Samstag, 18. November 2017, 18:52 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Forum der Gemeinschaft bekennender Christen im Netz. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

ralf-fennig

Administrator

Beiträge: 2 217

Wohnort: 49424 Goldenstedt

Beruf: Altenpfleger - Frührentner

21

Dienstag, 6. Oktober 2009, 06:45

Du hast Recht. In Städten wird es öfter Hinrichtungen gegeben haben.
Du stellst Dir sicher jetzt vor das Kinder bei diesen Hinrichtungen Ehrenplätze einnahmen bei denen man im Detail das Geschehen beobachten konnte?
Meine Erinnerungen daran wieviel man als Kind mitbekommt wenn man in einer Menschenansammlung steht und irgendwo weit vorne etwas geschieht sagt mir etwas anderes. Immer vorausgesetzt Eltern im Jahr 1500 haben ihre Kinder zu Hinrichtungen mitgenommen - was es sicher gegeben haben mag.

liam

unregistriert

22

Dienstag, 6. Oktober 2009, 09:06

Zitat

Gleichzeitig nehmen Straftaten von Jugendlichen insgesamt aber ab, auch etwas was gesagt werden sollte.
Falsch, es sind Gewalttaten von Jugendlichen, die leicht abgenommen haben. Obd das einen Trend kennzeichnet, ist ungewiss.
Diese Asussage von mir war falsch, ich brachte da etwas durcheinander. Die Straftaten insgesamt haben abgenommen, die Gewalttaten jedoch haben deutlich zugenommen:

Zitat

Die Zahl der Tatverdächtigen unter Jugendlichen und Heranwachsenden sank den Angaben zufolge überproportional um 2,1 beziehungsweise 2,3 Prozent. Insgesamt wurde bei den Tatverdächtigen ein Rückgang um 1,3 Prozent verzeichnet.

Getrübt wurde die Jahresbilanz durch die sich weiter verschärfende Gewaltkriminalität auch bei den 14- bis unter-21-Jährigen. Die Zahl der Delikte in diesem Bereich nahm den Angaben zufolge insgesamt um 1,2 Prozent auf 215 471 zu. Auffällig war hierbei die Zunahme einfacher Körperverletzungsdelikte bei Heranwachsenden um 4,6 Prozent (insgesamt plus 3,7 Prozent).
Den gesamten Artikel findest Du hier: http://www.rp-online.de/public/article/p…ltbereiter.html

Discordier

unregistriert

23

Dienstag, 6. Oktober 2009, 12:16

eben, genau das was ich gesagt habe.
Was noch geklärt werden müsste wäre die Frage nach der Ursache.

Was mich allerdings mindestens ebensosehr beunruhigt hat wie der Artikel selbst waren die Kommentare, da wird nach Todesstrafe, Isolationshaft und Zwangsarbeit geschrien wie auf nem Parteitag der NPD...

liam

unregistriert

24

Dienstag, 6. Oktober 2009, 12:29

Zitat

eben, genau das was ich gesagt habe.
Nur, dass es nicht um die Kriminalität allgemein ging, welche Du azuführen beliebtest, sondern um die Gewaltbereitschaft.

Ja, und bei solchen Kommentaren, da wuselt es auch mir eiskalt den Rücken hinunter. Nur sollte man dem Mob nicht mehr Bedeutung beimessen, als er verdient.

25

Dienstag, 6. Oktober 2009, 14:18

Schüchterne Zwischenfrage: Was hat das alles mit den 19 Jahren deutschen Einheit zu tun?

26

Dienstag, 6. Oktober 2009, 14:21

XXX

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Columba« (3. August 2010, 15:32)


liam

unregistriert

27

Dienstag, 6. Oktober 2009, 15:03

Zitat von »Columba«

Was hat das alles mit den 19 Jahren deutschen Einheit zu tun?
Nix - da geb' ich Dir Recht. Mal sehen, ob bzw. wie man die beiden Stränge splitten kann.

Discordier

unregistriert

28

Dienstag, 6. Oktober 2009, 15:10

Zitat


Schüchterne Zwischenfrage: Was hat das alles mit den 19 Jahren deutschen Einheit zu tun?
1. Gebot des Internets:
Kein Topic überlebt die ersten zehn Posts :P

Kasper

Anfänger

Beiträge: 30

Wohnort: Im Südwesten unseres Landes

29

Dienstag, 6. Oktober 2009, 18:23

Also ich muss für meinen Teil sagen, ich finde beide Seiten haben hier zum teil ganz richtiges gesagt. Auch ich habe das Empfinden, dass der Druck in der heutigen Zeit immer mehr am zunehmen ist. Sicherlich gab es auch früher Gewalt bis hin zum Mord, aber - auch wenn es makaber klingen mag - ein Mord aus der Geringschätzung des Wertes menschlichen Lebens ist in meinen Augen nur bedingt vergleichbar mit Tötungen aufgrund von Lust bzw. hoher emotionaler Begeisterung, wie es heute oft passiert. Ein großes Problem das ich sehe ist die Instrumentalisierung der emotionalen Welt und die übertriebene Pseudorationalität, die zum absoluter Maßstab in unserer Gesellschaft geworden ist. Transgressions- und Kompensationsbemühen überraschen mich dabei nicht wirklich.

Dafür die Verantwortung bei den killerspielen zu sehen, dass kann man natürlich tun, aber auch ich halte das für einen eher fragwürdigen Versuch ein komplexes Problem auf einen Sündenbock-Faktor zu reduzieren. Bei manchen mögen sie sicherlich gar keine Wirkung zeigen, bei anderen bauen sie vielleicht Aggressionen ab, beim nächsten wieder fördert es eher eine Radikalisierung von Problemlösungsverhalten - aber das tun auch Comics a la Batman oder Western, in denen der Held das Recht in die eigene Hand nimmt oder mit den Methoden des Bösen gegen das Böse kämpft. Nur wegen Killerspielen wird man meiner Meinung nach nun nicht zum Killer, genauso wenig wie man durch Strategiespiele zu einem guten General oder durch Wirtschaftssimulationen zum Industriemagnaten wird.

Allerdings würde ich auch entschieden widersprechen wollen, dass durch z.B. die Inquisition früher eine Atmosphäre des Terrors geschaffen wurde. Wenn man die Zahl der Opfer nimmt und sie mit den Verkehrstoten der Gegenwart vergleicht, dann sterben heute in nur ein paar Jahren so viele Menschen wie in 200 Jahren Inquisition - und dennoch leben wir alle nicht in einer permanenten Todesangst, wenn wir uns in unser Auto setzen. Und die meisten machen sich auch heute sicherlich keine Gedanken, dass sie morgen als Terrorist denunziert werden könnten. Ob also der Mensch des Mittelalters in ständiger Furcht vor Verfolgung lebte, das bezweifle ich. Die Gefahr durch “satanische Terroristen” war damals einfach ebenso normal und real wie heute andere Gefahren - und ebenso abstrakt. Ob nun im Unbewußten die Angst vor dem Höllenfeuer präsent war und den Mensch quälte…. Nun ja, das mag schon sein. Aber auch heute spricht man dem Menschen solche Ängste zu, z.B. die Angst vor Kontrollverlusten, ich weiß nicht, ob wir hier heute so viel aufgeklärter sind.

Dennoch, es gibt eine Vielzahl an Berichten von Hinrichtungen, die tatsächlich zum Volksspektakel stilisiert wurden, an denen sich die Menschen und vor allem auch die Jugend an den Grausamkeiten ergötzten - nicht selten sogar gerade auch die Jugend aus der ersten Reihe bzw. es war die Jugend, die vor der eigentlichen Vollstreckung den Delinquenten noch drangsalieren tat und durfte. Aber ich denke auch hier ist es nicht von der Hand zu weisen, dass das Fernsehen und das Internet Gewalt in einer ganz anderen (subtileren) Form und Häufigkeit in die Kinderzimmer bringt - in ganz vielen Masken, sei es unter dem Mäntelchen des “Kampf für das Gute” bis hin zu religiösen und ja, z.T. auch christlichen Deckmäntelchen. Und Kinder lernen nun einmal auch von Modellen…..

Aber ja, Discordier gebe ich in einem anderen Punkt zudem recht. Seit dem Bestehen des Menschen gehört der Kampf um das Überleben und die Gewalt auch zu unserem Leben. Können wir sicher sein, das wir Erwachsenen heute immer einen gesunden und sinnvollen Bezug zur unserem Gefühlsleben haben? Zu unserem Empfinden - auch uns besonders wenn es um Aspekte wie z.B. Lust und Gewalt geht? Und steht nicht gerade hier auch unsere Kultur mit all ihren Problemen in einer Tradition “christlich” geprägter Vorstellungen und Werte? Was aber, wenn diese Tradition nur leblos an die Menschen herangetragen wird, wenn sie also nicht aus Liebe und Überzeugung Christus anhängen sondern ihnen die Werte vorgegeben und aufgezwungen werden? Wie werden sie womöglich reagieren? Verzicht aus Überzeugung ist etwas anderes als Verzicht aus sozial erwünschtem Verhalten heraus, oder nicht?

Ich denke die Probleme heute sind nicht nur in dem gegenwärtigen Zeitgeist begründet, sondern sind die Folge einer seit langem stattfindenden “Entwicklung” - und die meisten Abgründe entstehen aus kleinen Spalten…..
Delige, et quod vis fac.

liam

unregistriert

30

Dienstag, 6. Oktober 2009, 21:50

Zitat von »Kasper«

...aber auch ich halte das für einen eher fragwürdigen Versuch ein komplexes Problem auf einen Sündenbock-Faktor zu reduzieren.
Stimmt - zugegeben. So "eindimensional" ist die ganze Problematik sicher nicht zu betrachten. Zweifellos muss dazu eine Summe anderer Faktoren kommen, die im Ergebnis dann den "Knalleffekt" auslösen. Es ist auch klar, dass Beurteilungen "aus der Ferne", wie man sie nach solchen Ereignissen dann öfter hört und liest, alles andere als seriös sind.

Ich denke, dass diese spezielle Erscheinung einher geht mit einer ganzen Reihe anderer Erscheinungen unserer Zeit. Über meinen RSS-Ticker tuckert hier gerade die Nachricht: "Totes Neugeborenes an der Isar gefunden". Eine schlimme Meldung eigentlich, doch wir haben uns an derlei Nachrichten gewöhnt, wie man sich an einen heiseren Husten gewöhnen kann - lästig, aber nicht weiter schlimm.

Nein - bei einem gesunden Verhältnis zwischen Eltern und Kindern wären slche Erscheinungen möglicherweise seltener. Vieles wäre dann seltener. Jugendliche in bitterer innerer Not, einsame junge Menschen trotz einem ganzen Pulk von "Freunden", ihre Kinder täglich prügelnde Eltern - und man steht als hilfloser Zuschauer daneben, ohne wirklich helfen zu können...

Der Beitrag von »Robins« (Montag, 12. Oktober 2009, 12:34) wurde vom Autor selbst gelöscht (Montag, 12. Oktober 2009, 12:39).

32

Mittwoch, 19. Januar 2011, 12:13

Zitat


Schüchterne Zwischenfrage: Was hat das alles mit den 19 Jahren deutschen Einheit zu tun?
1. Gebot des Internets:
Kein Topic überlebt die ersten zehn Posts :P
Das stimmt überall, in allen Foren! :D

Ähnliche Themen