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Jürgen Gewehr

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Mittwoch, 29. September 2010, 20:11

Sprich zu dem Herrn

Im Psalm 91 werden wir mit Verheißungen Gottes konfrontiert, die größer und wunderbarer nicht sein könnten. Wir erfahren, dass es eine Errettung gibt vom „Strick des Jägers“. Bewahren will uns der Herr auch vor der „verderblichen Pest“, die im Finstern schleicht und ebenso vor der „Seuche“, die am Mittag Verderben bringt. Auch das „Grauen der Nacht“ verliert hier seinen Schrecken. Und vor den „Pfeilen“, die am Tag fliegen, braucht man sich nicht länger zu fürchten. Demnach wird uns von Gott ein „24-Stunden-Schutz“ angeboten – an jedem neuen Tag.
Während an unserer Seite zehntausend fallen, trifft uns selbst keine Plage – ja, das Übel wird sich unserem Haus nicht einmal nähern können. Sogar den Engeln wurde befohlen, uns auf allen unseren Wegen zu behüten. Sie sollen uns auf Händen tragen, damit wir unseren Fuß auch nicht an einem Stein stoßen. Nicht genug damit, sollen wir über junge „Löwen“ und „Ottern“ gehen und „Drachen“ niedertreten können, ohne dabei Schaden zu nehmen. Gottes „Rundumschutz“ erfahren wir also auch in unserer Wohnung und wenn wir unterwegs sind – überall, wo wir uns gerade befinden.

Wie aber sind diese grandiosen Verheißungen zu verstehen? Wird hier etwa gesagt, dass wir, die Gläubigen, unverwundbar sind und uns kein Leid begegnet? Gewiss nicht! Dies entspräche auch nicht den Erfahrungen, von denen der Apostel Paulus in seinen Briefen schrieb: „Wir haben solchen Schatz in irdenen Gefäßen ... Wir sind von allen Seiten bedrängt, ... uns ist bange ... wir leiden Verfolgung ... wir werden unterdrückt“ (2.Kor.4,7-9).
Demnach können wir sehr wohl in schwerste Bedrängnis geraten und großes Leid erfahren. Und doch bietet uns Gott, der Herr, in jeder Stunde unseres Lebens seine Errettung, seinen Schutz und seine Bewahrung an. Wie passt beides zusammen?

Gottes Wort lässt uns nicht im Zweifel darüber, wer wir sind und wer Christus ist: Wir sind das irdene Gefäß, und Christus ist der Schatz, der in unserem Innern verborgen ist. Das äußere Gefäß, unser Leib und unsere Seele, ist schwach und verletzlich. Hier können wir angegriffen, versucht und sogar überwunden werden. Ganz anders jedoch verhält es sich mit unserem Geist, in dem Christus Wohnung gemacht hat. Hier sind wir eine neue Schöpfung! Hier sind wir vom Tod zum Leben hindurchgedrungen (Joh.5,24). Und hier sagt die Schrift: „Wer von Gott geboren ist, den bewahrt er, und der Böse tastet ihn nicht an“ (1.Joh.5,18).
Wo also sind wir immer und zu jeder Zeit in Christus geschützt und bewahrt? Die Antwort lautet: in unserem Geist, wo Gottes Geist gemeinsam mit uns bezeugt, dass wir Gottes Kinder sind (Röm.8,16).
Einerseits haben wir diesen Schatz, Christus und die ganze Gottesfülle, durch den Glauben empfangen – in unserem Geist (Kol.2,10). Andererseits sind dadurch unser Leib und unsere Seele (Verstand, Gefühl und Wille) für den Feind noch nicht unantastbar.

Was aber können wir tun, um das Übel von uns fernzuhalten, sodass es uns nicht treffen kann?
Als Paulus davon sprach, dass wir von allen Seiten hart bedrängt werden, zeigte er zugleich auch, wie stark und machtvoll das Leben Jesu Christi ist und was es vermag, wenn unsere Seele durch den Geist regiert wird – durch Gottes Geist zusammen mit unserem Geist.
Der Apostel sagte: „Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht.Uns ist bange,aber wir verzagen nicht. Wir leiden Verfolgung,aber wir werden nicht verlassen.Wir werden unterdrückt,aber wir kommen nicht um.
Psalm 91 zeigt uns, wie unsere Seele unbeschadet bleiben kann – sogar angesichts größter Gefahren und härtester Bedrängnisse. Wir erfahren zugleich auch, wie wir in unserer Liebe zu Jesus, unserem Herrn und Retter, wachsen und sie bewahren können.
Der Psalmist beginnt mit den Worten: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich traue.“
Im Licht des Neuen Testaments, dessen Nutznießer wir sind, bedeutet dies: Sitze, wie Maria, zu den Füßen Jesu. Betrachte seine Herrlichkeit. Erfreue dich seiner Gegenwart. Empfange Worte des ewigen Lebens aus seinem Mund, Worte des Trostes, der Stärkung und der Ermutigung.
Doch gib dich nicht damit zufrieden, täglich nur wenige Minuten zu den Füßen Jesu zu sitzen. Bleibe in Christus! Lass dich durch nichts von ihm ablenken – auch nicht im Getriebe des Alltags. Suche mit deinem Herzen fortwährend die Gemeinschaft mit Jesus, und ruhe in seinem Frieden. Freue dich in dem Herrn – allewege, und bleibe in seiner Liebe (Phil.4,4; Joh.15,4-5.9).
Und dann sprich zu dem Herrn. Lass ihn deine Stimme hören, denn deine Stimme ist für ihn lieblich (Hoheslied 2,14).
Der Glaube erinnert sich also nicht nur der Tatsachen, die Christus für uns vollbracht hat – vielmehr spricht er, weshalb auch Paulus bekennt: „Ich glaube, darum rede ich!“ (2.Kor.4,13)
Unser Herz und unser Mund sind untrennbar miteinander verbunden. Immer dann, wenn wir mit unserem Mund bekennen, was wir mit dem Herzen glauben, verändert sich unsere Sicht der Dinge. Dann können sogar Berge weichen, die eben noch vor unseren Augen aufragten (Mark.11,32-33).
Sprich zu dem Herrn! Du kannst mit ihm reden, immer und zu jeder Zeit – an jedem Ort, egal, was du gerade tust. Nur ein Blick auf Jesus, nur eine innere Berührung mit ihm vermag alles zu ändern. Und wo dich eben noch eine Plage heimsuchen wollte oder ein feuriger Pfeil auf dich gerichtet war, kann dich das Übel jetzt nicht treffen. Nur eine kleine Wendung deines Herzens, nur ein Anrufen des Namens Jesu, vermag dich von sorgenvollen Gedanken zu erretten und an himmlische Örter zu versetzen.
Erst als Paulus und Silas im Gefängnis zu Philippi anfingen, den Herrn zu loben, fielen die Fesseln von ihnen ab und die Gefängnistüren öffneten sich (Apg.16,25-26). Wie soll uns die Wahrheit freimachen können, wenn wir sie nicht in unserem Herzen bewegen und mit unserem Mund bekennen?

Lerne die Wahrheit Gottes kennen! Lerne Christus kennen, denn er ist die Wahrheit! Bewahre diese Wahrheit in deinem Herzen! Lass sie dir, wie Psalm 91 sagt, „Schirm und Schild“ sein. Dann aber: Sprich zu dem Herrn! Bekenne mit deinem Mund, was du im Herzen glaubst! Rede von der Wahrheit Gottes! Lass die unsichtbaren Mächte hören, was dir Christus bedeutet. Erhebe die Wahrheit in deinem Herzen und mit deinem Mund, damit sie dein ganzes Sein durchdringen kann.
Mache alles, woran du gerade denkst, was du fühlst oder tust, zu einem Gebet. Lass dein Herz eine Anbetungsstätte sein (Kol.3,16-17).

Während wir unter dem Schirm des Höchsten sitzen, unter seinem Schatten bleiben und zu ihm sprechen, wird unsere Liebe zu Jesus genährt und gestärkt. So wird er für uns zum kostbarsten Schatz. Deshalb heißt es am Ende von Psalm 91: „Er liebt mich, darum will ich ihn erretten; er kennt meinen Namen, darum will ich ihn schützen. Er ruft mich an, darum will ich ihn erhören; ich bin bei ihm in der Not, ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen. Ich will ihn sättigen mit langem Leben und will ihm zeigen mein Heil.“

Bleibe in dieser engen Liebesbeziehung zu Jesus, damit die Verheißungen, die er dir in Psalm 91 zuspricht, in deinem Leben Wirklichkeit werden und er dich fortwährend erretten, unversehrt bewahren und untadelig erhalten kann (1.Thess.5,23).

Quelle: www.juergen-gewehr.de

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Jürgen Gewehr« (30. September 2010, 17:41)


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