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ralf-fennig

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Beiträge: 2 217

Wohnort: 49424 Goldenstedt

Beruf: Altenpfleger - Frührentner

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Sonntag, 16. Juli 2017, 14:05

Eheschließung

Was zum Grübeln:
Eigentlich sagen wir das Ehe gemäß der umgebenden Kultur geschlossen wird. Für Christen natürlich nur mit einer Frau - wobei wenn polygame Menschen sich bekehren für weitere Frauen natürlich eine Lösung gefunden werden muss. Schön und gut.
Als sich im antiken Rom das Christentum ausbreitete gab es dort die Monogamie. Ein Mann heiratete eine Frau. Kein Problem. Daneben gab es u.U. Sklavinnen oder Sklaven, Liebhaberinnen und Liebhaber - im späten Rom lockerten sich da die Sitten.
Eines war aber im alten Rom NICHT möglich: Eine Ehe zwischen den sozialen Schichten. Niemand konnte "unter seinem Stand" heiraten. Zusammenleben ja - Sex ja - Kinder ja - aber heiraten war nicht möglich.
Unter Christen war es anders. Vor Gott konnten Christen auch zwischen den sozialen Schichten heiraten. Es gab also christliche Ehen - die vor der weltlichen Kultur nicht machbar und nicht statthaft waren.
Galten diese Ehen?
Auch wenn sie in keiner Weise von der umgebenden Kultur anerkannt werden konnten?

Umgekehrt:
Wenn eine Kultur (wie jetzt in Deutschland geplant) "Ehen" schließen lässt, die vor Gott eigentlich Sünde sind - inwiefern gelten diese Beziehungen? Welche Bedeutung haben sie?
Das man so etwas nicht segnen kann dürfte unstrittig sein. Aber welchen Status haben diese Beziehungen durch den staatlichen Akt?

ralf-fennig

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2

Sonntag, 16. Juli 2017, 14:09

P.S.: Zum Hintergrund sei gesagt:
Im Moment beschäftige ich mich ein wenig mit "Kirchengeschichte". Dort habe ich jetzt gelernt: Dieses Dilemma der frühen Christen (das Christen auch Beziehungen zwischen den sozialen Schichten als Ehen leben wollten und nicht als Hurerei) hätte zur Ausprägung der "christlichen Eheschließung" geführt.
Ich frage mich jetzt:
War das ein Irrweg?
Hätte man das lassen sollen bzw. durfte man diesen Schritt gehen?
Und was bedeutet das in einer Zeit, in der der kulturelle Konsens über die Ehe, der bislang zumindest noch grob mit der christlichen Sicht darauf übereinstimmte, gerade in sich zusammen bricht?