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ralf-fennig

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141

Freitag, 15. April 2011, 00:11

Ja - Platitüde ist das richtige Wort.
Egal welche Form von "Strafe" ich einsetze - in einer "Liebe unter Gleichen" (wie in der Liebe zwischen Mann und Frau oder zwischen guten Freunden) gehört es sicher nicht. Ich sperre ja jemanden den ich "liebe" auch nicht ein (Hausarrest) oder nehme jemandem den ich "liebe" kein Geld weg (Taschengeldentzug) auch verbiete ich niemandem den ich "liebe" Dinge die er gern tut (Fernsehverbot o.ä.).
Ich tue das nur wenn ich Verantwortung für die Erziehung desjenigen, den ich da "liebe" habe. Das ist dann freilich (wie zwischen Kindern und Erwachsenen generell) eine "Liebe mit Machtgefälle".

In diesem Falle hat es dann für mich Priorität demjenigen, den ich da "liebe", dazu zu verhelfen das er seine Gaben und Fähigkeiten optimal entwickeln kann. Und DAS funktioniert nur mit Disziplin.

Discordier

unregistriert

142

Freitag, 15. April 2011, 04:24

Seltsamerweise ist die Kindererziehung in Europa aber die einzige "Liebe mit Machtgefälle" bei der sich immer noch offene Befürworter der Prügelstrafe finden lassen (von der Hundeerziehung vll mal abgesehen :P)

ralf-fennig

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143

Freitag, 15. April 2011, 05:11

Kennst Du viele Formen der Liebe die nicht nur legitimiert sondern sogar gefordert ist den anderen aktiv zu "formen"?
Mir fallen da nicht viele ein.
Eigentlich ist "Elternliebe" schon etwas ziemlich einzigartiges.

144

Freitag, 15. April 2011, 11:52

Seltsamerweise ist die Kindererziehung in Europa aber die einzige "Liebe mit Machtgefälle" bei der sich immer noch offene Befürworter der Prügelstrafe finden lassen (von der Hundeerziehung vll mal abgesehen :P)
Kindererziehung ist wichtig , aber sehr schwer.Richtige Erziehung bezieht Strafe mit ein, Prügel ist falsch, aber spüren muß man schon etwas.

Discordier

unregistriert

145

Freitag, 15. April 2011, 12:20

Zitat

Kennst Du viele Formen der Liebe die nicht nur legitimiert sondern sogar gefordert ist den anderen aktiv zu "formen"?
Es gibt verschiedene Hirnerkrankungen und -schäden die einen erwachsenen Menschen auf das geistige Alter eines Kindes herunterholen können, die Auswirkungen lassen sich teilweise allerdings auch wieder durch "Erziehung" wieder abtrainieren.
Da schlägt aber auch keiner irgendwen.

ralf-fennig

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146

Freitag, 15. April 2011, 18:08

Welche Hirnerkrankung meinst Du da?
Aus der Gerontopsychiatrie zumindest kenne ich keine Erkrankung die eine "Erziehung" verlangen würde oder einen Pfleger zum Erzieher macht. Und klassische "geistige Behinderungen" lassen sich nicht durch "Erziehung" behandeln.

Discordier

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147

Samstag, 16. April 2011, 11:16

Hauptsächlich (Teil-)Amnesien

148

Samstag, 16. April 2011, 15:41

Hei Discordier, hast Du Kinder?

ralf-fennig

Administrator

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149

Samstag, 16. April 2011, 16:24

Hauptsächlich (Teil-)Amnesien

Und warum muss man die Betroffenen erziehen? Warum muss man sie behandeln wie Kinder?
Verstehe ich jetzt nicht.

Discordier

unregistriert

150

Samstag, 16. April 2011, 18:03

@robins
keine von denen ich wüsste :zunge:
Aber zwei kleine Brüder und ein Lehramtsstudium, zu dem auch ein Pädagogikkurs gehört.

@ralf
in einigen Fällen kommt es vor das nicht "echte" Erinnerungen verlorengehen, sondern diese Leute im wahrsten Sinne des Wortes ihre gute Kinderstube vergessen.
Wenn die noch nicht zu alt sind ist auch noch eine stückweite Rückerziehung möglich.
Meine Mutter hatte von einigen Jahren einen solchen Patienten.

ralf-fennig

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151

Samstag, 16. April 2011, 18:32

Und die behandelt man dann wie Kinder?
Ich kenne "Gedächnisverlust" ja nur aus dem Bereich der Demenzen. DA achtet man dann sehr bewußt darauf die Menschen nicht zu "verkindlichen".

Discordier

unregistriert

152

Samstag, 16. April 2011, 21:02

werd bei gelegenheit meine Mutter nochmal fragen wie die Therapie genau aussieht

153

Sonntag, 17. April 2011, 11:55

(was stört es die Eiche wenn sich der Regen an ihr schuppert?)
Pfennige verliert man meistens im Regen.

Zitat

Deine Beiträge über Open-Doors waren allerdings pubertär und dämlich.
Warum? Ich finde nurdie Einteilung, was alles Christliche Verfolgung sein soll, sehr übertrieben. Ebenso Aktionen, bei denen in Gebieten wo 49% der Bevölkerung unternährt sind, unmengen an Bibeln geschickt werden. Was ist wichtiger? Das Leben oder der Glaube?

Zitat

Wenn sich allerdings jemand über Opfer von Verfolgungen und über Hilfe für diese Opfer lustig macht wird es gelöscht.
Ich habe mich nicht lustig gemacht über die Opfer oder Open Doors. Ich habe versucht aufzuzeigen, dass Open Doors alles andere als ein seriöser Hilfsverband ist.

Zitat


Selbst auf die Gefahr hin das dann jemand gänzlich seine vielleicht partiell gute Erziehung vergisst.
Ich wurd hier schon ofter beleidigt als umgekehrt...

Zitat

P.S.: In diesem Thema ist bislang Morgenrot die einzige, die so etwas
wie Argumentation liefern konnte indem sie von eigenen Erfahrungen
schreibt. Von regen und discordier lese ich nur Postulate und
Platitüden.
Ich kann auf die Erfahrungen meiner Mutter (ein Kind), meiner Großmutter (vier Kinder), meiner Schwiegermutter (drei Kinder) und auf die Erfahrungen meiner Frau zurückgreifen, welche dabei geholfen hat ihre Geschwister zu erziehen.

Zitat

Von regen und discordier lese ich nur Postulate und
Platitüden.
Und was ist bitteschön mit den anderen Usern, welche keinerlei Kinder haben aber darauf bestehen diese körperlich zu bestrafen? Und die User, welche groß und breit verkünden, dass aus Kindern nie was wird, wenn man sie nicht züchtigt? Inhaltsleer, nur die eigene Meinung und diese können sie noch nichteinmal begründen, außer mit einem Bibelspruch.

Zitat

Wenn Kinder ihre Eltern ausschließlich als Zuchtmeister erleben ist das ohne Zweifel arm.
Das wäre das Worst case Scenario. Bei einigen Usern kam es so rüber, dass sie dieses vorziehen. Aber auch die "mildere" Variante davon wäre ethisch nicht vertretbar und in Deutschland immer noch illegal.

Zitat

Richtige Erziehung bezieht Strafe mit ein, Prügel ist falsch, aber spüren muß man schon etwas.
HAst du vor einiger Zeit nicht nch etwas anderes gesagt? Tut mir leid, wenn ich da jetzt was durcheinanderbringe...

Zitat



werd bei gelegenheit meine Mutter nochmal fragen wie die Therapie genau aussieht
Das interessiert mich aber auch

Morgenrot

unregistriert

154

Montag, 18. April 2011, 08:04

P.S.: In diesem Thema ist bislang Morgenrot die einzige, die so etwas wie Argumentation liefern konnte indem sie von eigenen Erfahrungen schreibt. Von regen und discordier lese ich nur Postulate und Platitüden.
Die Erfahrung, die Morgenrot schildert (das es sich sicher nicht positiv auswirkt wenn Eltern "nur" Schläge als Erziehungsmittel kennen) teile ich übrigens. Da hat sie zweifellos Recht. Wenn Kinder ihre Eltern ausschließlich als Zuchtmeister erleben ist das ohne Zweifel arm.


Danke für die Blömscher :zwinkern:
In den letzten Jahren hatte ich es vielfch mit erwachsenen Menschen zu tun, die als Kinder von ihren Eltern vertrümmt wurden und noch heute darunter leiden.
Keine Argumente, dafür Hiebe. Auch in christlichen Familien.
Ganz betroffen gemacht hat mich vor Jahren ein Fall, wo eine 12jährige aus einem "christlichen" Elternhaus (Vater Gemeindeältester) sich suizidierte, weil "sie dann bei
Jesus sein konnte", wie sie selbst vorher ankündigte. Sie hatte negative Erfahrungen zu Hause gemacht, auch mit Schlägen, und dann in der Sonntagsschule Jesus als
liebevollen Heiland kennengelernt.
Diese Diskrepanz hat das übersensible Kind nicht ausgehalten und wusste keinen anderen Ausweg mehr ...
Na klar, ein Einzelfall.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
So jetzt geht es in die Karwoche. Es gibt viel zu tun.
Schöne Zeit noch!

Euer Morgenrot :zwinkern:


P. S. Am Sonnabend/Samstag, 16.4. hatten wir die Aufführung ´der Matthäuspassion. War echt gut.... *schmelz dahin* :staendchen:

156

Mittwoch, 24. August 2011, 09:50

Leider auf Englisch, zu schwer zu lesen! :sad:

Discordier

unregistriert

157

Mittwoch, 24. August 2011, 21:40

Zitat

God wants you to beat your children. At least, that's what Michael and Debi Pearl believe.
Their book, "To Train Up a Child," which they co-authored and published in 1994, is a step-by-step guide on the "proper" way of inflicting physical pain onto your child for the purpose of training him or her to be obedient.
The book, which has over 650,000 copies in print and a slew of followers devoted to its concept of childrearing with "the rod," relies primarily on conditioning children to obey their parents by introducing painful stimuli in response to an undesired behavior. As Michael Pearl puts it "even mice and rats can be trained to respond to stimuli."
Throughout the book the author offers dozens of examples on the "appropriate" use of force when training a child, beginning with infants: "One particularly painful experience of nursing mothers is the biting baby. My wife did not waste time finding a cure. When the baby bit, she pulled hair (an alternative has to be sought for baldheaded babies). Understand, the baby is not being punished, just conditioned. After two or three times of biting, with the accompanying head hurting, the child programs that information away for his own comfort. The biting habit is cured before it starts. This is not discipline. It is obedience training."
Gott möchte das man seine Kinder schlägt. Zumindest glauben das Michael und Debi Pearl.
Ich Buch "to train up a child", welches sie im Jahr 1994 zusammen geschrieben und veröffentlicht haben ist eine Schritt-für-Schritt Anleitung für die "richtige" Art Kindern Schmerzen zuzufügen um sie zur Gehorsamkeit zu erziehen.
Das Buch mit über 650.000 gedruckten Exemplaren und einer Menge an Anhängern, die sich dem Konzept der Kindeserziehung mit "der Rute" verschrieben haben, verlässt sich hauptsächlich darauf, Kinder durch Schmerzen als Reaktion auf ein ungewünschtes Verhalten auf Gehorsam gegenüber den Eltern zu konditionieren.
Wie Michael Pearl es formuliert: "Sogar Ratten und Mäuse können trainiert werden auf Stimuli zu reagieren".
Durch das ganze Buch beschreibt der Autor dutzende Beispiele für den "angebrachten" Gebrauch von Gewalt beim Training seiner Kinder, angefangen bei Säuglingen: "Eine besonders schmerzhafte Erfahrung stillender Mütter ist das beissende Baby. Meine Frau hat keine Zeit verschwendet um eine Heilung zu finden. Wenn das Baby gebissen hat, hat sie es an den Haaren gezogen (eine Alternative muss für glatzköpfige Babys gefunden werden). Das Baby wird dabei nicht bestraft, nur konditioniert. Nach zwei- oder dreimal beissen, begleitet von den Schmerzen am Kopf, hat das Kind die Information zu seinem eigenen Wohlergehen abgespeichert. Die Beissgewohnheit ist abtrainiert bevor sie beginnt. Das ist keine Disziplin. Das ist Gehorsamstraining.



Besser?

158

Donnerstag, 25. August 2011, 11:15

Danke, warum nicht gleich? :D

Ich konnte mal seht gut Englisch, aber seit ich nur noch skandinavische Sprachen spreche kommt mein Englisch zu kurz, ich habe leider auch keine Lust noch mal zu lernen.
Also danke für Deine Mühe! :smile:

159

Sonntag, 11. September 2011, 12:43

Oh, danke für die Übersetzung. Macht das ganze viel einfacher hier^^

160

Montag, 12. September 2011, 19:49

Im übrigen gefällt mir das Avartar von Discordier gut! :thumbup: Besser als das Alte!