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Jürgen Gewehr

unregistriert

1

Donnerstag, 17. März 2011, 20:23

Die leichte Last

„Mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht!“ Matthäus 11,30

Wie sehr schmerzte es Jesus, als er die vielen Menschen sah, die „mühselig und beladen“ waren. Sie alle rief er zu sich und verhieß ihnen Erquickung und wahren Frieden. Er sagte: „Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“
Wenn wir an ein Joch denken, dann haben wir vielleicht zwei Ochsen vor Augen, die im Gleichschritt vorangehen, um auf einem Acker eine Furche zu ziehen. Doch warum benutzte Jesus gerade dieses Bild, um den Mühseligen und Beladenen Befreiung von ihren Lasten zu verheißen?
Zur Zeit des Alten Testaments waren die Israeliten in ein Joch gespannt, das ihr tägliches Leben zu einer drückenden Last werden ließ. Es war das Gesetz Moses, das mit seinen Geboten und Satzungen Forderungen erhob, denen kein Mensch gerecht werden konnte. Was aber geschah mit denen, die zu Übertretern des Gesetzes wurden? Sie wurden schuldig gesprochen, verurteilt und verdammt. Daher war das Gesetz, wie Petrus es ausdrückte, für alle Israeliten ein schweres Joch, das drückend auf ihrem Hals lag (Apg.15,10). Doch damit nicht genug: Die Schriftgelehrten und Pharisäern legten die Gebote zumeist so aus, dass sie für alle, die sie zu befolgen suchten, zu einer noch beschwerlicheren Last wurden. Deshalb tadelte Jesus die geistlichen Leiter, indem er sagte: „Sie binden schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; aber sie selbst wollen keinen Finger dafür rühren“ (Mt.23,4).
Nun aber war ein Mensch gekommen, der Gottes Erwartungen entsprach – Jesus, der Sohn Gottes. Da in ihm keine Sünde war und er von keiner Sünde wusste, konnte er als Einziger alle Forderungen des Gesetzes erfüllen (Mt.5,17). Er, der Gerechte, war gekommen, um die Strafe und das Gericht für unser Versagen auf sich zu nehmen (1.Petr.3,18). Dann aber, nachdem er dem Tod die Macht genommen hatte, brachte er in seiner Auferstehung das Leben – unvergänglich und ewig – ans Licht (2.Tim.1,10).
Einerseits wurde durch den Tod Jesu „das Gesetz mit seinen Geboten und Satzungen abgetan“ und der „Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war“ (Eph.2,15; Kol.2,14). Andererseits bietet sich uns der auferstandene Herr nun als neuer „Jochgenosse“ an. Er, der Fürst des Lebens, will uns das schenken, was uns das Gesetz nicht geben konnte: Er dient uns mit seinem wunderbaren Leben und reicht es uns in Fülle dar. Dadurch sind wir nicht mehr kraftlos und unfähig, wenn es darum geht, den Anforderungen Gottes gerecht zu werden, denn der, an dessen Leben wir nun teilhaben dürfen, ist der Heilige und Gerechte. Und weil er alle gerechten Forderungen Gottes in uns erfüllt, ist er das Ende des Gesetzes. Wer an ihn glaubt und mit ihm eins ist, der ist gerecht (Röm.10.4), für den gibt es keine Verdammnis mehr (Röm.8,1+4).
Mit welchem „Jochgenossen“ bist du heute verbunden? Spürst du auf deinen Schultern eine schwere Last? Hast du einen Katalog von Forderungen vor Augen, die du zu erfüllen suchst? Bemühst du dich, den Erwartungen Gottes aus eigener Kraft gerecht zu werden? Wenn dies der Fall ist, dann hast du den falschen Jochgenossen an deiner Seite.
Es ist wahr, dass wir, wenn wir die Bibel lesen, mit vielen Forderungen konfrontiert werden. So zum Beispiel, wenn wir hören, dass Jesus sagt: „Sorgt nicht um euer Leben ...“ (Mt.6,25) Doch hören wir deshalb auf, uns um den morgigen Tag zu sorgen? Oder was tun wir, wenn uns der Herr auffordert: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet“ (Mt.7,1). Hören wir danach auf, unseren Bruder zu verurteilen, in dessen Leben wir ein Fehlversagen zu erkennen glauben?
Oder wie steht es um unsere Barmherzigkeit? Sind wir barmherzig, wie unser Vater im Himmel barmherzig ist? (Lk.6,36) Jagen wir allezeit der Heiligung nach und dem Frieden gegenüber jedermann? (Hebr.12,14) Sind wir allezeit fröhlich, und beten ohne Unterlass? (1.Thess.5,16-17) Jubeln wir, wenn unser Name um Jesu willen verlästert wird? (Lk.6,22-23) Oder lieben wir unseren Nächsten wie uns selbst? (Lk.10,27)
Wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass wir von der Erfüllung dieser göttlichen Forderungen meilenweit entfernt sind. Nicht aber Jesus, der, während er auf dieser Erde wandelte, alle Erwartungen Gottes erfüllte und nie versagte. Dieses Leben aber, das er gelebt hat, wurde uns in seiner Auferstehung frei verfügbar gemacht. Und wenn wir Jesus Christus zu unserem „Jochgenossen“ erwählen und mit ihm eins werden, können wir an seinem göttlichen Leben und an seinen überragenden menschlichen Tugenden teilhaben – überall und zu jeder Zeit. So, und nur so, kann unsere Seele wahrhaft Ruhe finden. Nur so kommt „die Zeit der Erquickung“ (Apg.3,20).
Warum aber sagt der Herr: „Mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht!“
Die Freiheit, zu der uns Jesus berufen hat, ist kein Freibrief für unsere alte, gefallene Natur (Gal.5,1+13). Freiheit in Christus bedeutet nicht, dass wir tun und lassen können, was wir wollen. Nein! Wenn Jesus dein „Jochgenosse“ ist, wird es dir schwerfallen, stolzen, selbstsüchtigen Gedanken anzuhängen oder Lüsten und Begierden Raum zu geben. Sobald du dies tust, wird sich dein „Jochgenosse“ melden, der ja in deinem Geist wohnt. Er wird dich liebevoll warnen oder, wenn du nicht auf seine Stimme hören wirst, dir seinen Frieden und seine Freude entziehen. Er wird dich zu sich rufen und nicht ruhen, bist du ihm dein Herz wieder zuwendest, ihm anhängst und durch ihn lebst. Deshalb sagt die Schrift: „Die Christus Jesus angehören, haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden (Gal.5,24).
Es ist diese Abhängigkeit von Christus, der in unserem Herzen wohnt, die uns das sanfte „Joch“ seiner Gegenwart auf unserer Schulter spüren lässt. Wir erkennen, dass wir getrennt von ihm keine Frucht bringen können, die Gott ehrt und verherrlicht. Stunde um Stunde werden wir so daran erinnert, dass uns Jesus, in allem, was wir denken, fühlen oder tun, regieren und leiten will. Gleichzeitig will er uns mit seinem Auferstehungsleben dienen, damit wir den gerechten Forderungen Gottes entsprechen können, um das Lob seiner Herrlichkeit zu mehren.
Die „leichte Last auf deiner Schulter“ wirst du immer dann spüren, wenn du dich von Jesus, deinem Jochgenossen, entfernst. Er will dich wissen lassen, dass du nur dann in seinem Frieden bleiben kannst, wenn du mit ihm im Gleichschritt wandelst. Agierst du getrennt von ihm, wirst du schon bald wieder ein Mühseliger und Beladener sein. Dann aber wird der Herr dir zurufen: Komm her zu mir ... ich will dir Ruhe geben. Ich will deine Seele erquicken. Lerne von mir, und blicke auf mich! So wie ich eins bin mit dem Vater, sollst du eins sein mit mir. So wie ich getrennt von ihm nichts tue, sollst auch du ohne mich nichts tun. Ich zwinge dich nicht unter meine Herrschaft. Ich will dir dienen – mit Sanftmut und in Demut – und so in dir wirken, was Gott wohlgefällig ist (Hebr.13,21; Phil.2,13). Ich will dein „Jochgenosse“ sein!

Quelle: www.juergen-gewehr.de

2

Montag, 21. März 2011, 10:37

Zitat:"
Oder wie steht es um unsere
Barmherzigkeit? Sind wir barmherzig, wie unser Vater im Himmel
barmherzig ist? (Lk.6,36) Jagen wir allezeit der Heiligung nach und dem
Frieden gegenüber jedermann? (Hebr.12,14) Sind wir allezeit fröhlich,
und beten ohne Unterlass? (1.Thess.5,16-17) Jubeln wir, wenn unser Name
um Jesu willen verlästert wird? (Lk.6,22-23) Oder lieben wir unseren
Nächsten wie uns selbst? (Lk.10,27)
Wenn wir ehrlich sind, müssen wir zugeben, dass wir von der Erfüllung dieser göttlichen Forderungen meilenweit entfernt sind.Zitat Ende

Stimmt.
Aber was können wir wirklich ändern und WIE? :verwirrt:

ralf-fennig

Administrator

Beiträge: 2 217

Wohnort: 49424 Goldenstedt

Beruf: Altenpfleger - Frührentner

3

Dienstag, 22. März 2011, 23:16

Beten, Beten, Beten.
WIR können es nicht ändern. Aber wir können uns verändern lassen.

4

Montag, 2. Mai 2011, 12:11

Reicht das?

Haben wir nicht mehr Verantwortung? :verwirrt:

ralf-fennig

Administrator

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5

Mittwoch, 4. Mai 2011, 22:02

Wir haben nicht nur "mehr" sondern alle Verantwortung.