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Heike

Administrator

Beiträge: 194

Wohnort: in einem Bergdorf in Bayern

Beruf: Mama, Hausfrau, kollektiver Familienkalender, Sekretärin, Gartenhauptbearbeiter, Katzenbändigerin

1

Mittwoch, 30. September 2009, 13:07

gespräch mit discordier

lieber discordier,



du hast im vorstellungsthread ja eine kurze liste reingestellt, welche aufzeigen soll, was eris für dich bedeutet. ich möchte darauf eingehen, weil mir da einiges auffällt und ein wenig korrigieren möchte, was scheinbar an falschen vorstellungen über den glauben von christen so vorzufinden ist.



also, fangen wir mal an:





-Eris ist eigenständiges Denken statt blindem Vertrauen



als christin muss ich dauernd eigenständig denken. GOTT ist ja sozusagen ein familienmitglied. mein vater. meinem vater vertraue ich zwar blind (also jedenfalls meinem himmlischen ...), aber ich muss trotzdem eigenständig mit meinem alltag und den anfallenden problemen umgehen. es ist nicht damit getan, dass ich mich hinsetze, und bete, und dann nix tu. im gegenteil.




-Eris ist Verantwortung für die eigenen Taten statt eines übernatürlichen Vaters, der einen wieder raushaut



GOTT haut mich nicht dauernd wieder raus. wenn ich mist baue, dann muss ich auch dafür gerade stehen.


-Eris ist Vielfalt statt Monotonie



in meinem leben gibt es keine monotonie. ich leb ja nicht unter einer käseglocke, sondern hab täglich mit menschen zu tun, mit der natur, mit allem möglichen.


-Eris ist konstruktives Chaos statt destruktiver Ordnung


die ordnungen GOTTES kommen mir auch manchmal ziemlich chaotisch vor - sind es aber halt nicht. ich bin chaotisch, im denken und im handeln.
-Eris ist Freiheit statt Sklaverei


bei GOTT und durch GOTT bin ich auch frei - und zwar von dem, was mich normalerweise stark beeinflußt, wie beispielsweise der gesellschaftsdruck.
-Eris ist Freude an diesem Leben statt Vertröstung auf das nächste



ich hab sehr viel freude an diesem leben - und freu mich halt extrem auf das beim HERRN ...



wieso hast du den eindruck, dass wir weltfremd, lethargisch, feige und freudlos sind?



lieben gruß,



heike


GOTT kommt nicht, wenn wir es möchten, aber ER kommt rechtzeitig.
Tennessee Williams (1914-83)

Discordier

unregistriert

2

Mittwoch, 30. September 2009, 14:18

Erstmal war die Liste grösstenteils nicht als gegenüberstellung von Discordianismus vs Christentum, sondern Discordianismus vs beobachtetes Alltagsverhalten vieler Menschen gedacht, und die Teile die explizit Bezug auf Religion nehmen sind vor allem auf fundamentalistische Positionen bezogen.
Ich kenne auch Diskordier die zugleich anderen Religionen angehören, es gibt christliche Diskordier, muslimische Discordier, satanistische Discordier (wobei ich den Satanismus eigentlich nicht als Religion sehe sondern ähnlich dem Discordianismus als Prinzip), taoistische, buddhistische, paganistische und jüdische Diskordier.
Ausserdem kenn ich einige christliche Hippies, und auch die Jesusskins leben zu einem Gutteil nach dem Erisischem Prinzip, auch wenn sie es selbst nicht so bezeichnen

Zitat

GOTT haut mich nicht dauernd wieder raus. wenn ich mist baue, dann muss ich auch dafür gerade stehen.
Aber letztendlich wird Gott dir alle Sünden vergeben, da Jesus dafür gestorben ist.

Zitat

bei GOTT und durch GOTT bin ich auch frei - und zwar von dem, was mich normalerweise stark beeinflußt, wie beispielsweise der gesellschaftsdruck.
Aber nicht von den Geboten deines Gottes.

Zitat

wieso hast du den eindruck, dass wir weltfremd, lethargisch, feige und freudlos sind?
Hab ich wie schon erläutert nicht.
Allerdings bin ich der Meinung das Dogmen, egal ob religiöser oder weltlicher Natur, das Denken erheblich einschränken.
Ausserdem habe ich schon mehrfach erlebt das religiöse Menschen dazu neigen Zweifel abzublocken, statt zu erforschen ob an diesen Zweifeln etwas dran ist und in diesem Fall das eigene Weltbild zu überdenken

Heike

Administrator

Beiträge: 194

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3

Donnerstag, 1. Oktober 2009, 11:23

morsche, discordier,



danke erstmal für die klarstellung, dass es um die gegenüberstellung des discordiandismus vs. alltagsverhalten angeht. :-)



was deine punkte angeht: ja, ich darf beim HERRN sein, wenn ich hier mal abtrete, weil JESUS für mich gestorben ist. aber das ändert doch nichts an der tatsache, dass ich hier auf der erde eine verantwortung trage, und auch zur rechenschaft gezogen werde für die dinge, die ich verbocke. darum geht es doch. ich leb doch hier und jetzt und nicht schon im himmel. ;-)



die gebote GOTTES halten mich nicht gefangen. ich betrachte es auch weniger als gebote, mehr als eine art gebrauchsanweisung für den menschen an sich. wenn ich mir anschaue, was aus menschen wird, die die gebote GOTTES einfach so verwerfen, und was aus den menschen in ihrem umfeld wird, dann erkenne ich für mich einfach, dass es gut ist, wenn man die gebote GOTTES als richtlinie im umgang mit sich selbst und mit anderen anwendet.

ich bin beispielsweise ein scheidungskind und ich lebe in einer patchwork-familie. das gebot "du sollst nicht ehebrechen" hab ich erkannt als "wenn du deine ehe nicht ernst nimmst, deinen partner betrügst und dich trennst, dann betrifft das nicht nur dein leben, sondern auch das eines jeden menschen, der zu deiner familie gehört. es entstehen verletzungen und verwundungen, die wiederum dazu führen, dass es im leben aller menschen, die mit dir oder teilen deiner familie zu tun haben, komplikationen gibt."

zu erkennen, dass es in meinem leben umstände gibt, die anders sind als bei anderen, und die bei weitem nicht normal sind, hat mir persönlich eine menge freiheit gegeben. z. b. die freiheit, mein leben anders zu leben, bewußter, inniger. ich kann das schwer erklären.



bezüglich der dogmen geb ich dir recht. und auch, was das nicht-zulassen von zweifeln angeht. das liegt aber vielleicht daran, dass diese menschen nicht aus vertrauen heraus leben und handeln, sondern aus der angst, nicht gut genug zu sein oder nicht angenommen zu werden, wenn sie bestimmte rahmenbedingungen - die es eigentlich gar nicht gibt - nicht erfüllen.



mir tun solche menschen ehrlich gesagt leid, weil sie wahrscheinlich niemals wirklich richtig zulassen konnten, einfach geliebt zu werden.

ich weiß, dass GOTT mich einfach liebt. das war am anfang ein großes problem für mich - ohne scherz. aber auch diese gewissheit gibt mir eine große freiheit.



lieben gruß,



heike
GOTT kommt nicht, wenn wir es möchten, aber ER kommt rechtzeitig.
Tennessee Williams (1914-83)

liam

unregistriert

4

Donnerstag, 1. Oktober 2009, 12:23

Weißt Du, discordier,

genau genommen ist es von beiden Seiten ein fragwürdiges Unterfangen, sich über den Glauben auszutauschen. Mit "beide Seiten" meine ich Gläubige / Ungläubige. Jeder Gläubige war zwar bis zu seiner Umkehr Ungläubiger und hat infolgedessen noch mehr oder weniger gute Erinnerung an sein persönliches "Vorher" und weiß darum, wovon der Ungläubige spricht. Aber der Ungläubige hat so gut wie keine Ahnung, von welchen Dingen ein Gläubiger spricht, denn er kann diese Erfahrungen erst dann machen, wenn er "Ja" gesagt hat und also ein Gläubiger geworden ist. Das ist auch ein Dilemma in unseren Diskussionsforen. Ich kann Dir nur in etwa und sehr vage sagen, wie es sich anfühlt, getröstet zu sein, Vergebung zu erfahren, durch den Heiligen Geist geleitet zu werden usw. Auch wenn ein Ungläubiger noch so viele Künste beherrscht wird er nicht wissen können, was wirklicher, tiefer innerer Friede ist. Ausgesöhnt sein mit Gott. Und auch das Verstehen Gottes Wort eröffnet sich erst, nachdem man sich auf den Glauben eingelassen hat und sich vom Heiligen Geist führen lässt. Oder um es anders herum auszudrücken: Ein Ungläubiger wird die Bibel nicht verstehen können und Gottes Wort wird ihn ärgern, (ver)zweifeln lassen, ihm absurd und aberwitzig erscheinen.

Wenn man aber nun mehr als 30 Jahre in diesem Glauben gelebt hat, dann hat man durchaus und oft seinen Verstand benutzt, hat aber auch oft und immer wieder danebengelangt, Fehler gemacht, Mist gebaut, Menschen entäuscht, kurz, man hat kaum weniger oft gegen die Gebote Gottes verstoßen, wie ein Ungläubiger. Aber dafür weiß ich, wohin ich mit meiner Schuld gehen kann und dass meine Sünden mir beim Jüngsten Gericht nicht angerechnet werden.

Das ist dann einer der wesentlichen Unterschiede zwischen Gläubigen und Ungläubigen. Die Gewissheit, dass nach dem Tod die endgültige, nie mehr endende Freiheit für uns bereit ist.

Discordier

unregistriert

5

Samstag, 3. Oktober 2009, 00:37

@liam
Ich möchte nur mal darauf hinweisen das Umkehr nicht nur in eine Richtung funktioniert, es wurden auch schon gläubige Menschen zu Atheisten, ich gehöre zwar selbst nicht dazu, hatte aber schon recht viel Kontakt zu solchen Leuten, kann ja mal schauen ob ich einen von denen mal hier ins Forum bekomme.

@heike

Zitat

das gebot "du sollst nicht ehebrechen" hab ich erkannt als "wenn du deine ehe nicht ernst nimmst, deinen partner betrügst und dich trennst, dann betrifft das nicht nur dein leben, sondern auch das eines jeden menschen, der zu deiner familie gehört. es entstehen verletzungen und verwundungen, die wiederum dazu führen, dass es im leben aller menschen, die mit dir oder teilen deiner familie zu tun haben, komplikationen gibt."
Dafür, das ich das Vertrauen einer geliebten Person nicht leichtfertig aufs Spiel setze, egal ob in der Partnerschaft oder sonstwo, benötige ich ehrlich gesagt keine Gebote von Gott, da genügen mir Gewissen und gesunder Menschenverstand.
Und neben den sinnvollen Geboten wie "du sollst nicht töten" gibt es eben auch Gebote wie "du sollst die kein Bildnis machen", oder "du sollst den Sabbat heiligen", oder ausserhalb der zehn Gebote Anweisungen wie "wer seinen Sohn liebt, der züchtigt ihn".

Ich lehne nicht grundsätzlich alles ab was in der Bibel steht, nur weil es in der Bibel steht, aber auf den Teil der mir sinnvoll erscheint wär ich auch alleine gekommen, und der Rest erscheint mir unsinnig, vll werd ich in der Hinsicht noch eines besseren belehrt, aber bis dahin sehe ich keinen Grund meinen Sohn sofern ich einen bekommen sollte, verprügeln sollte

liam

unregistriert

6

Montag, 5. Oktober 2009, 08:42

Zitat

es wurden auch schon gläubige Menschen zu Atheisten, ich gehöre zwar selbst nicht dazu, hatte aber schon recht viel Kontakt zu solchen Leuten, kann ja mal schauen ob ich einen von denen mal hier ins Forum bekomme.
Davon habe ich auch schon gehört, ja. Wobei sich mir dann die Frage tellen würde, ob der, der sich von Christus abwendet und zum "Atheisten" wird, Christus je wirklich kennen gelernt hat. Eine Beweisführung wird auch hier schwer möglich sein. Ich bin der Überzeugung, wer wirklich Christus erkannt hat und von ihm ergriffen wurde, kann sich von ihm nicht wieder abwenden. Wer jedoch ein "Papiertiger" war und sich lediglich der "guten Lehre" Jesu zugewandt hat, der kann durchaus wieder davon abkommen, denn dann ist auch der christliche Glauben nichts, als eine Religion von vielen.

Wie ich Dir ja schon zu erklären versuchte, bist Du ohnehin nicht in der Lage, die Bibel zu begreifen. Entscheidend ist nicht, was aus der Bibel wir Menschen als "sinvoll" oder "unsinnig" erachten, wenn wir sie "von außen" lesen. Das ist ziemlich irrelevant. Nicht unsinnig - also sinnvoll - ist die Bibel für mich. Was nicht bedeutet, dass ich alles, was ich in der Bibel lese, auch verstehen muss.

Aber was "züchtigen" betrifft, so hat das heute leider fast ausschließlich den Hintergrund: "Züchtigen = Prügeln". Aber auch mit der "Rute", welche da in der Bibel erwähnt wird, ist nicht unbedingt die fetzige Weidengerte oder etwas ähnlich schnuckeliges gemeint. In erste Linie bedeutet das, seine Kinder zu erziehen und nicht, wie heute leider häufig zu beobachten, sie einfach sich selbst zu überlassen. Mir ist es allerdings schleierhaft, wieso, offenbar auch bei Dir, "züchtigen" scheinbar automatisch in "prügeln" umgemünzt wird.

Discordier

unregistriert

7

Montag, 5. Oktober 2009, 12:45

Zitat

Wobei sich mir dann die Frage tellen würde, ob der, der sich von Christus abwendet und zum "Atheisten" wird, Christus je wirklich kennen gelernt hat.
Einige der Leute waren durchaus in der Kategorie "Fundamentalist" einzuordnen (jetzt mal ganz wertneutral gemeint).
Intressant scheint mir das in der Beziehung Konvertierungen, in beide Richtungen, vor allem in Extremsituationen stattfinden, z.B. bei Kriegsveteranen, auf dem Sterbebett oder in KZs.

Zitat

Wie ich Dir ja schon zu erklären versuchte, bist Du ohnehin nicht in der Lage, die Bibel zu begreifen.
Bezweifle ich ehrlich gesagt.
Die Bibel ist nur nicht in der Lage mich zu überzeugen, um genau zu sein hat sie beim ersten vollständigen lesen genau das Gegenteil bewirkt.
Abgesehen davon erinnert mich dieses Argument sehr an das der Moslems "Den Koran kann man nur im arabischen Orginal wirklich verstehen"

Zitat

Mir ist es allerdings schleierhaft, wieso, offenbar auch bei Dir, "züchtigen" scheinbar automatisch in "prügeln" umgemünzt wird.
Weil es in dem Fall in den Kontext passt.
Zum einen war prügeln damals eine weit verbreitete und akzeptierte Erziehungsmethode war, zum anderen weil mir ein Gott der 3000 Leute seines eigenen Volks wegen einer Lapalie wie dem goldenen Kalb umbringen, schwangeren Frauen den Bauch aufschlitzen und Homosexuelle und ungehorsame Söhne steinigen lässt mir nicht wie ein Gott vorkommt der sich allzugrosse Sorgen um die körperliche Unversehrtheit der Kinder macht.

liam

unregistriert

8

Montag, 5. Oktober 2009, 14:37

Zitat

Einige der Leute waren durchaus in der Kategorie "Fundamentalist" einzuordnen
Ein Fundamentalist ist nicht deswegen ein von Jesus erlöster und geretteter Christ, weil er sich so verhält, als wäre er einer.

Zitat

Intressant scheint mir das in der Beziehung Konvertierungen, in beide Richtungen, vor allem in Extremsituationen stattfinden, z.B. bei Kriegsveteranen, auf dem Sterbebett oder in KZs
Hm - meinem 90jähren Schwiegervater würde ich einen solchen Satz eventuell abnehmen aufgrund seiner Lebenserfahrung, Dir eher weniger.

Zitat

Bezweifle ich ehrlich gesagt.
Tu' es, das ändert an der Tatsache dennoch nichts.

Zitat

Die Bibel ist nur nicht in der Lage mich zu überzeugen, um genau zu sein hat sie beim ersten vollständigen lesen genau das Gegenteil bewirkt.
Dafür ist sie auch eher weniger gedacht. Dieser Effekt ist bei Ungläubigen Lesern eher normal.

Wir können uns gerne über andere Themen austauschen, mit Dir über die Bibel zu diskutieren ist nichts, als Zeitverschwendung.

Discordier

unregistriert

9

Montag, 5. Oktober 2009, 16:45

Zitat

Hm - meinem 90jähren Schwiegervater würde ich einen solchen Satz eventuell abnehmen aufgrund seiner Lebenserfahrung, Dir eher weniger.
Ich hab mich über das Thema mit zwei Stalingradveteranen, einem KZ-Überlebenden, einem Vietnam-Veteranen und drei Krankenschwestern unterhalten.

Zitat

Dafür ist sie auch eher weniger gedacht. Dieser Effekt ist bei Ungläubigen Lesern eher normal.
Bloss das ich damals eigentlich kein Ungläubiger war, eher jemand auf der Suche nach der richtigen Religion.

Heike

Administrator

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10

Montag, 5. Oktober 2009, 16:50

hi, discordier,



was ich dann aber nicht verstehe: wenn es so selbstverständlich ist, das vertrauen einer geliebten person nicht auf's spiel zu setzen, warum reagieren dann soviele so allergisch, gerade nicht-christen, wenn man die gebote GOTTES "du sollst nicht ehebrechen oder nicht lügen, oder nicht stehlen ..." einfach ausspricht?



du sollst dir kein bild machen: das liegt daran, weil die leute schnell dabei sind, zu denken, ein bild oder eine statue hätte wunderkräfte. sie pflegen dann keine beziehung mehr zu GOTT, sondern zum bildnis.

du sollst den sabbat heiligen: einen tag in der woche frei nehmen, sich zeit für GOTT, zeit für sich selbst, für die familie nehmen. zur ruhe kommen. was ist daran verkehrt?



zum thema züchtigen: wenn meine kinder heute einen ladendiebstahl begehen würden, und ich bekäme es raus, dann würde ich sie folgendermaßen züchtigen: sie müssen in den laden und den diebstahl dem besitzer beichten, in meiner gegenwart. sie müssen die summe erstatten und beim ladenbesitzer abarbeiten. sie bekämen mindestens einen monat hausarrest und das verbot, fernsehen zu schauen. außerdem dürften sie mindestens drei monate nicht mehr alleine in einen laden.

das mag jetzt vielleicht der ein oder andere zu hart finden, aber das ist zucht. verantwortung übernehmen und gerade stehen müssen.



gruß,



heike
GOTT kommt nicht, wenn wir es möchten, aber ER kommt rechtzeitig.
Tennessee Williams (1914-83)

Discordier

unregistriert

11

Montag, 5. Oktober 2009, 17:20

Zitat

was ich dann aber nicht verstehe: wenn es so selbstverständlich ist, das vertrauen einer geliebten person nicht auf's spiel zu setzen, warum reagieren dann soviele so allergisch, gerade nicht-christen, wenn man die gebote GOTTES "du sollst nicht ehebrechen oder nicht lügen, oder nicht stehlen ..." einfach ausspricht?
Zum einen stört mich persönlich die Arroganz mit der diese Gebote oftmals ausgesprochen werden, als ob diese Gebote eine reine Errungenschaft des Christentums wären, zum anderen die Heuchelei dabei, da Moses ungefähr so nett war wie Dschinghis Khan, von der ebenfalls alles andere als unblutigen Geschichte des Christentums mal ganz abgesehen.

Zitat

du sollst dir kein bild machen: das liegt daran, weil die leute schnell dabei sind, zu denken, ein bild oder eine statue hätte wunderkräfte. sie pflegen dann keine beziehung mehr zu GOTT, sondern zum bildnis.
Dann ergibt das Gebot einen Sinn für Christen, aber nicht für mich.

Zitat

du sollst den sabbat heiligen: einen tag in der woche frei nehmen, sich zeit für GOTT, zeit für sich selbst, für die familie nehmen. zur ruhe kommen. was ist daran verkehrt?
Prinzipiell nichts, ich hab gerne frei, was mir aber seltsam vorkommt das auf einen speziellen Tag zu legen.
Ich persönlich halte es so, Wenn ich Geld brauch, such ich mir nen Job für ein paar Monate, anschliessend nehm ich mir wieder ein paar Monate frei und hau das Geld auf den Kopf.
Funktioniert ziemlich gut.
Wenn ich dann arbeite ist es mir eigentlich relativ egal ob tagsüber, nachts, am WE oder an Werktagen.

Zitat

zum thema züchtigen: wenn meine kinder heute einen ladendiebstahl begehen würden, und ich bekäme es raus, dann würde ich sie folgendermaßen züchtigen: sie müssen in den laden und den diebstahl dem besitzer beichten, in meiner gegenwart. sie müssen die summe erstatten und beim ladenbesitzer abarbeiten. sie bekämen mindestens einen monat hausarrest und das verbot, fernsehen zu schauen. außerdem dürften sie mindestens drei monate nicht mehr alleine in einen laden.

das mag jetzt vielleicht der ein oder andere zu hart finden, aber das ist zucht. verantwortung übernehmen und gerade stehen müssen.
Ob das jetzt zu hart ist oder nicht, ist mMn ne Frage der Motivation und des Ladens.
Allerdings gibt es soweit ich weiss auch ne Stelle in der Bibel die besagt man solle seine Kinder auch dann züchtigen wenn sie nichts falsch gemacht haben.

liam

unregistriert

12

Montag, 5. Oktober 2009, 17:20

Zitat

Bloss das ich damals eigentlich kein Ungläubiger war, eher jemand auf der Suche nach der richtigen Religion.
Es gibt Gläubige und Ungläubige. "Eigentlich nicht Ungläubige" sind Ungläubige. Den Glauben betreffend gibt es keine Grauzone, nur schwarz oder weiß.

Zitat

Ich hab mich über das Thema mit zwei Stalingradveteranen, einem KZ-Überlebenden, einem Vietnam-Veteranen und drei Krankenschwestern unterhalten.
Interessante Aufzählung. Und nun? Eine Unterhaltung über "das Thema" mit acht Menschen hat Dir diese Weisheit offenbart? Was soll das belegen? Die Formlierung "Vor allem"?

Mit wievielen Christen hast Du dich denn unterhalten, die nicht durch Situationsbedingten Stress, Druck und Todesangst eine Entscheidung für den Glauben getroffen haben, sondern aus Erkenntnis, Offenbarung und Nachdenken? Und wieviele Menschen hast Du kennen gelernt, die ihr Christsein aus ebendenselben Gründen wieder "abgelegt" haben? Wenn Du mit Formulierungen wie "vor allem" kommst, dann musst Du etwas mehr beibringen, als acht Piepels, mit denen Du Dich über das Thema unterhalten haben willst.

liam

unregistriert

13

Montag, 5. Oktober 2009, 17:24

Zitat

Allerdings gibt es soweit ich weiss auch ne Stelle in der Bibel die besagt man solle seine Kinder auch dann züchtigen wenn sie nichts falsch gemacht haben.
Dann mach' Dir doch bitte mal die Mühe, und sieh' nach. Die Stelle interessiert mich.

Zitat

Zum einen stört mich persönlich die Arroganz mit der diese Gebote oftmals ausgesprochen werden
Oh ja, das glaube ich Dir gerne. Aber diese Arroganz wird allzumeist erst zur Arroganz durch das schlechte Geiwssen derer, die der Ansicht sind, das diese Gesetze nicht für sie gelten. Und das Missverständnis derer, die eben die Bibel nicht begreifen können.

Discordier

unregistriert

14

Montag, 5. Oktober 2009, 17:40

Zitat

Den Glauben betreffend gibt es keine Grauzone, nur schwarz oder weiß.
Es gibt überall grau, aber fast nirgends schwarz oder weiss.
Und mit "eigentlich kein Ungläubiger" meinte ich das ich zwar glaubte das es irgendeine höhere Macht gibt, aber ich wusste nicht zu welcher Religion die hätte gehören sollte.

Zitat

Mit wievielen Christen hast Du dich denn unterhalten, die nicht durch Situationsbedingten Stress, Druck und Todesangst eine Entscheidung für den Glauben getroffen haben, sondern aus Erkenntnis, Offenbarung und Nachdenken?
Persönlich?
keinen von dem ich das wüsste.
Die meisten haben einfach ihre anerzogene Religion behalten, ohne jemals gross Fragen zu stellen.
Übers Internet ein paar mehr, aber da ist es auch immer etwas schwieriger festzustellen wer wieviel Wahrheit sagt.

Zitat

Und wieviele Menschen hast Du kennen gelernt, die ihr Christsein aus ebendenselben Gründen wieder "abgelegt" haben?
Zwei.

Zitat

Wenn Du mit Formulierungen wie "vor allem" kommst, dann musst Du etwas mehr beibringen, als acht Piepels, mit denen Du Dich über das Thema unterhalten haben willst.
Die Leute haben ja nicht nur für sich selbst gesprochen, sondern allgemein über ihre Erlebnisse erzählt.

Discordier

unregistriert

15

Montag, 5. Oktober 2009, 18:03

Zitat

Dann mach' Dir doch bitte mal die Mühe, und sieh' nach. Die Stelle interessiert mich.
Ok, da hab ich mich geirrt, hab zumindest nichts gefunden.
Dafür aber was zum Thema Zucht vs Prügel:

Zitat

"Wer die Rute spart, hasst seinen Sohn,wer ihn liebt, nimmt ihn früh in Zucht." (Spr 13,24)
"Du schlägst ihn mit dem Stock, bewahrst aber sein Leben vor der Unterwelt." (Spr 23,14)
"Beug ihm den Kopf in Kindestagen; schlag ihn aufs Gesäss, solange er klein ist, sonst wird er störrisch und widerspenstig und du hast Kummer mit ihm." (Sirach 30,12)

liam

unregistriert

16

Montag, 5. Oktober 2009, 18:43

Den Sirach kannst Du hier getrost ausklammern, der gehört nicht zum Kanon der heutigen Bibel. Und was die beiden anderen Stellen angeht? Wieviele Kinder hast Du bereit erzogen? Was weißt Du über Kindererziehung?

Ich bin kein Freund der körperlichen Züchtigung der Art, wie viele Menschen sie der Bibel unterstellen (scheinbar Du ja auch). Bei vier Kindern blieb es jedoch nicht aus, dass es in bestimmten Situationen "Popoklatsche" gab oder einen kräftigen Klaps auf die Finger bzw. auf die Hand. Das allerdings niemals, ohne dem Kind zuvor und / oder nachher begründet und erklärt zu haben, was der Grund für diese Maßnahme war. Und auch nicht, ohne dass Kind und Eltern sich vor dem "Insbettgehen" wieder versöhnt hätten. Und eines kannst Du glauben: Die wenigen Schläge, die unsere beiden Ältesten von ihren Eltern bekommen haben, waren harmlos im Vergleich zu denen, die ihnen "das Leben bereits" verabreicht hat. (Sie sind beide erwachsen und studieren)

Wenn Du also die Sprüche aus der Bibel liest, die Du da zitiert hast, gebrauchst, so darfst Du beispielsweise Epheser 6, 4 nicht aus den Augen verlieren, wo es heißt: Und ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn. Das kann man aber nur, wenn man die Bibel nicht auseinander reißt. Erst dann erhalten die von Dir zitierten Verse das richtige Maß und Ziel.

Discordier

unregistriert

17

Montag, 5. Oktober 2009, 19:01

persönlich erzogen hab ich noch keins, aber meine Eltern haben mich nie geschlagen, obwohl ich nicht unbedingt zu den leicht erziehbaren Kindern gehört habe, und ich persönlich bin sehr zufrieden mit dem was aus mir geworden ist.
Und ich persönlich halte auch ganz ohne jede Erfahrung die über einen einmonatsjob als Unterhalter in der Kinderklinik hinausgehen jede Gewaltanwendung gegenüber Kindern für falsch.

ralf-fennig

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18

Montag, 5. Oktober 2009, 20:39

Diese Bibelstellen über Kindererziehung gibt es. Ich finde auch nichts dramatisches daran. Wo genau liegt Dein Problem damit?
Irdische, menschliche Ordnung kann niemals völlig gewaltfrei funktionieren. Unter Erwachsenen hat der Staat das Gewaltmonopol - ich möchte Kinder aber ungern den Gesetzen unterwerfen die für Erwachsene gelten.
Bei unter-14-jährigen haben die Eltern das "Gewaltmonopol". Und ehrlich gesagt: Als Kind war es für mich fieser ein paar Tage "eingesperrt" zu sein als ein paar Klapse zu bekommen.

Deshalb kann ich die "Brisanz", die diesem Thema künstlich eingeflößt wird, nicht ganz nachvollziehen.
Von den schrägen Ideen der antiautoritären Erziehung haben wir uns zum Glück gelöst - langsam sollte man anfangen auch die Nebenwirkungen dessen zu überwinden.

johan

unregistriert

19

Montag, 5. Oktober 2009, 22:39

Gott selbst züchtigt seine Kinder, Discordier. Und ich bin dankbar dafür, dass Er es tut.
Hier eine (weitere) Bibelstelle zum Thema Züchtigung, aus welchem Grund und wozu sie ist – aus Liebe.

Hebr.12,1-14

Da wir nun eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, so laßt uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt, und laßt uns mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt,
indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete, und der sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.
Achtet doch auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert!
Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde
und habt das Trostwort vergessen, das zu euch als zu Söhnen spricht: »Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm zurechtgewiesen wirst!
Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.«
Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?
Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid, an der sie alle Anteil bekommen haben, so seid ihr ja unecht und keine Söhne!
Zudem hatten wir ja unsere leiblichen Väter als Erzieher und scheuten uns vor ihnen; sollten wir uns da nicht vielmehr dem Vater der Geister unterwerfen und leben?
Denn jene haben uns für wenige Tage gezüchtigt, so wie es ihnen richtig erschien; er aber zu unserem Besten, damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden.
Alle Züchtigung aber scheint uns für den Augenblick nicht zur Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen; danach aber gibt sie eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt sind.
Darum »richtet wieder auf die schlaff gewordenen Hände und die erlahmten Knie«,
und »macht gerade Bahnen für eure Füße«, damit das Lahme nicht vom Weg abkommt, sondern vielmehr geheilt wird!
Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird!

Discordier

unregistriert

20

Montag, 5. Oktober 2009, 23:52

Zitat

Wo genau liegt Dein Problem damit?
Darin das körperliche Gewalt nicht das geringste in der Erziehung oder Strafen irgendeiner Art zu suchen hat.
Körperstrafen (ob im Strafvollzug oder der Erziehung) sind ein glücklicherweise in Deutschland grösstenteils abgeschaftes Relikt aus dem letzten Jahrhundert.

@johan

Zitat

Denn wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt.
Und was soll mir das jetzt sagen?
Das Gott seine Zuneigung dadurch kundtut das er dafür sorgt das es einem richtig dreckig geht?
Dann kenn ich einige die Gott wirklich lieben muss, aber auf so eine Art von Liebe kann ich verzichten.

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