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Mittwoch, 14. Juli 2010, 23:01

AKREF-Gebetsanliegen für verfolgte Christen vom 16. bis 31. Juli 2010

16. Afghanistan: Christen weiter unter Druck
In Afghanistan hält der lebensbedrohliche Druck auf die christliche Minderheit an. Im Visier des Staates und muslimischer Extremisten sind insbesondere Konvertiten vom Islam. Zahlreiche Familien sind untergetaucht oder ins Ausland geflohen. Auch humanitäre Hilfswerke werden einer strengen Kontrolle unterzogen. Zwei, die den Begriff „Kirche“ im Namen tragen, mussten ihre Aktivitäten einstellen – Ein afghanischer Abgeordneter erklärte, dass die Ermordung von Christen, die zuvor Muslime waren, kein Verbrechen sei. Mit einem dramatischen Appell wandten sich 150 im indischen Exil lebende Christen aus Afghanistan in Neu-Delhi an die Öffentlichkeit. Sie baten um Hilfe, die Christenverfolgung zu beenden.
17. China: Tochter eines verhafteten Pastorenehepaars erzählt
HMK berichtet von Esther, deren Eltern verhaftet wurden, weil sie in einer Hauskirche
aktiv tätig waren. Sie macht sich große Sorgen, weil sie nicht weiß, ob ihre Eltern gefoltert werden. Sie müssen 15 Stunden am Tag arbeiten. Sie sagt: „Ich bete jeden Tag für die Verfolger meiner Eltern“. Die kommunistischen Funktionäre hofften mit der Gemeindeschließung und den Verhaftungen die Menschen von ihrem christlichen Glauben wegzubringen.

18. Deutschland: Bundestags-Debatte: "Religionsfreiheit“

Politiker aller großen Parteien haben am 8.7. im Bundestag über das Thema "Religionsfreiheit" diskutiert. Während sich die Unions-Parteien vor allem für die Unterstützung der Christen weltweit aussprachen, warben SPD, Grüne und Linke dafür, den Islam besser in Europa zu integrieren. Bundesaußenminister Guido Westerwelle nannte den Einsatz für Religionsfreiheit ein "zentrales Anliegen der Bundesregierung". „Wir erwarten, dass die Behörden die Christen schützen", sagte Kauder Genauso, wie Muslime in Deutschland Moscheen bauen dürfen, sollten auch Christen, etwa in der Türkei, das Recht auf freie Religionsausübung erhalten. "

19. Deutschland: DIE LINKE gegen Gottesbezug im Grundgesetz

Die Religionsfreiheit sei in 64 Ländern der Erde, in denen zusammen fast 70 Prozent der Weltbevölkerung leben, sehr stark eingeschränkt oder gar nicht existent. Die Linke forderte ein laizistisches Deutschland nach französischem Modell und betonte, die Zeit des Missionierens sei vorbei. In Bayern gab es Streit um Religionsbezugs Inhalte in den Lehrmaterialien. Die Autorin Susan Jacoby kritisiert im neuen Englisch-Lehrbuch "Context 21" christliche Fundamentalisten in den USA als eine anti-intellektuelle, gefährliche Bewegung. Der Verlag lehnte trotz Proteste Änderungen ab. Erst als das Kultusministerium massive Beschwerden bekam wurde die Passage entfernt.

20. Indien: Gewaltige Bluttat gegen christlichen Professor

Prof. T.J. Joseph kam mit seiner Familie vom sonntäglichen Gottesdienst zurück, als eine Gruppe von Menschen ihn zwangen kurz vor seiner Wohnung zu stoppen. Nachdem sie Prof. Joseph aus seinem Auto zerrten, griffen sie ihn mit Messern und Schwertern an. Sie schnitten ihm seine Hand und den rechten Arm ab und warfen diese nach ca. 200 m weg. Der Professor erlitt außerdem tiefe Wunden an seinem Körper. Einige der Angreifer sind Aktivisten der Volksfront, eine in Indien rechtsradikale Moslem-Gruppe, die sich früher Nationale Entwicklungs-Front nannte, und in Kerala sehr stark ist. Sajan K. George, Präsident des Global Council of India (Gcoi), verurteilte den „barbarischen Akt“ und forderte, dass die Angreifer bald vor Gericht gestellt werden.

21. Indien: Gewalt gegen Christen - Aufrührer verurteilt

Gegen Manoj Pradhan, Abgeordneter der nationalistischen Hindu-Partei BNP, wurden bereits sechs Prozesse wegen Mordes sowie mehrere wegen Übergriffe auf Christen niedergeschlagen. Nun ist der Anstifter zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Orissa befand den Hindu-Nationalisten Pradhan für schuldig an dem gewaltsamen Tod eines Mannes während der Pogrome von 2008 gewesen zu sein. Den Ausschlag für den Schuldspruch gab die Aussage seiner Tochter (6). Sie hatte die Ermordung ihres Vaters selbst miterlebt und vor Gericht darüber berichtet.

22. Iran: Hauskirchen-Leiter seit April inhaftiert

Als „Gefangenen des Monats Juli“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea Pastor Bahnam Irani benannt und zur Unterstützung für ihn aufgerufen. Als Leiter einer Hauskirche in Karaj wurde er am 14. April von Geheimdienstmitarbeitern abgeführt. Sie drangen in sein Haus, stellten sich als Mitarbeiter des Informationsministers vor, bedrohten die Anwesenden, beschimpften und verhafteten den Pastor. Sie beschlagnahmten Computer, Bibeln und andere christliche Schriften. Familienmitglieder erhielten keine Informationen über den Aufenthaltsort des Pastors, der bereits 2005 schon einmal inhaftiert war.

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Mittwoch, 14. Juli 2010, 23:03

Fortsetzung: Verfolgte Christen - Gebetsanliegen von AKREF der Deutschen Evangelischen Allianz

23. Kirgisistan: großer Bedarf an Hilfe nach den Unruhen
Infolge der tragischen Ereignisse im Süden von Kirgistan wurden Hunderte Menschen getötet, mehrere Tausend verletzt, Hunderttausende sind obdachlos geworden und haben jegliche Existenzgrundlage verloren. Es fehlt an allem Lebensnotwendigen. Es wurden über 2000 Gebäude vorwiegend Wohnhäuser zerstört. Die Situation bleibt weiterhin sehr angespannt. Christen danken für humanitäre Hilfe und schreiben: „Dennoch brauchen wir weiterhin Ihre Unterstützung und Ihr Gebet.“

24. Nagorno Karabach: Ein Jahr Gefängnis für die Verweigerung des militärischen Eides
Der junge Baptist, Armen Mirzoyan, wurde am 30. 6. zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, weil er sich geweigert hatte, den militärischen Eid zu leisten und mit Waffen umzugehen. Das Urteil des Bezirksgerichts erging wegen „Verweigerung der Erfüllung militärischer Pflichten“. Vor fünf Jahren war Gagik, der ältere Bruder von Armen vom selben Gericht und selben Richter wegen desselben „Delikts“ verurteilt worden. Armen Mirzoyan habe die Beamten gefragt, warum sie Christen so behandeln - sie antworteten, dass sie den Gesetzen von Karabach folgen.

25. Nepal: Bitte um Bewahrung und Weisheit
Nach dem Tod des nepalischen Premierministers Girija Koirala ist der politische Frieden im Land akut gefährdet. Es sind viele ehemalige Guerillakämpfer aus Nepal nach Kathmandu gezogen. Es wird berichtet, dass sie Firmeninhaber, Ladenbesitzer und Kirchengemeinden zwingen, ihnen Geld zu geben, sie mit Nahrung zu versorgen oder Unterschlupf zu gewähren. Die Lage ist nach verschiedenen Medienberichten sehr angespannt. Unsere Partner im Land bitten um Gebet für Bewahrung und Weisheit, so berichtet das christliche Hilfswerk Open Doors.

26. Nordkorea: Gebetskampagne
Noch vor hundert Jahren galt Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang mit ihren 100 Kirchen als das "Jerusalem des Ostens". Unter Präsident Kim Il Sung verschwanden in kurzer Zeit über 2.000 Gemeinden. Heute ist das abgeschottete Land ein Synonym für Menschenverachtung und Unterdrückung. Nordkorea wurde zum schlimmsten Christenverfolgerstaat. Die mindestens 200.000 Christen werden vom Regime brutal wie Staatsfeinde verfolgt. Nahezu 70.000 Christen sind in Arbeitslagern gefangen. Hausgemeinden starteten heimlich eine Gebetskampagne: „Betet mit uns mit!“ Sie beten neben Veränderungen auch für Wege zur Weitergabe des Evangeliums.

27. Pakistan: Bischof bittet Christen im Westen um Unterstützung
Der leitende evangelische Bischof, Samuel Robert Azariah, hat die westlichen Kirchen und Regierungen um Unterstützung für die Christen in seinem Land gebeten. Christen seien dort einem hohen Maß von Diskriminierung ausgesetzt. Wie unter anderem ein mehrfach verschärftes Gesetz zur Gotteslästerung, hieß es. Danach kann mit dem Tod bestraft werden, wer Seiten des Koran beschädigt oder den Propheten Mohammed beleidigt. Immer wieder würden Christen in Streitfällen mit Nachbarn wegen Gotteslästerung denunziert. Westliche Kirchen und Regierungen sollten immer wieder Menschenrechtsverletzungen in Pakistan ansprechen und die demokratischen Kräfte im Land stärken!

28. Schweiz: Überwachung der Freikirchen gefordert
Jacqueline Fehr, Nationalrätin der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz, hat gefordert christliche Freikirchen geheimdienstlich überwachen zu lassen. Die Forderung stimmt mit den Vorstellungen der Schweizerischen Laizistischen Gesellschaft (SLG) überein, die ebenfalls eine geheimdienstliche Überwachung christlicher Kirchen anstrebt. Die SLG-Präsidentin Andrea Arezina wird in 20 Minuten online mit Behauptung zitiert, die wortwörtliche Auslegung der Bibel, die Freikirchen betreiben würden, gefährde das demokratisch-liberale Staatssystem.

29. Türkei: Christlicher Glaube trocknet aus
Mit einer Delegation ist der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag Volker Kauder in die Türkei gereist, um sich selbst von der Lage der Christen ein Bild zu machen. Dort werde der christliche Glaube nicht öffentlich verfolgt, aber unterdrückt: In Pässen die Glaubenszugehörigkeit vermerkt, mit der Folge, dass Christen nur schwer einen Arbeitsplatz fänden. Christlichen Minderheiten sei es nicht gestattet, im Land ihren Priesternachwuchs auszubilden. "So kann ein Staat natürlich auch eine Religion austrocknen. Das ist inakzeptabel. Ein Land, das nach Europa will, muss sich hier wandeln.“

30. Usbekistan: Gewissensgefangener legt Berufung ein

Eine Berufung an den Obersten Gerichtshof von Usbekistan gegen die Verurteilung des 27-jährigen Baptisten Tohar Haydarov ist in Vorbereitung. Haydarov wurde im März aufgrund von Anklagen wegen angeblichen Drogendelikten zu 10 Jahren Haft verurteilt. Seine Glaubensgeschwister sind überzeugt, dass die bei ihm „gefundenen“ Drogen während einer Razzia in seine Wohnung geschmuggelt wurden. Eine erste Berufung gegen das Urteil wurde im April abgewiesen. Nach dem Prozess wurde Haydarov in ein Arbeitslager gebracht. Er hofft nun durch die neue Berufung, dass Recht gesprochen und er entlassen wird.

31. Weißrussland: Widersprüchliche Gerichtsentscheidungen für Wehrdienstverweigerer aus Gewissensgründen

Der messianische Jude Ivan Mikhailov, wurde der Wehrdienstverweigerung schuldig befunden und kam ins Gefängnis. Wenige Tage vor dem Ablauf seiner dreimonatigen Haftstrafe wurde er entlassen. Bei einer Neuaufnahme des Verfahrens wurde er freigesprochen. Die Berufung des Anklagevertreters gegen diesen Freispruch wurde verworfen. Mihaiklov will nun Schadenersatz für seine Haftzeit erwirken. Er und andere Wehrdienstverweigerer erklärten, dass sie einen rein zivilen Wehrersatzdienstes wünschen, der allen Wehrdienstverweigerern aus Gewissensgründen offen steht und dass die Dauer des Wehrersatzdiensts nicht einer Strafe gleichkommen darf.