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ralf-fennig

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81

Mittwoch, 12. März 2014, 21:11

Manchmal ist eine Frage zu "schwierig" für kurze Zusammenfassungen. Ich sagte ja schon häufiger das Roger Liebi zu meinen "Lieblingslehrern" gehört. Er hat das sehr gut herausgearbeitet.
Hört mal:
http://www.youtube.com/watch?v=YfN4FQIQ1j4

82

Mittwoch, 12. März 2014, 21:25

Ja, ich befürchte einfach, dass nichts recht ist in deinen Augen @Bennenungsloser, was ich schreibe. DAS ist schade. Aber wenn mich jemand falsch verstehen w i l l, werde ich daran wohl auch nichts ändern können. Also lasse ich es einfach bleiben.


:nullahnung: :binschonstill:
Phil. 1,6:
...der in uns angefangen hat das gute Werk, wird es auch vollenden bis an den Tag Christi.
Nietzsche: "Gott ist tot".
Gott: "Nietzsche ist tot!"


ralf-fennig

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83

Mittwoch, 12. März 2014, 21:46

Ja, Timmy - was die Kindschaft angeht: Es ist ja kein Zufall das Gott dieses Bild gewählt hat. Er hätte uns auch Freunde nennen können, die wird man ggf. schneller wieder los.
Oder das Bild des Ehepaares. Da gibt es wenigstens die Scheidung - aber ich weiß nicht: Ist Gott ein Ehepartner der sich scheiden lässt?

Benennungsloser

unregistriert

84

Mittwoch, 12. März 2014, 23:09

@Sara,
( Super!
Leider wird der mögliche Abfall damit weder erklärt, noch bewiesen!:regensmiley:
Auch sehe ich keine Erklärung für : " tatsächlich wiedergeboren" und



" nie in Gänze versiegelt mit dem Heiligen Geist" Alles schade, und wie sehr!" )


" Ja, ich befürchte einfach, dass nichts recht ist in deinen Augen @Bennenungsloser, was ich schreibe. DAS ist schade. Aber wenn mich jemand falsch verstehen w i l l, werde ich daran wohl auch nichts ändern können. Also lasse ich es einfach bleiben."

Diesen Ton kenne ich schon aus anderen Foren, und der bringt uns nicht wirklich weiter! :regensmiley:

Du solltest wissen, wenn es vorbei ist, @Sara!

85

Mittwoch, 12. März 2014, 23:23

@Sara

herzlichen Dank für Deine klaren, hilfreichen Ausführungen zum Thema! Auch die Verbindung von Hebräer 6 mit Matthäus 13 (Gleichnis vom Sämann) ist richtig und nützlich.

Ein Punkt in Deinen Ausführungen ist allerdings missverständlich:

Zitat

Wer sich nach der Bekehrung wieder lossagt, ist nie in Gänze mit dem Geist versiegelt gewesen, sondern hatte "Anteil".
Ich vermute mal, dass Du hier mit "Bekehrung" nicht eine "echte" Bekehrung meinst, sondern eine nur äußerliche Hinwendung zum Christentum. - Ich sehe eine "echte" Bekehrung als die menschliche Seite, Wiedergeburt als die göttliche Seite ein und derselben Medaille.

Wahrscheinlich meinst Du hier jemand, der sich wieder lossagt, nachdem er sich äußerlich eine Zeit lang zu Christus bekannt und zu den Christen gehalten hat, wie Du es ja vorher in Verbindung mit Matthäus 13 erklärt hast.


@Timmy
Du kritisierst Sara, dass sie andere Stellen - außerhalb von Hebräer 6 - zur Erklärung hinzunimmt. Aber Du selbst hast das in Nr. 66 ausgiebig getan!

Du sagst dort:

Zitat

Das heißt diejenigen welche "Anteil hatten" am heiligen Geist, die hatten den heiligen Geist und waren damit Kinder Gottes. Von denen wird hier gesprochen, diese können nach ihrem Abfall nicht nochmals zur Buße kommen.
Der Hebräerbrief spricht aber überhaupt nicht von der Gotteskindschaft und auch nicht davon, dass Gläubige den Heiligen Geist "haben" im Sinn von "den Heiligen Geist empfangen haben", mit Ihm "versiegelt sein" usw.

Auch die von Dir herangezogenen Stellen zum "teilhaftig sein" beweisen einen solchen Gedanken nicht. Im Gegenteil. Die, die "der Züchtigung" teilhaftig geworden sind, haben Züchtigung doch als etwas Äußerliches erhalten, was sie nicht dauerhaft in sich wohnen haben.

Wenn im Hebräerbrief vom Heiligen Geist die Rede, ist an keiner Stelle von seinem Wohnen in den Gläubigen die Rede. Es wird wiederholt erwähnt, dass Er etwas "anzeigt" oder zu uns "spricht", aber die einzige Hebräerstelle, die zusätzliches Licht auf das Wirken des Geistes wirft und uns in Bezug auf Kapitel 6 weiterhelfen könnte, ist m. E. Kapitel 2,3.4:

Zitat

… wie werden wir entfliehen, wenn wir eine so große Rettung missachten? Sie ist <ja>, nachdem sie ihren Anfang <damit> genommen hatte, dass sie durch den Herrn verkündet wurde, uns gegenüber von denen bestätigt worden, die es gehört haben, wobei Gott zugleich Zeugnis gab durch Zeichen und Wunder und mancherlei Machttaten und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen.
Wer sich in der Anfangszeit zu den Christen hielt, "profitierte" von den Kraftwirkungen des Heiligen Geistes, insbesondere von den Wundern durch die Apostel. Wie viele wurden vielleicht selbst von Krankheiten geheilt oder erlebten die Heilung ihrer Angehörigen - ohne selbst zu einer echten Bekehrung/Wiedergeburt zu kommen! Sie freuten sich über das Wirken des Heiligen Geistes, auch über die Atmosphäre der Liebe, über die Freigebigkeit der ersten Christen usw. Aber als Verfolgungen kamen (Heb 10,32-34; Mth 13,21), stellte sich heraus, dass sie nicht wirklich dazugehörten. Genauso, wie der Herr es in Matthäus 13 vorausgesagt hatte.

Der Vergleich mit dem Regen (Hebräer 6,7.8), der über das Land kommt, aber nicht nur Kraut, sondern auch Dornen und Disteln hervorbringt, bestätigt nicht nur, dass es sich um solche Segenswirkungen des Geistes handelt, sondern legt auch Matthäus 13 als Parallele nahe.

Als Beleg für einen Abfall von Kindern Gottes lässt sich Hebräer 6 also nicht heranziehen.

86

Donnerstag, 13. März 2014, 02:32

Ganz herzlichen Dank @Barnabas, du hast verstanden, was ich zum Ausdruck bringen wollte. :smile:

Im Thread "Sämann" habe ich nun einen Ausschnitt der Auslegung von W. MacDonald zum Hebräerbrief, Kap. 10,26-30 eingestellt. Dort wird genau dieses Thema besprochen und ich kann mich dem einfach nur anschließen, wie auch deiner Erklärung.

Und ich hoffe, dass damit die offenen Fragen alle abgedeckt sind. Jedenfalls die Fragen, die an mich gerichtet waren. Ich habe Bibelstellen aufgezeigt, dass unser Geist mit dem Geist Gottes verbunden ist (versiegelt) und die Unverlierbarkeit des Heils für alle, die "in Christus" wiedergeboren sind. Und mit Hebr. 10, 26-30 sind auch die Fragen meiner (leider) etwas umständlichen Beschreibung hoffentlich geklärt.

:tassekaffee:
Phil. 1,6:
...der in uns angefangen hat das gute Werk, wird es auch vollenden bis an den Tag Christi.
Nietzsche: "Gott ist tot".
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87

Donnerstag, 13. März 2014, 09:34

@Timmy: Es tut mir leid, wenn ich mich so unglücklich ausgedrückt habe ...
Im Moment fehlt es mir tatsächlich an Kraft und Gedanken, mich verständlich zu machen.
:weinen: :binschonstill:

So etwas kennt wohl jeder von uns, daher hast du selbstverständlich vollstes Verständnis von mir.

88

Donnerstag, 13. März 2014, 09:42

Ja, Timmy - was die Kindschaft angeht: Es ist ja kein Zufall das Gott dieses Bild gewählt hat. Er hätte uns auch Freunde nennen können, die wird man ggf. schneller wieder los.
Oder das Bild des Ehepaares. Da gibt es wenigstens die Scheidung - aber ich weiß nicht: Ist Gott ein Ehepartner der sich scheiden lässt?

Ich möchte protestieren ... wir sind nicht bildlich gesehen Gottes Kinder, sondern wir sind tatsächlich Gottes Kinder. Doch die geistliche Kindschaft hat seine Unterschiede zur leiblichen, wie ich bereits erklärt habe.

ralf-fennig

Administrator

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89

Donnerstag, 13. März 2014, 10:03

Auch nicht wirklich.
Noch nicht einmal innerhalb dieser Welt kann ich meine geistigen Väter und geistlichen Lehrer immer verleugnen. Und Gott ist selbst dort treu wo wir untreu sind.

90

Donnerstag, 13. März 2014, 10:04


@Timmy
Du kritisierst Sara, dass sie andere Stellen - außerhalb von Hebräer 6 - zur Erklärung hinzunimmt. Aber Du selbst hast das in Nr. 66 ausgiebig getan!


Da hast du mich aber gründlich mißverstanden. Auch wirfst du mit dieser Aussage zwei offensichtlich Unterschiedliche Dinge in den Topf. Daher bleibe ich dabei, man darf allgemein anerkannte biblische Tatsachen zu den Erklärungen hinzuziehen, man sollte aber nicht die nächste Baustelle auftun, indem man Gleichnisse oder andere Bibelverse hinzuzieht welche absolut strittig sind. An ersteres kann wohl niemand etwas auszusetzen haben, letzteres jedoch führt dazu dass einige genannte Bibelstellen nur oberflächlich betrachtet werden und ein Durcheinander von Interpretationen entsteht.


Als Beleg für einen Abfall von Kindern Gottes lässt sich Hebräer 6 also nicht heranziehen.

Doch tut es, wie bereits Sara gesagt kann ich auch dir sagen: Für das rechte Verständnis eines Verses ist nichtnur der Kontext, nichtnur die ganzheitliche Betrachtung der Bibel, sondern auch die Betrachtung eines jeden einzelnen Wortes nötig ... bisher konsequent Umgangen wurde dabei "Wieder kreuzigen".

Auch sollte man die Worte genau betrachten. In Hebräer 6 steht nämlich nicht: "Die den Geisteswirkungen teilhaftig geworden sind" ... denn dann könnte man deinen Ausführungen zustimmen ... doch es steht dort: "Die des heiligen Geistes teilhaftig geworden sind".

Edith: Zu Teilhaber (gr. μέτ-οχος) liste ich mal alle Bibelverse auf:
Lukas 5,7: Und sie winkten ihren Gesellen, die im andern Schiff waren ...
Hebräer 1,9: ... darum hat dich, o Gott, gesalbt dein Gott mit dem Öl der Freuden über deine Genossen.
Hebräer 3,1: Derhalben, ihr heiligen Brüder, die ihr mit berufen seid durch die himmlische Berufung ...
Hebräer 3,14: Denn wir sind Christi teilhaftig geworden, so wir anders das angefangene Wesen bis ans Ende fest behalten.
Hebräer 6,4: ... und geschmeckt haben die himmlische Gabe und teilhaftig geworden sind des heiligen Geistes
Hebräer 12,8: Seid ihr aber ohne Züchtigung, welcher sind alle teilhaftig geworden, so seid ihr Bastarde und nicht Kinder.

Zu teilhaben (gr. μετ-έχω):
1.Kor 9,10: ... und der da drischt, der soll auf Hoffnung dreschen, dass er seiner Hoffnung teilhaftig werde.
1.Kor 9,12: So andere dieser Macht an euch teilhaftig sind, warum nicht viel mehr wir? ...
1.Kor 10,17: Denn ein Brot ist's, so sind wir viele ein Leib, dieweil wir alle eines Brotes teilhaftig sind.
1.Kor 10,21: ... ihr könnt nicht zugleich teilhaftig sein des Tisches des Herrn und des Tisches der Teufel.
1.Kor 10,30: So ich's mit Danksagung genieße, was sollte ich denn verlästert werden über dem, dafür ich danke?
Hebräer 2,14: Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er dessen gleichermaßen teilhaftig geworden, auf dass er durch den Tod die Macht nehme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist dem Teufel
Hebräer 5,13: Denn wem man noch Milch geben muss, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit; denn er ist ein junges Kind.
Hebräer 7,13: Denn von dem solches gesagt ist, der ist von einem andern Geschlecht...

Zu Teilhabe (gr. μετ-οχή):
2.Kor 6,14: Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit?

Der Teilhaber ist derjenige der teilhat, die Teilhabe ist das was man teilhat und teilhaben μετ-εχω bedeutet dass man etwas mit - μετ (mit) - anderen zusammen hat - εχω (haben).

Es ist also vom griechischen Worte her klar dass derjenige der des heiligen Geistes teilhaftig gewesen ist auch den heiligen Geist hatte.

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »Timmy« (13. März 2014, 11:44)


91

Freitag, 14. März 2014, 13:03

Wann wäre aber eine zweite Kreuzigung Jesu nötig? Dann wenn einer der das Sühneopfer bereits einmal angenommen hatte und damit ein Kind Gottes geworden ist vom Glauben abfällt und sich neu Bekehren wollte.
@Timmy, Du hast beklagt, dass niemand auf diese Bemerkung in Beitrag # 66 eingegangen sei. Das will ich nachholen.

Du verbindest das erneute Kreuzigen mit einer evtl. Umkehr. Das trifft aber nach dem Wortlaut der Stelle nicht zu. Der Bibeltext verbindet das erneute Kreuzigen UND das Bloßstellen Jesu mit dem Abfallen und nicht mit einer evtl. Umkehr.

Zitat

… und dann doch abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott machen. (Hebräer 4,6)

Die Verbindung mit "zum Spott machen" (oder auch "bloßstellen") macht zweifelsfrei klar, dass das erneute Kreuzigen durch das Abfallen geschieht und nicht in Verbindung steht mit einee theoretischen Umkehr.

Der Gedanke ist offenbar der, dass Juden, die sich eine Zeit lang zu den Christen hielten, dann aber unter dem Druck jüdischer Verfolgung zum Judentum zurückkehrten, damit gewissermaßen ausdrückten: Christus ist zu Recht gekreuzigt worden.

Weiteres zu diesem Thread D.V. im Lauf des Wochenendes. Ab der nächsten Woche werde ich aus Zeitgründen für einige Monate nur sehr wenig aktiv sein können.

92

Freitag, 14. März 2014, 15:35

Zitat von »Hebräer 6,4-6 gemäß Elberfelder 1871«

Denn es ist unmöglich, diejenigen, welche einmal erleuchtet waren und geschmeckt haben die himmlische Gabe, und teilhaftig geworden sind des Heiligen Geistes, und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Wunderwerke des zukünftigen Zeitalters, und abgefallen sind, wiederum zur Buße zu erneuern, indem sie den Sohn Gottes für sich selbst kreuzigen und ihn zur Schau stellen.


Also nach der Übersetzung liegst du falsch und die Bibel besagt genau das was ich gesagt habe.

Zitat

Die Verbindung mit "zum Spott machen" (oder auch "bloßstellen") macht zweifelsfrei klar, dass das erneute Kreuzigen durch das Abfallen geschieht und nicht in Verbindung steht mit einee theoretischen Umkehr.

Nein, das ist nur eine unbegründete Interpretation deinerseits und de facto nichts anderes als eine logisch haltlose Behauptung. Aber zweifelsfrei klar wird dadurch dass du offensichtlich existente Deutungsmöglichkeiten übersiehst.
Nebenbei legt, zumindest im Griechischen, der Wortlaut und die Reihenfolge der Wörter, auch diese ist für das rechte Verständnis nicht unwichtig, fest dass sich das "wieder kreuzigen" und das "blosstellen" auf die "erneuerung der Buße" bezieht.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Timmy« (14. März 2014, 16:08)


93

Freitag, 14. März 2014, 16:08

Zitat

indem sie den Sohn Gottes für sich selbst kreuzigen und ihn zur Schau stellen.
Wenn ich mir die Szene der Kreuzigung vor Augen führe, so sehe ich, wie Gottes Sohn vor aller Welt verlacht, verhöhnt, geschlagen, angespuckt, fast nackt am Kreuz hängt und somit öffentlich zur Schau gestellt wurde.

Genau dies sagt der Bibelvers aus. Eine schreckliche Vorstellung, unser HERR müsste das noch einmal durchmachen. Nein. DAS wird nicht noch einmal geschehen, und darum auch nicht für die, die abgefallen sind und dann "nach ihrem Sinn Buße" tun wollen. Wäre das möglich, würden sie Jesus quasi exklusiv für sich selbst noch einmal kreuzigen und IHN nochmals zur Schau stellen.

Und das ist - laut Bibel - unmöglich, weil das Opfer Jesu ein für allemal stattgefunden hat.

Auch nicht möglich, dass ER im katholischen Abendmahl "immer wieder neu geopfert" werden könnte.

Beides sind unbiblische Lehren, weil sie Gottes eigenen Ratschluss verändern wollen.

1Petr 3,18 Denn auch Christus hat einmal
für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, damit er uns zu
Gott führte; und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig
gemacht durch den Geist,
..


(Schlachter2000)

:tassekaffee:
Phil. 1,6:
...der in uns angefangen hat das gute Werk, wird es auch vollenden bis an den Tag Christi.
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94

Freitag, 14. März 2014, 16:13

@Sara:
Das ist vollkommen richtig was du sagst. Niemand kann den Herrn ein weiteres mal kreuzigen; daher ist ja auch die Erneuerung zur Buße eines Abgefallenen Kindes Gottes nicht möglich, eben weil er dafür ein zweites Sühneopfer und damit eine nochmalige Kreuzigung des Sohnes des Gottes bräuchte.

95

Freitag, 14. März 2014, 19:03

In einem Gespräch heute mit einer Schwester im HERRN lasen wir gemeinsam Auslegungen und in verschiedenen Bibeln zu dem Thema Hebr. 6,6

Ich stand quasi "auf dem Schlauch", weil mir die Antwort von @Barnabas nicht verständlich war. Weil er aber für mich ein weiser Bruder im HERRN ist, suchte ich nach Antworten.

Dann bekam die Schwester die entscheidende Eingebung und mir wurde klar:

Im Grunde stimmen beide Sichtweisen. Es kommt auf den Blickwinkel (wie so oft) an.

Wenn Barnabas sagt, dass bereits mit dem Abfall der HERR erneut gekreuzigt und zur Schau gestellt wird, dann ist das natürlich so, weil die Welt den Heiland aus Hass und Bosheit gekreuzigt hat. Beim tatsächlichen Abfall (das eigenständige, vollständige, bewußte Lossagen von Christus) lästert der Mensch den Drei-Einen-Gott, er kreuzigt Christus wieder (durch den Hass und den Verrat, wie damals) und diese Sünde kann nicht mehr vergeben werden. Der Mensch wird verstockt, so, dass eine erneute Umkehr zur Buße nicht möglich wird. Dieser abgefallene Mensch wandert in die ewige Verdammnis.

Eine erneute Umkehr zur Buße würde Christus erneut kreuzigen, wenn ich an die Gnade der Erlösung denke, die wir von unserem HERRN erhalten haben, als wir umkehren und Buße tun durften. Das wäre ebenfalls unmöglich, weil der HERR Jesus nicht ein weiteres Mal ans Kreuz gehen würde.

Ich hoffe, es ist etwas Licht hineingekommen, mir jedenfalls ist es so klar geworden.

:tassekaffee:
Phil. 1,6:
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Benennungsloser

unregistriert

96

Freitag, 14. März 2014, 20:01

" ... Der Mensch wird verstockt, so, dass eine erneute Umkehr zur Buße nicht möglich wird ..." genau so lässt Gott der Herr die ewige Verstockung auf diesen fallen, nicht so wie die" Decke" über Israel, sondern Seinem Wort gemäß, da Er einfürallemal die Sünde getilgt hat am Kreuz. Er würde dadurch Sein Wort ungültig machen, kann Er nicht, da Gott nicht lügen kann. Ein wichtiges Wort auch gegenüber der " Allversöhnung"stheorie/Lehre.

97

Freitag, 14. März 2014, 20:08

Weil ihr da gerade so drin seid:
Meint ihr, dass dieses (was ihr gerade behandelt) dann auch in 1. Joh. 5, 16 gemeint ist?
"... Es gibt auch eine Sünde zum Tode; von dieser sage ich nicht, dass man Fürbitte einlegen soll."

98

Freitag, 14. März 2014, 20:58

@Anna:
Ja, ich verstehe 1.Johannes 5 durchaus so dass er hier von Kindern Gottes spricht und dass er hier nochmals bestätigt dass auch Gläubige eine Sünde zum Tode verüben können.
Zum einen spricht er von Brüdern für die man Fürbitte einlegen soll und zum anderen wird ihnen dadurch Leben gegeben; daher bezwifle ich dass Johannes von Brüdern im Sinn von Landsleuten spricht.

Zum anderen wollte ich zu Hebräer 6 ausführen:

Zitat

Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am Heiligen Geist und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt und dann doch abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott machen.

Wie auch im Griechischen ist in allen guten Übersetzungen klar zu sehen dass die Verben "erleuchtet worden sind", "geschmeckt haben", "Anteil bekommen haben" und "abgefallen sind" eine Vergangenheitsform haben. Es handelt sich hierbei also um Dinge die in der Vergangenheit geschehen oder getan wurden. Die Verben "zu erneuern", "abermals kreuzigen" und "zum Spott machen" jedoch stehen im Präsens.
Daher passt die Aulsegung von Barnabas allein schon aus temporalen (zeitlichen) Gründen garnicht.

Es handelt sich bei Hebräer 6,6 um eine modale Erklärung die ausdrückt was ich bereits erwähnt habe: Wenn ein abgefallenes, ehemaliges Kind Gottes sich zur Buße erneuern wollte, so bräuchte er ein zweites Sühneopfer und damit eine nochmalige Kreuzigung des Sohnes des Gottes; dies jedoch ist unmöglich!

Benennungsloser

unregistriert

99

Freitag, 14. März 2014, 23:22

Anna, Johannes beschreibt es nicht detailliert, welche Art der Sünde gemeint ist, denn dies liegt allein im Richtspruch Christi, aber diese Sünde muß je schwerer wiegen, umso unmittelbarer sich die Sünde gegen das Wirken Christi richtet und je kräftiger und heller der Sündigende Gottes Wort hat und Seinen Willen kennt. Daher auch ist sein Fall umso gefährlicher. Da hilft keine Fürbitte der Gemeinde mehr. Für Sünden, die Gott richten will, gibt es keine Verzeihungen, so da wir nicht umsonst bitten und beten sollen. Man kann also durchaus annehmen, dass damit die Sünde wider den Heiligen Geist gemeint ist, aber nur bedingt.
( Siehe Apg.)

100

Freitag, 14. März 2014, 23:59

@Timmy
Ja, ich gehe auch nicht davon aus, dass lediglich „Landsleute“ gemeint sein sollen …

Barnabas hat ja geschrieben, dass er am Wochenende voraussichtlich noch Zeit hat ausführlicher zu schreiben.
Bis dahin:
In 91 schreibt er: „Die Verbindung mit "zum Spott machen" (oder auch "bloßstellen") macht zweifelsfrei klar, dass das erneute Kreuzigen durch das Abfallen geschieht und nicht in Verbindung steht mit einer theoretischen Umkehr.“
Das „indem“ anstatt „da“ verändert das nicht automatisch.
Die Argumentation von Barnabas zielt in die Richtung, dass die Verknüpfung der Beschreibung (wie soll es erfolgen? Antwort: indem …) mit „zum Spott machen“ niemals auf rechte Buße anwendbar sein kann.
Rechte Buße macht den Christus nie zum Spott. Diese Leute befinden sich in einem konkreten „Präsens“ – das passt nicht auf diese spezielle Buße. Die Erwartungshaltung ist entsprechend negativ – mit anderen Worten auch in Zukunft wird sich daran nichts ändern.

Was mit denen in der Vergangenheit war, ist dann die andere große Frage …
Das wäre dann aber weniger ein zeitliches Problem.
Dann geht es darum was eben „teilhaftig“, „geschmeckt“ usw. bedeutet … und ob sich hier eine definitive Gemeinsamkeit
mit Gläubigen ergeben muss oder ob es anders ist …
Die Begründung in Hebr. 6, 7 und 8 lässt aber nur eine Gegenüberstellung zu – kein „sich entwickeln“ in etwas (also Ackerboden mit Frucht entwickelt sich später in Ackerboden mit Dornen und Disteln).
Es handelt sich bei Hebräer 6,6 um eine modale Erklärung die ausdrückt was ich bereits erwähnt habe: Wenn ein abgefallenes, ehemaliges Kind Gottes sich zur Buße erneuern wollte, so bräuchte er ein zweites Sühneopfer und damit eine nochmalige Kreuzigung des Sohnes des Gottes; dies jedoch ist unmöglich!
Damit habe ich erhebliche Probleme, weil:
Nimmst du an, dass es überhaupt ein „abgefallenes, ehemaliges Kind Gottes“ gibt
(also ich bin nicht der Überzeugung, dass Abfall des Gläubigen in dem Sinne möglich ist – nehme es hier aber mal hypothetisch an),
das sich zur Buße erneuern will?
Wenn ja, dann türmen sich mir Fragen über Fragen auf ….
Welche Sicht ergebe sich auf die Verheißungen zum Heil? Die Antwort auf die Frage: Was muss ich tun um gerettet zu werden? – würde plötzlich eine ganze neue Zusatzbedingung bekommen, denn dann wäre sie mindestens temporär zu
verstehen …: Glaube und Buße in dem Lebensabschnitt vor deinem Abfall! Anrufen des Namens des Herrn mit entsprechender Zusage mit dem gedachten Zusatz: aber nur solange bis du ….
Es gehen Menschen in die Hölle, die eine Buße wollen, die Gottes Willen entspricht???

Die Ermahnungen im Hebräerbrief machen wirklich Sinn für Gläubige, aber dazu hatte ich ja bereits verlinkt.

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