Mittwoch, 22. November 2017, 06:29 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Forum der Gemeinschaft bekennender Christen im Netz. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

21

Freitag, 7. März 2014, 20:42

Leider wieder dieses Halbwissen und kein Mut zur Klarheit.Calvinisten sind KEINE CHRISTEN, weil sie nie Buße tun brauchten und keine Buße getan haben.Das geben sie zu, ist Grundpfeiler der Lehre.Wenn sie von Buße reden, meinen sie etwas völlig anderes als das was in der Bibel steht!Prüft doch mal was die drunter verstehen, statt hier deren falsches Evangelium zu verteidigen.Auch Zeugen Jehovas verkünden ihr Evangelium, verteidigt Ihr das auch?
Calvinisten erklären Aussagen Gottes als falsch, verdrehen das richtige Evangelium in ein falsches Evangelium und siehe da, das verwirrte Volk klatscht Beifall und verteidigt es.

22

Freitag, 7. März 2014, 21:02

Ach ja, Y.Cho ( 3 Jahre Gefängnis siehe entspr. Thema) hat auch vor millionen Menschen das Evangelium gepredigt, dabei vor einigen Jahren gesagt, Buddha sei ein gleich guter Weg zum Himmel und zur Erlösung.
Buddhismus ein gleich guter Weg wie das Christentum.
Bestimmt kommt er wegen seiner guten Taten und der Predigt des Evangeliums vor millionen Menschen auch in den Himmel.Oder?Ja nicht urteilen,nicht den warnenden Zeigefinger heben, sowas macht man heute nicht mehr! :thumbdown:

23

Freitag, 7. März 2014, 21:16

Calvinisten sind KEINE CHRISTEN, weil sie nie Buße tun brauchten und keine Buße getan haben. Das geben sie zu, ist Grundpfeiler der Lehre.
Es geht ja hier um Spurgeon. Spurgeon war ein "gemäßigter" Calvinist. Bei einem kurzen Blättern in seinem Psalmenkommentar fand ich Folgendes zum Thema Buße:

Zitat

Denn ich habe an dir gesündigt. Das war die Wurzel, aus der die bitteren Früchte hervorgesprosst waren, die David kosten musste. Wer die Sünde bei sich beherbergen will, muss auch dem Jammer die Tür öffnen; denn die beiden sind untrennbare Gefährten. Man beachte, wie der Psalmist als das Schlimmste des Schlimmen an der Sünde das erkennt, dass sie gegen Gott gerichtet ist. Das ist ein Hauptkennzeichen der echten Buße. (zu Psalm 41,5)

Zitat

Errette mich von den Blutschulden. Er war an dem Tode Urias, des Hethiters, dieses treuergebenen Knechtes, schuld gewesen und bekennt jetzt diese Tatsache. War schon sein Ehebruch ein todeswürdiges Verbrechen, so hatte der Mord doppelte Schuld auf sein Haupt geladen. Wem es mit seiner Buße Ernst ist, der macht keine Umschweife, sondern legt ein unumwundenes Bekenntnis ab. Er sucht nicht nach feinen Redensarten, um seine Sünde in möglichst gutem Lichte darzustellen, sondern nennt das Ding beim rechten Namen und schüttet sein Herz gründlich aus. (zu Psalm 51,16)
Dann zitiert er noch M.F.Roos zustimmend:

Zitat

Davids Buße war sehr gründlich. Gott wirkte sie in seiner Seele. Es gingen gewaltige Zermalmungen in seiner Seele vor. Seine Traurigkeit hielt eine Zeit lang an. Er vertrieb sie nicht durch zerstreuende Geschäfte, durch Lustbarkeiten und durch einen selbstgemachten Trost. Er wusste, dass seine Sache bei dem höchsten Gericht Gottes anhängig sei, und wollte sich nicht zufrieden geben, bis er innerlich überzeugt war, dass ihm von daher eine Absolution widerfahren sei. Er erlangte sie auch und konnte Gott Ps. 103 fröhlich darüber danken. Die erlangte Gnade stärkte auch seine Gebeine und richtete seine Gesundheit wieder auf. Seine Buße war so gründlich, dass er hernach sein Leben lang vor dem Ehebruch, Totschlag und allen vorsätzlichen Sünden einen Abscheu hatte und gegen neue Sündenfälle gesichert war. Eine tiefere Einsicht in das Verderben der menschlichen Natur und in die wahre Beschaffenheit der Rechtfertigung und Heiligung begleitete seine Buße, und diese Einsicht setzte ihn instand, andere zu lehren, und war also ein Pfund, welches viel gewann. Keines Menschen Buße ist in der heiligen Schrift so ausführlich beschrieben, von keinem Menschen vor David wird gemeldet, dass er die Sünde und die Vergebung der Sünden so hoch gerechnet habe wie er. Sein Sündenfall hat viele Nachfolger; ach, dass seine Buße auch viele hätte! (zu Psalm 51)
Natürlich gibt es auch unter denen, die sich Calvinisten nennen, solche, die keine Christen sind. Aber die gibt es auch unter den Arminianern und Anti-Calvinisten und in jeder Kirche und Freikirche.

Spurgeon betrifft diese Behauptung über die Buße jedenfalls nicht. Ich habe zahlreiche Werke von bibeltreuen Arminianern UND bibeltreuen Calvinisten unter meinen Büchern; keiner von ihnen bestreitet die Notwendigkeit der Buße. Diese Behauptung ist einfach absurd!

24

Freitag, 7. März 2014, 21:58

Calvinisten sind KEINE CHRISTEN, weil sie nie Buße tun brauchten und keine Buße getan haben.Das geben sie zu, ist Grundpfeiler der Lehre.Wenn sie von Buße reden, meinen sie etwas völlig anderes als das was in der Bibel steht!Prüft doch mal was die drunter verstehen, statt hier deren falsches Evangelium zu verteidigen.
Lieber Robins, Deiner Aufforderung komme ich gern nach. Ich bin durchaus kein Calvinist, habe auch einen ganz anderen Hintergrund, aber ich wollte schon als 17- oder 18-Jähriger wissen, was die Leute wirklich lehrten, nicht bloß, was andere über sie sagten. Deshalb hab ich mir damals schon die "Institutio" von Calvin zugelegt. Nein, ich bin durchaus nicht mit allem einverstanden, was Calvin gelehrt und getan hat. Aber jetzt möchte ich doch mal gern von Dir wissen, in welcher Hinsicht Calvins Lehre über die Buße "etwas völlig anderes" meint, als in der Bibel steht!

Zitat

Es ist mir zwar nicht verborgen, daß unter dem Ausdruck "Buße" die ganze Bekehrung zu Gott begriffen wird, zu der ja nicht zuletzt auch der Glaube gehört; in welchem Sinne das aber geschieht, das wird sich leicht zeigen, wenn wir Kraft und Wesen der Buße näher beleuchtet haben. Das Wort "Buße" ist bei den Hebräern von "Umkehr" oder "Rückkehr", bei den Griechen von "Änderung des Sinnes" oder "Änderung eines Ratschlusses" hergenommen; beiden sprachlichen Ableitungen entspricht die beschriebene Sache durchaus: Buße ist ja im wesentlichen darin beschlossen, daß wir von uns selbst auswandern und uns zu Gott "kehren", daß wir den vorigen Sinn ablegen und einen neuen annehmen! Es ist deshalb, nach meinem Urteil wenigstens, keine üble Beschreibung des Begriffs "Buße", wenn man sagt: Buße ist die wahre Hinkehr unseres Lebens zu Gott, wie sie aus echter und ernster Gottesfurcht entsteht; sie umfaßt einerseits das Absterben unseres Fleisches und des alten Menschen, anderseits die Lebendigmachung im Geiste.

In diesem Sinne muß man auch all die Reden verstehen, mit denen einst die Propheten und dann später die Apostel die Menschen ihrer Zeit zur Buße mahnten. Denn sie haben alle auf das Eine gedrungen, daß die Menschen, erschüttert von ihren Sünden, durchbohrt von der Furcht vor Gottes Gericht, sich vor Gott, den sie abtrünnig verlassen hatten, niederwarfen, sich vor ihm demütigten und in wahrer Bekehrung auf seinen rechten Weg zurückkehrten. Die Worte, die sie brauchten, hatten also unterschiedslos alle den gleichen Sinn, ob es nun heißt "sich zu Gott kehren" oder "zu Gott umkehren" oder "anderen Sinnes werden" oder "Buße tun" (Matth. 3,2). Deshalb heißt es in der Heiligen Geschichte auch, das Bußetun bedeute eine Wendung "zu Gott": das geschieht, wenn Menschen, die sich von ihm abgewandt und sich in ihren Lüsten haben gehen lassen, nun anfangen, seinem Worte zu gehorchen (1. Sam. 7,3), sich seiner Führung zu unterstellen und zu gehen, wohin er sie ruft! Johannes und Paulus sprechen auch von "würdigen Früchten der Buße", die einer bringt (Luk. 3, 8; Röm. 6,4; Apg. 26,20), und verstehen darunter, daß einer ein Leben führt, das in allen seinen Taten ein Erweis, ein Zeugnis dieser Umkehr ist.

Johannes Calvin: Unterweisung in der christlichen Religion - Institutio christianae religionis III,3,5

25

Freitag, 7. März 2014, 23:11

:thumbsup: Feines und weises Wort, @Barnabas. Danke dir dafür.

Zitat

Und Spurgeon hat seit 122 Jahren "keine Zeit zur Umkehr" mehr (wenn das denn nötig wäre)
Das stimmt. Ich meinte ja natürlich, zu seinen Lebzeiten, falls er da eine Korrektur gebraucht hätte/hat. Aber ich denke, das ist auch "rübergekommen", oder? :smile:

:tassekaffee:
Phil. 1,6:
...der in uns angefangen hat das gute Werk, wird es auch vollenden bis an den Tag Christi.
Nietzsche: "Gott ist tot".
Gott: "Nietzsche ist tot!"


26

Samstag, 8. März 2014, 00:38

Aber ich denke, das ist auch "rübergekommen", oder? :smile:
Klar, Sara, wir verstehen uns! :smile:

:tassekaffee:

27

Samstag, 8. März 2014, 02:39

Zitat

Klar, Sara, wir verstehen uns! :smile:
Fein! :smile:

:tassekaffee:
Phil. 1,6:
...der in uns angefangen hat das gute Werk, wird es auch vollenden bis an den Tag Christi.
Nietzsche: "Gott ist tot".
Gott: "Nietzsche ist tot!"


28

Samstag, 8. März 2014, 08:58

@Barnabas & Sara
Die Calvinisten überbetonen die Souveränität Gottes auf Kosten der menschlichen Verantwortlichkeit. Mit einer Reihe von Bibelstellen kommen sie problemlos klar. Und die, die nicht passen, werden mit Gewalt passend gemacht (z.B. 1. Timotheus 2,4).


Genau das meinte ich. Diese "Überbetonung" der Calvinisten, dieser Unterschied zwischen der biblischen Lehre der Vorherbestimmung und Vorsehung und der calvinistischen Lehre der Prädestination sorgt dafür dass die doppelte Prädestinationslehre nichts anderes als die logische Konsequenz der Einfachen ist.
Villeicht waren meine vorherigen Worte etwas mißverständlich, da ich nicht genügend kenntlich gemacht habe dass ich von der calvinistischen Prädestination sprach.

@Barnabas: Das mit der Logik will ich doch vehement abstreiten. Der Herr gibt es wem es der Herr gibt, aber allgemeingültig zu behaupten wir Menschen könnten es hier auf Erden nicht verstehen ist schlicht falsch.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Timmy« (8. März 2014, 09:05)


Benennungsloser

unregistriert

29

Samstag, 8. März 2014, 10:31

Meide nutzlose Streitgespräche... Bleibe bei dem, was dich der Geist Gottes lehrt...

2.Timotheus 3,( Der Schutz vor Verführung: Festhalten an der von Gott eingegebenen Heiligen Schrift, Schlachter2000)

" 14 Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir zur Gewißheit geworden ist, da du weißt, von wem du es gelernt hast,
15 und weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche die Kraft haben, dich weise zu machen zur Errettung durch den Glauben, der in Christus Jesus ist.
16 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit,
17 damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet."

Die Calvinisten sagen, die " ICR" von Calvin wurde theologisches Lehrbuch der französischsprachigen reformierten Kirche und Grundlage der Theologie der reformierten Kirche außerhalb Frankreichs. Sie umfasst in der heutigen Form 4 Bücher mit insgesamt 80 Kapiteln.

Dich, @Barnabas, frage ich nun, warum sollte neben der Heiligen Schrift, Gottes Wort, noch zusätzliche Lehrbücher( calvinistische Lehre) aufgestellt werden, die als Lehrbücher bindende Gewalt haben? In diesem Zusammenhang sei noch die Tatsache der Zusammenarbeit der katholischen Kirche mit Calvin in Bezug auf Severus Verbrennung genannt!

Was sind die Worte Calvins über Buße wert in diesem Zusammenhang?

Weiter in diesem Zusammenhang frage ich Dich, warum Du keine scharfe Trennung zwischen treu in Christus ausharrenden Jüngern Jesu und z.B. Arminianern, ZJ, Calvinisten etc.?

Was sind " bibeltreue Arminianer und bibeltreue Calvinisten" für Dich?

Ist der Teufel für Dich auch "bibeltreu", nur weil er die Schrift Gottes kennt und zitiert?

Diese Deine Worte sind pure Gotteslästerung und zeugen von einem Geist, der nicht der Geist Gottes ist! :regensmiley:

30

Samstag, 8. März 2014, 13:13

Calvinisten lehren:Erst kommt die neue Geburt, dann beginnt GOTT SEIN WERK im Menschen und ER bewirkt die Buße, Glauben usw.
In Apostelgesch.2 steht aber, daß erst nach Glauben die Buße kommt und die Taufe, dann erst kommt die neue Geburt!
Wer hat recht?

Jesus, Johannes und Petrus sagten, daß Menschen Buße tun müssen.
Calvinisten sagen, das kann der Mensch nicht.Wer hat recht?
Johannes der Täufer sagt, Jesus ist das Lamm Gottes, das die SÜNDEN DER GANZEN WELT trägt.
Johannes der Apostel schreibt, Jesus ist das Sündopfer für ALLE SÜNDEN der Welt, nicht nur für unsere Sünden. Calvinisten sagen dazu NEIN, Jesus ist nur für die Auserwählten gestorben.
Wer hat recht?

Merkt ihr nicht, wie ihr einer teuflischen calvinistischen Lehre folgt?

Wer war der erste Calvinist in der Bibel?

SATAN in Hiob 1 und 2!

31

Samstag, 8. März 2014, 13:20

Offensichtlich wußte es Augustinus der Philosoph 400 nach Christus besser, denn er übernahm die Lehre seiner geliebten griechischen Philosophen Aristoteles und Plato.
Sie sagten/schrieben: die Götter haben alles vorherbestimmt.
Diese Lehre findet sich im Islam, auch im Hinduismus.
Erst spät hat Augustinus Theologie studiert und gesagt:
Wir müssen die Bibel mit den Augen eines Philosophen lesen/erkennen.
Die Bibel sagt in Kolosser 2V8: Hütet Euch vor Philosophie und menschlischer Lehre .
Auch hier die Frage, wer hat Recht?

32

Samstag, 8. März 2014, 13:26

Die Unzulänglichkeit des menschlichen Verstandes

@Timmy - danke für Deine Erläuterung zur Unterscheidung zwischen biblischer Vorherbestimmung und calvinistischer (doppelter ODER einfacher) Prädestination. Jetzt verstehe ich besser, wie es gemeint war.

Zu den Fähigkeiten der menschlichen Logik hatte ich geschrieben:

Zitat

Geistliche Fragen sind zwar nicht "unlogisch", aber übersteigen häufig die Möglichkeiten unseres menschlichen Verstandes. Das gilt vor allem, wenn es um Fragen geht, die Gott selbst und die Ewigkeit betreffen, wie zum Beispiel die wahre Gottheit und die wahre Menschheit Jesu, vereint in einer Person (Matthäus 11,27). Zu solchen Themen gehört auch die Frage der Verbindung zwischen der Souveränität Gottes und seinem ewigen Ratschluss einerseits und unserer menschlichen Verantwortung andererseits.
Du antwortest:

Zitat

@Barnabas: Das mit der Logik will ich doch vehement abstreiten. Der Herr
gibt es wem es der Herr gibt, aber allgemeingültig zu behaupten wir
Menschen könnten es hier auf Erden nicht verstehen ist schlicht falsch.

Ich meine: Die ganze Theologiegeschichte ist geprägt von der Überschätzung des menschlichen Verstandes in geistlichen Fragen und der Missachtung des demütigen Glaubens und Gehorchens (vgl. 2. Korinther 10,5).

Ich hatte auf Matthäus 11,27 hingewiesen. Hier der Wortlaut:

Zitat

Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater;
und niemand erkennt den Sohn als nur der Vater,
noch erkennt jemand den Vater als nur der Sohn,
und der, dem
der Sohn <ihn> offenbaren will.
Auffällig ist, dass es bei dem Erkennen des Vaters einen Zusatz gibt (4. Zeile), während es vom Erkennen des Sohnes absolut heißt: "niemand erkennt den Sohn, als nur der Vater". Was bedeutet das anderes, als dass es uns nicht möglich ist, das Geheinnis seiner Person zu ergründen.

Er ist wahrer Gott - diese göttliche Mitteilung über Ihn erkennt jeder Christ an und betet Ihn dafür an.
Er ist wahrer, vollständiger Mensch, doch ohne jede Sünde - darin bewundern wir Ihn und folgen Ihm nach.
Aber z. B. wie Gottheit und Menschheit in seiner Person "vereinigt" sind, ohne dass Er eine "doppelte Person" wäre, können wir weder erklären noch verstehen. Und weil wir Ihn lieben, weigern wir uns auch, seine Person logisch analysieren zu wollen. Das würde nur zu Irrlehren führen.

Ähnlich ist es mit der Frage der Auserwählung einerseits und der Umkehr des Menschen andererseits. Wir können die biblische Lehre über beide Themen demütig annehmen, wir können sie in ihren jeweiligen Textzusammenhängen zu verstehen suchen, wir können Gott dafür danken - aber die kausale Verknüpfung scheitert an der Begrenztheit unseres Wissens und der Beschränktheit unserer Logik.

Beide kausalen Verknüpfungen:

"Wir haben uns bekehrt, weil Gott uns auserwählt hat."

oder:

"Gott hat uns auserwählt, weil Er wusste, dass wir uns bekehren würden."

kommen mit zahlreichen Schriftstellen in Kollision.

Im Lauf von jetzt ca. 43 Jahren habe ich Hunderte von Zeitschriftenartikeln und Büchern zu diesem Thema gelesen. Und wo immer der Versuch unternommen wurde, in dieser Frage ein widerspruchsfreies logisches Gedankensystem zu errichten, ist das - aus meiner Sicht - nie gelungen, ohne dabei mehreren Bibelstellen Gewalt anzutun.

Mich würde interessieren @Timmy, welches Buch oder welche Aufsatz Deiner Meinung nach eine logisch stringente Lösung liefert und wirklich allen diesbezüglichen Bibelstellen gerecht wird.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Barnabas« (8. März 2014, 15:10)


33

Samstag, 8. März 2014, 15:58

Biblische Grundsätze und christliche Gesprächskultur

Ein paar allgemeine Bemerkungen zu diesem Forum und zum Verlauf dieses Threads:

Als ich vor über 10 Jahren das ENABC-Forum (Vorgänger dieses Forums) kennenlernte, habe ich mich über die dort herrschenden Grundsätze und über die Gesprächskultur gefreut. Die meisten dort kamen aus "dem großen christlichen Forum" und litten darunter, dass dort schon damals fast alles "erlaubt" war, was es an bösen Lehren so gibt. Den Gründern des ENABC-Forums war es ein Anliegen, bibeltreu zu sein, das heißt die Inspiration und Autorität der Bibel uneingeschränkt zu bejahen.

Deshalb wurde Irrlehrern, die z. B. die Person des Herrn Jesus oder sein Sühnungswerk antasteten, oder Sektierern, die andere hinter sich herziehen wollten, entschieden widerstanden.

Andererseits war man sich sehr wohl bewusst, dass es auch zwischen bibeltreuen Christen Erkenntnisunterschiede und Meinungsverschiedenheiten geben kann und dass man trotzdem brüderlich miteinander umgehen sollte.

Es war damals kein Problem, dass im Forum sowohl calvinistisch als auch arminianisch geprägte Christen schrieben - neben anderen, die Mängel in beiden Richtungen sahen. Auch unter den Moderatoren waren die unterschiedlichen Positionen vertreten. Der Umgang miteinander war im Allgemeinen sachlich und brüderlich, auch in der Diskussion der einschlägigen Fragen. (Der in den 90er Jahren auch in Deutschland aufgekommene "militante" Calvinismus in Form des Rekonstruktionismus spielte damals im Forum keine Rolle und ist, Gott sei Dank!, inzwischen auch sonst ziemlich abgeebbt.)

Dennoch ist es Satan gelungen, dieses Forum auseinanderbrechen zu lassen. Dabei spielten persönliche Differenzen eine große Rolle. Ich war damals sehr traurig darüber (und bin es noch heute), weil dadurch das gemeinsame Zeugnis für den Herrn Jesus und für die Wahrheit der Bibel vor der Welt und vor den Christen Schaden genommen hat.

In der Zwischenzeit hat sich allerdings ein "militanter" Anti-Calvinismus entwickelt. Kennzeichnend dafür ist eine einseitige bis verkehrte Darstellung der Lehren Calvins und der Calvinisten. Ich betone noch einmal, dass ich die Lehren Calvins und der Calvinisten in den umstrittenen Punkten zu einem großen Teil nicht teile, aber ich finde die Darstellung in manchen amerikanischen und deutschen Veröffentlichungen unfair, unsachlich und unchristlich. Eine Reihe von Zitaten aus solchen Büchern - zum Beispiel aus Calvins Institutio - habe ich überprüft und festgestellt, dass sie ab und zu verfälscht, häufig aus dem Zusammenhang gerissen und nicht selten ganz entgegengesetzt zu ihrer ursprünglichen Bedeutung und Absicht verwandt werden.

Zusätzlich zu diesen Büchern gibt es Rundbriefe/Rundmails und auch christliche Foren, in denen ein systematisches Calvinisten-Bashing veranstaltet wird. Kennzeichnend dafür ist, dass dort in der Regel Calvin, Spurgeon usw. nicht einmal direkt zitiert werden, sondern dass man das, was man sich aus schlechten Büchern angelesen hat, noch zusätzlich überspitzt wiedergibt. Und dann wird lautstark behauptet, Calvin, Spurgeon usw. seien Irrlehrer, die in die Hölle kämen.

Ein solches Verhalten aber ist unbiblisch und unchristlich, denn:

- Es wird nicht unterschieden zwischen Irrlehren, die Christus, den Weg zum Heil, das Wort Gottes usw. betreffen, und Erkenntnis- oder Auslegungsunterschieden.

- Wenn Gerüchte weitergegeben werden, wird das "Prinzip der zwei oder drei Zeugen", massiv verletzt. Wenn etwas kritisiert werden muss, müssen entweder Zeugen benannt werden oder es muss korrekt zitiert werden (siehe z. B. 2. Korinther 13,1; 1. Timotheus 5,19; 1. Korinther 1,11).

- Es wird nicht beachtet, dass nicht nur Paulus in seinen Briefen, sondern auch Christus selbst in Offenbarung 2 und 3, nicht nur das brandmarken, was zu kritisieren ist, sondern in der Regel voranschicken, was positiv anzuerkennen ist.

- Das Vorgehen sieht oft so aus: Man hält einen Mann für einen Irrlehrer - zum Beispiel Calvin. Man hat dafür eine Handvoll Argumente im Kopf, die man irgendwo gelesen, aber nie selbst verifiziert hat. In der Diskussion bringt man zunächst das erste Argument vor. Wird das widerlegt, geht man nicht darauf ein, sondern wirft das zweite Argument in die Runde. Wird das widerlegt, geht man wieder nicht darauf ein, sondern lässt das dritte Argument folgen. Und so weiter. Damit ist - in geistlicher wie in sachlicher Hinsicht - jeder sinnvolle Austausch am Ende.

Gibt es denn nicht die Notwendigkeit eines Wächterdienstes? - Natürlich gibt es die! Nie war dieser Dienst so wichtig wie heute. Und es gibt Brüder, die diese Aufgabe auf eine sehr gute Weise wahrnehmen. Ein Beispiel dafür ist http://distomos.blogspot.de/

Die oben beschriebene Fehlentwicklung allerdings bewirkt genau das Gegenteil. Wenn schon Spurgeon als "Irrlehrer" bezeichnet wird, der in die Hölle käme, hört doch niemand mehr zu, wenn wir vor wirklichen Irrlehrern warnen!

Angesichts dieser Situation würde ich es sehr begrüßen, wenn für dieses Forum einige bibelorientierte Regeln aufgestellt würden, damit auch unterschiedliche Meinungen auf eine schriftgemäße Weise erörtert werden können. Dabei denke ich auch an die vielen gläubigen oder ungläubigen Mitleser (das sind ja mehr, als die, die sich aktiv beteiligen), für die wir vor Gott eine große Verantwortung haben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Barnabas« (8. März 2014, 16:23)


Benennungsloser

unregistriert

34

Samstag, 8. März 2014, 17:11

Aus diesem Grunde noch einmal meine Frage an Dich, @Barnabas:

Was sind " bibeltreue Arminianer und bibeltreue Calvinisten" für Dich?



Ich kenne nur bibeltreue Christen, besser bibeltreue Kinder Gottes;
Arminianer und Calvinisten sind, wie ihr Name schon deutlich bezeichnet, Menschen, die Gott und den Herrn nicht kennen, oder Menschen, die einer Sekte folgen, die sich damit( mit der Abspaltung vom Leib Jesu Christi) von der Gnade des Herrn entfernt haben!
:verwirrt:

ralf-fennig

Administrator

Beiträge: 2 217

Wohnort: 49424 Goldenstedt

Beruf: Altenpfleger - Frührentner

35

Samstag, 8. März 2014, 17:26

Ja - und den letzten großen Crash erlebte die Forumsgemeinschaft weil ein wirklich unreifer Christ die Prädestination "entdeckt" hatte und jeden für einen gefährlichen Irrlehrer hielt der von einer menschlichen Bekehrung und Buße sprach. Das war "Hochmut" und deshalb sperrte er über Nacht sämtliche anderen Admins.
Das ist ein Stil den ich nicht will. Aber ich weiß auch (aus Erfahrung) das Robins sowas ebenso wenig will.

Es GIBT Prädestination. Prädestination an sich ist biblisch. Aber man muss sie richtig einsortieren.
Paulus hat uns die "goldene Kette der Errettung" dazu im Römerbrief im 8. Kapitel mitgeteilt:
29 Denn die er zuvor ersehen14 hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern. 30 Die er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, die er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, die er aber gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht.

Wir werden also
1. Erkannt - 2. Vorherbestimmt - 3. Gerechtfertigt - 4. Verherrlicht.
Das ist GOTTES Reihenfolge in der Sache.

Aber darüber müssen wir hier glaub ich garnicht streiten. Wir wissen das und sind uns einig.

Bislang habe ich die meisten Spurgeon-Zitate so verstanden das er zu Buße und Bekehrung aufruft. Und sein Leben habe ich so verstanden das er aufruft die Bibel als Gottes Wort ernst zu nehmen. Das endgültige Urteil über ihn muss ich Gott überlassen.
Aber es wäre hilfreich die genaue Quelle der Vorwürfe zu kennen.
Ein Merkmal von Irrlehrern ist ja meist das sie (hinter einer vielleicht bibeltreuen Fassade) ihre Sonderlehren immer wieder hervorheben. Du kannst mit keinem Mormonen oder ZJ lange über die Bibel reden ohne das Du merkst welches Geistes Kind sie sind.

ralf-fennig

Administrator

Beiträge: 2 217

Wohnort: 49424 Goldenstedt

Beruf: Altenpfleger - Frührentner

36

Samstag, 8. März 2014, 17:31

Aus diesem Grunde noch einmal meine Frage an Dich, @Barnabas:

Was sind " bibeltreue Arminianer und bibeltreue Calvinisten" für Dich?



Ich kenne nur bibeltreue Christen, besser bibeltreue Kinder Gottes;
Arminianer und Calvinisten sind, wie ihr Name schon deutlich bezeichnet, Menschen, die Gott und den Herrn nicht kennen, oder Menschen, die einer Sekte folgen, die sich damit( mit der Abspaltung vom Leib Jesu Christi) von der Gnade des Herrn entfernt haben!
:verwirrt:


Naja - SO würde ich das nicht formulieren.
Es bezeichnet Lehrmeinungen. Ich bin z.B. "Trinitarier". Und dennoch (bzw. gerade deshalb) Christ.
Ich denke:
"Calvinist" meint in unserem Zusammenhang jemanden der denkt Bekehrung und Errettung wäre zu 100 % von Gott gewirkt. Einen freien Willen gibt es in diesem Bereich überhaupt nicht (auf Seiten des Menschen).
"Arminianer" meint in diesem Zusammenhang jemanden der denkt Bekehrung und Errettung wäre zu 100 % vom menschlichen Willen abhängig. Gott hat das Angebot an alle Menschen gemacht - es liegt einzig und allein an unserer freien Willensentscheidung.

Beide argumentieren mit der Bibel.

ralf-fennig

Administrator

Beiträge: 2 217

Wohnort: 49424 Goldenstedt

Beruf: Altenpfleger - Frührentner

37

Samstag, 8. März 2014, 17:43

Was die Gesprächskultur angeht:
Ja, stimmt.
Jetzt im Moment erschreckt mich etwas das sich selbst Sara auf der "Abschussliste" fühlt. Da sehe ich momentan niemanden - höhestens Spurgeon.

38

Samstag, 8. März 2014, 18:37

Aus diesem Grunde noch einmal meine Frage an Dich, @Barnabas:

Was sind " bibeltreue Arminianer und bibeltreue Calvinisten" für Dich?
Ich bin erstaunt, dass Du eine Antwort von mir anmahnst,

- obwohl Du Deinerseits meine Frage von gestern nicht beantwortet hast
- und meine oben gegebene Antwort offenbar übersiehst.

Aus gegebenem Anlass habe ich Dich gestern um 19.45 gefragt:

Zitat

Benennungsloser, bist Du denn auch der Meinung, er [Spurgeon] hätte ein "falsches Evangelium" verkündigt, sei ein "Irrlehrer" und "gehöre nicht in den Himmel"? Oder teilst Du diese Meinung nicht?
Darauf hätte ich noch gern eine Antwort.

Du hast heute um 10.31 geschrieben:

Zitat

Was sind " bibeltreue Arminianer und bibeltreue Calvinisten" für Dich?


Ist der Teufel für Dich auch "bibeltreu", nur weil er die Schrift Gottes kennt und zitiert?


Diese Deine Worte sind pure Gotteslästerung und zeugen von einem Geist, der nicht der Geist Gottes ist!
Diese Beschuldigung ist ungeheuerlich. Zwar kann ich verstehen, dass bestimmte Gesprächssituationen zu einer gewissen Aufregung führen; und ich nehme Dir das auch nicht persönlich übel. Ich erwarte nicht einmal eine Entschuldigung von Dir. Aber so geht es nicht, wenn der Austausch hier zur Ehre Gottes sein soll.

Auch Dein Verhalten Sara und Anna gegenüber im Thread

Jehovas Zeugen und ihr Weg in den ewigen Tod

war sehr anmaßend, ungerecht und unsachlich. Dafür solltest Du Dich allerdings entschuldigen, wenn Du als Gesprächspartner hier ernst genommen werden möchtest.

Deine Frage habe ich bereits um 15.58 (indirekt) beantwortet (und zwar in dem Sinn, in dem Ralf es jetzt noch einmal ausführlicher erklärt hat). Ich schrieb:

Zitat

Den Gründern des ENABC-Forums war es ein Anliegen, bibeltreu zu sein, das heißt die Inspiration und Autorität der Bibel uneingeschränkt zu bejahen.
Von "bibeltreu" spricht man eben dann, wenn jemand die Bibel als von Gott inspiriert und als Autorität anerkennt (zumindest Letzteres tut Satan nicht!).

Wenn ich nur die als "bibeltreu" bezeichnen würde, die auch meine Auslegung der Bibel in allem teilen, dann würde ich nicht die Bibel, sondern mich selbst zum Maßstab machen - und das wäre in höchstem Maß sektiererisch.

ralf-fennig

Administrator

Beiträge: 2 217

Wohnort: 49424 Goldenstedt

Beruf: Altenpfleger - Frührentner

39

Samstag, 8. März 2014, 19:10

Wobei ich im anderen Faden eher den Eindruck hatte es handele sich um das Missverständnis das Benennungsloser dachte Sara und Anna würden in irgendeiner Weise die Lehre der WTG für "christlich" halten. Das tun sie nicht.
Ebenso wie hier niemand die Meinung verteidigt Gott würde Menschen für die Hölle vorherbestimmen.

40

Samstag, 8. März 2014, 19:56

@Ralf

zu diesem Forum:

Ich wusste nicht, was der konkrete Anlass für den letzten großen Crash war. Hitzköpfe und Extremisten gibt es wirklich in jedem "Lager".

Bedauerlich fand ich nur, dass alle meine alten Postings verloren sind. Gerade über das Thema Calvinismus-Arminianismus hatten wir damals viel geschrieben und eine Reihe von Bibelstellen ausführlich untersucht. Das ist alles verloren. (Bis auf eine Zusammenfassung zu dem Thema, die Sanftwut sich abgespeichert hatte.)


zu Spurgeon:

Von der Schrift her ist die Beweispflicht ganz eindeutig: Wer behauptet, dass ein bekannter Prediger ein falsches Evangelium verkündige, hat die Pflicht das nachzuweisen! Nimm nur 1. Timotheus 5,19:

Zitat

Gegen einen Ältesten nimm keine Klage an, außer bei zwei oder drei Zeugen!
Man soll also - wenn keine bezeugten Tatbestände vorliegen - die Klage überhaupt nicht annehmen! Man soll sie abweisen! Man soll es nicht dulden, dass Preidger oder überhaupt andere Christen ohne jeden Beweis beschuldigt werden. - Und in einem bibelorientierten Forum müsste das konsequent gehandhabt werden. Sonst kommt man - ob gewollt oder nicht - schnell dahin, wo ein berüchtigtes Schweizer Forum schon lange ist.


zum Thread über die ZJ:

Ganz unabhängig davon, wer "Recht hatte" und in welchem Maß, waren der Ton und die Worte, die an Sara und Anna gerichtet wurden, anmaßend und ungehörig. Allein die Anklage von dem "gottlosen Zustand" gegenüber Sara ist sehr schlimm.

Dass sowohl Sara als auch Anna die Lehren der ZJ rundweg ablehnen, war in ihren Beiträgen vollkommen deutlich. Nur weil sie zwischen Verführern und Verführten differenzieren, wurde ihnen unterstellt, dass sie "die Verwässerung und Verfälschung des Evangeliums verteidigen". - Solche Beschuldigungen sind einfach nicht tolerabel!

Ähnliche Themen