle Kinder ab der Grundschule durchgesetzt werden sollte, haben die Abgeordneten eine klare Absage erteilt. Herzlichen Dank an alle, die mit uns so großartig dafür gekämpft haben!
Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen. Die Sozialistin Edite Estrela machte nach der Abstimmung deutlich, daß sie auch jetzt nicht aufgeben wird: „Sie können mich nicht einschüchtern. Ich habe Recht!“ polterte sie. Dann beschimpfte sie die Abgeordneten als Heuchler und sprach von einer „schändlichen Abstimmung“ und von „fundamentalistischen Strömungen“ im EU-Parlament. Begleitet von großem Applaus fand Estrelas Landsmann Nuno Melo von der EVP deutliche Worte für dieses Benehmen: „Eine echte Demokratin akzeptiert das Abstimmungsergebnis! Sie sind eine Schande für die Sozialisten in Europa!“
Der Estrela-Bericht selbst ist vom Tisch, aber die Kräfte hinter dem Bericht ruhen nicht. Bleiben wir also wachsam.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Adventszeit.
Mit herzlichen Grüßen Ihre
Hedwig von Beverfoerde
PS:
Zum namentlichen Abstimmungsergebnis (S. 79f).
Hier finden Sie das Video der Abstimmungsrunde zum Nachschauen ab 12:48:48 Uhr.
Eindrücke unserer Demo in Straßburg sehen Sie in unserer Bildergalerie.
Unsere Arbeit für den Schutz der Familie kostet Geld. Wenn Sie können: Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Weihnachtsspende. Sehr Herzlichen Dank!

9

Mittwoch, 11. Dezember 2013, 19:05

Zitat

...von „fundamentalistischen Strömungen“ im EU-Parlament.
:thumbsup: Jaaaaaa - gelobt sei unser HERR und GOTT, dass es diese Strömungen noch gibt :thumbsup:

Danke für diesen Bericht, der mich von Herzen freut.

:smile:
Phil. 1,6:
...der in uns angefangen hat das gute Werk, wird es auch vollenden bis an den Tag Christi.
Nietzsche: "Gott ist tot".
Gott: "Nietzsche ist tot!"


Ähnliche Themen